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«Die verbotene Wahrheit» über
den Westen und die Taliban


netzeitung.de,13. Nov 16:00, ergänzt 16:54

Französische Geheimdienstexperten stellen fest: Die Pläne für die Zeit nach dem Taliban-Regime sind nicht neu - die USA hatten darüber vor dem 11. September mit den Taliban selbst verhandelt.

Ein gemeinsames Regime aller Stämme, internationale Hilfe, Rückkehr des Königs. Das sind die Pläne für Afghanistans Zukunft nach den Taliban. Ein französisches Autorenduo mit Geheimdienstverbindungen deckt jetzt die «Vérité interdite», die «verbotene Wahrheit» auf, dass dieser Plan schon im Frühjahr zwischen Vertretern des US-Regierung und der Taliban verhandelt wurde.

Auch die Drohung mit militärischem Druck auf das Taliban-Regime sei nicht erst nach dem 11. September auf die Agenda genommen worden, heißt es in dem Buch von Jean-Charles Brisard und Guillaume Dasquié, das am morgigen Mittwoch in Paris auf den Markt kommt. Die Taliban hätten sogar angeboten, den Terroristenführer Osama bin Laden auszuliefern.

Handel mit den Taliban

«Le Monde interactiv», die Online-Ausgabe der französischen Tageszeitung «Le Monde», hat das Buch vorab vorgestellt. Die Grundthese ist demnach, dass ein Handel mit dem Taliban-Regime bereits von der Regierung Clinton angestrebt worden sei, der von der Bush-Regierung mit Blick auf die Bodenschätze in der Region forciert weiter verfolgt worden sei.

Überdies hätten britische Geheimdienste bis 1996 mit Verbindungsleuten Osama bin Ladens eng zusammengearbeitet, um gegen Muhammar al Gaddafi vorzugehen, den Libyschen Staatschef, der als Unterstützer des internationalen Terrors damals ganz oben auf der westlichen Liste der «unerwünschten Personen» stand.

Widerstreitende ökonomische und politische Interessen hätten somit einerseits den Druck auf die Taliban erhöht, zugleich aber den Wunsch, des Mannes habhaft zu werden, der spätestens seit den Anschlägen auf die US-Botschaften in Tansania und Kenia 1998 als Terroristenführer gesucht wird, im Zaum gehalten.

Bau einer Pipeline

Die Amerikaner hatten dem Buch zufolge schon zur Regierungszeit Bill Clintons ein Szenario entwickelt, um Afghanistan zu stabilisieren, ohne Gefahr zu laufen, dass die umliegenden Mächte - Pakistan, Russland und Iran - intervenieren, um ihren Schnitt zu machen. Ziel war der Bau einer Ölpipeline, um die Vorkommen in Mittelasien mit den Weltmeeren zu verbinden und damit für die kostengünstige kommerzielle Ausbeutung zu öffnen.

Die Pläne setzten bei den Taliban an, die zunächst als potenziell stabilisierende «innenpolitische» Macht gefördert worden waren. Je unwahrscheinlicher es wurde, dass sie jemals allein in Afghanistan herrschen würden, desto mehr wurde in Verhandlungen der Druck erhöht, dass sie sich an einer multiethnischen Versammlung der afghanischen Stämme beteiligen und sich der wiedererweckten Monarchie unterwerfen.

Die Verhandlungen, so das Buch, fanden einen Höhe- und Schlusspunkt im Sommer 2001 in Berlin. Da sollen die USA bei einer von den Vereinten Nationen moderierten Verhandlungsrunde unter Beteiligung Russlands mit einer «Militäraktion» gedroht haben, sollten die Taliban nicht einlenken und sich auf die vorgeschlagene Lösung einlassen. «Wenn die Taliban sich mit der Nordallianz einigen, legen wir ihnen einen goldenen Teppich aus. Lehnen sie das ab, ist ein Bombenteppich die Alternative», wird ein nicht namentlich genannter US-Diplomat zitiert.

«Anachronismus»

Gegenüber «Le Monde» spielen die USA die Episode herunter, ohne sie rundheraus zu dementieren. Druck habe es gegeben, doch das Zitat, so heißt es, sei allenfalls unter Alkoholeinfluss beim Dinner gefallen, nicht jedoch am Verhandlungstisch. Es helfe wenig, so die US-Position, die Verhandlungen mit den Taliban nun, nach dem 11. September, «neu zu lesen» - das sei anachronistisch. Die Terroranschläge hätten alles verändert, auch die Position gegenüber den Taliban.

In Zweifel ziehen Experten auch die These, dass die Taliban irgendwann tatsächlich bereit gewesen sein könnten, Osama bin Laden auszuweisen und damit der US-Justiz auszuliefern. Solche Angebote seien stets widersprüchlich gewesen. Sie wurden auch nach dem 11. September unter Hinweis auf die islamische Gastfreundschaft und die Familienbande zwischen bin Laden und dem Taliban-Führer Mohammed Omar von den Taliban selbst immer wieder diskreditiert.

Raubmord oder Verschwörung?

Angesichts der weltpolitischen Zusammenhänge, die das Buch konstruiert, wirkt eine Geschichte darin eher unbedeutend: Schon vor den Anschlägen auf die US-Botschaften in Afrika soll es einen internationalen Haftbefehl gegen bin Laden gegeben haben - erlassen von der libyschen Regierung. Die sei im April 1998 zu dem Schluss gelangt, ein deutsches Touristenpaar sei 1994 auf Betreiben bin Ladens in Libyen ermordet worden. Interpol hätte damit alles daran setzen müssen, bin Laden festzusetzen - doch das sei nicht geschehen.

Auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP bestätigt der Bundesverfassungsschutz, dass das Paar für den deutschen Binnengeheimdienst gearbeitet habe. Doch gehe man von einem Raubmord aus.

Das passt ins Bild von «Verbotene Wahrheit»: Die Interpol-Dokumente seien in Archiven vergraben, zu denen niemand Zugang habe, um auch hier die geheime Politik des Westens zu verbergen.

Geheimdienst-Hintergrund

Die Autoren des Buches sind laut «Le Monde» Fachleute auf ihrem Gebiet. Brisard, Manager bei Vivendi, hat im Auftrag eines französischen Dienstes einen Bericht über die geheime Finanzierung der Al Qaeda - des Terrornetzwerks von Osama bin Laden - verfasst, den Präsident Chirac bei seinem Besuch in Washington Ende September US-Präsident Bush übergab. Dasquié ist Chefredakteur des Informationsdienstes «Intelligence Online», in dem häufig unter Berufung auf Geheimdienstkreise über bin Laden berichtet wurde - zum ersten Mal 1996.


 


OPERATION SCHMIERGELD
Schmutziger Krieg mit Dollarbündeln

  02.06.2002 Spiegel

Während Kampfflieger Taliban-Höhlen bombardierten, US-Truppen das Land durchkämmten, lief hinter den Kulissen eine schmierige Operation. Systematisch kauften sich die Amerikaner Verbündete zusammen: Ein paar Hundert-Dollar-Noten für den einfachen Söldner, ein paar Hunderttausend für den Warlord.

Kabul - Die Autohändler an Kabuls staubiger Geschäftsstrasse Parwan Say können über mangelndes Geschäft nicht klagen. Dutzende blitzender Geländewagen rollten in den vergangenen Monaten von ihren Höfen. Die Käufer verhandelten nicht lange, meist zahlten sie Cash - bis zu 60 000 Dollar für einen Toyota Land Cruiser, CD-Spieler inklusive.
Die Dollarbündel sind das Überbleibsel eines schmierigen Krieges. Während Bomber ihre tödliche Last abwarfen, US-Soldaten und ihre Verbündeten Berge und Dörfer durchkämmten, versuchte der US-Geheimdienst CIA die Unterstützung am Boden zu sichern - mit Tausenden von Dollar-Noten. Systematisch kauften sich die Geheimdienstler Unterstützer zusammen, zahlten für Informationen, Transporte und Unterkünfte. Dutzende von Millionen Dollar, so schreibt die US-Zeitung Los Angeles Times, habe der Geheimdienst auf diese Weise ins Land gepumpt.

Gezahlt wurde schnell und immer in Cash: Eine hundert Dollar Note für einen schnellen Tipp von einem einfachen Söldner, ein paar zehntausend für das Geleit eines Dorfkommandanten und über 100 000 für die Unterstützung eines Warlords. Überreicht wurde das Geld in Bündeln, oft mit fortlaufender Nummerierung, oder gleich kistenweise. Einer der Kriegsfürsten will gar von den Amerikanern einen geldgefüllten Geländewagen erhalten haben. Wenn es half, verteilten die Schmiergeld-Brigaden elegante Satellitentelefone als Zugabe, heute ein beliebtes Statussymbol in den afghanischen Bergen.

Die Amerikaner pumpten soviel Cash in das Land, dass in den Wechsel-Basaren der Wert des Dollars gegenüber der pakistanischen Rupie stürzte, die Preise nach oben schossen. "Wir brauchen uns nichts vormachen", sagte ein Geheimdienstler der LA Times, "wenn wir eines reichlich haben, dann ist es Geld."

Doch Millionen US-Dollar und ein Kopfgeld in der biblischer Höhe von 25 Millionen Dollar vermochten es nicht, die Afghanen zum Verrat des schlimmsten aller Feinde zu bewegen: Osama bin Laden. Im Gegenteil: Geheimdienstler vermuten, dass etliche Stammesfürsten doppelt kassiert haben - erst von den Amerikanern, dann von den Taliban, denen sie die Flucht aus dem Kessel von Tora Bora und ähnlichen Fallen ermöglichten.

Heute debattieren die Amerikaner, ob es richtig war, soviel Geld über das Land auszustreuen für allenfalls zweifelhafte Verbündete. Kriegsfürsten wie Haji Mohammed Zaman, klagen US-Offizielle, hätten vom CIA bündelweise Dollar kassiert und dennoch al-Qaida-Kämpfer über die Grenze nach Pakistan eskortiert. Heute ist Zaman Sicherheitschef in Jalalabad. Andere vermeintliche CIA-Verbündete bekleiden ranghohe Ämter in der Übergangsregierung, leben in großzügigen Häusern und kommandieren über eigenen Flotten von Land Rovern.

Geheimdienstler verteidigen die Praxis als einzigen Weg, in Afghanistan Kriege zu gewinnen. Schon die Briten hatten erfahren, dass man in Afghanistan fast alles kaufen kann, wenn nur der Preis stimmt. Doch so schnell wie die Afghanen das Geld einsammeln, das zeigt die Geschichte, wenden sie sich auch neuen Verbündeten zu: Wenn das Bündnis mehr Gewinn verspricht.

 


Al Qaeda in Pakistan angeblich unbehelligt

03.06.2002 Netzeitung

 

Pakistan verfolgt die aus Afghanistan geflohenen Al-Qaeda- und Taliban-Kämpfer offenbar kaum. Sie können sich sogar in Peschawar und Quetta frei bewegen.

Mitglieder der Taliban und der Terror-Gruppe Al Qaeda leben in Pakistan offenbar weitgehend unbehelligt. Islamabad biete einigen Gesuchten Schutz, während es gleichzeitig die US-Armee beim Kampf gegen andere Kämpfer unterstütze, berichtet das Magazin «Newsweek».
Führende Taliban sollen dem Magazin zufolge erst kürzlich unter den Augen eines pakistanischen Geheimdienstmitarbeiters an der Trauerfeier für einen Veteranen des Afghanistan-Krieges teilgenommen haben. Unter den Gästen seien der ehemalige «Vize-Außenminister» der Taliban, Abdul Rachman Said, und ein führendes Mitglied des Taliban-Verteidigungsministeriums gewesen.

Die Taliban- und Al-Qaeda-Mitglieder lebten in Städten wie Quetta und Peshawar völlig unbehelligt. Auch Osama bin Laden könne sich in Pakistan verstecken, so «Newsweek». Erstaunlich sei dagegen die Zahl der in Pakistan agierenden Mitarbeiter des US-Geheimdienstes CIA, der US-Bundespolizei FBI und anderer Sicherheitsdienste, zitiert das Magazin einen pakistanischen Diplomaten. (nz)

Der Afghanistan-Krieg ist nicht zu gewinnen
Die am besten ausgerüstete Armee der Erde kämpft in Afghanistan gegen Bauern und leicht bewaffnete Guerilla. Und die USA werden den Kampf gegen die Taliban verlieren.

Von Kai Biermann
In den ersten Kämpfen haben die Vereinigten Staaten gesiegt. Ihre Langstreckenbomber, Kampfflugzeuge, Hubschrauber und ferngelenkte Raketen haben jedes Ziel in Afghanistan angegriffen, das einen Angriff auch nur halbwegs lohnte und es zerstört.

Der Kampf ist jedoch noch lange nicht vorbei. Immer wieder werden in den Bergen Offensiven begonnen, strategisch wichtige Punkte gestürmt, oder Höhlen durchsucht. «Buzzard» heißt die Operation, die am Mittwoch in Ostafghanistan begonnen wurde, eine von vielen in den letzten Wochen.

Aber die milliardenteuren Waffensysteme sind dabei nutzlos. B2-Bomber, Cruise Missiles, M1A1-Panzer sind zu groß, zu schnell und zu unhandlich, um verstreute Kämpfer in den zerklüfteten Bergen zu jagen. Sie sind hervorragend geeignet, um überschallschnelle Flugzeuge vom Himmel zu holen oder verbunkerte Raketensilos zu knacken, aber in solch schwerem Gelände gibt es keine eindeutigen Ziele, dort sind ein paar Soldaten mit Gewehren sehr viel schneller als ein Bataillon Panzer. Die amerikanischen Soldaten müssen in dieser neuen Schlacht zu Fuß kämpfen.

Auch führt die technologische Überlegenheit zu einem Problem: Die Drohnen in der Luft können große Areale überwachen, aber in einem unübersichtlichen Gelände sind ihre Informationen trügerisch. Fehlinterpretationen sind nicht selten – so trafen ferngelenkte Raketen auch Stammesführer auf dem Weg zur neuen Regierung und ein Sonderkommando machte Regierungsmitarbeiter nieder, die Waffen einsammelten.


Geländegewinn bedeutet nichts

Durch den Nachteil des Geländes ist die große amerikanische Armee nicht einmal stärker als die der Taliban. Zwei Drittel der 16.500 in Afghanistan stationierten alliierten Soldaten werden dazu benötigt, die Maschinerie in Gang zu halten, sie mit Wasser, Essen, Treibstoff und Munition zu versorgen. Die tatsächlich kämpfenden Infanterie-Einheiten sind wahrscheinlich nicht viel größer als die der Taliban.

Sie sind zwar besser ausgerüstet und besser ernährt, aber sie kämpfen gegen eine Guerilla, und der geht es nicht darum, ein Gelände zu halten oder ein Gebäude zu verteidigen. In einem solchen Gefecht würde eine «irreguläre» Truppe gegen eine «reguläre» Armee immer verlieren und hohe Verluste erleiden. Da die Taliban aber alles fast kampflos preisgeben, bleiben sie flexibel, sind schwer zu finden und kaum zu treffen.

Große Operationen wie «Anaconda» oder «Snipe» brauchen Wochen an logistischer Vorbereitung und Tage, bis sie ein Gelände wirksam kontrollieren können. Die Standing Operation Procedure der US Armee basiert auf der Annahme, dass ein Armeekorps in der Lage ist, maximal zwei bis drei Befehle innerhalb von 24 Stunden auszuführen. Gegen einen beweglichen und kaum berechenbaren Gegner ist das, als wollten Schnecken Fliegen fangen.

Jedes Dorf, das die US Armee erobert, ist nur ein weiteres Stück Land, das besetzt und überwacht werden muss und ein weiterer wunder Punkt, an dem die Taliban einen Anschlag verüben können, um anschließend wieder zu verschwinden.

Große Operationen können den Gegner nur aus einem Gebiet verdrängen, ein entscheidender Schlag ist kaum möglich, zu verteilt agieren die Taliban, zu wenig koordiniert. Und wird das Gebiet nicht mehr verteidigt, kommen sie wieder.


Wer gegen Schwache kämpft, wird schwach

In jedem Krieg seit 1945, in dem ein «zivilisierter» Staat seine moderne und gut trainierte Armee gegen eine nationale Bewegung, gegen Warlords oder Guerillas eingesetzt hat, wurde diese geschlagen. Das lernte die Rote Armee in Afghanistan, die bis dahin siegreiche vietnamesische Armee in Kambodscha, die indische in Sri Lanka, oder die südafrikanische, die am längste von allen durchhielt, in Namibia.

Das Problem sei immer das gleiche, schreibt Martin van Creveld, ein Militärtheoretiker, der an der Hebrew Universität in Jerusalem lehrt: «Wer gegen die Schwachen kämpft, wird selber schwach; derjenige, der sich wie ein Feigling verhält – und das Bekämpfen von Schwachen ist per Definitionem feige – wird ein Feigling.»

Das meint nicht, dass es den USA an Entschlossenheit fehlt. Doch je härter und brutaler sie in den Bergen Afghanistans kämpfen, umso mehr ähneln sie ihrem Gegner und umso mehr nutzen sie ihm. Wer einen schmutzigen Krieg führt, wird schmutzig. Dabei haben die USA und jedes andere Land, das nicht auf eigenem Boden kämpft, zwei entscheidende Probleme – die Moral ihrer Truppen und die Meinung der Bevölkerung.

Army Rangers, Green Berets, Delta Forces – sie alle sehen Kameraden und Freunde im Kampf fallen in einem Land, dessen Sprache sie nicht einmal verstehen. Die Taliban verlieren keine Freunde, sie bekommen Heilige, Märtyrer und Helden. Für die Taliban, die Paschtunen oder die Al Qaeda ist diese Art Krieg ein Teil ihrer Geschichte, ihrer Kultur. Für die USA ist er ein zeitlich begrenztes Engagement in einem fernen Teil der Welt. Je länger er dauert und je härter er wird, umso lauter werden die Proteste des amerikanischen Militärs und die der Presse sein.


Verschwinden, so schnell es geht

Nicht umsonst versucht die US-Regierung, die Presse zu kontrollieren, beschwört immer wieder die Gefahr, die vom Terrorismus der Al Qaeda ausgeht und versucht gleichzeitig, die Opfer und Helfer der Anschläge auf das World Trade Center und die kämpfenden Soldaten zu heroisieren.

Langfristig vereint aber nur der Kampf gegen einen stärkeren Gegner Volk und Truppen, der Kampf gegen einen offensichtlich Schwächeren entzweit.

Die USA können diesen Krieg nicht gewinnen und das wissen auch die amerikanischen Generale, sie haben aus dem Vietnam-Konflikt gelernt. Irgendwann werden sie den Kampf in Afghanistan für gewonnen erklären und aus dem Land verschwinden, sobald die dortige Regierung auch nur halbwegs stabil und arbeitsfähig scheint.

 

 

Verworrene Kriegssituation in Afghanistan

Schwächung der Taliban - Vormarsch der Nord-Allianz  
NZZ, Donnerstag, 18. Oktober 2001     Berlin, 11:03 Uhr

Die Luftangriffe der USA auf Ziele in Afghanistan haben die Taliban geschwächt. Geschlagen jedoch sind die Koranschüler nicht. Die Nord-Allianz meldet zwar an verschiedenen Orten Geländegewinne; eine flächendeckende Herrschaft jedoch vermag sie nicht auszuüben. Offen ist, welche strategischen Ziele die USA verfolgen.

msn. Die militärische Lage in Afghanistan präsentiert sich derzeit sehr unübersichtlich. Während die amerikanische Luftwaffe, teilweise unterstützt durch die britische Royal Air Force, nun auch bei Tageslicht fast ununterbrochen Ziele in Afghanistan angreift, meldet die Nord-Allianz auch im Westen des Landes Geländegewinne. Die Truppen der Taliban sollen sich nach diesen Angaben an gewissen Orten bereits in Auflösung befinden. Dies wiederum wird von den Koranschülern dementiert. Keine der Verlautbarungen, sei sie nun vom Pentagon, von den Taliban oder der Nord-Allianz abgegeben, ist derzeit von unabhängiger Seite überprüfbar. Journalisten wird von Kabul nur unter Begleitung die Einreise gestattet; die organisierten Pressefahrten dienen jedoch offenkundig der Propaganda. Im Nordosten des Landes, auf dem Gebiet der Nord- Allianz, halten sich derzeit zwar sehr viele Medienvertreter auf. Doch auch sie sind angewiesen auf Informationen aus zweiter Hand, können sich kein unabhängiges Bild über den Frontverlauf verschaffen. Die USA wiederum präsentieren zwar immer wieder eindrückliche Auswertungsbilder von Angriffen; welche Bedeutung einzelnen zerbombten Anlagen oder Flugpisten aber wirklich zukam, bleibt auch hier meist im Dunkeln.

Zerstörung aller relevanten Ziele

Eine vorsichtige Bewertung der vorliegenden Informationen lässt immerhin den Schluss zu, dass inzwischen alle strategisch wichtigen Ziele von der amerikanischen Luftwaffe mindestens einmal bombardiert wurden. Im Zentrum standen bisher vor allem Flugplätze in den grösseren Städten des Landes und Kommando- und Kommunikationseinrichtungen der Taliban; bombardiert wurden aber auch Ausbildungslager und einzelne Flugabwehr-Stellungen, vereinzelt Truppenunterkünfte der Koranschüler sowie als relevant eingeschätzte militärische Infrastruktur. Ganz generell jedoch ist der Wert all dieser Ziele als nicht besonders hoch einzuschätzen. Die Taliban verfügen über keine Armeekräfte im modernen Sinn, schon gar nicht über eine ernst zu nehmende Luftwaffe oder über Panzer, deren Zerstörung entscheidend für die Kampfkraft der Miliz wäre.

Die Befehlsstrukturen der Koranschüler sind dezentral, meist regional oder sogar lokal organisiert, die Hierarchien sehr viel flacher - was wiederum die Zerstörung von «Kommunikations- und Führungseinrichtungen» relativiert. Die Hauptlast des Kampfes tragen mobile, kleine Infanterie- und Artillerieeinheiten, die sich bei entsprechender Tarnung und häufigem Stellungswechsel Angriffen aus grosser Höhe entziehen können. Es ist daher davon auszugehen, dass das Gros der Taliban-Miliz - Schätzungen gehen von 35 000 bis 50 000 Mann aus - noch immer einsatzbereit ist, wenn auch sicher nicht mehr uneingeschränkt.

Übergang zu bodennahen Angriffen

Die USA müssten daher vermehrt auch bodennahe Operationen durchführen, wollen sie direkt die Taliban-Einheiten schwächen. Ein Ziel könnte es dabei sein, die Koranschüler in Schlüsselstellungen

- an Strassenverbindungen, in Tälern, auf Bergkränzen - und in Frontnähe gezielter unter Beschuss zu nehmen, was es der zahlenmässig sehr viel kleineren und schwächer bewaffneten Nord-Allianz erlauben würde, an einzelnen Abschnitten einen Vorstoss zu lancieren.

Das allein jedoch ist ebenfalls kaum kriegsentscheidend. Schon vor den Luftangriffen hat sich in Afghanistan kein klassischer Frontenkrieg zwischen zwei «Armeen» abgespielt. Der Nordosten des Landes, rund 5 bis 10 Prozent des Gesamtterritoriums, steht unter Kontrolle der fünf in der Nord-Allianz zusammengeschlossenen Milizen. Der Rest des Landes wird von den Taliban beherrscht. Auf beiden Seiten jedoch ist diese «Herrschaft» weder flächendeckend noch in einem staatlichen Sinn zu verstehen. In erster Linie kontrollieren beide Konfliktparteien in ihrem jeweiligen Gebiet Schlüsselpositionen, also Städte, grössere Ortschaften, Verkehrswege, Flugplätze, vor allem aber strategisch wichtige Täler, wie dasjenige des Panjshir. Immer jedoch müssen die Konfliktparteien auf regionale und lokale Stammes- und Clanstrukturen Rücksicht nehmen. Der Flugplatz von Faizabad zum Beispiel, dem derzeitigen «Regierungssitz» der Nord-Allianz, wird von einem lokalen Clan kontrolliert - was wiederum heisst, dass die Milizen dafür bezahlen, wenn sie ihn benutzen.

Das von einem Verantwortlichen eines ausländischen Hilfswerkes gezeichnete Bild eines Pfannkuchens, der in einer Pfanne schmort und dabei viele kleinere und grössere Luftblasen erhält, illustriert sehr anschaulich die Struktur der Taliban. Kandahar mit der dortigen Shura gilt als das eigentliche Machtzentrum um dem geistigen Führer der Miliz, Mullah Omar. Ein weiteres Zentrum bildet die Kabuler Shura; Macht üben aber auch die Provinzgouverneure aus sowie einzelne Frontkommandanten, die ihre Einheiten auf eigene Rechnung führen. Längst nicht überall sind zudem Taliban-Kräfte stationiert.

amerikanischen Angriffe wird auch über landgestützte Operationen amerikanischer Spezialeinheiten, möglicherweise auch britischer oder französischer, spekuliert. Nach den Erfahrungen aus den Kriegen in Bosnien, Kosovo oder gegen den Irak scheint dies sogar wahrscheinlich. Solche Trupps müssen allerdings nicht zwingend Kampfaufträge erfüllen. Viel eher dürften die kleinen, meist nur eine Handvoll Männer umfassenden Gruppen bisher dazu gedient haben, Ziele auszumessen - zu «beleuchten» -, um den angreifenden Flugzeugen eine präzise Bombardierung zu ermöglichen.

Ein Szenario geht nun davon aus, dass in einer weiteren Phase der Operation Spezialeinheiten vermehrt auch für den Kampf eingesetzt werden. Sie könnten für einzelne Missionen von den im Arabischen Meer kreuzenden Flugzeugträgern direkt nach Afghanistan eingeflogen werden oder aber von jenen Regionen des Landes aus Angriffe starten, in denen die Taliban keine Kontrolle mehr ausüben. Spekuliert wird auch über die Möglichkeit, stark gesicherte Brückenköpfe innerhalb des von den Koranschülern beherrschten Gebietes aufzubauen, was aber mit sehr viel Risiken für die beteiligten Soldaten verbunden wäre. Wenig plausibel erscheint dagegen das Szenario, dass reguläre amerikanische Streitkräfte gemeinsam mit Kämpfern der Nord-Allianz gegen die Taliban ins Feld ziehen.

Unklare Zielsetzung

Das amerikanische Verteidigungsministerium bewertet die Operation bisher als Erfolg. Nach welchen Kriterien sich dieser bemisst, ist allerdings unklar, da im Gegensatz zu anderen Kriegen in der Vergangenheit Washington nur äusserst zurückhaltend über militärische Zielsetzungen informiert. Explizit formuliert worden ist bisher nur die generelle politische Absicht, das Terror-Netzwerk al-Kaida zu zerschlagen, den mutmasslichen Anführer Usama bin Ladin unschädlich zu machen und die Ausbildungslager für Al- Kaida-Kämpfer in Afghanistan zu zerstören. Ob der Fall des Taliban-Regimes auch ein mit militärischen Mitteln zu erzwingendes Ziel darstellt, ist dagegen unklar. In den letzten Tagen sind zu diesem Punkt sowohl von Präsident Bush als auch Aussenminister Powell und Verteidigungsminister Rumsfeld widersprüchliche Signale ausgesandt worden; es kann aber davon ausgegangen werden, dass der Machtverlust der Taliban in ihrer heutigen Form als Folge ihrer militärischen Schwächung hingenommen wird.

Die intensiven diplomatischen Bemühungen Washingtons um eine politische Alternative jedoch deuten darauf hin, dass dies nicht mehr zwingend gleichgesetzt wird mit einer Rückkehr der Nord-Allianz an die Macht. Deren einzelne Milizen auf sicherer Distanz zu halten, ohne den Feldzug gegen die Taliban und den von ihnen angeblich unterstützten Terror zu schwächen, ist derzeit wohl das schwierigste militärische Unterfangen, das durch den rasch nahenden Wintereinbruch zusätzlich erschwert werden dürfte. 18. Oktober 2001, 02:01

 

 

 

 Kann Bush die Afghanen für sich gewinnen? Alle Artikel zum Thema
Die Welt, Donnerstag, 18. Oktober 2001     Berlin, 11:03 Uhr
Mit einer Doppelstrategie will der US-Präsident die Taliban niederzwingen, ohne das Land noch weiter in den Abgrund zu ziehen

Von Karen DeYoung und Alan Sipress

Die Cruise-Missiles und Bomber, die den Krieg gegen den Terrorismus eröffneten, waren Teil einer wesentlich breiter angelegten Strategie inner- und außerhalb Afghanistans. Dazu gehören intensive Bemühungen, die afghanische Bevölkerung und Moslems in der Welt davon zu überzeugen, dass die Angriffe nicht gegen sie gerichtet sind, und die Anhänger der Taliban dazu zu bringen, die Seiten zu wechseln.

Unmittelbar nach der Bombardierung von Angriffs- und Kommunikationseinrichtungen der Taliban haben US-Flugzeuge damit begonnen, 37 500 Pakete mit Lebensmitteln und Medikamenten für die vielen afghanischen Flüchtlingen nahe der südlichen Grenze zu Pakistan abzuwerfen. Gleichzeitig standen Kriegsflugzeuge bereit, um die von den Taliban kontrollierten Gebiete mit Flugblättern zu überschütten, die jedem "Schutz und Belohnung" versprechen, der die Vereinigten Staaten bei der Suche nach Osama Bin Laden und seinen Verbündeten unterstützt. Zusätzlich wird ein amerikanisches C-130-Flugzeug in der Nähe der Grenzen Afghanistans die gleiche Information auf Rundfunkfrequenzen senden. Flugblätter und Sendungen warnen, dass dies ein Kampf ist, "in den man lieber nicht hineingerät", wie ein Beamter des Pentagon es ausdrückte.

Gleichzeitig militärische Zerstörung, humanitäre Hilfe und psychologische Operationen - das war nur eine der vielen Botschaften, die gestern einer Vielzahl von Zuhörerschaften an verschiedensten Fronten übermittelt wurde. Die öffentlich wahrnehmbare Seite der Botschaft, die von US-Präsident Bush, dem britischen Premierminister Tony Blair und dem amerikanischen Verteidigungsminister Donald H. Rumsfeld verkündet wurde, war immer die gleiche: Die Angriffe werden nicht aufhören, ehe der weltweite Terrorismus zerstört ist; Geduld ist für den Erfolg unerlässlich; jedes Land muss sich der einen oder anderen Seite verpflichten; Bin Ladens Al-Qaida-Organisation und der Rest des terroristischen Netzwerks repräsentieren nicht eine Milliarde von Moslems in der Welt; und der gemeinsame Krieg richtet sich nicht gegen den Islam.

Ähnlich öffentlich waren die Luftangriffe selbst. Die Zielauswahl basierte dabei größtenteils auf dem Bestreben, sicherzustellen, dass die Taliban keine amerikanischen Flugzeuge angreifen können. "Die erste Aufgabe ist es, die Vorherrschaft in der Luft zu erlangen", so eine gut unterrichtete Quelle aus dem amerikanischen Kongress. Regierungsbeamte beschrieben die gestrigen Angriffe wiederholt als Anfangsphase einer langwierigen Militäroffensive. Sie betonten, dass die Art und Weise der nächsten Phase davon abhängt, wie reagiert wird.

"Ich denke, dass es mehrere Tage weitergehen wird, mehr oder weniger genau so, wie es heute aussah", sagte ein Beamter des Pentagon. "Dann werden wir sehen, was das Ergebnis davon ist, und dann werden wir die nächste Aktion planen. Was das genau sein wird, hängt davon ab, wie sie reagieren und was sie jetzt tun." Bush und leitende Beamte betonten schon am Sonntag, dass die humanitären Bemühungen genauso wichtig seien wie der Krieg. Weitere Flugblätter sind in Vorbereitung. Sie sollen weiträumiger über Afghanistan abgeworfen werden, um Zivilisten zu erreichen. Von offizieller Seite hieß es, darauf stehe "Wir geben euch zu essen" und die Aufforderung "Bleibt wo ihr seid".

Ein weniger öffentlicher, aber vielleicht etwas heikler Teil der langfristigen Strategie betrifft die politische Zukunft Afghanistans. In dem Bestreben, Gruppen und Kommandeure zu unterstützen, die gegen die Taliban-Bewegung sind, informierten US-Beamte die Nordallianz einige Stunden zuvor, dass die militärische Operation unmittelbar bevorstehe. In engem Kontakt sind die Vereinigten Staaten mit den nördlichen Einheiten des usbekischen Kommandeurs Leutnant General Abdul Rashid Dostum. Zusätzlich zum Austausch von Informationen haben die USA ihre finanzielle Unterstützung der Nordallianz verstärkt.

Offizielle amerikanische Stellen haben es vermieden, offen zum Sturz des Taliban-Regimes aufzurufen. Zum Teil liegt das am Respekt für das Anliegen Pakistans wenigstens eine "Taliban-light"-Regierung in Kabul zu erhalten. Eine Schlüsselrolle bei der Bildung einer neuen Regierung könnte dennoch der ehemalige algerische Außenminister, Lakhdar Brahimi, spielen, dessen langjährige Stellung als Sonderbeauftragter des UN-Generalsekretärs Kofi Annan in Afghanistan seit dem Scheitern der Verhandlungen mit den Taliban 1999 ausgesetzt ist. Letzte Woche informierte Annan den Sicherheitsrat, dass Brahimi zuständig sei für die politischen Anstrengungen der UN in Afghanistan und "auch Vorbereitungen treffen wird für die Entwicklung und die Rehabilitierung dieses zerrütteten Landes".

 

 

Suche nach politischer Zukunft Afghanistans

21.09 .2001 Rundschau Online

Dem britischen "Guardian" zufolge planen die USA, die in Afghanistan regierende Taliban-Regierung zu stürzen und durch eine UN-Verwaltung zu ersetzen. Unter Berufung auf ein geheimes Dokument der US-Botschaft eines wichtigen NATO-Mitgliedslandes berichtet das Blatt, Washington wolle die Europäer zu einer militärischen Vergeltungsaktion drängen, um die Taliban zu stürzen. Die USA seien auch an europäischen Stellungnahmen über eine Ära in Afghanistan "nach der Befreiung des Landes" interessiert.

Auch die Rückkehr des 86-jährigen afghanischen Königs Sahir Schah werde bereits vorbereitet. Der im Jahr 1973 gestürzte König solle demnach mit Unterstützung der bewaffneten afghanischen Opposition an die Macht zurückkehren.

 


 

Suche nach politischer Zukunft Afghanistans

15.10 .2001 Freies Wort

Washington (dpa) - Während die Bomben auf Ziele in Afghanistan fallen, tritt die Frage nach der politischen Zukunft des Landes im Anschluss an eine Entmachtung der fundamentalistischen Taliban in Washington immer mehr in den Vordergrund.

Eine klare Antwort aber hat niemand parat, wie ein Machtvakuum und ein neues Abrutschen in Anarchie verhindert werden kann. Das könnte bestenfalls ein Wahrsager, findet US-Außenamtssprecher Richard Boucher: «Was die Zukunft Afghanistans betrifft, schaut in eine Kristallkugel.»

Nur so viel steht nach Angaben der Regierung fest: Die USA wollen nicht versuchen, eine bestimmte Regierung durchzusetzen. Präsident George W. Bush will außerdem den Vereinten Nationen die Federführung beim Wiederaufbau überlassen. Der wegen seiner nationalen Interessenpolitik einmal weltweit kritisierte Präsident hat den internationalen Weg entdeckt, weil er anders als sein Vorgänger Bill Clinton ein Projekt von «Nationenbildung» scheut.

Dies alles heißt jedoch nicht, dass die Bush-Administration auf eine aktive Einflussnahme verzichtet. Nach Medienberichten bemüht sie sich intensiv um die Einberufung einer «Großen Ratsversammlung« oder «Loya Jirga» der zahllosen Volksgruppen Afghanistans mit dem Ziel, eine neue Verfassung und Regierungsstruktur zu beschließen. Dies Modell ist in Afghanistan schon 2000 Jahre alt und wurde ironischerweise zuletzt von der kommunistischen Regierung in Kabul genutzt, die später mit US-Hilfe gestürzt wurde.

US-Diplomaten und Militärs stehen seit Wochen mit den unterschiedlichen Fraktionen Afghanistans im Gespräch, um zu einer breiten Koalition zu ermuntern. Im vergangenen Monat traf ein hoher Berater von US-Außenminister Colin Powell in Rom auch mit dem afghanischen Ex-König Sahir Schah zusammen, der nach den Überlegungen der Amerikaner eine wichtige Rolle - wenn vielleicht auch nur in einer Übergangszeit - spielen könnte.

Mit äußerster Zurückhaltung geht die US-Diplomatie mit dem vordergründig bedeutendsten Verbündeten, der Nordallianz, um. Auf politische Anweisung hin greifen die Streitkräfte keine Frontlinien der Taliban im Norden an, wie ein Generalstabsoffizier bestätigte - um einen zu raschen Vormarsch der Allianz zu verhindern. Washington bat auch deren Anführer, mit einen Angriff auf Kabul zu warten, damit vor einer politischen Interimslösung keine vollendeten Tatsachen geschaffen werden, berichtete die «Washington Post».

Die 1996 aus Kabul vertriebene Allianz hat eine blutige Vergangenheit und wird von Menschenrechtlern beschuldigt, Tausende unschuldiger Menschen umgebracht zu haben. Sie besteht größtenteils aus Minderheitsgruppen der 27 Millionen Afghanen, die zu 50 bis 60 Prozent Angehörige der Paschtunen-Volksgruppe sind. Aus deren Mitte stammen auch die Taliban, die lange vom Nachbarn Pakistan unterstützt wurden.

Ein Machtantritt der Nordallianz widerspräche direkt den politischen und strategischen Interessen Pakistans. Milton Bearden, der CIA-Stationschef in Pakistan von 1986 bis 1989, hält es zudem aus ethnischen Gründen für unmöglich, sich auf die Allianz zu stützen. Das würde einen neuen brutalen Bürgerkrieg provozieren, schrieb er in der neuesten Aufgabe der Zeitschrift «Foreign Affairs». Es wäre viel klüger, sich gezielt um jene Paschtun-Mitglieder zu bemühen, die nur lose mit den Taliban verknüpft seien, weil sie sich durch die Fundamentalisten bisher eine faire Chance auf Frieden erhofft hätten. Die US-Regierung scheine das auch zu tun.

Die Nordallianz sieht nach den Worten eines ihrer Vertreter in den USA, Daoud Mir, selbst ihre «letzte Chance» in der Bildung einer großen Koalition - doch ohne ehemalige Taliban. Mohammed Eschaq, ein anderer Repräsentant in Washington, wandte sich gegen den «falschen Eindruck», man könne Teile der Taliban abspalten und nutzen. Die USA sollten sich ausschließlich darum kümmern, die existierende Koalition «unter der Flagge der Vereinigten Front» zu fördern. Sie sei nicht für alle der ihr vorgeworfenen Gräueltaten verantwortlich, sagte er. Viele seien von Gruppen begangen worden, die damals nicht zur Front gehört hätten.


USA setzen offenbar nicht mehr auf die Nordallian

16.10 .2001 Die Welt

Pakistan gewinnt Einfluss. US-Außenminister Colin besucht Islamabad

Von Boris Kalnoky

Islamabad - Viel hat sich verändert, seit Vertreter der Nordallianz und der exilierte afghanische König Zahir Schah in Rom am 1. Oktober entschieden, binnen zwei Wochen einen "Obersten Rat" von 120 Delegierten einzuberufen. Dieser solle dann mit der Bildung einer Übergangsregierung für Afghanistan beginnen. Obwohl diese selbst gesetzte Frist ablief, ist dies heute in weite Ferne gerückt.

Damals war noch davon die Rede, die USA würden die Nordallianz militärisch unterstützen, ein Vorstoß nach Kabul sei in der Planung. Jetzt hat die Führung der Nordallianz offiziell erklärt, von einem Einrücken in die Hauptstadt absehen zu wollen, bis eine Übergangsregierung "auf breiter Basis" gebildet sei. Bei dieser Regierungsbildung soll sie selbst offenbar eine deutlich geringere Rolle spielen als zunächst geplant. Und entgegen allen ihren Hoffnungen hat die Nordallianz bislang weder amerikanische Waffen noch Luftunterstützung erhalten.


Die USA haben indes eingesehen, dass eine Bevorzugung der Nordallianz, also der tadschikischen und usbekischen Minderheiten Afghanistans, nach einem Ende des Taliban-Regimes fast zwangsläufig zu einem neuen Krieg der nördlichen Volksgruppen gegen das Mehrheitsvolk der Paschtunen führen würde. Die Taliban sind Paschtunen, und auch in Pakistan leben Millionen ihrer Stammesbrüder. Pakistan ist auf eine "freundliche Regierung" in Afghanistan angewiesen. Unter anderem ist die Grenze zwischen beiden Ländern nie zweifelsfrei festgelegt worden.


Offenbar hat es diesbezüglich eine Einigung mit den USA gegeben, die auf Pakistan als Bündnispartner mehr angewiesen sind als auf die Nordallianz. Ohnehin können nur Pakistan und die Stammesführer der Paschtunen das Taliban-Regime von innen zum Zusammenbruch bringen. Dies war vermutlich Thema des Besuches von US-Außenminister Colin Powell am Montag.


Innerhalb von fünf Tagen soll in der Grenzstadt Peshawar das Fundament für eine neue afghanische Regierung gelegt werden. 1000 Delegierte werden erwartet - Stammesführer, Geistliche, Milizenführer, Frauenorganisationen. König Zahir Schah ist eingeladen und hat eine hochrangige Delegation nach Pakistan geschickt.


In den nächsten Tagen will jener Mann nach Rom reisen, der als Initiator der Versammlung in Erscheinung tritt: Pir Sayed Ahmad Gailani, ein Verwandter des Königs und früherer Kommandeur der weit gehend säkularen, prowestlichen und königstreuen Mahaz-Miliz. Washington hatte ihn im Kampf gegen die sowjetischen Besatzer stiefmütterlich behandelt, weil man sich ausrechnete, dass islamische Fanatiker besser gegen die Sowjets kämpfen würden.


Gailani, der von Pakistans Behörden lange geknebelt wurde, weil er gegen die Taliban war, durfte jetzt eine Pressekonferenz abhalten. Er forderte "alle Afghanen" auf, "wer immer und wo immer sie auch sein mögen, unsere Einladung anzunehmen und hier in Peshawar zusammenzukommen". Gailani hat eine Koalition namens Versammlung für Frieden und Einheit in Afghanistan gebildet. Auch die Nordallianz ist nach Peshawar eingeladen. Der international noch als Afghanistans Staatschef anerkannte Burhanuddin Rabbani hat sich Gailani angeschlossen, ebenso der von den Amerikanern bevorzugte Milizenführer Abdul Haq. Auch für gemäßigte Fraktionen der Taliban sieht Gailani einen Platz in einer Regierung.


Gailani versichert der Regierung in Islamabad öffentlich, sie werde in ihm und seinen Leuten immer einen "freundlichen Nachbarn" haben. Kein Wunder, dass manche Beobachter ihn bereits als neuen afghanischen Präsidenten von Pakistans und der Staatengemeinschaft Gnaden sehen.


Gailanis Gruppe ist nicht die einzige, die sich, offenbar mit Duldung und Ermutigung der pakistanischen Regierung, in Peshawar bemerkbar macht. Die andere ist die Nationale Solidaritätsbewegung für Afghanistan. Sie wird von niemand anderem als Ahmad Gailanis Bruder Ishok Gailani geführt, ist weniger königsfreundlich und weniger konziliant der Nordallianz gegenüber.


Unterdessen ist es vor dem Besuch von Powell in Pakistan erneut zu Ausschreitungen radikaler Moslems gekommen. In der Hafenstadt Karachi verletzten Sicherheitskräfte drei Menschen mit Schüssen, als antiamerikanische Demonstranten einen Polizeiposten angriffen. In der vorherigen Nacht waren dort zwei Polizisten erschossen worden.


Powell will gemäßigte Taliban einbeziehen

17.10 .2001 Die Welt

Im Streit um die zukünftige Regierung in Afghanistan kommen USA Pakistan entgegen, Indien nicht

Von Hilmar König

Neu-Delhi - Während seiner Besuche in Indien und Pakistan hat sich US-Außenminister Colin Powell nach einem Sturz des islamistischen Taliban-Regimes in Afghanistan dennoch für eine Beteiligung deren gemäßigter Vertreter an einer Nachfolge-Regierung ausgesprochen. Nach einem Treffen mit dem pakistanischen Staatschef, General Pervez Musharraf, in Islamabad sagte Powell am Dienstag, die Taliban würden weiterhin an der Entwicklung des neuen Afghanistan beteiligt sein.
Musharraf sprach sich für ein schnelles Ende der Angriffe auf Afghanistan aus. Nach seinen Worten sollten an der künftigen Regierung des Nachbarlandes außerdem der frühere König Zahir Schah, Vertreter von Exilgruppen, Politiker der Nordallianz und der einzelnen Volksgruppen Afghanistans einbezogen werden. US-Außenminister Powell forderte in Islamabad außerdem Pakistan und dessen westliches Nachbarland Indien auf, ihren Konflikt um den Kaschmir friedlich beizulegen.

Trotz der in Islamabad gezeigten Einhelligkeit der Regierungen der USA und Pakistans war es nicht gerade ein herzlicher Empfang, den dieser Staat und im Anschluss Indien ihrem Gast bereiteten. In Islamabad und anderen Städten hielt der laute Protest der religiösen Extremisten gegen die USA-Militäraktion in Afghanistan an. Und Indiens Begleitmusik war schwerer Artilleriebeschuss von Stellungen im pakistanischen Kaschmir-Teil, was natürlich die Spannungen zwischen den beiden nuklearbewaffneten Erzfeinden merklich erhöhte.

Trotz der in der Öffentlichkeit gezeigten Einigkeit und Solidarität sind indes auch die Meinungsverschiedenheiten zwischen Powell und Musharraf kein Geheimnis mehr. Die USA sind unzufrieden mit den geheimdienstlichen Informationen, die sie für ihre Zielvorbereitungen innerhalb Afghanistans brauchen und die eigentlich auch zum Orten und Festnehmen Osama Bin Ladens, seiner Al-Qaida-Clique und wenigstens einiger Mitglieder der Taliban-Spitze führen sollten. Bisher Fehlanzeige. Auch die Formierung der Alternativ-Regierung in Kabul erweist sich viel schwieriger als zunächst angenommen, weil aus Islamabad offenbar neue Einwände kommen.

Schließlich ist es im Kaschmirkonflikt für Washington nahezu unmöglich, klar Stellung zu beziehen, weil stets einer der beiden Koalitionspartner Pakistan oder Indien verschnupft reagiert. Für Islamabad hat der Kampf um das Selbstbestimmungsrecht der Kaschmiren absolut nichts mit Terrorismus zu tun. Für Indien sind aber genau jene aus Pakistan einsickernden Rebellenkommandos in Jammu und Kaschmir Terroristen. Neu-Delhi bemüht sich deshalb, im Rahmen der globalen Antiterrorkampagne diesem regionalen Problem einen Riegel vorzuschieben.

Gleichzeitig lehnt Neu Delhi aber eine Internationalisierung des Kaschmirproblems, einschließlich einer Vermittlung Dritter, ab und behauptet, es könnte dieses bilaterale Problem allein mit Pakistan lösen. Die vergangenen 54 Jahre beweisen, dass das nicht ging. Was kann Colin Powell in dieser Situation machen? Auf der Pressekonferenz versuchte er sorgfältig, auf keine der Minen zu treten. Stabilität in Südasien bezeichnete er als Amerikas großen Wunsch. Das wollen auch Indien und Pakistan. Dann aber nannte er in diesem Zusammenhang die Kaschmirfrage als "zentral" für die indisch-pakistanischen Beziehungen und befand sich damit exakt auf der Position Musharrafs.

Das hat in Neu-Delhi keine Begeisterung ausgelöst. Powell, der am Dienstag mit Indiens Außenminister Jaswant Singh sprach, muss klarer werden oder den Akzent verschieben, wenn sein Besuch in Neu-Delhi nicht mit einem Eklat enden soll. Da hilft es nicht, dass er in Islamabad das Blutbad moslemischer Guerillas in Srinagar als Terrorakt scharf verurteilte.

Wwischen Washington und Neu-Delhi wird allerdings auch um den Afghanistan-Kurs der Koalition gestritten. Indien verlangt den Vormarsch der Nordallianz bis Kabul und zugleich, dass der Einfluss der Taliban in einer Regierung danach so gering wie möglich ist. Zu einer solchen Regierung in Kabul äußerten sich Powell und Musharraf ziemlich ähnlich. Die USA befürworten ein Gremium, dass alle Segmente der afghanischen Gesellschaft enthält und von den Nachbarstaaten akzeptiert wird - ähnlich wie Musharraf aus anderen Gründen. Washington habe Interesse an einem Afghanistan, das weder Terroristen noch Flüchtlinge produziere, sagte Powell.

 

Pakistans Dilemma

17.10 .2001 Frankfurter Rundschau

Dem Druck aus den USA kann sich Staatschef Musharraf nicht entziehen - aber die Frage, auf welcher Grundlage er noch regieren kann, wird immer vordringlicher

Von Karl Grobe

Der Außenminister der USA hat mit dem pakistanischen Präsidenten ein ziemlich weit reichendes Einverständnis erreicht - auf dem Papier. Das Treffen in Islamabad wurde als "sehr offen" bezeichnet; in der Diplomatensprache deutet das auf Meinungsunterschiede hin. Und die liegen zu Tage. Es ist Pakistans Dilemma.

Der pakistanische Staatschef hat sich in Wirtschaftsdingen offenbar mehr erhofft als die Zusage, die USA würden "in den nächsten Monaten" aktiv werden, um die 36 Milliarden Dollar schwere Schuldenlast zu erleichtern. Der Lohn für die Teilnahme an der Allianz gegen die Taliban ist ein Wechsel auf Zeit. Präsident Pervez Musharraf muss seinen Landsleuten mehr bieten, als Außenminister Colin Powell mitgebracht hat. In den Meinungsumfragen hat er allgemein zugelegt - aber vier von fünf Befragten sind anders als er nicht davon überzeugt, dass Osama bin Laden ein Erzterrorist ist, und dass das Taliban-Regime rückstandslos vernichtet werden soll, hat nicht einmal Powell ihm nahelegen können. Musharraf besteht darauf, "gemäßigte Taliban" an der künftigen Regierung in Afghanistan zu beteiligen, Powell erwähnt an ihrer statt "südliche Stämme". Dass die Nord-Allianz dazu gehören soll, lehnt Musharraf nicht mehr ab.

Dem Druck aus den USA kann er sich nicht entziehen; in Indien, wo Powell gerade eingetroffen ist, hat Washington einen mit Pakistan konkurrierenden Partner. Da ist Lavieren geboten. Das hat dann seine Grenzen, wenn der afghanische Krieg zum Bodenkampf eskaliert. Dann stellt sich für Musharraf die Frage, auf welcher Grundlage er noch regieren kann.


"Pakistans Präsident ist der Architekt des Terrors"

17.10 .2001 Spiegel Online

Als der Führer der Taliban-Opposition, Ahmed Schah Massud, am 9. September 2001 ermordet wurde, saß sein Vertrauter, Massud Chalili, neben ihm. Chalili überlebte schwer verletzt und wird derzeit an einem geheimen Ort in Europa behandelt. Mit SPIEGEL ONLINE sprach er über Osama Bin Laden, die zukünftige Regierung Afghanistans und die letzten Minuten vor dem Attentat.

SPIEGEL ONLINE: Halten Sie die Bombenangriffe auf Afghanistan für das richtige Mittel gegen die Taliban?
Massud Chalili: Ich habe anfangs nicht verstanden, welchen Sinn die Bombardierung hat. Wenn die Amerikaner die Nordallianz um Hilfe gebeten hätten, hätten wir uns der Sache angenommen. Aber jetzt, nachdem die Amerikaner mit der Bombardierung angefangen haben, wäre jedes Zögern bei der Jagd nach Osama Bin Laden ein Fehler. Wenn die Ziele genau getroffen werden, schwächt das die Taliban und Osama.

SPIEGEL ONLINE: Aber die Bomben treffen offenbar nicht immer die anvisierten Ziele.

Chalili: Ich hoffe sehr, dass nicht noch mehr Zivilisten getroffen werden. Briten und Amerikaner sollten die Bombardierung der Städte stoppen und stattdessen die Front zwischen den Taliban und der Nordallianz bombardieren. Dorthin haben die Taliban ihre besten Soldaten geschickt.
SPIEGEL ONLINE: Aber mit Bomben lässt sich Osama Bin Laden kaum fangen.

Chalili: Es gibt Tausende von Schlupflöchern und Höhlen, wo sich Bin Laden verstecken könnte. Wenn die Frontlinie getroffen wird, verursacht das eine Panik unter Bin Laden und seinen Freunden in ihren Höhlen. Er wäre von seinen Verbindungslinien abgeschnitten und würde versuchen zu entkommen. Dann kann man herausfinden, wo er sich aufhält. Er kann derzeit keinem Afghanen mehr trauen.

 

Massud Chalili, Botschafter der Nordallianz in Indien und Vertrauter Ahmed Schah Massuds

SPIEGEL ONLINE: Sind Bomben das einzige Mittel gegen die Taliban?

Chalili: Wir haben in der Vergangenheit viele Gelegenheiten verpasst, mit dieser Situation fertig zu werden. Als vor fünf Jahren die Taliban an die Macht kamen, hätte man sich nicht mit ihnen arrangieren dürfen, sondern der rechtmäßigen Regierung von Präsident Burhanuddin Rabbani helfen müssen.

SPIEGEL ONLINE: Sie beschuldigen die USA der Mitverantwortung an der Machtergreifung der Taliban?

Chalili: Die Taliban waren eine Schöpfung Pakistans mit Unterstützung Saudi-Arabiens. Aber die Vereinigten Staaten hielten sie nicht davon ab, sie nickten diese Politik ab. Ihr Schweigen ermutigte die Regierungen dieser Staaten, das Regime zu fördern.

SPIEGEL ONLINE: Haben Sie die USA nicht gewarnt?

Chalili: Unser ermordeter Commander Ahmed Schah Massud reiste in den Westen, aber keiner hörte ihm zu. Man wies uns vielmehr ab. Die Leiterin des Südostasien-Abteilung im US-State Department hat den Taliban sogar zu ihrem Sieg gratuliert. Noch vor zwei Monaten haben wir dafür geworben, nicht die Taliban, sondern uns zu unterstützen - vergeblich. Die USA und ihre Alliierten sollten die Nordallianz jetzt voll und ganz unterstützen. Jedes Zögern gibt den Taliban und Osama Bin Laden eine größere Chance.

SPIEGEL ONLINE: Die USA scheinen mehr auf den Ex-König Zahir Schah zu setzen.

Chalili: Ich verstehe nicht, warum die Amerikaner den König unterstützen. Es ist die Nordallianz, die fest auf afghanischem Boden steht. Wir sind es, die gegen die Taliban kämpfen, nicht irgendwelche Kräfte im Ausland. Ich wünschte, Massud wäre noch am Leben und könnte das sehen. Er würde lachen und sagen: "Seht ihr, ich habe es euch gesagt."

SPIEGEL ONLINE: Durch die Ermordung Massuds haben Sie ihren charismatischen Führer verloren. Wer führt die Nordallianz heute?

Chalili: Der politische Führer ist Präsident Rabbani.

SPIEGEL ONLINE: Und der militärische?


Chalili: Das kommt auf das Gebiet an. Bei Masar-i-Scharif ist es der Usbeke Dostam, nördlich von Kabul General Fahim. Vor seiner Ermordung hat sich Schah Massud allerdings in alle Operationen eingeschaltet.

SPIEGEL ONLINE: Die USA bezweifeln, dass die Nordallianz der Vorreiter der Demokratie ist. Es gibt auch Kriegsverbrecher in Ihren Reihen.

Chalili: Natürlich waren auch wir keine Heiligen. Aber nachdem wir in Kabul eingezogen waren, haben sich die Nachbarstaaten Pakistan, Iran und Usbekistan eingemischt und dadurch Chaos und Korruption gestiftet.

SPIEGEL ONLINE: Wer garantiert, dass sich die Regierung nicht wieder so zerstreitet wie Anfang der Neunziger? Gegen die Sowjets waren alle Mudschaheddin noch vereint, nach ihrem Abzug kämpfte Gulbuddin Hekmatjar plötzlich gegen Massud und Rabbani.

Chalili: Das lag an der Einmischung Pakistans. Ohne Pakistan hätte es keinen Bürgerkrieg gegeben. Es war der pakistanische Geheimdienst ISI, der Hekmatjar davon abgehalten hat, sich unserer Regierung in Kabul anzuschließen. Jetzt werden wir unser Bestes tun, aus unserer Erfahrung zu lernen und so etwas zu vermeiden. Das wird nicht leicht.

SPIEGEL ONLINE: Wie glaubhaft ist die Unterstützung der USA durch den pakistanischen Präsidenten Pervez Musharraf?

Chalili: Musharraf ist und bleibt ein Opportunist. Er hat seinem Volk die Demokratie gestohlen. Er ist der Architekt des grenzüberschreitenden Terrorismus in Afghanistan und Kaschmir. Wie kann ein Führer eines Landes so undiplomatisch daherreden? Wie kann er sagen, dass jede afghanische Regierung von den Nachbarländern beraten werden muss? Wir werden nie die Hegemonie eines Nachbarstaates über Afghanistan akzeptieren.

SPIEGEL ONLINE: Aber Afghanistan braucht eine Integrationsfigur. Könnte diese Rolle nicht der König übernehmen?

Chalili: Der König regierte Afghanistan 42 Jahre lang. Er leistete phantastische Arbeit. Aber er verlor Afghanistan und lebt seit nunmehr 30 Jahren im Ausland. Alle Institutionen, die ihn damals unterstützten, sind zerstört.

SPIEGEL ONLINE: Aber die Menschen in Afghanistan bewundern ihn noch immer.

Chalili: Wenn der König seinem Land wirklich helfen will, wäre es das Beste, wenn er sich ein Flugzeug nähme und in den Norden zurückkehrt an die Seite von Präsident Rabbani, und zwar bevor die Taliban vernichtet werden. Denn das wird noch dauern; das wird nicht morgen oder übermorgen geschehen. Aber von außerhalb Afghanistans wird das nicht funktionieren. Was immer wir tun, müssen wir im Land selbst machen. Der König muss ins Land kommen und unsere Schwierigkeiten mit eigenen Augen sehen.

SPIEGEL ONLINE: Will die Nordallianz die Regierung übernehmen?

Chalili: Die Nordallianz strebt nicht an, Afghanistan zu regieren, sondern sie baut auf eine breite Übergangsregierung nach den Taliban. Diese Regierung sollte in Afghanistan selbst gegründet werden. Sie sollte die Verfassung wieder herstellen und Wahlen abhalten. Dafür brauchen wir internationale Uno-Beobachter, die auch die Entwaffnung überwachen.

SPIEGEL ONLINE: Würden Sie ein anderes Rechtssystem außer der islamischen Scharia gelten lassen?

Chalili: Die Verfassung würde natürlich nicht sagen: Es gibt keinen Gott und der Islam ist ein Fehler. Im Gerichtssystem wird die Scharia eine bedeutende Rolle spielen.

SPIEGEL ONLINE: Einige Beobachter sind der Meinung, es gebe keinen Unterschied zwischen den Mudschaheddin der Nordallianz und den Taliban.

Chalili: Das ist unglaublich. Wir wollen eine zivile Verfassung, wie wir sie in Afghanistan viele Jahre lang hatten. Als wir in Kabul regierten, liefen die Fernseher. In allen Büros arbeiteten Frauen. Wir öffneten die Universitäten für Frauen. Die erste Rede, die Rabbani hielt, war in einer Mädchenschule. Wir hatten Bewegungs- und Pressefreiheit. Wir werden das alles noch verdoppeln, denn wir glauben, dass der Wille des Volkes das Volk regieren soll.

SPIEGEL ONLINE: Wie viel Freiheiten können die Frauen dann erwarten?

Chalili: Wir meinen, dass sie selbst Richterinnen werden können oder Ministerinnen. Es darf keine Diskriminierung geben.

 


 

"Wir werden gegen die amerikanischen Soldaten am Boden kämpfen"


19.10 .2001 Die Welt

Der ehemalige Kriegsherr Hekmatyar will in Afghanistan eine zweite Front eröffnen: Gemeinsam mit Teilen der Taliban und der Nordallianz gegen die USA

Teheran - Gulbuddin Hekmatyar führt die afghanisch-sunnitische Paschtunengruppe Hisb-i-Islami. Seit der Machtübernahme der Taliban 1996 lebt er im iranischen Exil in Teheran. Hekmatyar hat gegen fast alle am Konflikt in Afghanistan beteiligte Parteien gekämpft und des öfteren die Fronten gewechselt. Er war 1996 maßgeblich an der Zerstörung Kabuls beteiligt. Stephanie Rupp sprach mit ihm über die Zukunft Afghanistans.
DIE WELT: Sie haben die Luftschläge der USA verurteilt. Dabei ist es noch nicht so lange her, dass Ihre Truppen in Afghanistan selbst Unterstützung via Pakistan aus den USA erhalten haben. Weshalb also dieser Stimmungswechsel?

Gulbuddin Hekmatyar: Das ist kein Wechsel. Die USA hatten damals auch andere Gruppen unterstützt. Die Angriffe Amerikas auf unser Land verurteile ich in schärfster Form. Nach meinen Informationen sind bisher über 1000 unschuldige Zivilisten getötet worden. Die Angelegenheit mit Bin Laden ist nur ein Vorwand für die USA, Afghanistan zu besetzen und eine Marionettenregierung zu installieren. Vorrangiges Ziel ist es, Afghanistan als strategischen Punkt in Zentralasien zu erobern und zu einer Militärbasis zu machen.

DIE WELT: Das hört sich so an, als wollten Sie bald gegen die USA in den Kampf ziehen.

Hekmatyar: Wir werden niemals zustimmen, gegen Amerikaner auf amerikanischem Boden zu kämpfen. Und wir werden uns entsprechenden Bewegungen auch nicht anschließen. Doch die USA zetteln gerade einen Krieg gegen Afghanistan an, und wir haben keine andere Chance, als unser Land auf unserem Boden zu verteidigen.

DIE WELT: Es sind aber noch keine Aktivitäten der Hisb-i-Islami in Afghanistan zu beobachten.

Hekmatyar: Der Zeitpunkt dafür ist noch nicht gekommen, und ich hoffe sehr, dass er niemals kommt. Erst wenn die USA Bodentruppen einsetzen, wonach es jetzt aussieht, werden wir ebenfalls im Land sein. Wir werden alle Afghanen zur Landesverteidigung aufrufen. Wir verfügen über eine große Zahl von sehr gut trainierten Kämpfern mit großer Erfahrung, Freiwillige, die schon gegen die Russen gekämpft haben. Auch außerhalb des Landes gibt es Unterstützung.

DIE WELT: Wer stärkt Ihnen den Rücken? Der Iran oder Pakistan?

Hekmatyar: Der Iran hat uns das Gastrecht gewährt. Ich bedanke mich dafür. Doch finanziell unterstützt der Iran nicht unsere Bewegung, sondern die Nordallianz.

DIE WELT: Wollen Sie denn gegen die Nordallianz und auf Seiten der Taliban kämpfen?

Hekmatyar: Im Falle von US-Bodentruppen werden wir eine zweite Front bilden. Ein Teil der Nordallianz wird gemeinsam mit den USA kämpfen. Wir werden uns mit einem anderen Teil der Allianz verbünden sowie auch mit Teilen der Taliban. Nur so können wir unser Land gegen äußere Einflüsse und eine dauerhafte Besatzung verteidigen.

DIE WELT: Wie sollen die Afghanen in Zukunft ihre Probleme selbst lösen? Welche politische Vision haben Sie?

Hekmatyar: Die einzige Lösung für unser Land ist eine stabile Demokratie mit freien Wahlen, die von der UNO kontrolliert werden könnten. Vertreter aller Volksgruppen und Landesteile müssen an der künftigen Regierung beteiligt werden. Wir brauchen einen direkt vom Volk gewählten Präsidenten und ein Parlament. Das System muss einfach und transparent sein. Weder ein Premierminister noch zwei Volksvertretergremien wie Senat und Kongress in den USA sind für Afghanistan angemessen. Der gewählte Präsident soll das Kabinett direkt bestimmen und benötigt dazu keine Bestätigung durch das Parlament.

DIE WELT: Aber Paschtunen und Tadschiken, Hazara und Usbeken bekämpfen sich und kamen auch in der Vergangenheit nie wirklich miteinander zurecht.

Hekmatyar: Schuld an unseren Problemen ist vor allem Moskau, das Pflöcke in unsere Gesellschaft getrieben hat. Doch auch die USA und unsere Nachbarländer sind dafür verantwortlich. Wenn die ausländischen Mächte uns in Ruhe lassen, werden wir schnell miteinander zurechtkommen.

DIE WELT: Wie stehen Sie zu einer Übergangsregierung unter Vermittlung des Ex-Königs Zahir Schah?

Hekmatyar: Die Zeit der Monarchie ist vorbei. Was wir brauchen, ist zunächst ein ausschließlich von Afghanen besetzter und organisierter Interimsausschuss mit Vertretern aller Volksgruppen. Dieses Gremium muss eine Verfassung, über die später abgestimmt werden muss, freie Wahlen für Präsident und Parlament sowie eine nationale Armee vorbereiten.

DIE WELT: Was ist mit den Taliban? Sollen sie einen Platz im Nachkriegsafghanistan haben?

Hekmatyar: Das muss das Volk in freien Wahlen entscheiden. Ich denke aber, sie werden eine von vielen Parteien in einem Multiparteienstaat Afghanistan bilden.

DIE WELT: Welche Rolle wollen Sie in der Regierung spielen?

Hekmatyar: Ich werde nicht als Kandidat für ein Regierungsamt antreten. Wenn mich meine Partei allerdings dazu auffordert, werde ich mich nicht dagegen verwahren.

DIE WELT: Sie sprechen von Demokratie, sind aber Vorsitzender einer islamischen Partei. Welche Rolle soll der Islam spielen? Schwebt Ihnen eine islamische Demokratie vor, die Präsident Chatami seit vier Jahren im Iran versucht zu etablieren?

Hekmatyar: In diese Richtung gehen meine Vorstellungen. Afghanistan ist eine moslemische Nation, und die Menschen werden für ein wahres islamisches System votieren - ohne Unterdrückung.

DIE WELT: Auch ohne Unterdrückung der Frauen?

Hekmatyar: Selbstverständlich. In einer islamischen Demokratie müssen die Frauen gleiche Rechte haben. Das sieht der Koran vor.

Mullah Omar, Hikmatyar envoys discuss alliance

Islamabad, Oct. 26, IRNA -- The representatives of Taliban leader Mullah Muhammad Omar and the head of the opposition Hizbi Islami of Afghanistan (Islamic party) Gulbuddin Hikmatyar have held important talks in recent days on the prospects of entering into an alliance. The daily "Jang" reported on Friday that following their talks, Taliban have agreed to hand over control of certain areas to Hikmatyar, who has been the Afghan prime minister in the government-in-exile. Talks were held in Peshawar, Islamabad and Kabul between Taliban's envoy Mullah Abdul Salam Zaeef and representatives of Hikmatyar, the daily said. Mullah Zaeef, according to the daily, will seek Mullah Omar's views on some proposals tabled by the representatives of Hikmatyar. On his return to Islamabad, there will be yet another round of negotiations between the two parties, the newspaper reported. "The next few days are very crucial and a proposal to include Hizbi Islami in the Taliban regime is also under consideration", it added. The newspaper said that Hekmatyar is interested in taking control of Nangarhar, Lugar and Jalalabad. Some Taliban ministers and other officials, instead, are strongly in favor of forming an alliance with the opposition group, it added. /MMZ/BH/AR End ::irna 12:10

 
'Gulbuddin Hekmatyar had links with KGB'
The News International
October 8, 1992
By Imran Akbar


PARIS: The US House Republican Research Committee of
the Task Force on Terrorism and Unconventional Warfare
has severely criticized the Central Intelligence
Agencies and Inter-Services-Intelligence for their
gross negligence and cover-up of the misconduct of the
Hezb-e-Islami Afghanistan during the 13 year Afghan
civil war.

The report also alleged that the ISI propped Hekmatyar
as an ultimate Muslim choice, while knowing all along
that he was actually working for the ex-Soviet KGB,
the intelligence agency of the Soviet Union.

The 19-page report submitted in March 1990 and now
doing rounds here, claims that the ISI had created
Hekmatyar only to serve the military regime of General
Ziaul Haq. The report states: "needless to say, the
picture of Hekmatyar's success in the civil war
created by the KGB-Khad (propaganda) closely fits the
biases of Ziaul Haq and ISI. This Islamist leadership
was subsequently adopted by Ziaul Haq because of the
ISI's claims of tight control over the radical
revivalist Islamist movements as well the ensuring
ideological endorsement from Pakistan's Jamat-e-Islami
and the Saudi Arabian leadership. (The new prime
minister) Benazir Bhutto cannot afford to disavow and
disassociate herself from the Afghan leadership built
by her father, let alone confront the ISI on the
conduct of its Afghan operations."

The report further states, "Given this, the reports of
Hezb-e-Islami victories served the ISI's intrinsic
interests so well that it had no desire to doubt them
and indeed politically could not afford to. With the
Zia regime wholeheartedly committed to Gulbuddin
Hekmatyar, any attempt to challenge or verify his
(Hekmatyar's) claims was swiftly crushed by
Islamabad's highest echelons. Moreover, it was in the
personal interest of numerous ISI senior officers and
operatives who were embezzling the ever-growing flow
of US and Saudi military and financial assistance to
ensure that the process should continue."

The false information from Islamabad to Washington
through CIA resulted in the termination of aid in 1989
and the ISI plan to launch a massive attack on
Jalalabad.

The debacle was so huge that even today the last body
count has not yet been confirmed and neither the
original planner brought to justice. The worse part of
the story is that the Hekmatyar group was already
working for the KGB and had in fact co-operated with
the Soviet troops in persecution and subsequent defeat
of other resistance factions.

Hekmatyar is also termed in the report as a commander
who killed more Mujahideen than Soviet Afghan
soldiers. The report recalls a curious incident where
the ISI had to lose its two top agents in order to
protest Hekmatyar and his KGB network from being
exposed to the media. In the spring of 1985, a senior
resistance commander's source in the Soviet
intelligence network agreed to disclose the Hekmatyar
dossier in Moscow in the return for the safe passage
for his family. As the CIA prepared itself the task,
the whole network was betrayed to the Soviets after a
call for a top-level meeting by resistance commanders
was intercepted by Hekmatyar.

Within twenty-four hours, a Soviet special flight
IL-63M plane was arranged which flew the source to
Tashkent never to be heard of again. The aftermath
indicated the Hekmatyar was afraid that the credible
source would expose his true identity. For the ISI,
recognizing the gravity of the betrayal meant doubting
the reliability of Hekmatyar and the self-serving
empire built around his myth. Therefore, the ISI
decided to suppress the incident eve though two of its
won/operatives were amongst those arrested and
transferred to Tashkent.

Hekmatyar's meteoric rise came after his expulsion
from the Kabul Military Academy. Till then, he was a
staunch communist and later infiltrated into Muslim
fundamentalist groups on the behest of the KGB and
Khad. He arranged his first professional assassination
of a Maoist communist leader in Kabul in 1972 and then
entered the Muslim Brotherhood as the older leadership
began to be killed under mysterious circumstances.

The KGB-Hekmatyar co-operation could be judged from
the fact that the resistance commanders in the Maidan
area were afraid to ambush Soviet envy's for fear of
reprisal from Hezb-e-Islami. Hekmatyar also managed to
destroy two ammunition depots and five weapons trucks
stripping Jamaiat-e-Islami leader Ahmed Shah Massoud
of weapons near the Pakistani border of Garan Chashma.


The ISI, the Task Force reports states, monitored the
ambush of Tekhar province where senior Jamiat
commanders were killed. Some of them were brutally
tortured. The communication system and messages
exchanged were on the same frequency range as that of
the ISI. The tussle between Ahmed Shah Massoud and ISI
reached the peak in 1988, when Massoud refused to
surrender to ISI pressure. In return, his aid was
completely cut off forcing him to buy weapons from the
black market.

The assassination of Afghan liberal intellectual,
Majrooh, was orchestrated by the Hezb-e-Islami in
Peshawar where the Hezb hit-team included a SPETNAZ
commando from the Soviet Union. The ISI briefed
Hekmatyar and with KGB KHAD assistance, the gulf
between Pashtuns and other nationalities widened,
Today an average of 200 people are killed daily in
Afghanistan in continued battles between ethnic and
sectarian minorities.

The Hekmatyar phenomenon of violence occurred when
General Hameed Gul was the ISI chief and later though
officially retired, often found himself in Peshawar
while General Asif Durrani sat as the Director General
in ISI in Islamabad. Incidentally, it was during the
same period that the Iran-Contra Affair reached its
peak and Pakistan was cited as a willing participant
in the scam. This at least indicated the huge heroin
transportation by ships from the Pakistani coast of
Makran to the islands of Mauritius and Africa between
1985 and 1988.

According to the much acclaimed Saudi aid to Hekmatyar
also has a dark side. The great Afghan expert on
Muslim strategy, General Kamal Adham, also the former
head of the Saudi intelligence agency, is now under
house arrest. He was responsible for arranging the
meeting between Hekmatyar and a Soviet representative,
Yu Voroustsov, in Taif Saudi Arabia. The meeting was
requested by Dr.Najeebullah, the former President of
Afghanistan in 1989. The reason for the arrest of
Kamal Adham is said to be his role in heroin money
laundering and recycling of drug money through BCCI.
It was also the same period when two Israeli Defense
force members were killed in an ambush in Afghanistan
while invited by the ISI in 1986.

The report, it is believed in Paris, would cause
further headaches to the propaganda officers of the
Republican Party in the forthcoming US elections where
President Bush finds himself trailing at the bottom in
opinion polls.

The questions often asked buy security experts here is
why the CIA and ISI failed to give the true picture of
events and character of Gulbuddin Hekmatyar.

Does Hekmatyar continue to serve a large purpose which
some-how forms the New World Order now that war of
nationalities funded by heroin engulf South West Asia?
 
 
Zurück in die Vergangenheit
 
 

 
Mama laß uns abhauen!
 
 

Schwarzes Loch Afghanistan
Seit dreieinhalb Wochen wird gebombt. Aber was ist erreicht worden?

01.11 .2001

Tagesspiegel

Die westlichen Pläne für die Nachkriegszeit sind unrealistisch, die Verbündeten höchst fragwürdig: Den USA bleibt nur die Wahl, sich herauszuhalten oder mit großer Härte Respekt zu verschaffen

Gabriele Venzky
(Frau Gabriele Venzky möchten wir an dieser Stell herzlich darum bitten sich in ihrer Berichterstattung eine freundlichere Ausdrucksweise anzugewöhnen.

Ihr AFGHAN GERMAN ONLINE
Team )

Von entscheidenden Fortschritten sprechen die Strategen. Die Luftwaffe der Taliban sei zerstört worden, heißt es, als ob man deren Schrott so nennen konnte, desgleichen ihre Kommandozentralen, was ein wenig hochtrabend klingt für Berghöhlen und menschenleere Trainingslager des Osama bin Laden. Tag für Tag werden uns brennende Treibstofflager gezeigt, wo doch Benzin angeblich nur noch kanisterweise auf unzugänglichen Schmuggelwegen ins Land kommt. Und nun die Spezialbomben, die das Höhlenlabyrinth zerstören sollen, in denen sich der gesuchte Top-Terrorist und der Taliban-Führer Mullah Omar verstecken.

Die Welt weiß genauso wenig über diesen Krieg wie damals, als CNN Krieg zum ersten Mal live der Öffentlichkeit präsentierte, im Irak. Da zeigte man, wie Saddam Husseins Raketenstellungen präzise getroffen wurden, und nachher stellte sich heraus, dass man nicht einmal bei einer einzigen sicher war. Oder im Kosovo, wo angeblich mehr Panzer vernichtet wurden, als Slobodan Milosevic überhaupt besaß, und nachher waren es ganze 32. Die Welt weiß wenig über diesen Krieg in Afghanistan. Aber sie weiß, dass es nicht gut läuft dort.

Kämpfer der Taleban
Die zu neuem Ansehen gelangte Nordallianz, eine Bande von macht- und geldgierigen Kriminellen, die Afghanistan schon einmal ins Chaos gestürzt hat, hat nicht einmal das nördliche Mazar-i-Sharif eingenommen, was wenigstens für Hunderttausende Flüchtlinge das Überleben sichern würde. Ihre einzelnen Gruppen streiten sich jetzt schon um die besten Stücke der zu erwartenden Beute, sie schaffen Geld und Waffen für spätere Zeiten beiseite.
Bushs Bauchschmerzen
Und sie lauschen dem berüchtigten Ex-Genossen Gulbuddin Hekmatyar, der zu einem gemeinsamen Kampf mit den Taliban gegen die Ungläubigen aufruft. Auszuschließen ist nicht, dass der religiöse Eiferer damit Erfolg hat, denn die Opposition ist genauso fundamentalistisch und anti-demokratisch wie die Taliban. Auch sie steckt ihre Frauen unter das Krähengewand der Burka und entwürdigt sie.
Kein Wunder, dass George Bush bei solchen Verbündeten Bauchschmerzen bekam und verhindern wollte, dass sie als erste in Kabul einmarschieren. Doch das hat sich jetzt geändert. Der Fastenmonat Ramadan und der harte Winter stehen vor der Tür, und in Washington ist man sich bewusst, dass militärische Erfolge sinnlos sind, wenn parallel dazu nicht ein politischer Prozess für die Nach-Taliban-Zeit läuft.
So hat weltweit hektische diplomatische Aktivität eingesetzt, an der sich auch die Deutschen intensiv beteiligen. Alle sind auf der Suche nach einer Schimäre, die da heißt: "Gewaltfreie Etablierung einer demokratischen Übergangsregierung in Kabul auf breiter Basis, in der die Interessen aller Völker und Stämme berücksichtigt werden." Das entspricht unseren Vorstellungen, ist aber naiv. Ja: unmöglich. Gewaltlosigkeit, Demokratie und Gleichberechtigung kommen im archaischen Wertesystem der Afghanen nicht vor.
Von den drei Plänen für ein neues Afghanistan, die auf dem Tisch liegen, taugt der eine so wenig wie der andere. Pakistan wünscht eine Islamabad-hörige neue Regierung unter Einschluss "gemäßigter" Taliban - als ob es so etwas unter den Radikalislamisten gäbe. Wer glaubt ernstlich, der mächtige pakistanische Geheimdienst ISI, der mit Herzblut die Taliban aufgebaut hat, werde nun Jagd auf seine Schützlinge machen? Woher kommt wohl der nicht enden wollende Nachschub an Treibstoff und Waffen für die Taliban, und wer hat letzte Woche den Trumpf der CIA, den Kommandanten Abdul Haq, der im Süden eine zweite Front aufbauen sollte, an die Taliban verraten?

Plan zwei setzt große Hoffnungen auf den Ex-König Zahir Shah als einigende Symbolfigur zwischen dem Mehrheitsvolk der Paschtunen, zu denen auch die Taliban gehören, und den ethnischen Minderheiten, die jetzt in der Nordallianz kämpfen. Doch der Mann ist 87 und seit 30 Jahren außer Landes. Ihn kennen nur noch die Uralten, und ob sie ihn respektieren, ist fraglich. Zudem: Die im Exil lebende Elite des Landes, auf deren Wissen beim Wiederaufbau nicht verzichtet werden kann, ist ebenso zerstritten wie der im Lande zurückgebliebene ungebildete Rest.
Toleranz gilt als Schwäche
Plan drei, unter dem Schirm der Vereinten Nationen eine neue Regierung zurechtzuzimmern, mag für westliche Idealisten attraktiv sein. Aber auch er ist unrealistisch. Die Uno ist schwach, die Kriegsherren, denen eine solche Regierung die Beute nehmen würde, sind stark. Ohne eine mächtige Streitmacht, deren Finanzierung auf sehr lange Zeit gesichert sein müsste, wäre die neue Reißbrett-Regierung nicht zu halten. Kambodscha und Somalia sind abschreckende Beispiele.
Afghanistan ist ein schwarzes Loch, das alles verschlingt. Besser man lässt die Hände davon.
Doch eben das ist das Dilemma des Westens. Wenn die Zivilisation Bestand haben soll, müssen der Terrorismus, wie ihn Osama bin Laden symbolisiert, und seine Basis, die ihm Taliban-Afghanistan gewährt, zerstört werden. Im Orient spielt das Prinzip der Rache eine große Rolle. Bleibt sie aus, dann lacht man über den "Weichling", der nicht oder nur zögernd zurückschlägt.
Nach diesem Muster versuchen die Taliban jetzt die amerikanische Regierung lächerlich zu machen. Und so wird es die gesamte islamische Welt sehen, wenn der lange Krieg, auf den das Pentagon jetzt Stück für Stück die Öffentlichkeit vorbereitet, noch sehr lange dauert, ohne zu Erfolgen im Sinne der "Rache" zu führen.
Für unsere Werte wie Toleranz und Rücksichtnahme (etwa auf den Ramadan) werden dort keine Punkte gut geschrieben. Eher zerfällt die Anti-Terror-Koalition. Das mag zynisch klingen. Aber es ist an der Zeit, sich auf die Realitäten einzustellen.
 
 
Die Nordallianz steht vor Masar-i-Scharif
US-Angriffe unterstützen Vormarsch der Opposition in Afghanistan. Exilkräfte fordern mehr Geld für Waffen

09.11 .2001 Welt

Bangkok - Während das alliierte Truppenaufgebot für den Afghanistankrieg mit jedem Tag höher geschraubt wird, hat die mit Washington verbündete Nordallianz nach eigenen Angaben sieben Bezirke südlich des strategisch bedeutenden Masar-i-Scharif erobert. Dies sagte ein Vertreter der afghanischen Exilbotschaft in Tadschikistan der russischen Agentur Interfax. Die Nordallianz brach demnach bis sieben Kilometer vor jene Stadt mit Flughafen durch, deren Einnahme noch vor Wintereinbruch wichtige Nachschublinien für die Alliierten nach Usbekistan öffnen soll. 400 Taliban-Überläufer und fünf desertierte Kommandeure meldete der US-Sender CNN unter Berufung auf die Nordallianz.
US-Kampfjets unterstützten demnach den Vormarsch aus der Luft. Die Luftwaffe nahm erneut Stellungen der Taliban bei Kabul unter Dauerbeschuss. Verteidigungsminister Donald Rumsfeld sagte, die amerikanischen Luftangriffe würden auf täglich 120 gesteigert. Nach unbestätigten Angaben der Taliban-Miliz starben bei den Angriffen 37 Zivilisten in drei Dörfern nahe der Stadt. Die Taliban behaupteten erneut, einen US-Hubschrauber abgeschossen zu haben und zeigtze auf einem Platz in Kabul Teile, die von dem Fluggerät stammen sollen. Der Helikopter stürzte laut Pentagon bei schlechtem Wetter ab.

Gleichzeitig wachsen im Militärbündnis Zweifel, ob man in der Nordallianz auf eine effiziente Kriegstruppe setze und ob deren Kommandeure, die teilweise in der Vergangenheit mehrfach die Fronten wechselten, der Anti-Terror-Militärmission nicht eher langfristig im Weg stehen. Die Taliban haben Dokumente lanciert, nach denen die Regierung des 1996 gestürzten, afghanischen Altpräsidenten und jetzigen Nordallianzführers Burhanuddin Rabbani über 600 arabischen Söldnern die afghanische Staatsbürgerschaft gewährt habe. Demnach hätte auch die Nordallianz während ihres Barbarei-Regimes jene islamischen Extremisten unterstützt, die der neue Krieg beseitigen soll.

ehemaliger Verteidigungsminister, Shahnawaz Tanai

Unterdessen warnte Afghanistans ehemaliger Verteidigungsminister, Shahnawaz Tanai, aus dem Iran, dass die Taliban durch mehr Kriegsfreiwillige aus Pakistan und dem arabischen Raum verstärkt würden und dass den Alliierten bei der gegenwärtigen "Operationsdynamik" ein langer Krieg bevorstehe. Er sprach sich für eine "klare Bodenoffensive" aus. Tanai legte Washington neben der Terrorabwehr wirtschaftliche Motive der Angriffe nahe: "Die USA blicken nach den Öl- und Gasressourcen durch das Kaspische Meer oder Aserbaidschan."

Eine politische Lösung für Afghanistan, so Tanai, liege in einer großen Koalition aller politischen, religiösen und ethnischen Gruppen, möglicherweise unter dem Dach der Vereinten Nationen. Der afghanische Exilpolitiker behauptete zugleich, dass seit dem Beginn der alliierten Militärschläge eine Reihe einst mächtiger Mudschahedin in einer Art Positionsgerangel "Exilräte" abhielten, um sich künftige Pfründe zu sichern. Sollten die Taliban stürzen, wären die Klingen gewetzt für eine neue Runde innerafghanischer Grabenkämpfe - wobei sich die Reihen dieser Führer in neuen Kämpfen noch beträchtlich lichten könnten.

Für eine Invasion von außen wiederum fehlen früheren Kommandeuren des Widerstands gegen die Sowjetunion Krieger und Geld. Altmudschahedin Hadji Mohamad Zaman Jhamsharik, der einst über die Provinz Nangarhar herrschte und für die Rückeroberung seiner alten Fürstentümer aus dem französischen Exil zurückkehrte, rief die USA bereits zu mehr Geld- und Waffenhilfe an die afghanischen Exilkräfte auf. "Für den Preis von sechs Cruise Missiles", so Zaman, "können wir die östlichen Provinzen Nangarhar, Laghman und Kunar befreien."

Dagegen werden Hoffnungen, dass ein Volksaufstand die Taliban stürzen wird, mit jedem Tag schwächer. Unter Afghanistans Volk stößt der "Krieg für die Freiheit" auf immer bitterere Töne, wie der Afghane und Journalist Inyatulhaq Yasini in Peshawar von langjährigen Regierungsgegnern in Kabul zu berichten weiß. Mit der Zerstörung der Infrastruktur durch die Angriffe wüchsen die Sympathien für die alten Peiniger. "Nicht die Taliban und Al Qaida werden zerstört, sondern das Land", sagte Yasini.

Auch im arabischen Ausland stoßen die US-Streitkräfte offenbar auf stärkeren Widerstand. Beim US-Stützpunkt in dem Golfstaat Katar verletzte ein Mann nach Medienberichten mehrere Amerikaner durch Schüsse. Nach Angaben von Sicherheitskräften erschossen Wachen den Attentäter. In Katar beginnt morgen eine Konferenz der Welthandelsorganisation (WTO).

Afghan Alliance: Entering Kabul
and Monopoly of Power Not Our Goals

Roles of Pakistan, UN and Afghan Contenders at Center of Political Debates

By Omar Samad
Azadi Afghan Radio

WASHINGTON, Oct. 16, 2001 - AAR - Afghanistan's United Front (Northern Alliance) leadership - in the clearest terms yet - said its forces, poised 25 miles from the Afghan capital, Kabul, do not intend to "enter the city in an exclusionary manner." While accelerated political efforts are underway in several world capitals to address the sensitive issue of forming a representative and legitimate interim government to replace the Taliban regime, the UF leaders, in an unprecedented move, offered an olive branch to Pakistan's military government, an arch ally of its Taliban foes since 1995.

Yunus Qanooni, a member of the UF's leadership council, also in charge of political negotiations with other internal and external Afghan groups, including the process headed by former Afghan King Muhamad Zahir, told Azadi Afghan Radio on Sunday from his base in Panjshir Valley, "we do not intend to enter Kabul city in an exclusionary manner," but left open the possibility of breaking through Taliban lines North of Kabul at an appropriate time to reach the city limits without entering the capital, or to provide man-power for a security force.

On Monday, the United Nations announced that the former monarch last week in a letter addressed to Kofi Annan appealed to the Security Council to dispatch a peacekeeping force to Kabul in case a "power vacuum" follows a possible Taliban collapse. "It would be a tragedy, costly in human lives, should the various forces in opposition to the Taliban vie for domination of the capital city," the letter said.

Meanwhile, the US decision to hit or not hit the Taliban-Bin Laden lines in the Shamali plains at the gates of Kabul seems entangled with political considerations. However, US Defense Secretary Donald Rumsfeld Monday give the first indication that American bombing raids on the Taliban troop deployments in the Shamali were imminent.

Dr. Abdullah, the UF Foreign Minister, also voiced support for a UN role, the idea of demilitarized zones and the deployment of peacekeepers under certain conditions. "Moving towards Kabul will need a political as well as a military solution," he said. "The Northern Alliance army on its own could march into Kabul, but this would not happen," he added. Pakistan, which actively supported the Taliban against the UF resistance headed by Ahmad Shah Massoud until his assassination on September 9, has publicly asked Washington not to help bring the UF leaders to power.

However, UF leaders are weary of undue Pakistani influence in Afghan affairs. The UF partly blames past Pakistani policy for the current situation in the region. But, echoing a new tone toward Pakistan's military government and ardent supporter of the Taliban extremists till September 11, Qanooni stressed, "we have no enmity with Pakistan today, nor were we their enemy yesterday, but we were opposed to their erroneous and hostile policy toward Afghanistan and its people." He added, "we would welcome any Pakistani effort to review and change the policies of hostility to benefit not only Pakistan, but Afghanistan and the region as well." Qanooni praised Pakistan's Gen. Pervez Musharraf for "aligning his country with the international anti-terrorism movement." However, he reiterated that, "UF resistance does not aim to usurp power, but will struggle for the independence of Afghanistan and the eradication of terrorism."

Meanwhile, Gen. Pervez Musharraf, Pakistan's military ruler, and U.S. Secretary of State Colin Powell agreed Tuesday in Islamabad that the Afghan political process ''needs to be placed on a fast track in order to forestall the possibility of a political vacuum.'' Musharraf said ''we agreed that durable peace in Afghanistan would only be possible through the establishment of a broad-based multiethnic government representing the demographic contours of Afghanistan, freely chosen by the Afghans without outside interference.''

Musharraf added, "'former King Zahir Shah, political leaders, moderate Taliban leaders, elements from the Northern Alliance, tribal elders, Afghans living outside their country -- all can play a role in this regard.'' But he warned against ''any attempt...by any warring faction to impose itself on Afghanistan in the wake of the military strikes against the Taliban.''

Afghan analysts say that there is excessive focus by the Pakistani side on the ethnic and demographic factors of a political solution, exacerbating the already-strained ethnic relations in Afghanistan. "Too much ethnic-based politics is dangerous," said an Afghan analyst. He added, "Pakistani leaders use double standards. In an irresponsible manner, they talk about free choice, no outside interference, then throw around percentages and show favoritism toward a particular group under the guise of their own national interests, while, in fact, accurate census or demographic data does not even exist for Afghanistan."

In Islamabad, Powell also voiced concern about a heavy-handed and tilted political approach toward Afghanistan by neighboring countries, especially Pakistan. "If we truly are interested in a post-Taliban Afghanistan that represents all of the interests of the various factions and elements of Afghan society, then I think we have to listen to them, and no one nation has a veto over that."

At the invitation of the Pakistani authorities, a three-man delegation representing Zahir Shah is in Islamabad this week to discuss the emerging Afghan dynamics. Efforts to form a more evenly- representative delegation were dashed at the last minute by the team leader's insistence to rush to Islamabad. Another delegation is due to leave for Iran to hold crucial talks with Tehran over sensitive matters of concern, including the formal role of the former monarch in a future interim government.

But observers are worried that the political campaign to build a post-Taliban political framework is lagging behind the military campaign. Several issues have emerged in the past few days that need timely and comprehensive solutions. The issue of "moderate Taliban" elements has raised eyebrows in several quarters. Some Afghans are not convinced that there are any credible and influential "moderate Taliban," aside from a score of tribal chieftains or former opportunistic commanders, who may switch side at a convenient moment.

Before leaving for Pakistan, even Powell expressed doubts. "The current Taliban leadership today seems to have destroyed its country rather effectively and would not have a serious claim to be part of a new government. But there are many people within the Taliban movement who will still be there," he said. "But I don't think the Taliban party as a political entity could -- it doesn't seem likely to me that it would -- have any kind of role in a future government in light of how they have handled it politically in the last five years," the Secretary of State added.

The UF is apprehensive toward the idea of Taliban leaders joining a future interim setup. But Hedayat Amin Arsala, a member of the former King's process, told reporters in Islamabad on Tuesday that the Taliban could not be ignored in the future but it was difficult to say what role they could have in a government. "Of course the Taliban are a part of the Afghan society. Obviously those elements that want to support the peace process in Afghanistan would all be welcome to cooperate with this effort and I hope they do," he said.

The former King and his newly formed three-man advisory board, which includes his son-in-law Gen. Abdul Wali, his cousin, Sultan Mahmood Ghazi and veteran advisor Abdul Sattar Sirat, met with a long list of Afghans and foreign dignitaries this week. Among them, former president Sibghatullah Mujadedi, factional leader Pir S. Ahmad Gailani, representatives of smaller expatriate political groups, including an ultra-nationalist party, tribal elders and the foreign ministers of France and Italy visited Rome.

Mujadedi, in an interview with AAR last week, denounced the Taliban for having recorded his personal comments during a private conversation and broadcast it on Kabul Radio to extract political mileage for their regime. The former president voiced support for the former King but warned that the question of restoring the monarchy "should not be decided ahead of time." Zahir Shah has on numerous occasions said that he does not want to restore the monarchy, but wants to convene a grand assembly to decide on the issues of leadership and type of government.

Richard Hass, the State Department's Director of Policy Planning, also held talks with Zahir Shah in Rome last week. He will serve as the US "special coordinator" for Afghanistan, consulting with Afghan groups, the UN and others about the composition and type of a future government. The US has not defined any form of regime for Afghanistan except to say it should not just include the Pashtuns, who form the largest ethnic group, but also groups represented by the Northern Alliance UF. Powell's deputy, Richard Armitage, last week said Afghans historically did best in a loose federation with a high degree of local autonomy.

In an op-ed piece in the New York Times Monday, Afghan-born anthropologist Nazif Shahrani wrote against the "exclusive right" of any one ethnic group in Afghanistan to rule over others. He said, "the international community should encourage the creation of a government that recognizes the crucial role of the local and regional communities in self-governance. While the ex-king should be allowed to play a role in such a transitional government, every effort must be made to keep his old corrupt cronies from infiltrating the new government. Care must also be taken to keep Pakistan from dictating the shape of the new government and to keep the corrupt elements of the mujahedeen groups and the previous Communist regime from any positions of power."

A source in Rome told AAR Monday that following an agreement reached last month between the UF and the Loya Jirga process to form a 120-member Council of national unity, which may form the basis of a new interim government, most of the arguments and bickering center on the appropriation of seats to various individuals and interest groups. Some radical elements have urged a revision of the agreement to allocate up to 70% of the seats to a particular side or ethnicity. The accord calls for a 50-50 split. The most powerful interest groups includes the Pakistan-based organizations, some former Mujahedeen leaders, select former field commanders, expatriate technocrats and an array of individuals with an ax to grind or a position to grab. A meeting to finalize the lists for the proposed Council is scheduled in the next few days between the UF and the Loya Jirga process either in Afghanistan or in Europe.

There is also significant pressure from certain religious quarters inside Afghanistan to limit or even neutralize the role of the former monarch. Even though Prof. Burhanudin Rabani, head of the UN-recognized Islamic State and UF, has not objected to Zahir Shah's return as an Afghan citizen, but has refrained to endorse a national role for the former monarch to unify the Afghans. "Those caught in the middle have a difficult task ahead to juggle the important interests in an equitable manner without jeopardizing the effort at a crucial time in Afghan history," warned the US-based observer.

Many Afghans were caught off guard by the speedy trend of events in the past month. As a result, a certain degree disorganization, lack of political and media management and coordination, shortage of competent staff, ambitious power plays, and, in some cases, inflated egos have hampered some of the work in the main Afghan political centers. "This is no time for foreign destructive actions or divisive Afghan political commentary to undermine the national interests of Afghanistan," cautioned an Afghan tribal elder on condition of anonymity. "We need to remember that this is an opportunity to save Afghanistan, the first phase in a long road to rebuild the country, including its political and social institutions." He added, "eventually, we will have to quickly move away from ethnic-based politics by drafting a constitution that will restore individual rights within a democratic framework."


Al-Qaida will tote US-Soldaten durch die Straßen schleifen

19.10 .2001 Spiegel Online


Die USA versuchen mit ihrem Dauerbombardement in Afghanistan, das Taliban-Regime sturmreif zu schießen. Erstmals sprach Präsident Bush öffentlich vom Einsatz von Bodentruppen. Osama Bin Ladens Militärkommandeur kündigte an, tote Amerikaner durch die Straßen schleifen zu lassen.

Washington/Kabul - George W. Bush räumte ein, dass er mit der Hilfe der Truppen der Nordallianz rechnet. Die Luftangriffe der Alliierten sollten den Weg für verbündete Truppen auf dem Boden bereiten, sagte Bush. Wie aus dem US-Verteidigungsministerium verlautete, halten sich auf dem Flugzeugträger "Kitty Hawk" Elitekommandos einsatzbereit.
Die US-Streitkräfte griffen am Donnerstag den zwölften Tag in Folge Ziele in Afghanistan an. Beschossen wurden Kabul, Kandahar und Dschalalabad. Nach einem Bericht der privaten afghanischen Nachrichtenagentur AIP kamen bei den Angriffen am Donnerstag acht Bewohner Kabuls ums Leben.

Der britische Premierminister Tony Blair deutete am Donnerstag den baldigen Beginn einer neuen Phase des Kriegs gegen den Terrorismus an. Er sprach von einer Zeit größter Prüfungen in den nächsten Wochen. Zu Beginn oder Umfang eines möglichen Bodenkriegs wollte sich Blair nicht äußern. Er sagte aber, die Anti-Terror-Koalition habe nie daran gedacht, dass die Ziele allein mit Luftangriffen erreicht werden könnten.

Die Taliban räumten in ihrem Kampf gegen die Nordallianz Geländeverluste in einigen Regionen um die strategisch wichtige Stadt Masar-i-Scharif ein, erklärten jedoch, die Oppositionstruppen bei einer Schlacht im Süden der Stadt zurückgeschlagen zu haben. Ein Feldkommandeur der Nordallianz namens Gulmohamed erklärte am Donnerstag, die USA würden ihr Bombardement auf die Taliban-Front nördlich der Hauptstadt Kabul fortsetzen. "Danach werden wir Kabul erobern, und die verbliebenen Soldaten der Taliban werden zu uns überlaufen", sagte er.

Erstmals gab es am Donnerstag die Meldung, dass bei den US-Angriffen ein ranghoher Gefolgsmann des mutmaßlichen Top-Terroristen Osama Bin Laden getötet wurde. Das in London ansässige Islamische Beobachtungszentrum berichtete, der unter seinem Kriegsnamen Abu Basir al-Masri bekannte Gefolgsmann sei am Sonntag bei einem Bombenangriff in der Nähe von Dschalalabad getötet worden.

In einer weiteren Erklärung drohte der Militärkommandeur von Bin Ladens Terrornetzwerk al-Qaida, Mohammed Atif, damit, dass getötete amerikanische Soldaten durch die Straßen Afghanistans geschleift würden, wie dies bereits 1993 in Somalia der Fall gewesen war. Die über E-Mail verbreitete Erklärung war die erste von Atif, der Nummer drei des Netzwerks, seit Beginn der US-Angriffe. Atef machte sich darin auch über den amerikanischen Geheimdienst lustig. "Ungeachtet der amerikanischen Propaganda, dass die amerikanische Überwachung einen Vogel beim Fliegen zuschauen kann, landete eines der entführten Flugzeuge im Büro des Verteidigungsministers." Atifs Tochter ist mit Bin Ladens Sohn verheiratet.


Powell will gemäßigte Taliban einbeziehen 

Im Streit um die zukünftige Regierung in Afghanistan kommen USA Pakistan entgegen, Indien nicht

Von Hilmar König

Neu-Delhi - Während seiner Besuche in Indien und Pakistan hat sich US-Außenminister Colin Powell nach einem Sturz des islamistischen Taliban-Regimes in Afghanistan dennoch für eine Beteiligung deren gemäßigter Vertreter an einer Nachfolge-Regierung ausgesprochen. Nach einem Treffen mit dem pakistanischen Staatschef, General Pervez Musharraf, in Islamabad sagte Powell am Dienstag, die Taliban würden weiterhin an der Entwicklung des neuen Afghanistan beteiligt sein.

Musharraf sprach sich für ein schnelles Ende der Angriffe auf Afghanistan aus. Nach seinen Worten sollten an der künftigen Regierung des Nachbarlandes außerdem der frühere König Zahir Schah, Vertreter von Exilgruppen, Politiker der Nordallianz und der einzelnen Volksgruppen Afghanistans einbezogen werden. US-Außenminister Powell forderte in Islamabad außerdem Pakistan und dessen westliches Nachbarland Indien auf, ihren Konflikt um den Kaschmir friedlich beizulegen.

Trotz der in Islamabad gezeigten Einhelligkeit der Regierungen der USA und Pakistans war es nicht gerade ein herzlicher Empfang, den dieser Staat und im Anschluss Indien ihrem Gast bereiteten. In Islamabad und anderen Städten hielt der laute Protest der religiösen Extremisten gegen die USA-Militäraktion in Afghanistan an. Und Indiens Begleitmusik war schwerer Artilleriebeschuss von Stellungen im pakistanischen Kaschmir-Teil, was natürlich die Spannungen zwischen den beiden nuklearbewaffneten Erzfeinden merklich erhöhte.

Trotz der in der Öffentlichkeit gezeigten Einigkeit und Solidarität sind indes auch die Meinungsverschiedenheiten zwischen Powell und Musharraf kein Geheimnis mehr. Die USA sind unzufrieden mit den geheimdienstlichen Informationen, die sie für ihre Zielvorbereitungen innerhalb Afghanistans brauchen und die eigentlich auch zum Orten und Festnehmen Osama Bin Ladens, seiner Al-Qaida-Clique und wenigstens einiger Mitglieder der Taliban-Spitze führen sollten. Bisher Fehlanzeige. Auch die Formierung der Alternativ-Regierung in Kabul erweist sich viel schwieriger als zunächst angenommen, weil aus Islamabad offenbar neue Einwände kommen.

Schließlich ist es im Kaschmirkonflikt für Washington nahezu unmöglich, klar Stellung zu beziehen, weil stets einer der beiden Koalitionspartner Pakistan oder Indien verschnupft reagiert. Für Islamabad hat der Kampf um das Selbstbestimmungsrecht der Kaschmiren absolut nichts mit Terrorismus zu tun. Für Indien sind aber genau jene aus Pakistan einsickernden Rebellenkommandos in Jammu und Kaschmir Terroristen. Neu-Delhi bemüht sich deshalb, im Rahmen der globalen Antiterrorkampagne diesem regionalen Problem einen Riegel vorzuschieben.

Gleichzeitig lehnt Neu Delhi aber eine Internationalisierung des Kaschmirproblems, einschließlich einer Vermittlung Dritter, ab und behauptet, es könnte dieses bilaterale Problem allein mit Pakistan lösen. Die vergangenen 54 Jahre beweisen, dass das nicht ging. Was kann Colin Powell in dieser Situation machen? Auf der Pressekonferenz versuchte er sorgfältig, auf keine der Minen zu treten. Stabilität in Südasien bezeichnete er als Amerikas großen Wunsch. Das wollen auch Indien und Pakistan. Dann aber nannte er in diesem Zusammenhang die Kaschmirfrage als "zentral" für die indisch-pakistanischen Beziehungen und befand sich damit exakt auf der Position Musharrafs.

Das hat in Neu-Delhi keine Begeisterung ausgelöst. Powell, der am Dienstag mit Indiens Außenminister Jaswant Singh sprach, muss klarer werden oder den Akzent verschieben, wenn sein Besuch in Neu-Delhi nicht mit einem Eklat enden soll. Da hilft es nicht, dass er in Islamabad das Blutbad moslemischer Guerillas in Srinagar als Terrorakt scharf verurteilte.

Wwischen Washington und Neu-Delhi wird allerdings auch um den Afghanistan-Kurs der Koalition gestritten. Indien verlangt den Vormarsch der Nordallianz bis Kabul und zugleich, dass der Einfluss der Taliban in einer Regierung danach so gering wie möglich ist. Zu einer solchen Regierung in Kabul äußerten sich Powell und Musharraf ziemlich ähnlich. Die USA befürworten ein Gremium, dass alle Segmente der afghanischen Gesellschaft enthält und von den Nachbarstaaten akzeptiert wird - ähnlich wie Musharraf aus anderen Gründen. Washington habe Interesse an einem Afghanistan, das weder Terroristen noch Flüchtlinge produziere, sagte Powell.


NZZ, 15. Oktober 2001, 02:01

Weder «vereinigt» noch eine «Front»

Afghanistans Nord-Allianz als ein reines Zweckbündnis

Zum Erstaunen vieler Beobachter haben die USA mit ihren Luftschlägen gegen Afghanistan die Truppenverbände der Taliban bisher verschont. Denkbar ist, dass Washington eine rasche Einnahme Kabuls durch die Nord-Allianz verhindern will, weil es dieser nicht traut. Es waren Allianz-Parteien, welche die Stadt zwischen 1992 und 1996 im Kampf gegeneinander in Schutt und Asche gelegt haben.

By. Delhi, 15. Oktober

Seit einigen Wochen hat die Nord-Allianz, der Zusammenschluss der militärischen Anti-Taliban- Gruppen im Norden Afghanistans, damit begonnen, sich «Vereinigte Front» zu nennen. Dies hat zweifellos mit der erhöhten Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit zu tun, die dem Bündnis seit dem 11. September zukommt und es zu einem begehrten Partner der Anti-Taliban-Allianz macht. Doch der Name ist nicht neu. Bereits als die Allianz vor vier Jahren gegründet wurde, nannte sie sich «Vereinigte Islamische Front für die Rettung Afghanistans». Dass sich der Name damals nie einbürgerte, lag nicht nur am langen Titel. Die Vereinigte Front war seit ihrer Geburt weder eine Front, noch war diese vereinigt. Ihre fünf Mitglieder hatten eine Geschichte hinter sich, deren einzige Gemeinsamkeit darin bestand, dass jede Partei einmal gegen jede Partei gekämpft hatte. Deren Hochburgen lagen in verschiedenen Regionen, und sie vertraten zum Teil verschiedene, zum Teil dieselben - und miteinander wetteifernden - religiösen und ethnischen Gruppen.

Ein Massaker als Geburtshelfer

Stattdessen war bald ein anderer Name zur Stelle: Nord-Allianz. «Allianz» kam der Wirklichkeit näher als die «Gemeinsame Front», denn die Gruppen forderten von Anfang an die Beibehaltung ihrer bisherigen Operationsräume, ohne entscheidende militärische und administrative Kompetenzen in die gemeinsame Struktur einzubringen. Auch die geographische Bezeichnung war eine Anerkennung der Realität: Die Taliban hatten bereits ein Jahr nach der Eroberung Kabuls ihre Gegner aus dem zentralen und westlichen Afghanistan in den Norden zurückgedrängt.

Es war im nordafghanischen Mazar-e Sharif, wo die Vereinigte Front am 4. Juni 1997 gegründet wurde, und ihr erster Vorsitzender war General Abdul Malik, der Führer der usbekischen Jumbesh-Miliz. Beide Namen sind nicht nur Beweis der regionalen Randstellung der neuen Allianz. Der erste Vorsitzende und der Gründungsort zeigen auch, wie brüchig die Allianz von Anfang an war. Zwei Wochen zuvor war noch General Rashid Dostom der Chef der Jumbesh gewesen und Malik sein «Aussenminister». Am 19. Mai 1997 führte Malik eine Palastrevolte gegen Dostom durch, zwang diesen zur Flucht in die Türkei und wechselte mit seinen Milizen zu den Taliban über. Er verriet dabei auch Ismael Khan, den Guerilla-Kommandanten aus der Provinz Herat, und lieferte diesen und 2000 seiner Kämpfer den Koranschülern als Gefangene aus. Der Weg nach Mazar war für die Taliban damit offen, und eine Woche später besetzten sie kampflos die wichtigste Stadt des Nordens. Doch kaum waren sie eingezogen, richtete Malik seine Waffen gegen die neuen Herren der Stadt und verübte unter ihnen ein Blutbad. Rund 10 000 Taliban-Kämpfer gerieten zudem in Gefangenschaft. (Ein halbes Jahr später wurden bei der Stadt Shibergan westlich von Mazar in Massengräbern rund 2000 Taliban gefunden, ein Faktum, das von der Weltöffentlichkeit in ihrer Anti-Taliban-Obsession damals kaum wahrgenommen wurde.)

Eine Woche nach dem Massaker sah sich Malik für seine heroische Tat eines doppelten Frontwechsels belohnt und wurde zum ersten Vorsitzenden der Vereinigten Front gewählt.

Tadschiken, Usbeken, Hazara

Wie künstlich dieses Gebilde war, zeigt sich an der Tatsache, dass ausgerechnet das wichtigste Mitglied, die Jamiat-e Islami, auch die Partei von Ismael Khan war, der wegen Maliks Verrat während zweier Jahre in Taliban-Haft in Kandahar gesessen hatte. 1999 war Khan die Flucht gelungen; er schloss sich wieder der Nord-Allianz an, in der Malik inzwischen durch seinen alten Mentor Rashid Dostom ersetzt worden war. Ismael Khan vertritt innerhalb der Jamiat die Persisch sprechenden Stämme aus dem westlichen Afghanistan und bildet eine weitgehend autonome Faktion. Dies hängt auch mit der Beherrschung der Partei durch sunnitische Tadschiken zusammen, was sich aus ihrer Geschichte erklärt. Die Jamiat-e Islami war 1971 in Kabul als gemässigte islamische Partei der städtischen Tadschiken gegründet worden. Sowohl ihr Präsident, der in Kairo ausgebildete Religionslehrer Burhanuddin Rabbani, als auch der spätere Verteidigungsminister unter Rabbani, Ahmad Shah Masud, waren Kabul-Intellektuelle gewesen, bevor sie sich im Krieg gegen die sowjetische Besatzung zu Mujahedin wandelten. Erst der Befreiungskampf hatte sie in ihre Heimatregionen zurückkehren und die ethnischen Bindungen neu knüpfen lassen. Badakhshan, die Heimat Rabbanis, und das Panjshir-Tal Masuds wurden die Hochburgen der Jamiat. Sie sind es bis heute geblieben.

Der wichtigste Bundesgenosse der Jamiat in der neuen Allianz - und ihr erbitterter Konkurrent - ist die Jumbesh-e Milli. Deren Kern bilden die Usbeken-Regimenter aus der Armee der alten kommunistischen Regierung. Bis 1992 hatte deren Chef, General Rashid Dostom, der Regierung in Kabul das Überleben garantiert. Doch als die Mujahedin im Frühling 1992 vor den Toren Kabuls standen und Präsident Najibullah fliehen wollte, wurde er von Dostoms Truppen auf dem Weg zum Flughafen abgefangen. Von da an wurde der ehemalige General zu einem Mitspieler um die Macht in Kabul - zuerst als Anhänger von Rabbani und Masud gegen deren Rivalen Gulbuddin Hekmatyar, später als Verbündeter des Letzteren. Die im Bergkranz rund um Kabul positionierte Artillerie der beiden legte zwischen 1994 und 1996 die Stadt in Schutt und Asche.

Als Ende September 1996 plötzlich die Taliban vor Kabul standen und Masud mit seinen Truppen die Hauptstadt verliess, zog auch Dostom es vor, sich in seine Stammlande zurückzuziehen. Er erklärte Mazar-e Sharif zur Hauptstadt eines unabhängigen Nordafghanistan, fuhr mit einem amerikanischen Strassenkreuzer über die löchrigen Strassen seiner «Republik» und hielt in einer mittelalterlich anmutenden Festung Hof - bis ihn sein «Aussenminister» Malik für kurze Zeit ins Ausland verbannte.

Zur Vereinigten Front/Nord-Allianz zählen auch die zwei Faktionen des Hezb-e Wahdat, der 1989 auf Initiative Irans als Zusammenschluss von acht schiitischen Parteien gegründet worden war. Sein Operationsgebiet ist die zentralafghanische Region des Hazarajat, das Siedlungsgebiet der mongolischstämmigen Hazara. Auch der Wahdat schaut auf tiefgreifende Konflikte mit seinen Bundesgenossen zurück. Zwischen 1994 und 1996, als sich die Hazara-Truppen und jene von Masud und von Rasul Sayyaf die Plünderung Kabuls streitig machten, kam es zu wahren gegenseitigen Gemetzeln - ungeachtet der Bomben, die gleichzeitig aus den Kanonen Hekmatyars und Dostoms auf die Stadt niedergingen. Nach dem Tod ihres Führers Mazari brach die Partei in zwei Faktionen auseinander, von denen die von Karim Khalili die weitaus bedeutendere ist.

Die fünfte Partei in der Vereinigten Front ist die Ittehad Islami von Rasul Sayyaf, eine Sunniten-Partei, deren radikal antischiitische Ausrichtung ihr Gewicht in der Allianz von Anfang an beschränkte.

Die Interessen Irans

Selbst die gemeinsame Gegnerschaft zu den Taliban hätte nicht genügt, um diese verfeindeten Milizen unter den Hut einer gemeinsamen Front zu bringen. Es war die internationale Politik, die dies schliesslich fertigbrachte. Am 25. Mai 1997, zehn Tage vor der Gründung der Vereinigten Front, hatte Pakistan als erster Staat die Taliban diplomatisch anerkannt; ihm folgten am Tag darauf Saudiarabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Es sollten die einzigen Länder bleiben, welche die Koranschüler in Kabul als legitime Vertreter Afghanistans betrachteten, obwohl diese zeitweise bis zu 95 Prozent des Territoriums beherrschten. Iran, der regionale Rivale von Saudiarabien und Pakistan, setzte alles daran, um die Taliban-Gegner zusammenzubringen. Die Vereinigte Front war von allem Anfang nicht nur ein militärischer Zweckverband. Sie sollte auch dem Anspruch Gewicht verleihen, dass nur sie die legitime Vertreterin des ganzen Landes war. Dies gelang ihr auch - weniger dank ihrem Zusammenhalt als der radikalen Islamisierungspolitik ihres Gegners und der düsteren Menschenrechtsbilanz.

Zwei Monate nach der Gründung setzte die Front eine Regierung unter Burhanuddin Rabbani ein, mit Abdul Ghafoorzai als Premierminister, Masud als Verteidigungsminister und Malik als Aussenminister, dem später Abdullah Abdullah vom Jamiat-e Islami folgte. Der Territorialbesitz der Front blieb gering, und selbst in ihrem Hoheitsgebiet gelang es ihr nie, übergreifende administrative Strukturen zu schaffen. Dennoch hielt die Staatenwelt an ihr als einzig legitimer Vertreterin von ganz Afghanistan fest. Dieser völkerrechtliche Schutz und die Militärhilfe, die unter dessen Mantel an die Nord-Allianz floss, waren während der vergangenen vier Jahre die wichtigsten Überlebenshilfen. Das gegenseitige Misstrauen ihrer Anführer liess nur einen kleinen Grad an militärischer Koordination zu. Im Westen des Landes operierte, nach seiner erfolgreichen Flucht aus der Haft der Taliban, Ismael Khan. Im zentralen Bergland wogte der Kampf zwischen den Taliban und dem Hezb-e Wahdat unter Karim Khalili hin und her, in den Nordwestprovinzen Jozjan, Balkh und Faryab waren die Jumbesh-Milizen aktiv, während der Nordosten von Masuds Shura-e Nezar kontrolliert wurde.

Diese Taliban-Gegnerschaft blieb weitgehend in der Defensive, geschwächt nicht nur durch innere Rivalitäten, sondern auch durch zahlreiche kleinräumigere Spannungen zwischen Clans und unabhängigen Kommandanten, die nicht selten mit der Beherrschung strategischer Pässe, Verkehrsknoten und Strassen zusammenhingen. Dies führte dazu, dass die Taliban in ihren jährlichen Offensiven mehrmals nahe daran waren, die Allianz zu zerschlagen. Dass diese dennoch an ihren regionalen Flecken festhalten konnte, verdankt sie mehreren Faktoren. Einmal hielt die Unterstützung aus Tadschikistan und Usbekistan - beziehungsweise aus Iran und Russland - die Versorgung mit Waffen aufrecht.

Ein weiterer Grund war die ethnische Homogenität besonders im abgelegenen Nordosten des Landes. Sie garantierte den lebenswichtigen Nachschub von Tadschikistan zum Brückenkopf des Panjshir-Tals mitten im Herrschaftsgebiet der Taliban. Schliesslich war es die militärische Genialität von Ahmad Shah Masud, dem es mit dem taktischen Abzug aus Kabul 1996 gelungen war, sein Militärgerät unversehrt ins Panjshir-Tal zu retten. Von dieser schwer zu erobernden Festung blieb er eine ständige Gefährdung für Kabul bis zu seinem Tod am 9. September. Es war symptomatisch für den Zustand der Vereinigten Front/Nord-Allianz, dass der erste Mordverdacht auf einen Bundesgenossen, Rasul Sayyaf, fiel.

 

NZZ,
15.Oktober 2001, 02:01


Pakistan und Saudiarabien als Sorgenkinder

Verstärkte Bemühungen der USA in der Region

Die USA haben Aussenminister Powell nach Pakistan und Indien geschickt. Am Wochenende wird Präsident Bush am asiatischen Gipfeltreffen in Schanghai teilnehmen. Sorgen bereitet der Administration die politische Lage in Pakistan und Saudiarabien. Man ist um bessere Selbstdarstellung in den arabischen Ländern bemüht.

R. St. Washington, 15. Oktober

Niemand unterschätzt in Washington die Schwierigkeiten, die mit der Mission von Staatssekretär Powell in Pakistan verbunden sind. Er muss einer Regierung den Rücken stärken, deren Unterstützung für die amerikanische Strategie unerlässlich ist, aber weltweit bis Anfang September wenig Freunde hatte. Der pakistanische Präsident Musharraf ist den amerikanischen Wünschen weiter entgegengekommen als ursprünglich angenommen. Dagegen dürfte die Etappe in Indien Powell weniger Kopfzerbrechen verursachen. Am Mittwoch reist der Aussenminister nach Schanghai zum asiatischen Wirtschaftstreffen weiter. Dort wird zur Konferenz der Staatschefs am Wochenende auch Präsident Bush erwartet; es wird zur ersten, kürzer als geplant ausfallenden Begegnung mit Chinas Führungsspitze kommen.

Opfer oder Unterstützer des Terrors?

Ausser Pakistan gibt es einen weiteren neuralgischen Punkt im arabischen Teil der Anti-Terror- Koalition, nämlich Saudiarabien. Jahrzehntelang haben die Vereinigten Staaten mit dem als gemässigt eingestuften Königreich eine wie die «New York Times» schreibt zynische Beziehung gepflegt. Amerika bekam Erdöl, die Monarchie wurde von der amerikanischen Militärmacht vor Bedrohungen radikaler Islamisten beschützt. Die Zweckgemeinschaft begann zur Zeit Roosevelts und war vom geschäftlichen Standpunkt aus betrachtet für beide Seiten vorteilhaft. Die innenpolitischen Verhältnisse in Saudiarabien interessierten Washington wenig, solange es einen sicheren Partner hatte. Den Verbindungen Riads zu islamischen Extremisten und Terroristen schenkten die Regierungen der neunziger Jahre zu wenig Aufmerksamkeit.

Mittlerweile ist sich auch Riad bewusst geworden, dass die Unterstützung der Taliban letztlich zur Unterwanderung der eigenen politischen Strukturen geführt hat. Nach Darstellung der «Washington Post» überragten die Bemühungen zuerst für die islamische Sache, dann um die politische Stabilität in Afghanistan in Riad alle anderen Aspekte. Aus dieser Optik kam es 1997 zur Anerkennung der Taliban. Drei Jahre zuvor war der im Sudan konspirierende bin Ladin ausgebürgert worden. Später verlegte dieser seine Operationsbasis nach Afghanistan. Nach Darstellung der «Post» wurde die regierende Schicht Saudiarabiens nach und nach zum Opfer der extremen religiösen Ideen der Taliban. Als diese immer weiter gehende Forderungen aufstellten und zum Beispiel nicht duldeten, dass Männer in Räumen Unterricht abhielten, die auch von Frauen benutzt wurden, waren die Dinge zu weit gediehen. Die Saudis konnten sich nicht mehr aus der Umklammerung befreien.

Heute ist es sehr schwierig, einen politisch klugen Ausweg aus den verschiedenen Loyalitäten zu finden. Die «New York Times» schreibt zwar, man müsse die ungesunde Beziehung auf neue Füsse stellen, warnt aber gleichzeitig davor, das Königshaus fallen zu lassen. Ein Regime von Geistlichen ähnlich dem iranischen wäre amerikanischen Interessen nicht dienlich. Dennoch müsse Washington auf die sofortige Unterbindung des saudiarabischen Geldflusses zu al-Kaida drängen.

Informationsoffensive der Regierung

Mehrfach ist die Administration Bush in den letzten Wochen auf die ungenügende Darstellung der gesellschaftlichen Realität und der politischen Ziele der Vereinigten Staaten hingewiesen worden. Nun will sie dem Informationsdefizit abhelfen. Powell, die Sicherheitsberaterin Rice und Verteidigungsminister Rumsfeld nehmen die vom arabischen Satellitensender Al-Jazira gebotene Möglichkeit war, den amerikanischen Standpunkt darzustellen. Vor wenigen Wochen hatte Powell den Fernsehsender noch wegen tendenziöser Berichterstattung kritisiert. Inzwischen hat sich die Ansicht durchgesetzt, man solle nicht gegen Darstellungen des Gegners protestieren, sondern sie durch eine eigene Version parieren. Wo immer die Vereinigten Staaten dieses Rezept anwandten, vor allem in Osteuropa, hat es sich bewährt.

«Wir müssen unsere Informationsarbeit besser machen», sagte Bush letzte Woche. Tage zuvor war im Aussenministerium ein neues Untersekretariat für Öffentlichkeitsarbeit und «öffentliche Diplomatie» geschaffen worden. Charlotte Beers, die aus New Yorker Werbekreisen stammende neue Amtsträgerin, war über zwei Dinge erstaunt. Erstens über die Schwierigkeiten, eine Botschaft an die Empfänger zu bringen, und zweitens über die geringe Bereitschaft der Politiker, sich in deren Lage zu versetzen. Die Information des Auslands über die USA ist in den letzten Jahren mehr und mehr vernachlässigt worden. Die früher dafür zuständige Agentur USIA wurde 1999 auf Druck des republikanischen Kongresses geschlossen; das Aussenministerium selbst konnte allen Bemühungen zum Trotz die Lücke schon aus Gründen ungenügender Personalbestände nicht schliessen. Nun haben sich Edward Djerejian, der Nahost-Verantwortliche unter Präsident Bush senior, und sein Nachfolger Edward Walker mit Nachdruck und offenbar mit Erfolg für eine verstärkte Information der arabischen Welt eingesetzt. Die Programme richten sich an Personen unter dreissig und sollen rund um die Uhr über UKW und Mittelwelle ausgestrahlt werden.

USA-Sonderbeauftragter für Afghanistan

Islamabad, 15. Okt. (afp) Der amerikanische Aussenminister Powell hat den ranghohen Diplomaten Richard Haass zum Sonderbeauftragten für Afghanistan ernannt. Der Chef für politische Planung im Washingtoner Aussenministerium sei künftig verantwortlich für Beratungen über die mögliche Nachfolge der Taliban-Regierung, sagte Powell am Montag auf seiner Reise nach Islamabad. Haass vertritt Washington auch als Sondergesandter in Nordirland. Er war bereits als ranghöchster Vertreter der USA zum früheren afghanischen König Zahir Shah nach Rom gereist. Er solle künftig als «Sonderkoordinator» für Afghanistan mit der afghanischen Opposition, der Uno und anderen Staaten über Perspektiven nach einem möglichen Sturz der Taliban beraten, erklärte Powell.

Saudiarabien kritisiert die USA

Riad, 15. Okt. (ap) Saudiarabien hat das amerikanische Vorgehen in Afghanistan kritisiert. Laut der Agentur SPA erklärte Innenminister Prinz Naif, die saudiarabische Regierung habe gehofft, dass die USA mit den Terroristen fertig würden, ohne auf militärische Mittel zurückzugreifen. Der Kampf gegen den Terrorismus müsse sich auf die Terroristen und ihre Helfer konzentrieren. Prinz Naif wies gleichzeitig Vorwürfe zurück, Saudiarabien unternehme zu wenig, um die Vermögen Usama bin Ladins und der Kaida zu beschlagnahmen. Saudiarabien habe tatsächlich Vermögen eingezogen. Es gebe keine Beweise dafür, dass Geld aus dem Land an terroristische Organisationen fliesse.

 

 

 

 

 
Die Zukunft Afghanistans im Blick
FAZ.NET-Spezial: Mit allen Mitteln gegen den Terror
Analyse: Afghanistan - Ringen um Zukunft
Hintergrund: Der Vielvölkerstaat Afghanistan

Afghanistan
Afghanische Exil-Politiker fordern Ende der Angriffe

24. Okt. 2001 Rund 800 afghanische Stammesführer und Exil-Politiker haben die USA bei einem Treffen in Pakistan aufgefordert, ihren Feldzug gegen Afghanistan zu beenden. Stattdessen müsse mit dem Neuaufbau Afghanistans begonnen werden, sagte der Vorsitzende der zweitätigen Konferenz, Sajed Ahmad Gailani, am Mittwoch in Peshawar. Der im Exil lebende Afghane ist ein enger Mitarbeiter des früheren afghanischen Königs Sahir Schah, der in Rom lebt. Auch ehemalige Mitglieder der Taliban-Regierung seien bei der Bildung einer neuen Regierung willkommen. Mit keinem Wort erwähnte Gailani die oppositionelle Nordallianz, den Bürgerkriegsgegner der Taliban-Regierung.

„Afghanistan ist weder tot noch lebendig", sagte Gailani. Es müsse etwas unternommen werden, um die Angriffe auf das Land zu beenden und so früh wie möglich mit dem Wiederaufbau zu beginnen. Zunächst sollte Afghanistan von König Schah und parteiunabhängigen Fachleuten regiert werden, sagte Gailani weiter. Mit ihrer Hilfe müsse eine islamische Verfassung entworfen werden. Auch denke er an eine Großversammlung zur Wahl weiterer Politiker. „Während der Übergangsregierung sollten Sicherheitskräfte der Vereinten Nationen (UNO) in Teilen des Landes, besonders aber in den Städten, für Recht und Ordnung sorgen", sagte Gailani. Zudem könne sich die Mitarbeit gemäßigter Taliban-Politiker als fruchtbar und wichtig erweisen.

Skepsis gegenüber dem König

Zehn Minuten dauerte Gailanis Rede vor den Stammesvertretern aus dem Süden des Landes, die hauptsächlich den Paschtunen, der größten Bevölkerungsgruppe Afghanistans, angehören. Nach der Rede äußerten sich einige Stimmen skeptisch zu dem Plan, dem Ex-König die Regierungsmacht zu übertragen. Gailani solle dem König ausrichten, dass seine Arbeit geschätzt werde, heute aber andere das Land repräsentierten, sagte ein Verbündeter Gailanis.

Die Paschtunen hegen Misstrauen gegen die Nordallianz, die sich aus ethnischen Minderheiten im Norden des Landes zusammensetzt und dort mit Unterstützung der USA gegen die Taliban-Armee kämpft. Sowohl die Paschtunen als auch die Nordallianz sind in sich stark zersplittert. Den Stämmen der Paschtunen gelang es bislang jedoch nicht, sich zu einer entsprechenden „Südallianz“ zusammenzuschließen. Das Nachbarland Pakistan würde eine Regierung aus gemäßigten Taliban-Politikern aus dem Volk der Paschtunen begrüßen.

Die Türkei bot sich am Mittwoch den oppositionellen Kräften Afghanistans als Tagungsort an. Die Gruppen um Ex-König Schah und Vertreter der Nordallianz hätten am Dienstag um ein Treffen in der Türkei gebeten, teilte das türkische Außenministerium mit. Zeitpunkt und Ort des Treffens seien noch unklar.

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

October 25, 2001
Asia Times  
atimes.com



King's men can't put Afghans together again
By Syed Saleem Shahzad

                   
ISLAMABAD - Non-Taliban representatives, including
tribal chiefs,Islamic clerics and Afghan commanders,
began a fresh round of talks on Wednesday in Peshawar
to discuss a formula to form a broad-based
post-Taliban government in Afghanistan.

However, missing from the discussions was a delegation
sent by former Afghan monarch Zahir Shah, tipped in
some quarters as a pivotal figure in any post-Taliban
settlement. The four members of the delegation have
                    returned to Rome, where the king
has lived in exile since 1973, with
                    empty hands, as most of the former
Afghan resistance movement leaders
                    see no role for Zahir Shah.

                    The delegation attended two jirga
(councils) over the past few days, but
                    failed to muster sufficient
support for Zahir Shah, and a final decision on
                    the king's role is due to be made
at the current meeting. The delegation
                    skipped this gathering as a
face-saving measure in view of expected
                    widespread opposition.

                    Before leaving Pakistan, the
leader of the delegation, Hedayat Amin
                    Arsala, spoke to Asia Times Online
in Islamabad, and although he tried
                    to give the impression that his
mission remained successful, he admitted
                    that they had not discussed the
idea of a broad-based administration with
                    the Pakistani government.

                    Arsala said that "friends in
Peshawar" will play their role in representing
                    the king's interests, including
Syed Ahmed Gailani, whom he said is "
                    very much part of our structure".
Gailani led the National Islamic Front of
                    Afghanistan, one of a number of
militias that fought the Soviet invaders
                    from 1979 to 1989, and who has
close links with the monarch.
                    Delegates at the jirga are
expected to discuss the formation of a
                    broad-based multi-ethnic
government and the composition of a 120-man
                    interim council to oversee the
transition of power in the event of the fall of
                    the Taliban. The United Nations
has already ruled out providing
                    peacekeepers in this scenario,
making it important to ensure a quick and
                    bloodless transfer of power.

                    There have been reports of the
king himself visiting Pakistan to shore up
                    support, but these have been
dismissed as unlikely given the mood at the
                    recent two jirga. These meetings
were attended by most of the former
                    resistance movement leaders,
including Gailani, Abdul Haq and
                    representatives of the
Hizb-i-Islami (Yunus Khalis), the Hizb-i-Islami
                    (Gulbadin Hekamtyar) and the
Hizb-i-Wehdat (Karim Khalili). A further
                    nearly 50 commanders who were a
part of the Afghan resistance
                    movement against the Soviets
attended. In particular, Yunus Khalis and
                    Gulbadin were strongly opposed to
a role for the 86-year-old Zahir
                    Shah, whom they view as an
American puppet.

                    President Burhanudin Rabbani, head
of the Northern Alliance forces
                    fighting the Taliban, has
aspirations of being the next Afghan head of
                    state. General Muhammad Fahim, who
replaced assassinated Ahmad
                    Shah Masoud as commander of the
Northern Alliance troops, Abdul
                    Rashid Dostum, head of an Uzbek
militia within the Northern Alliance,
                    and Ismail Khan, former governor
of Afghanistan's western provinces
                    and a famed commander from the
anti-Soviet occupation era, also want
                    powerful roles in any new
administration. These aspirations are reported
                    as already causing cracks within
the Northern Alliance.

                    Also looming large on the scene is
former Afghan commander Abdul
                    Haq, who returned recently from
exile in the United Arab Emirates to
                    Pakistan. He has a personal grudge
against the Taliban, who are believed
                    to have assassinated his wife and
son in Peshawar last year in an
                    apparent attempt to curb his
influence in the eastern regions of
                    Afghanistan. Indeed, this week
there have been reports that Haq, an
                    ethnic Pashtun like the Taliban,
has managed to woo some support away
                    from the Taliban. Huq is believed
to be the only commander in favor of
                    Zahir Shah.

                    Gailani, too, is certain to emerge
as an important figure. Also Pashtun,
                    like the majority of Afghans, he
has a personal grudge against the
                    Taliban. Gul Agha, a member of
Gailani's National Islamic Front of
                    Afghanistan who was the governor
of Kandahar province, was killed by
                    the Taliban when they took power
in 1996.
Wo bleibt die politische Strategie?
 
Exilafghanen beraten in Peshawar / Von Erhard Haubold

LAHORE, 24. Oktober. Eine wichtige Fraktion fehlte in dem Meer von Bärten und Turbanen am Mittwoch in der pakistanischen Grenzstadt Peshawar. Pir Sayed Ahmad Gailani, ein angesehener geistlicher Führer im Süden Afghanistans, ein moderater und erfolgreicher Mudschahedin im Kampf gegen die sowjetische Besatzung, hatte an die 800 Stammesführer, ehemalige Freiheitskämpfer und andere Exil-Afghanen eingeladen, um über die Zukunft ihrer "zwischen Leben und Tod hängenden" Heimat zu beraten. Aber Vertreter des im römischen Exil lebenden ehemaligen Königs Mohammad Zahir Schah waren trotz Einladung nicht erschienen, obwohl Gailani und seine Freunde mit dem über 80 Jahre alten Monarchen viel vorhaben: Er soll nach dem Ende des Taliban-Regimes eine auf breiter ethnischer Grundlage ruhende interimistische Regierung in Kabul führen und ein Machtvakuum vermeiden. Der Pir, einst Anführer der angesehenen National Islamic Front, hatte schon nach dem Abzug der Sowjets für eine Rückkehr des Monarchen geworben, mit dem er durch Heirat verwandt ist. Dies hatte Pakistan abgelehnt. Er forderte nun von der westlichen Allianz gegen den Terrorismus, daß so bald wie nur irgend möglich der Krieg in Afghanistan beendet und mit dem Wiederaufbau begonnen werden möge.

Die Versammlung in Peshawar, die an diesem Donnerstag fortgesetzt werden soll, zeigte abermals, wie weit die militärischen und die politischen Strategien der von Amerika geführten Kriegskoalition auseinanderklaffen. Nördlich von Kabul bombardieren amerikanische Flugzeuge Taliban-Stellungen und unterstützen damit den Vormarsch der aus den ethnischen Minderheiten der Usbeken, Tadschiken und Hazara bestehenden Nordallianz, die von Amerika außerdem mit Waffen und Lebensmitteln unterstützt wird. Die aber nicht in die strategisch wichtige Stadt Mazar-i-Sharif oder gar nach Kabul einziehen darf (und Mitte Oktober einem vierwöchigen "Moratorium" zugestimmt haben soll), wenn ethnische Massaker und Rachefeldzüge, wenn Bürgerkrieg und die Rückkehr der Warlords (die beinahe alle Blut an den Händen haben) vermieden werden sollen. Eine Regierung in Kabul ohne Beteiligung der Paschtunen, die rund fünfzig Prozent der Bevölkerung ausmachen, wäre nicht gut für die Zukunft Afghanistans und stieße auf vehemente Opposition in Pakistan, dem Frontstaat, nächsten Nachbarn und entsprechend wichtigen Glied in der westlichen Allianz. Eine "Südfront" aus Paschtunen ist aber nirgendwo zu sehen, und nicht wenige "Royalisten" haben sich in Peshawar darüber beklagt, daß sie vom Westen weder militärisch noch finanziell unterstützt werden.

Dabei wären afghanische Bodentruppen im Norden wie im Süden wichtig, wenn Amerika - was in Pakistan allgemein angenommen wird - den Einsatz eigener Kräfte in größerem Umfang vermeiden will. Dann erst wäre es sinnvoll, um Taliban-Überläufer zu werben, die es bisher kaum gibt und die sich weder an die Nordallianz noch an ein Pakistan wenden werden, von dem sie sich nach siebenjähriger Unterstützung verraten fühlen. Nicht die Zahl der zerstörten Flughäfen und Panzer sei entscheidend bei der Suche nach Usama Bin Ladin, sondern die Zahl der Taliban-Überläufer, heißt es unter Fachleuten in Pakistan, die einen Wettstreit sehen zwischen dem amerikanischen Verteidigungsministerium, das öffentliche Erwartungen befriedigen und "Erfolgszahlen" melden muß, und dem Außenministerium, das mit dem Nachdenken über den nationalen Wiederaufbau Afghanistans, dem "nationbuilding", gerade erst begonnen habe. Gailani hätte nichts gegen gemäßigte Taliban in einer südlichen "Alternative" aus Paschtunen, die die letzten Jahre in Pakistan, im europäischen oder im amerikanischen Exil verbracht haben. Zusammen mit zurückkehrenden Stammesführern und ehemaligen Mudschahedin müßten sie sich um Flaggen sammeln können, die der ehemalige König etwa in den Grenzstädten Quetta und Peshawar einschlüge, sagt der Afghanistan-Fachmann Ahmed Rashid in Lahore. Und dann müßte die so entstandene Südallianz genauso von amerikanischen Flugzeugen unterstützt werden wie das feindliche Gegenstück im Norden, könnten an der Grenze mit Pakistan Sicherheitszonen für Überläufer, Flüchtlinge und humanitäre Hilfe entstehen.

Der Zulauf, den Gailani in Peshawar vorführen konnte, sollte ihn dem Westen als einen künftig einflußreichen Führer Afghanistans empfehlen, heißt es beim pakistanischen Militärgeheimdienst ISI, der jetzt offiziell mit der CIA zusammenarbeitet, dabei aber alles unternimmt, um in Kabul ein propakistanisches Regime zu installieren. In Regierungskreisen in Islamabad wird gesagt, daß man nicht abermals eine führende Rolle beim "nationbuilding" in Afghanistan wie nach dem Ende der sowjetischen Besatzung 1989 spielen wolle, daß aber die amerikanischen Pläne für eine Zeit nach den Taliban weit hinter der militärischen Kampagne herhinkten. Bei pakistanischen und afghanischen Paschtunen gleichermaßen gilt Zahir Schah als die einzige Hoffnung, als eine legitime, von allen ethnischen Gruppen akzeptierte Führungsfigur für den Übergang, die eine interimistische Verwaltung aus Technokraten aus dem Exil bilden und dann eine "Große Versammlung" (Loya Jirga) einberufen könnte, aus deren Mitte die neuen Führer Afghanistans gewählt werden müßten. Kritisiert wird andererseits, daß der ehemalige Monarch sich zu langsam bewege, daß seine Umgebung überwiegend aus Emigranten bestehe, aus Paschtunen, die in den letzten dreißig Jahren ihre Heimat kaum gesehen haben. Nicht akzeptabel finden in Pakistan und in Afghanistan lebende Paschtunen überdies die Aufteilung des vom ehemaligen König Anfang Oktober gegründeten "Obersten Rats für die nationale Einheit Afghanistans", der künftigen Übergangsregierung, von deren 120 Sitzen 50 der Nordallianz und 50 den Höflingen aus Rom zugestanden und die übrigen 20 von beiden Gruppen besetzt werden sollen. Wie oft habe man in der Vergangenheit schon eine erfolglose Loya Jirga abgehalten, erinnerten einige Kritiker in Peshawar, die auch nicht so recht glauben wollten, daß ein vor fast dreißig Jahren vom Thron gejagter König jetzt der einzige Retter des von beinahe ebensolangen Kriegen zerstörten Landes sein könnte.

Geste der USA gegenüber Musharraf

Arbeitsbesuch von Aussenminister Powell in Islamabad

Der amerikanische Staatssekretär Powell ist am Montagabend zu einem Arbeitsbesuch in Pakistan eingetroffen. Kurz zuvor war eine Delegation des afghanischen Ex-Königs in Islamabad gelandet. Die Koinzidenz zeigt, dass neben der militärischen Kampagne die politische Lösung in Afghanistan immer stärker in den Vordergrund tritt.

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By. Delhi, 15. Oktober

Der amerikanische Aussenminister Powell ist am Montag in Islamabad zu einem Arbeitsbesuch eingetroffen. Laut pakistanischen Angaben wird Powell mit Präsident Musharraf über die Fortsetzung der Militäroperation sprechen, dies auch im Licht der innen- und flüchtlingspolitischen Konsequenzen. Ein wichtiges Gesprächsthema wird in Islamabad - und am Dienstag in Delhi, dem nächsten Reiseziel Powells - auch Kaschmir darstellen. Die USA haben ein grosses Interesse an einer Entspannung zwischen Indien und Pakistan, um den Zusammenhalt der Allianz nicht zu gefährden. Der Besuch in Islamabad ist zweifellos auch eine politische Geste Washingtons. Er soll eine Anerkennung sein für die Rolle als Frontstaat, welche Pakistan trotz innenpolitischem Widerstand übernommen hat, und eine Stärkung von Präsident Musharraf angesichts andauernder Strassenproteste.

Rätselraten über die politische Zukunft

Islamische Parteien hatten für Montag zu einem Generalstreik aufgerufen, mit gemischtem Erfolg. Er wurde in den Städten an der Grenze und in Karachi weitgehend befolgt, in Islamabad und in Lahore blieben aber viele Geschäfte offen. Die gewalttätige Demonstration vom Sonntag rund um die Luftwaffenbasis von Jacobabad zeigt aber, dass die Stimmung unbeständig ist und bei andauernden Luftangriffen gegen Afghanistan kippen könnte. Die Bilder und Berichte der Handvoll internationaler Journalisten, die am Sonntag das angeblich von amerikanischen Bomben zerstörte Dorf Kurram besuchen konnten, haben ihre Wirkung auch hier nicht verfehlt. Musharraf sagte vor einer Woche, er sähe gerne ein baldiges Ende der Luftschläge. Der General ist sich aber zweifellos bewusst, dass eine vorzeitige Beendigung der Angriffe aus der Luft die militärische Operation insgesamt noch verlängern könnte.

In Islamabad gibt es sogar Stimmen, die sich für eine zeitliche Ausdehnung der Angriffe aussprechen. Die Logik dieses Arguments liegt in der Verzögerung, die eine Offensive der Nord-Allianz dabei erleiden würde. Auch in Islamabad wird intensiv darüber spekuliert, was die Allianz bisher davon abgehalten hat, im Schutz der Luftschläge die Taliban-Front rund 40 Kilometer nördlich der Hauptstadt anzugreifen. Verteidigungsexperten wie Naseem Zera meinen, dass die Nord-Allianz an zu vielen Fronten stehe und daher die Kräfte verzettelt seien; Ausrüstung und Stärke der Truppen nördlich der Hauptstadt genügten zudem bei weitem nicht, um die besten Verbände, die den Taliban zur Verfügung stünden, einfach zu überrennen. Für andere liegt der Grund in der mangelnden Synchronisierung zwischen militärischen und politischen Zielen. Die USA müssen befürchten, dass ein militärischer Zusammenbruch der Taliban-Regierung erfolgen könnte, bevor eine politische Lösung greifbar ist. Dies würde ein Machtvakuum schaffen, das von der Nord-Allianz nicht aufgefüllt werden kann.

Islamabad gegen die Nord-Allianz

Die Nord-Allianz hat mit dem früheren afghanischen König Zahir Shah ein Abkommen über die Vorbereitung einer breit abgestützten Meinungsbildung über die Ausgestaltung eines Nach- Taliban-Afghanistan getroffen. Doch dieser Prozess fusst auf traditionellen Mechanismen der Konsensbildung und macht daher nur langsam Fortschritte; es ist zudem fraglich, ob er alle ethnischen Gruppen einschliessen kann. Auch die Uno ist bisher noch kaum in Erscheinung getreten, sei es als Gesprächsvermittler oder als möglicher Akteur, etwa in Form einer Interim-Administration nach dem Fall der Taliban. Islamabad hofft, dass die USA auch auf Pakistan Rücksicht nehmen, das aus seiner Abneigung gegen die Nord-Allianz kein Hehl macht. Aussenminister Sattar erklärte am Sonntag gegenüber der amerikanischen Fernsehkette ABC, die Regierung habe die USA gebeten, mit Angriffen auf Taliban- Truppen zu warten, weil eine Machtübernahme der Allianz-Truppen in Kabul der Anarchie die Tür öffnen würde. Am gleichen Tag wie Powell traf auch eine Delegation von Zahir Shah in Islamabad ein und wurde von Sattar empfangen. Ein Zusammentreffen dieser Delegation auch mit Powell wurde nicht ausgeschlossen.

Islamabad insistiert, dass eine politische Lösung alle politischen und ethnischen Kräfte berücksichtigen muss, worunter es auch eigene strategische Interessen zählt. Die Regierung sähe es zweifellos gern, wenn gemässigte Taliban an dieser Lösung beteiligt wären. Diese sind aber bisher noch nicht an die Öffentlichkeit getreten. In diesem Zusammenhang sind wohl auch Gerüchte über den Taliban-Aussenminister Wakil Khan Motawakil zu deuten. So heisst es, er sei in die Emirate gereist und werde sich dort mit Vertretern der amerikanischen Regierung treffen; andere Gerüchte wollten sogar wissen, dass er mit Powell in Islamabad zusammentreffen werde. Der Taliban-Geschäftsträger in Pakistan dementierte beide Gerüchte und sagte, Motawakil sei in Kabul und es gebe keinerlei Spaltung in den Reihen der Taliban.

 

NZZ,

 

 

Taliban 

 

 

NORDALLIANZ
Seite 1 von 3
Ein ungeliebter Verbündeter

 © AFP
Ausbildungslager der Nordallianz
Sie kontrolliert nur ein kleines Gebiet in Afghanistan, repräsentiert ethnische Minderheiten und wird geschmäht für einen Machtkampf, bei dem in ihrer Regierungszeit in der Hauptstadt Kabul zehntausende von Menschen starben - die Vereinigte Front. Sie macht sich Sorgen, bei einer Neuverteilung der Macht nicht berücksichtigt zu werden. Die Nordallianz, wie sie wegen der Lage ihres Herrschaftsgebietes auch genannt wird, bekämpft die regierenden Taliban seit fünf Jahren und findet sich dabei inzwischen auf der Seite der einzigen Supermacht der Welt, der USA.

Die ungleiche Ansammlung von Kriegsherren und Mudschahedin- Veteranen des Krieges gegen die sowjetischen Besatzer in den 80er Jahren hat sich vor einem Jahr den Namen Vereinigte Front gegeben. Viele Freunde hat sie nicht. Das benachbarte Pakistan ignoriert sie weitgehend, ebenso die Exil-Paschtunen, und die USA nähern sich ihr nur an, weil die Taliban zähere Gegner sind, als sie erwartet haben.

„Auf Pakistan muss Druck ausgeübt werden", sagte der Außenminister der Nordallianz, Abdullah Abdullah in einem Reuters-Interview über den östlichen Nachbarn, der seit fast zwei Jahrzehnten die Politik in Afghanistan zu beeinflussen versucht. „In Pakistan bedarf es keines kosmetischen Wandels der Außenpolitik, sondern eines wirklichen Wandels.“

Pakistans Präsident Pervez Musharraf hat erst gesagt, die Front spiele keine Rolle, hat dann aber Nachgiebigkeit erkennen

 © AFP
Ausbildungslager der Nordallianz
Sie kontrolliert nur ein kleines Gebiet in Afghanistan, repräsentiert ethnische Minderheiten und wird geschmäht für einen Machtkampf, bei dem in ihrer Regierungszeit in der Hauptstadt Kabul zehntausende von Menschen starben - die Vereinigte Front. Sie macht sich Sorgen, bei einer Neuverteilung der Macht nicht berücksichtigt zu werden. Die Nordallianz, wie sie wegen der Lage ihres Herrschaftsgebietes auch genannt wird, bekämpft die regierenden Taliban seit fünf Jahren und findet sich dabei inzwischen auf der Seite der einzigen Supermacht der Welt, der USA.

Die ungleiche Ansammlung von Kriegsherren und Mudschahedin- Veteranen des Krieges gegen die sowjetischen Besatzer in den 80er Jahren hat sich vor einem Jahr den Namen Vereinigte Front gegeben. Viele Freunde hat sie nicht. Das benachbarte Pakistan ignoriert sie weitgehend, ebenso die Exil-Paschtunen, und die USA nähern sich ihr nur an, weil die Taliban zähere Gegner sind, als sie erwartet haben.

„Auf Pakistan muss Druck ausgeübt werden", sagte der Außenminister der Nordallianz, Abdullah Abdullah in einem Reuters-Interview über den östlichen Nachbarn, der seit fast zwei Jahrzehnten die Politik in Afghanistan zu beeinflussen versucht. „In Pakistan bedarf es keines kosmetischen Wandels der Außenpolitik, sondern eines wirklichen Wandels.“

Pakistans Präsident Pervez Musharraf hat erst gesagt, die Front spiele keine Rolle, hat dann aber Nachgiebigkeit erkennen

lassen, weil klar geworden ist, dass keine Volksgruppe aus einer künftigen afghanischen Regierung ausgeschlossen werden kann. Damit begründet die Allianz die Forderung an die USA nach noch engerer militärischer und politischer Zusammenarbeit.

Militärisch könnte sie wenigstens etwas von dem bekommen, was sie verlangt. Abdullah sagte Reuters, es hätten Gespräche auf hoher Ebene zwischen der Vereinigten Front und den USA über eine engere Koordinieerung begonnen. Die USA teilten vor kurzem mit, einige ihrer Soldaten hielten sich im Gebiet der Nordallianz auf.

Auf schwankendem Boden
Politisch bewegt sich die Nordallianz auf schwankendem Boden. Die größte Sorge bereiten ihr die engen Konsultationen der USA und Pakistans, das bis zum 11. September der stärkste Rückhalt der Taliban gewesen war. Sie lassen die Allianz befürchten, eine neue Regierung in Kabul werde sich wenig von der jetzigen unterscheiden.

Abdullah erkennt an, dass Pakistan wegen der Paschtunen auf eigenem Gebiet und des Erstarkens islamistischer Gruppen an den Friedensbemühungen beteiligt werden muss. Pakistan müsse stabil bleiben, sagte er.

Die USA begannen am 7. Oktober mit Luftangriffen in Afghanistan, um des Moslem-Extremisten Osama bin Laden habhaft zu werden. Er ist in amerikanischen Augen der Hauptverdächtige der Anschläge in den USA, bei denen am 11. September etwa 4800 Menschen starben. Die Taliban halten ihn versteckt.

Die Vereinigten Front repräsentiert die Minderheiten der Usbeken und Tadschiken im Norden und Nordosten des Landes sowie der Hasara in der Landesmitte. Sie weiß, dass Paschtunen der nächsten Regierung angehören müssen, wenn sie funktionsfähig sein soll. Möglich wäre eine Machtbeteilung des früheren Königs, des Paschtunen Mohammad Sahir Schah.

Wichtiger Faktor „im ethnischen Mosaik“
Sahir Schah habe einen guten Ruf in ganz Afghanistan, sagte Jahja Masud, der ältere Bruder des Mudschahedin-Veteranen Ahmad Schah Masud, der zwei Tage vor den Anschlägen in den USA umgebracht wurde. „Wenn wir ohne einen starken Paschtunen an der Seite nach Kabul kommen, werden die Paschtunen uns nicht ernst nehmen.“ Abdullah sagte, Sahir Schah sei ein wichtiger Faktor „im ethnischen Mosaik“ Afghanistans.

Ein Rat der Nationalen Einheit mit je 60 Mitgliedern der Front und der Monarchisten soll über den Zuschnitt einer Alternative zu den Taliban beraten. Doch sind die Gräben zwischen den Volksgruppen tief, und die Erinnerungen an die Wirren der Jahre 1992/96 noch frisch, als sich die damalige Mudschahedin-Allianz in Kabul bekriegte, während die Taliban vorrückten. Im September 1996 wurden die Mudschahedin aus Kabul vertrieben und nach Norden gedrängt.

Mike Collett-White


 

Afghan monarch Muhammad Zahir Shah

 

25.09.2001 17:36  Süddeutsche Zeitung 
 

 
Zahir Schah
 
Hinterm Schlagbaum thront der König
 
Afghanistans Exil-Monarch lebt abgeschirmt in einem römischen Villen-Vorort – warum für den 86-Jährigen die Rückkehr in sein Land die Krönung wäre.

 
   
   
(SZ vom 26.9.2001) - Rom, 25. September – Der Country Club im römischen Villenvorort Olgiata feiert gerade Oktoberfest. Doch wird der König mit Sicherheit nicht vorbeikommen. Allenfalls sein jüngster Sohn Prinz Mirwais könnte sich vielleicht einmal blicken lassen, immerhin wurde der 42-Jährige im Sommer häufiger im Schwimmbad des Clubs gesichtet.

Mohammed Zahir Schah, einstiger König von Afghanistan, lebt völlig zurückgezogen in der diskreten Villen-Anlage im Norden von Rom, zu der neben dem Country Club auch ein Golfplatz gehört. Das ganze Areal, in dem einige tausend Vips, Neureiche und vor allem die Starkicker des römischen Fußballclubs Lazio wohnen, ist mit einem zehn Kilometer langen Zaun umgeben. Am Schlagbaum werden nur angemeldete Besucher hineingelassen. Dahinter liegen große und kleinere Villen versteckt hinter Pinienalleen und Oleanderbüschen – der König bewohnt ein kleineres Haus.

Auch sonst entspricht der Tagesablauf des eher unauffällig wirkenden alten Mannes so gar nicht den gängigen Klischees über den ausschweifenden Lebenswandel exilierter Fürsten. Statt Parties zu geben und dem römischen Gesellschaftsleben zu frönen, habe der inzwischen 86-jährige Zahir, wie es in seiner Umgebung heißt, all die Jahre zumeist daheim gesessen und an seinen Erinnerungen gearbeitet – drei Bände hat er in 28 Exiljahren fertig geschrieben.

Hobby: Fotomontagen

Überdies pflegt Majestät ein nicht gerade mondänes Hobby: Er bastelt Foto-Montagen, wie Vertraute erzählen. Allerdings schnipselt der exilierte Monarch nicht an gewöhnlichen Bastelarbeiten, seine Foto-Montagen sind zugleich ein politisches Programm: So klebte Zahir beispielsweise Aufnahmen einzelner Ortschaften oder markanter Bauwerke in Afghanistan nebeneinander, wie sie vor der Taliban-Herrschaft aussahen–und wie danach. Dazu hat Majestät jeweils eine Art Ratschlag verfasst, welche Maßnahmen zur Besserung der Situation im Land ergriffen werden müssten.

Der Rat des alten Monarchen ist im Augenblick sehr gefragt. Und deshalb sind in den vergangen Tagen aus allen möglichen Ländern seine Landsleute nach Italien gereist: „In Rom ist jetzt die Hölle los“, berichtet der afghanische Exilpolitiker Amin Farhang. Am heutigen Mittwoch soll hier eine große Versammlung afghanischer Politiker stattfinden, auf der vermutlich auch Repräsentanten der in Afghanistan kämpfenden Nordallianz vertreten sein werden.

Seit Amerika den Taliban praktisch den Krieg erklärt hat, rechnen afghanische Exilpolitiker damit, dass sich das Regime am Khyber-Pass nicht mehr lange wird halten können. Deshalb soll in Rom jetzt eine gemeinsame Marschroute diskutiert werden, um für die Zeit danach gewappnet zu sein.

Warnung vor einem Machtvakuum

Denn nach dem erwarteten Sturz der Taliban, warnen Oppositionelle, dürfe möglichst kein Machtvakuum entstehen. So sieht es offenbar auch der einstige König. In einem Interview mit der römischen Zeitung Repubblica hat er jetzt erklärt: „Ich bin bereit, nach Afghanistan zurückzukehren, wenn das meinem Volk hilft“.

Das Interview wurde in schriftlicher Form geführt. Zahir empfängt keine Journalisten, und das ist seit vielen Jahren so. 1991 hätte ihn ein geplantes Interview beinahe das Leben gekostet. Damals war ein als Journalist getarnter muslimischer Fundamentalist in sein Haus in Rom gekommen. Statt eines Tonbands zog der Terrorist einen Dolch aus der Tasche.

„Majestät, ich töte Sie jetzt“, soll der Attentäter dann gesagt haben, bevor er zustach. Zahir reagierte geistesgegenwärtig und versuchte den Angreifer zu packen, trotzdem trug er einige Verwundungen davon. Ein Stich, der ins Herz treffen sollte, wurde abgewendet – dank eines silbernen Zigaretten-Etuis, das Zahir in der Brusttasche trug.

Ischia, Fango und der Sturz

„Ich habe Heimweh, sehr großes Heimweh“, zitierten römische Zeitungen den exilierten Monarchen schon vor vielen Jahren. Am 17. Juli 1973 war Zahir von seinem Schwager Mohammed Daud gestürzt worden, der König befand sich seinerzeit auf einer Kur in Ischia, kurz bevor er die Nachricht bekam, war ihm noch eine Fangopackung appliziert worden.

Im November 1933 hatte Zahir, damals 19-jährig, den Thron bestiegen, nachdem sein Vater, König Nadir, einem Attentat zum Opfer gefallen war. Die bald 40-jährige Regentschaft von Zahir, der sunnitischen Glaubens ist, gilt als relativ ruhige Periode in dem asiatischen Bergland; auch zeichnete sich der König durch vorsichtige Reformbereitschaft aus. In einer 1964 verabschiedeten Verfassung führte er Ansätze einer parlamentarischen Demokratie westlichen Musters ein, zugleich aber pflegte er gute Beziehungen zum benachbarten Sowjetreich.

Nach dem Sturz 1973 dankte Zahir umgehend ab, „um weiteres Blutvergießen zu verhindern“. Aus eben diesen Gründen könnte der alte Mann nun den Thron wieder besteigen: „Er leidet am Leid seines Volkes“, sagt der römische Diplomat Enrico De Maio. Seit einigen Jahren betreibt Zahir eine intensive Geheimdiplomatie, besonders in den letzten Tagen gaben sich im Villenviertel Olgiata die Besucher die Klinken in die Hand.

Carabinieri zwischen Oleanderbüschen

Da wurden viele afghanische Landsleute gesichtet, wie es heißt, kamen auch amerikanische Besucher und am Wochenende schaute ein Vertreter von Uno-Generalsekretär Kofi Annan vorbei. Rund um das Haus des Monarchen wurden die Polizeikräfte mittlerweile erheblich verstärkt, jetzt patroullieren in Olgiata Carabinieri allerorten zwischen den Oleanderbüschen.

Strenge Sicherheitsvorkehrungen werden in Rom auch für die afghanische Oppositionellen-Versammlung getroffen, die in einem Vorstadthotel stattfinden soll. Ziel des Treffens ist es, eine „Loja Jirga“, eine Große Versammlung der wichtigen gesellschaftlichen Kräfte in Afghanistan vorzubereiten. Solch eine Sitzung, aus der eine provisorische Regierung hervorgehen könnte, fordert auch Zahir seit langem.

„Ich will nicht, dass mein Land leidet“

Ein mögliches Bombardement seines Landes aber scheint er mit gemischten Gefühlen zu betrachten: „Ich will nicht, dass mein Land leidet“, ließ er sich in dem Repubblica-Interview zitieren. Für ihn gibt es nur eine Art, die Probleme richtig zu lösen: „Die Afghanen müssen das Recht auf Selbstbestimmung zurückbekommen und selbst über ihre Zukunft entscheiden.“

Und so ist anzunehmen, dass Zahir–wenn es denn dazu kommen sollte –den Thron allenfalls für kurze Zeit besteigen will. Vor Jahren, so erzählen seine Vertrauten, habe er sich im Zug mal mit einem etwa gleichaltrigen Italiener unterhalten.

Der Italiener habe zunächst lange über sein großes Handwerkerleben erzählt, dann habe er seinen Platznachbarn gefragt, was der denn so gemacht habe. Zahir habe auch ein bisschen erzählt und beiläufig gesagt, dass er mal König gewesen sei. Daraufhin habe der Italiener den bescheidenen Monarchen kopfschüttelnd angeguckt und gesagt: „Du spinnst doch!“


 
 
 
Die Nordallianz
 
Die Vereinigte Islamische Front zur Rettung Afghanistans (Nordallianz) ist der Zusammenschluss bewaffneter oppositioneller Gruppen, die insgesamt fünf bis zehn Prozent des Landes kontrollieren.  
 
   
   

 
 
Die Mitglieder der Nordallianz sind ehemalige Mudschaheddin, die in den 80er Jahren mit massiver Hilfe aus dem Westen die sowjetischen Besatzungstruppen bekämpften. Nach deren Abzug 1989 und dem Sieg über das moskautreue Regime von Nadschibullah 1992 begannen sich die „heiligen Krieger“ gegenseitig zu bekämpfen.

1996 eroberten die 1994 gegründeten Taliban die Hauptstadt Kabul und drängten die Regierung unter Staatspräsident Burhanuddin Rabbani in den Norden des Landes zurück.

Provinz-Fürsten gegen die Taliban

Die Nordallianz könnte bei US-Angriffen auf das Taliban-Regime ihren Machtbereich ausbauen. Ob die Einigkeit der ethnisch unterschiedlichen Gruppen beim Sturz der Taliban lange anhalten würde, ist freilich ungewiss. Ein erneuter Bürgerkrieg könnte die Folge sein.
 
   
   

 


 
Einige Gruppierungen der Nordallianz dürften zudem wegen ihrer radikalen Auffassung vom Islam für den Westen keine begrüßenswerte Alternative zu den Taliban darstellen.

Jede Miliz hat nach wie vor ihre regionale Basis. Die Hasara kämpfen in der zentralen Bamian-Provinz, Ismail Khan von Rabbanis Dschamiat Islami stößt von Iran aus in die westliche Provinz Herat vor, Rabbanis Leute selbst halten den Nordosten, und die Miliz des vor kurzem ermordeten Ahmed Schah Massud hat Stellungen nördlich der Hauptstadt Kabul.

Mit Abdul Rasul Sajaf und Abdul Kadir zählen inzwischen nur noch zwei paschtunische Milizenführer zur Allianz und haben dort wenig Gewicht. Die Paschtunen, aus denen sich auch die Taliban rekrutieren, stellen jedoch die größte Bevölkerungsgruppe Afghanistans.

Ehemalige Widerstandskämpfer greifen nach der Macht

Wer die größte Chance auf die Nachfolge der Taliban nach einem möglichen US-Militärschlag hat, lässt sich kaum vorhersehen. Häufig genannte Namen sind die ehemaliger Kämpfer gegen die sowjetischen Besatzer Afghanistans. „Sie waren in den vergangenen Jahren in einem Quasi-Ruhestand, aber sie werden wieder eine sehr wichtige Rolle spielen“, sagte Ahmed Raschid, ein pakistanischer Afghanistan- und Talibanexperte.

Großen Respekt bei den Paschtunen und die Unterstützung der USA genießt Raschid zufolge Abdul Hak, der während der Besatzungszeit in den 80er Jahren spektakuläre Raketenangriffe auf Kabul organisiert hatte. Auch der frühere Außenminister Karsai könnte Interesse an der Staatsführung haben. Und auch der Mudschaheddinführer Gulbuddin Hekmatjar hält sich bereit.

Ex-König als mögliche Integrationsfigur
 
   
   

 

 
Als Integrationsfigur wird auch der 86 Jahre alte frühere König Zahir Schah gehandelt. Der 1973 abgesetzte und in Rom im Exil lebende Zahir Schah will nach Angaben seiner Anhänger jedoch nicht erneut die Staatsführung übernehmen. Der türkischen Zeitung „Sabah“ sagte er aber, dass er zu einer Rückkehr nach Afghanistan bereit sei, wenn er benötigt werde.

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erdgas unter der Seidenstrasse

Die Bedeutung von Mazar-e Sharif für den Norden Afghanistans

Mazar-e Sharif ist die wichtigste Stadt in Nordafghanistan. Die Rolle eines Pilgerorts hat sie verloren. Dafür ist sie zum Sammelpunkt aller ethnischen Minderheiten mit Ausnahme der Paschtunen geworden. Damit hat Mazar-e Sharif wieder eine politische Bedeutung erlangt, welche ihr auch als regionales Wirtschaftszentrum zukommt.

By. Delhi, 30. Oktober

Seit Wochen versuchen die usbekischen Milizen von General Rashid Dostom, die nordafghanische Stadt Mazar-e Sharif den Taliban zu entreissen. Trotz guten Geländekenntnissen - für Dostom ist dies ein «Heimkrieg» - ist es ihnen bisher nicht gelungen, sich auch nur den Aussenbezirken der Stadt zu nähern. Selbst der Flugplatz, 22 Kilometer östlich von Mazar, ist immer noch in den Händen der Verteidiger, trotz kontinuierlichen Angriffen der amerikanischen Flugzeuge. Die Heftigkeit der Kämpfe zeigt, dass es um mehr geht als nur strategische Vorteile. Diese sind ohnehin gering: Der Flugplatz liegt weit ausserhalb der Stadt, und die wichtige Strassengabelung von Tashkorgan, wo sich die Ost-West- und Nord-Süd-Verbindungen kreuzen, liegt weitere 50 Kilometer im Osten, ebenso wie die (stillgelegte) Erdölleitung aus der ehemaligen Sowjetunion nach Kabul. Der hartnäckige Widerstand der Taliban verdeutlicht die politische Bedeutung der Stadt. Wer Mazar besitzt, der kann sich als Herrscher Nordafghanistans ausrufen lassen.

General Dostoms «Hauptstadt»

Das tat zumindest Dostom. Vor fünf Jahren, als sich die Stadt noch in seinen Händen befand, hingen an Balustraden von Wohnhäusern Schilder, die auf Persisch und Englisch ankündigten, dass man vor dem «Aussenministerium», «Erziehungsministerium» oder «Gesundheitsministerium» stand. Selbst eine «Central Bank of North Afghanistan» hatte sich im Niemandsland sowjetischer Neustadt-Blocks eingerichtet. Es war der erste Versuch Dostoms gewesen, angesichts der Konsolidierung der Taliban-Macht in Kabul sein Territorium abzustecken, und er drohte, Mazar eher zur Hauptstadt einer eigenen «Republik» zu machen, als sie von den sunnitischen Paschtunen des Südens beherrschen zu lassen. Dostom hatte bereits eine eigene Währung eingeführt und liess am Flugplatz neben der afghanischen Fahne eine eigene aufziehen. Ein Jahr später war dann der Spuk vorbei: Dostom lebte im türkischen Exil, und die Koranschüler nahmen 1998, in einem zweiten Anlauf, die Stadt ein, um sich bis heute nicht mehr aus ihr vertreiben zu lassen.

Mit der gleichen Selbstverständlichkeit, mit der Dostom Mazar-e Sharif zur Hauptstadt gemacht hatte, betrachten die Taliban die Stadt als Symbol für ihre Beherrschung des widerspenstigen Nordens. Was Mazar-e Sharif an strategischer Bedeutung abgeht, kompensiert es offensichtlich mit kulturellem und historischem Gewicht. Unter der staubigen und löchrigen Ost-West-Transversale, welche die Stadt durchquert, liegt irgendwo das Trassee der sagenhaften Seidenstrasse. Wenige Kilometer westlich liegt das heutige Dorf Balkh, das einmal die stolze Hauptstadt Baktriens gewesen war. Der angebliche Geburtsort des persischen Propheten Zarathustra hatte die Armeen Alexanders und die Reiterstürme von Dschingis Khan aufgehalten, und dessen Bewohner waren die Financiers der Handelskarawanen zwischen China und Europa gewesen.

Nach der islamischen Eroberung hatte die Region ihre Bedeutung eingebüsst, bis am Ende des 15. Jahrhunderts ein Sufi-Meister im Traum das «edle Grab» - die persische Bedeutung für «Mazar-e Sharif» - von Ali, dem Schwiegersohn des Propheten, in einem Dorf bei Balkh entdeckt hatte. Über ihm wurde die berühmte Moschee errichtet, deren blaue Keramikkacheln weit über die niedrigen Schachtelhäuser des Basars in die Weite leuchten. Mazar-e Sharif wurde Afghanistans grösstes religiöses Zentrum, das jährlich mehrere hunderttausend schiitische Pilger anzog. Dann kam der Krieg gegen die Sowjets, gefolgt vom Bürgerkrieg, und schliesslich die Besetzung durch die sunnitischen Taliban. Sie nahmen der Stadt ihre einzige verbliebene Attraktion.

Ein schlummerndes Wirtschaftszentrum

Die ausbleibenden Pilger haben der Stadt ihre politische Bedeutung aber nicht entzogen, im Gegenteil: Der Krieg mit seinen gewaltsamen Bevölkerungsverschiebungen hat dafür gesorgt, dass die mehrheitlich usbekische Stadt immer mehr zu einem Abbild der ethnischen Vielfalt des Nordens geworden ist - mit Tadschiken, Turkmenen, Hazara und sogar Paschtunen als Einwohnern. Und die Nähe zu ehemaligen Sowjetrepubliken trug das Ihre dazu bei, dass die Stadt länger als andere afghanische Zentren gewisse soziale Errungenschaften beibehielt.

Vor fünf Jahren waren zwar selbst die Studentinnen der einzigen Universität der Region verhüllt durch die Strassen gegangen. Doch sobald sie einmal den Campus betreten hatten, warfen sie die Burqa über eine Stuhllehne und scherzten und diskutierten offen mit ihren männlichen Kommilitonen. Make-up und Nagellack an den Zehen demonstrierten das Weiterleben einer gewissen Liberalität. Es gab auch eine Reihe von Professorinnen - ein Relikt aus der egalitären Zeit der sowjetischen Besatzung, als Afghanistans Lehrkörper weit mehr Frauen als Männer zählte.

Seit dem Einzug der Taliban ist nicht nur der Lippenstift verschwunden. Auch die Erdgasleitung, die vor den Toren Mazars beginnt, ist leer. Dostom hatte 1996 Reparaturen angekündigt, nachdem die Sowjets sie stillgelegt und die Mujahedin sie an mehreren Orten beschädigt hatten. Die Taliban kümmerten sich nicht um sie, denn die Pipeline führt in das Gebiet der ehemaligen Sowjetunion - der Erdgas-Export hatte Afghanistan während der Sowjetzeit für kurze Zeit sogar eine positive Handelsbilanz beschert. Die Erdgas- und Erdölfelder zwischen Mazar und Shibergan 100 Kilometer westlich machen aus dieser Region die einzige «Industriezone» in ganz Afghanistan. Mazar-e Sharif selbst steht buchstäblich auf dem Potenzial. Zwar sind alle Förderanlagen seit vielen Jahren eingemottet, aber die Energieressourcen schlummern weiter unter dem Boden der Steppe.

Vor fünf Jahren prangte irgendwo an einem Haus der Hauptstrasse von Mazar auch die stolze Aufschrift «Ministry of Hydrocarbons». Das Büro dahinter bestand dann aber nur aus einem Tisch, einem Stuhl, einem nicht funktionierenden Telefon und einem Samowar zum Teekochen.

Neue Zürcher Zeitung, Ressort Ausland, NZZ,31. Oktober 2001, Nr.253, Seite 3

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

   

 

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

Afghanistan
Viele Kämpfer, aber kein König  
Bei einer Vertreibung der Taliban droht ein Machtvakuum, doch der Exil-Monarch will lieber in Rom bleiben. 
 
 
   
   
(SZ vom 18.9.2001)– Amerikanische Sturmtruppen beschießen Kabul, vertreiben die Taliban und rücken in die afghanische Hauptstadt ein. Im Windschatten der US-Marines und Green Barrets folgt der greise König von Afghanistan nach.

Zurückgekehrt aus seinem jahrzehntelangen Exil in Italien übernimmt der jetzt 86 Jahre alte Zahir Schah noch einmal Verantwortung für sein Land und garantiert so den Zusammenhalt Afghanistans nach der Ausschaltung des Fundamentalisten-Regimes.

Gleichzeitig leisten die Amerikaner großzügig Wirtschaftshilfe – die bitterarmen Afghanen werden langfristig in den USA „den echten Freund Afghanistans erkennen statt einem rücksichtslosen und arroganten Feind“.

Es ist ein ziemlich unwahrscheinliches Szenario, über das die pakistanische Zeitung The News berichtete. Und dies nicht nur, weil sich Zahir Schah schon seit mehr als zehn Jahren vergeblich bitten lässt, in seine zerstörte Heimat zurückzukehren. Er zieht sein Jet-Set-Leben in Rom dem Regieren in den Trümmern von Kabul vor. Auch sonst scheint die Idee von der wunderbaren Errettung Afghanistans durch die Figur des Königs allzu optimistisch zu sein.

Ethnische Gruppen zerstritten

Ob der Monarch nach den langen Jahren außerhalb des Landes wirklich noch eine integrierende Wirkung auf die Afghanen haben würde, muss bezweifelt werden. Das pakistanische Blatt jedenfalls beruft sich mit seiner Darstellung auf eine Initiative von „mit der Nato verbundenen Sicherheitsexperten“ aus einem europäischen Land und auf verschiedene diplomatische Kreise in der Hauptstadt Islamabad.

Wie es heißt, „haben die Amerikaner den Plan sofort gekauft“. „Als anerkannter Würdenträger“ könne König Zahir Schah „als der wahre Retter“ des Landes präsentiert werden, während die US-Truppen seine Sicherheit militärisch garantierten. Unabhängig davon, wie seriös der Bericht der Zeitung sein mag: Das Szenario von der Rückkehr des greisen Afghanen-Königs, der von 1933 bis zu seinem Sturz 1974 regierte, weist auf eines der zentralen Probleme Afghanistans hin.

Sollten die USA das Taliban-Regime wirklich ausschalten können, droht in dem traditionell uneinigen Land ein Machtvakuum. Die Gemeinsamkeiten der einzelnen ethnischen Bevölkerungsgruppen in dem von mehr als zwanzig Jahren Krieg und Bürgerkrieg zerrissenen Land tendieren längst gegen Null.

Die seit Jahren im Bürgerkrieg gegen die Taliban kämpfende afghanische Opposition wäre nicht in der Lage, das Land zu einen, weil sie im Kern eine Koalition ethnischer Minderheiten ist. Die Aussichten auf eine von allen Afghanen anerkannte Führungsfigur nach einem Sturz der Taliban sind also mehr als gering.

Einen Zerfall Afghanistans aber befürchten alle Nachbarstaaten. Ein noch größeres innerafghanisches Chaos ist der Albtraum der Regierungen Pakistans, Irans, Tadschikistans, Usbekistans, Turkmenistans, Chinas und Russlands. Afghanistan, der Fläche nach fast zweimal so groß wie die Bundesrepublik, wird von sechs verschiedenen ethnischen Gruppen besiedelt, die ihrerseits auch in den jeweiligen Nachbarländern leben.

Sollte Afghanistan also zerbrechen, würden entweder die Nachbarstaaten versuchen, sich die Territorien dieser Minderheiten einzuverleiben. Oder aber – siehe Bosnien – die Minderheiten würden mit Forderungen nach eigenen Nationalstaaten die Nachbarländer destabilisieren.

Die Alternative zum Zerfall wäre ein Afghanistan, in dem erneut Warlords, Drogenbarone und Waffenschieber über kleine Regionen regieren, sich bekriegen und die Bevölkerung brutal drangsalieren.

Soweit war Afghanistan schon, bevor die Taliban an die Macht kamen. Seit dem Abzug der Sowjettruppen 1989 und dem Untergang des Moskau-treuen Regimes von Präsident Nadschibullah 1992 bekämpften sich mehr oder weniger gleich starke Bürgerkriegsgruppen und trieben das Land in ein Chaos.

Die Taliban verstanden es mit ihrem religiös legitimierten – und damit die ethnischen Gegensätze zum Teil überspielenden – Feldzug, den größten Teil des Landes zu einen. Dieses zwangen sie dann unter ihr Steinzeit-Fundamentalisten-Regime.

Nennenswerten Widerstand leistete einzig der charismatische Ahmed Schah Massud, Mitglied der tadschikischen Minderheit und Militärchef der so genannten Nordallianz. Massud gelang es, in seinem Bündnis Kämpfer verschiedener ethnischer Gruppen zusammenzuhalten und immerhin noch etwa fünf Prozent des afghanischen Territoriums gegen die Taliban zu verteidigen.

Nach dem Tod des Guerilla-Führers am vergangenen Samstag durch einen Selbstmordanschlag wird sich nun zeigen, ob die Nordallianz auseinander fällt und etwa einzelne Kommandanten zu den Taliban überlaufen.

„Der-König-kehrt-zurück-Plan“

Schon vor der Machtübernahme der Taliban in Kabul waren alle Versuche der Vereinten Nationen und der Nachbarstaaten gescheitert, die Afghanen zu einer Regierung der nationalen Einheit zu bewegen. Dies gilt auch für den „Der König kehrt zurück“-Plan und den so genannten Prozess von Rom.

Mit dieser im Kern europäischen Initiative wurde schon vor Jahren vergeblich versucht, König Zahir Schah als einigende Vaterfigur wieder ins Spiel zu bringen. Insofern ist das von der Zeitung The News präsentierte Szenario auch nicht neu.

Es könnte indes etwas ganz anderes als die Frieden stiftende Idee der Monarchie sein, was die Afghanen nach einer möglichen Attacke auf das Taliban-Regime eint. Die Afghanen, die fast von Natur aus uneins und zerstritten sind, standen in ihrer kriegerischen Geschichte in einem Fall immer geschlossen zusammen: Wenn sie von außen angegriffen wurden.

 

 

Der Krieg gegen die Taliban:

Die ethnische Vielfalt als Risiko für die Friedenssuche am Hindukusch

Kabuler Kabalen
Der Vielvölkerstaat Afghanistan beherbergt 55 Ethnien, die in der Vergangenheit in unterschiedlichen Allianzen gegeneinander kämpften
Von Citha D. Maaß

Als am 7. Oktober 2001 die US- Militärschläge auf Afghanistan einsetzten, wurde sofort gewarnt, dass sie das afghanische Machtgefüge einseitig zugunsten der Nordallianz verschieben würden. Zwar sei das aus militärischer Sicht wünschenswert, doch könne es eine politische Übergangsregelung nach dem Sturz der Taliban gefährden, die eine „Allparteienregierung“ aus allen ethnischen Gruppen und politischen Organisationen vorsieht.

Diese Bedenken mögen zunächst überraschen, denn die Nordallianz stellt – zumindest formal – immer noch die international anerkannte Regierung des „Islamischen Staates von Afghanistan“. Warum ist damit zu rechnen, dass deren Wiedereinsetzung eine Befriedung nach 23-jährigem Krieg verhindern dürfte? Sieht man davon ab, dass auch die Nordallianz seit dem Sturz des kommunistischen Regimes in Kabul im April 1992 schwere Menschenrechtsverletzungen zu verantworten hat, so stellt die ethnische Zusammensetzung das wichtigste Hindernis dar. Die Nordallianz repräsentiert die nicht-paschtunischen ethnischen Minderheiten. Entgegen ihrem offiziellen Namen „Einheitsfront“ haben sich die verschiedenen Parteien bislang als zerstrittener Zweckverband tadschikischer, usbekischer, hazarischer und anderer regionaler Interessen erwiesen. Geschwächt wurde die Nordallianz zudem durch persönliche Rivalitäten einzelner Führer.

Die Macht der Paschtunen

Loyalität und Rivalität werden in Afghanistan durch verschiedene Trennlinien bestimmt. Die ideologisch-gesellschaftspolitische Konfrontation provozierte letztlich den sowjetischen Einmarsch 1979. Sie verlief zwischen konservativen Kräften (Royalisten und traditionelle Geistlichkeit), Reformgruppen westlicher oder kommunistischer Prägung und dem islamistischen Lager.

Die ideologisch-religiöse Konfrontation zeigte sich am deutlichsten in der Frühphase der Taliban nach 1994, als sie gegen die teilweise nicht minder islamistischen Mudschaheddin-Gruppen der späteren Nordallianz vorgingen. Deren Machtanspruch suchten damals die Taliban zu entkräften, indem sie sich als eine gesamtafghanische Kraft darstellten, die im Namen des Islam religiöse und ethnische Spaltungen zu überwinden suchte. Polarisierend wirkte sich jedoch aus, dass das Islamverständnis der Taliban durch zwei spezifische Faktoren geprägt war: der islamische Einfluss der aus Nordindien/Pakistan stammenden puristischen Deobandi-Schule und der Einfluss des Pashtunwali, des „Ehrenkodex“ der paschtunischen Stämme.

Doch entzündete sich der eigentliche Widerstand gegen die Taliban nicht an ihrer radikalen Version des Islam, sondern daran, dass sie ab 1997 lediglich als Vertreter paschtunischer Interessen wahrgenommen wurden. Das bestätigt, dass letztlich die ethnisch-tribale Konfrontation der entscheidende Faktor ist. Einerseits begründet er die Loyalität zwischen dem Führer und seinen Anhängern aus der gleichen Ethnie oder dem gleichen Stamm. Andererseits macht er die Führer mit ihrer Gefolgschaft zu Konkurrenten um die Macht in einer Region oder im nationalen Zentrum Kabul.

Von der Fähigkeit, diese konkurrierenden Gruppen in eine nationale Interessenallianz einzubinden, hängen die Stärke der Kabuler Zentralgewalt und die Einheit der afghanischen Gesellschaft ab. Wie die von ständigen Machtkämpfen geprägte Geschichte des 1747 gegründeten Staates zeigt, ist das eine kaum zu bewältigende Aufgabe in dem Vielvölkerstaat Afghanistan.

Eine historisch tief verwurzelte Spannung besteht zwischen den paschtunisch-sprachigen und den dari/persisch-sprachigen Bevölkerungsgruppen. Politisch spiegelt sich das heute in dem Machtkampf zwischen den Taliban als den Exponenten des konservativsten Teils der Paschtunen (Durrani-Stämme um die Stadt Kandahar) und der Nordallianz wider. Doch wird dieser grundsätzliche Gegensatz kompliziert durch Rivalitäten zwischen verschiedenen ethnischen Führern mit nur lokaler oder regionaler Gefolgschaft. Das ermöglicht wechselnde Allianzen, sichtbar daran, dass sich lokale Kommandanten mal von den Taliban und mal von der Nordallianz mit Geld und Waffen kaufen lassen.

Der „ethnische Fleckenteppich“ Afghanistan lässt sich quantitativ nicht genau bestimmen, da nie ein Zensus durchgeführt wurde. Auch hat der 23- jährige Krieg Millionen von Toten und enorme Flüchtlingsbewegungen verursacht. Derzeit wird die Gesamtbevölkerung auf 21 bis 23 Millionen Menschen geschätzt, von denen seit den US-Militärschlägen etwa vier Millionen erneut auf der Flucht sind. Das Fehlen von Zahlen hat konkrete politische Auswirkungen, denn nach welchem Schlüssel soll in einer Nach-Taliban-Regelung die Allparteienregierung zusammengesetzt werden?

Alle Angaben, die in zukünftige politische Verhandlungen einfließen, stammen aus der Zeit vor dem sowjetischen Einmarsch. Damals wurden insgesamt 55 verschiedene ethnische Gruppen festgestellt. Gerade im Norden, aber auch begrenzt im paschtunischen Landesteil gibt es ethnisch stark gemischte Gebiete. Das erhöht das Risiko, durch lokale Machtkämpfe die Befriedungsbestrebungen einer zukünftigen Interimsregierung zu unterlaufen.

In politischer Hinsicht lässt sich die ethnische Vielfalt auf vier relevante Volksgruppen und wenige prominente Führer reduzieren. Die Paschtunen mit einem geschätzten Bevölkerungsanteil von 40 Prozent gelten als „Herrschaftsvolk“. Aus ihrem weit verzweigtem Stammesverband sind alle Herrscher gekommen, so auch der seit 1973 im römischen Exil lebende König Zahir Schah. Auf dessen nationale Symbolkraft bei Paschtunen wie anderen Ethnien setzen die Verfechter eines politischen Prozesses, den der Ex-König autorisieren soll.

Ohne eine entscheidende Mitwirkung von Paschtunen ist keine Interimsregierung vorstellbar. Deshalb werden jetzt die Entwicklungen im paschtunischen Süden und Osten so genau verfolgt, denn diejenigen Führer, die sich in den nächsten Wochen gegen die Taliban erheben, können mit einem Sitz in der Interimsregierung rechnen.

Historisch wie auch aktuell militärisch bilden die dari-sprachigen Tadschiken die zweitwichtigste Gruppe, früher auf etwa 24 Prozent der Bevölkerung geschätzt. Sie sind ein geographisch verstreuter, heterogener ethnischer Verband. Die wichtigste Kraft innerhalb der Nordallianz stellen sie dank der überragenden Rolle von Ahmed Schah Massud aus dem Pandschir-Tal, der am 14. September 2001 den Folgen eines Selbstmordattentats durch Osama bin Ladens Beauftragte erlag. Sein Nachfolger, der Pandschiri-General Fahim Hakim, profitiert jetzt am stärksten von der militärischen Unterstützung durch die USA, Russland und andere Staaten. Politisch dürften die Tadschiken jedoch später durch andere Persönlichkeiten vertreten werden. Hier bahnen sich schon Machtrivalitäten an. Bislang arbeiten die bisherigen politischen Vertrauten Massuds noch mit dem nominellen Präsidenten Burhanuddin Rabbani zusammen. Doch dürften sie nach einem Sturz der Taliban ihre eigenen Ambitionen verfolgen.

Auf den Nordwesten Afghanistans konzentrieren sich die Usbeken, früher mit einem Bevölkerungsanteil von neun Prozent. In der militärischen Offensive gegen die Taliban spielt ihr Führer, General Abdul Raschid Dostum, eine wichtige Rolle. Wenn er sein früheres Gebiet zurückerobert, können die USA ihren militärischen Nachschub direkt von Usbekistan in den flachen Nordwesten Afghanistans bringen. In politischer Hinsicht stellt Dostum allerdings aufgrund früherer Menschenrechtsverletzungen und Korruption eine schwere Belastung für die Nordallianz dar.

In den 90er Jahren haben sich die Hazaras, angesiedelt im zentralen Bergland um die Stadt Bamiyan, eine wichtige politische Rolle im zukünftigen Afghanistan erkämpft. Ob der früher geschätzte Anteil von nur sieben Prozent zutrifft, ist unsicher. Die Hazaras sind überwiegend Schiiten, bis vor kurzem wurden sie verachtet und von allen ethnischen Gruppen brutal bekämpft. Beim jetzigen militärischen Vordringen der Nordallianz werden sie dank ihres harten Einsatzes und ihrer strategischen Lage unerlässlich sein. Auch wenn sich ihr politischer Führer Karim Khalili derzeit noch im iranischen Exil zurückhält, so wird er eine prominente Funktion einfordern.

Historische Friedenschance

Schließlich ist noch der militärische Führer Ismail Khan zu nennen, der als Mitglied der Nordallianz hofft, bald die Stadt Herat zurückzuerobern. Herat ist ein dari-sprachiges Zentrum mit einer gemischten ethnischen Bevölkerung und bildet das strategische Einfallstor in das südliche Kernland der Taliban. Ismail Khan verschleiert seine, wahrscheinlich tadschikische Zugehörigkeit, unterhält enge Beziehungen zum Iran und gehört zu Präsident Rabbanis Partei.

Ethnische Unterschiede und militärische Rivalität haben eine gefährliche Mischung aus widerstreitenden Interessen, persönlichem Misstrauen und Verbindungen zu Regierungen und Militärbasen außerhalb Afghanistans geschaffen. Aus diesen Gründen eskalierte der Krieg in den 90er Jahren wieder. Nun hat eine neue internationale Konstellation eine historische Chance eröffnet, nach dem Sturz der Taliban einen politischen Befriedungsprozess einzuleiten.

Die afghanische Geschichte zeigt, dass den Afghanen von außen keine Lösung aufgezwungen werden darf. Deshalb weist ein durch den Ex-König einberufener politischer Prozess einen gangbaren Weg. Doch sind die Risiken groß, dass die internen Streitigkeiten die Verständigung über eine Allparteienregierung scheitern lassen. Daran werden sich auch Exilgruppen beteiligen, die bislang in ihren Gastländern untereinander konkurriert haben, so auch Vertreter der inzwischen etwa 90000 in Deutschland lebenden Afghanen. Angesichts der zahlreichen Interessengegensätze scheint ein durch die Vereinten Nationen gewährleisteter Rahmen notwendig zu sein, um Spannungen einzudämmen.

Citha D. Maaß ist Südasienreferentin der Stiftung Wissenschaft und Politik.


Außerdem in dieser Ausgabe:
Bericht : Bush gibt Taliban „zweite Chance“
Hintergrund : „Wir werden Mister bin Laden aufscheuchen“
Bericht : Zu wenig Zündstoff für einen Flächenbrand
Bericht : Hilfsorganisationen fordern Unterbrechung der Luftangriffe
Hintergrund : Spenden für Afghanistan
Bericht : Informatiker kritisieren Rasterfahndung
Bericht : Polizei sucht kriminelle Trittbrettfahrer
Hintergrund : Der Zwerg aus Katar
Kommentar : Bushs neue Bescheidenheit




Afghan monarch Muhammad Zahir Shah

Zahir Shah  Former King Of Afghanistan



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Afghan King Emerges as 'Last Chance'

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Afghan King Emerges as 'Last Chance'
By Pamela Constable Washington Post Foreign Service, Thursday, October 11, 2001
PESHAWAR, Pakistan, Oct. 10 -- Ask any Afghan over a certain age about the 40-year reign of King Mohammed Zahir Shah, and a look of dreamy nostalgia results. Those were the days of peace and prosperity, Afghan refugee elders and exile leaders here recall, their memories made rosier by time and longing.
"In the time of His Majesty," avowed one old man serving tea in a market stall, "no one would even kill a mosquito."
But that idyll -- accurately remembered or not -- ended 28 years ago, when the hereditary monarch was deposed by a cousin and went into exile in Rome. Since then, Afghanistan has become an unrecognizeable wasteland, ravaged by foreign occupation, torn apart by warlords and primitivized by religious zealots.
Now, with U.S. military strikes pounding the country and the ruling Taliban militia fighting what is probably a losing battle for survival, many Afghans are looking to the 86-year-old former king for salvation. If only Zahir Shah would come home, they say, the country could become unified and peaceful once more.
"To me, the king is the last chance for Afghanistan," said Ramat Musa Ghazi, a politician who attended a meeting of 16 Afghan exile parties here last week to discuss the country's post-Taliban political future. "Everyone respects him, and he is a democratic person who can rise above the fray."
After two decades of secluded political dormancy and several years of fruitless long-distance efforts to convene a reconciliation council of all Afghan factions, the king is at the center of efforts to fill the perilous political void likely to engulf Afghanistan if the Taliban falls.
In the past three weeks, prominent Afghans of all political stripes have visited Rome or made plans to travel there, Western diplomats and U.N. officials have been in frequent contact with Zahir Shah, and the government of Pakistan has invited him to send an emissary to Islamabad, the capital, for consultations.
Early this month in Rome, the king announced he had formed a coalition of 120 Afghan groups, aimed at ending factional fighting and establishing a new moderate government through a loya jirga, or grand council, of Afghan elders. The Northern Alliance agreed to participate, although the Taliban has boycotted such efforts.
But the idealistic notion of bringing back a benign monarch must be reconciled with the complex realities of Afghan politics today -- a thicket of petty exile rivalries, ethnic tensions, leftover wartime grudges, fears of foreign intervention and ambivalent relations with religious and political leaders in Pakistan next door.
Many analysts say Zahir Shah, whose dynasty dates back 300 years, is the only figure with enough stature to unify post-Taliban Afghanistan. They note that he refused to return as a puppet leader during Soviet-backed Communist rule in the late 1970s and that he has remained aloof from the bloody feuds that followed the Soviet withdrawal in 1989.
But a panoply of rival politicians argue, with evident self-interest, that the king is too old and has been absent from the scene too long to return as anything but a symbolic, transitional leader. Some complain that in the country's most dire moments, he refused to speak out from the comfortable seclusion of his Italian villa.
"We all have deep respect for His Majesty, but the current situation is beyond the capacity of one individual," said Pir Sayed Ahmed Gillani, a commander in the Afghan resistence against Soviet occupation in the 1980s who now heads a coalition called the Council for Peace and Unity of Afghanistan.
Gillani said he supports the king's effort to prepare a broad interim government but wants to make sure it includes "the widest base possible," with all political and ethnic groups represented.
"The king is an important unifying symbol, but he cannot come back as a ruler," agreed Khalid Mahmood, director of the Institute for Regional Studies in Islamabad. "He can facilitate a transition, but if he throws his lot to one side it will create problems. He must be seen as neutral."
A related, widespread concern here is that the king may be used as a fig leaf for military designs on Afghanistan by the United States and the Northern Alliance, the insurgent group whose political leadership is still recognized as the Afghan government at the United Nations. The alliance opposes the Taliban but is also hated and feared by many Afghans and Pakistanis.
Today, however, the Northern Alliance's titular leader stopped short of endorsing Zahir Shah as a unifying force, according to the Associated Press. "Mr. Zahir Shah is a citizen of Afghanistan and has the right, like all the citizens of Afghanistan, to participate in the history and fate of Afghanistan," Burhanuddin Rabbani told reporters after meeting in Dushanbe, Tajikistan, with Tajik President Imamali Rakhmonov.
On Monday, Pakistan's president, Gen. Pervez Musharraf, warned that if the Northern Alliance came to power on the heels of the U.S. attacks, Afghanistan would "return to anarchy, atrocities and criminal killings." Human rights groups say the Northern Alliance was responsible for brutal excesses during the factional civil strife that raged before the Taliban took over most of the country in 1996.
In interviews here this week, several Afghan refugees expressed similar concerns, saying they did not like the Taliban but would strongly oppose the return of Zahir Shah if he were ushered in by conquering U.S. or Northern Alliance troops.
"Our fathers told us many good things about the king's rule," said Ramatullah, 23, an Afghan refugee who works in a market here. "If he comes with the support of the people, we will all welcome him. But if the United States or Northern Alliance forces bring him, the people will never accept him."
The king's relations with Pakistan have also been fraught with historical mistrust. Some Pakistanis believe he was too close to India, Pakistan's arch rival. They also questioned his policy toward the Durand Line, the Afghan-Pakistani border created by the British in 1893, suggesting he favored the break off of northwest Pakistan into a separate Afghan ethnic homeland.
But some observers said such criticism had been exacerbated by religious radicals in Pakistan who were closely allied with the Taliban and feared Zahir Shah would create a new Afghan government that did not include the Islamic regime.
In the last days of his rule, Zahir Shah was at odds with religious militants who opposed his program of political and economic modernization. The king ushered in a democratic legislature, education for women and other such changes in an attempt to open up the isolated desert kingdom to the rest of the world.
One political observer here noted that Zahir Shah is from a family of Pashtuns, the dominant Afghan ethnic group, but was also educated in the elite culture of Afghanistan's Persian-speaking minority, giving him access to both groups. "No one else has shoes big enough to fill the vacuum," he said.
In the long-established refugee camps of Peshawar, where Afghan elders sip tea and discuss politics all day, the king remains a popular figure and the focus of long-postponed dreams to return to a peaceful and stable homeland. Even if he were to die, they said, his sons would be welcomed back to rule.
"I have been waiting for 22 years for the king to come back," said Qazi Fida Mohammed, an elder in Nasir Bagh, one of the oldest refugee settlements here. "The foreigners have ruined Afghanistan, and the religious people don't know how to govern. Only the kings can deal with Afghanistan, because it runs in their blood. If Zahir Shah comes, we will all go back to rebuild the nation together."
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US attacks delay Afghan opposition's meeting in Rome
ROME, Oct 12 (AFP) - The US-led military strikes on Afghanistan have delayed a visit to Rome by a delegation of Afghanistan's opposition Northern Alliance to resume talks with the ex-king Mohammed Zahir Shah on forming a new government, opposition officials said on Friday.
Nasser Zia, a senior Northern Alliance official here, said the ongoing air strikes had obliged the anti-Taliban opposition leaders to remain in Afghanistan.
"The reason for the delay is the current military situation back at home and the leaders subsequent preoccupation there," Zia, Charge d'Affaires of the Afghan embassy in Rome, told AFP.
He also said there were "technical problems" with plans for the opposition delegation to fly to Afghanistan's neighbour Tajikistan but declined to elaborate.
But another opposition official said the alliance had grounded its aircraft after a demand from the United States, as a precaution to prevent US forces shooting them down by accident.
"Our helicopters have stopped flying just in order not to be treated as Taliban aircraft," the official, contacted by satellite telephone inside Afghanistan, told AFP on condition of anonymity.
The US has backed efforts by the former Afghan monarch to form a broad-based government, ready to step in to replace the ruling Taliban militia in Kabul.
Zia said it was unlikely the alliance delegation would be able to travel to Rome as early as planned.
They are due to present the former king with a list of their 50 nominees for the so-called Supreme Council for the National Unity of Afghanistan.
The United States and Britain have been pounding targets inside Afghanistan since last Sunday.
The agreement to form the 120-strong council was reached in Rome early this month following intensive talks between Zahir Shah and a Northern Alliance delegation headed by Yunus Qanuni.
The powerful council, a major step towards an possible post-Taliban administration, will include 50 people to be appointed by Zahir Shah, 50 from the Northern Alliance and a further 20 to be jointly agreed upon by both parties.
Zahir Shah, 86, is seen as a unifying force around which a disparate opposition can replace the Taliban should it topple after the strikes.
He is trying to call the traditionally powerful Loya Jirga or grand assembly of local elders to meet inside the country and to sketch a peaceful solution to the conflict.
The supreme council could appoint a government and a leader on its own in case the Loya Jirga, which must meet on Afghan soil, cannot be convened.
Zahir Shah has been living in exile in Rome since 1973, when he was toppled from power. The Northern Alliance, which is fighting a civil war against the Taliban, is the internationally recognised government of Afghanistan.

INTERVIEW-Afghan Ayatollah wants ex-king to return
By Crispian Balmer

ROME, Oct 12 (Reuters) - Laying aside religious and ethnic differences, a senior member of Afghanistan's Shi'ite Muslim minority has called on the country's ex-king to return home and bring peace to his people.
Ayatollah Sadeqi Parwani, who met former Afghan monarch Mohammad Zahir Shah earlier this week, said he believed the fundamentalist Taliban regime would soon crumble under the weight of U.S. attacks and urged the king to prepare for power.
The 86-year old Zahir Shah, a Sunni Muslim who comes from the dominant Pashtun tribes, is seeking to mould Afghanistan's warring factions into an alternative government to the Taliban.
"We came here to tell the king that he is the only person who can lead and unify the people," Parwani told Reuters in an interview this week. "Not only the Shia want the return of the king but most of the tribes want him back, because even if during the king's rule there wasn't economic progress, at least there was peace. When he left Afghanistan, peace left with him," Parwani added.
Zahir Shah was ousted from the throne by a cousin in 1973 after a 40-year reign and has lived in Italy in exile ever since. The crisis sparked by the September 11 strikes on the United States has once again pushed him to prominence.
He has called on all Afghanistan's tribes and groups to put years of war behind them and try to create a democracy. Gaining the support of the Shia is seen as important to his plans. Parwani is one of the 12 members of the Hizb-e Wahdat ruling council -- an anti-Taliban militia supported by Iran which hails from Afghanistan's Hazara minority and is fighting alongside the Northern Alliance against their Taliban foe.
The Hazara have traditionally been the country's most impoverished and excluded ethnic group. However, their reputation as fierce warriors has boosted their standing and Parwani said they expected to play a major role in the future.
"In the past, the Hazara were not treated as well as they should have been," said Parwani, clad in grey robes and white turban, a small lapis lazuli ring on his finger. "But the king has promised us a broad role in the future government," he added, speaking through an interpreter.
Zahir Shah has called for the convening of a Loya Jirga -- a Grand Council of elders that Afghans have used for over 1,000 years to settle affairs of the nation --  to plot a new course for his country. Experts say such a council can only be held on Afghan soil and the ex-king's advisers believe it should be staged in Kabul if and when the Taliban fall.
Parwani said he thought the northern city of Mazar-i-Sharif would be liberated from the Taliban before Kabul and added that the Loya Jirga should be held there. Mazar-i-Sharif was seized by the Taliban in 1998 after a particularly bloody battle. "We should gather there. We will guarantee the safety of the king," Parwani said.
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Will history repeat itself in Afghanistan?
Financial Express - India; Oct 10, 2001
A US official has said: "You cannot win Afghanistan and lose Pakistan." Whatever that means, the fight against the Taliban was bound to bring this predicament in public. They are essentially Islamabad's creation. If you try to save them, you save in the process the fundamentalist tendencies which have been instilled in them. Perhaps Islamabad did not want the Taliban to have a one-track mind. Faith tempered with a sense of accommodation gives the believers strength. But fanaticism is such a heady wine that its consumption is seldom in small doses.
Pakistan¡s top military officer, former ISI chief Gul Hamid, was the midwife. He turned Afghanistan into an extremist Islamic country and would have gone beyond that if the liberal Benazir Bhutto had not removed him after assuming power. But even she did not dismantle the madrassas, the breeding ground of fundamentalism, or the ISI special cell which continued to guide the Taliban. She probably felt secure having a Muslim state cover Pakistan¡s northern flank. Little did she imagine that Islamic Kabul would go one day out of her hand.
Making Afghanistan a fundamentalist state was, the idea of General Zia-ul-Haq, Ms Bhutto¡s predecessor. When he started extending support to the mujahideen, who were fighting against Soviet invasion of Afghanistan, his aim was to push back the Russian forces, which were coming down south, closer to the Pakistani border. As the Soviet withdrawal became a real possibility, Gen. Zia¡s ambitions grew. He came to believe that he could, for the first time since 1947, have an Afghan regime genuinely friendly to Pakistan. This would, indeed, give Islamabad a "strategic depth" against India, a goal the Pakistani military planners pursued.
Gen. Zia also hoped that the new government in Kabul would reflect his Islamic leanings far more than any previous Afghan regime had and far more than he had been able to impose on his own country. The Pakistan rulers felt happy in having Kabul under Islamabad¡s influence. The ISI used the distant Afghanistan, beyond the gaze of the world, as a training ground for terrorists. They became useful in Chechnya to confront Russia and to bleed India in Kashmir.
The people in Pakistan woke up to the danger when the tide of fundamentalism, or what has come to be known as Talibanisation, began to flow into their own country. This worried the middle class and the liberals alike. But they did not challenge the maulvis and the mullahs. They never dared to. Gen. Pervez Musharraf took action against some jehadi organisations a few months ago. But this was a half-hearted move and became ineffective whenever the pressure of fundamentalists worked on Gen. Musharraf. Many of these groups are armed to the teeth. The Pakistan army would have a big job on its hands if it were to disarm them. The campaign to seize illicit weapons was launched, but on a selective basis. But Gen. Musharraf could not figure out how he could stoke the fires of cross-border militancy without conniving with the terrorists.
The manner in which he brings up the issue of Kashmir shows that he does not want to put a brake on cross-border militancy. How does he sustain it if he stops the Taliban? He has banned Harkat-ul-Mujahideen, which Washington has banned, but has allowed terrorist organisations like the Jaish-e-Mohammad, whose leader Massoud Azhar, was sapped for the passengers hijacked to Kandahar to function. Gen. Musharraf is still pursuing two opposite paths at the same time. He is trying to run with the hare and hunt with the hounds, as the saying goes.
Pakistan foreign minister Abdul Sattar has warned saying that "any decision on the part of any foreign power to give assistance to one side or another is a recipe for great suffering for the Afghan people." He may be right but the Taliban are the one who have been getting military, economic and political assistance. Islamabad has helped them, even by fighting their war to establish their hold over Afghanistan.
If the Taliban side could capture 90 per cent of Afghanistan with Pakistan¡s help there is no reason to pull the alarm chain, when the "other side," the Northern Alliance, is beginning to re-occupy the areas it had lost to the Taliban. By arguing that their "side" should not be pushed aside, Pakistan is unwittingly saying that the presence of the Taliban in Afghanistan is necessary. The fact is that they, as has been seen in last few years, have become a monster-hijacking planes, bombing markets and defying every norm of the civilised world. Even if Islamabad were to be their guarantor, how would it change the Taliban, who have become a force which cannot fit into a democratic, tolerant way of living?
Surprisingly, Washington has modified its tone after Mr Sattar¡s warning. It had been saying all along that the Taliban were the fountainhead of terrorism and the free world must unite to root out the evil. The strategy has now changed. First, Osama bin Laden and then others. What about the Taliban who have imbibed Osama¡s philosophy of superiority and supremacy of Islam all over the world? Their leader, Muhammad Omar, has already declared jehad against the Americans and the Jews. And to tell the world that the Taliban meant business, they have even set fire to the deserted American embassy at Kabul.
Afghanistan needs to be retrieved. Fanatics of the Right and the Left have used its gullible people. They have a culture that accommodates the Pashtuns, the Tajiks, Uzbeks and dozens of other smaller tribes in the Afghan ethos of sturdy independence. But there is no place for the Taliban.
Perhaps the solution lies in having a composite government at Kabul. Leading tribes need to participate in government. Islamabad is not averse to it but it would have to jettison the Taliban, however useful they are in Islamabad¡s scheme of things. King Zahir, ousted from Afghanistan some 30 years ago, has already given a call for peace and unity. He can be the head of a loosely knit Afghanistan. Northern Alliance leader Rabbani has also come round to accept him.
The real impediment will, however, be imposing discipline in a country that has known none, and removing fundamentalism, which has been imposed on the Afghans. Mr Sattar should not be pleading the case of the Taliban because they will destroy what does not conform to their fanatic outlook. It would be better to tackle the tribal leaders directly because they are more tribal than Islamic.
Sometimes it looks as if history may repeat itself. The Soviet Union was not ready to intervene in Afghanistan in December 1979. The state communist party, Parcham, headed by local Leftist leader Babrak, forced it to do so because the party presented Moscow with a fait accompli. Parcham had already revolted against the then Afghanistan President Hafizullah Amin and had poisoned him. America too has been compelled to come in now because it was left with no choice after Osama¡s men struck at the World Trade Centre in New York and the Pentagon in Washington.
One only hopes that the US will not get stuck as the Soviet Union did. If it does the world is in for a lot of trouble. As regards terrorism, every country will have to look within. None has a clean slate. All nations must clamp down on their own extremists. It is a war of values, institutions and human behaviour, not against territory
Bush, Who Denounced 'Nation-Building,' Must Look to the Future in Afghanistan
By DAVID E. SANGER - NY Times 10/12/01
WASHINGTON, Oct. 11 - President Bush has been dragged by events and his allies to a place he never wanted to be: at the center of an exercise in nation-building, constructing a new Afghanistan from whatever is left once his bombing campaign and commando raids are over.
He all but acknowledged as much this evening during his news conference. Prodded along by Prime Minister Tony Blair of Britain, members of Congress and some of his own advisers, he said for the first time that the United Nations should "take over the so-called nation-building - I would call it the stabilization of a future government." The United States, he indicated, would participate, but along with other nations.
It is no surprise that Mr. Bush wanted to avoid the term "nation- building," for that is what he charged had gone wrong with American foreign policy during the Clinton years, first in Somalia, then in the Balkans. American forces were tied down in missions other than defending America, he said in a debate last October - "that seems a century ago," a close adviser said today.
His aides have said that Mr. Bush does not intend to keep the military in Afghanistan if the Taliban and its allies in Osama bin Laden's Al Qaeda network are defeated. But as Andrew Johnson discovered after the Civil War, as Harry Truman discovered after dropping the atom bomb, and as Bill Clinton discovered in Bosnia and Kosovo, the peace is not won when the fighting ends, it is won by rebuilding so that a defeated country does not implode again.
Mr. Bush has come - apparently reluctantly, but fairly quickly - to the same conclusion. He noted tonight that America "should learn a lesson from the previous engagement in the Afghan area - that we should not just simply leave after a military objective has been achieved."
He was referring to the civil war that followed the Soviet Union's withdrawal from Afghanistan in 1989. That created chaos, which paved the way for the Taliban and, in turn, for Osama bin Laden.
Just a few days ago, it was far from clear that Mr. Bush would follow his predecessors in concluding that he had to build a new society where his forces are still bombing.
On Sept. 25, answering questions in the Oval Office, he said he was not interested in creating a government to replace the Taliban.
"We're not into nation-building," he said. "We're focused on justice."
Even this week, in conversations with his aides and members of Congress who came to visit, Mr. Bush expressed deep concern that American troops could be involved in or around Afghanistan for far longer than he would like. Asked in one such meeting whether the United Nations should take over the government if the Taliban falls, he said, "It depends on how it turns out," according to an official involved in the discussions.
But even as he spoke, reality was setting in.
Turning the country over to the Northern Alliance, the ragtag army in northern Afghanistan that has fought a futile rear-guard action against the Taliban for years, would not solve the problem, the State Department warned him. It would only rekindle the anger of the Pashtun tribes in southern Afghanistan and in neighboring Pakistan, and it would likely result in a renewed war.
The comparisons with the ethnic tangles of the Balkans "were the subtext at every meeting," one national security official said today. That led to Mr. Bush's comment tonight that the United States should not "play favorites" in creating a new Afghan government.
So Mr. Bush has been desperately searching for a middle ground. So far, he has not come up with an answer beyond his vague endorsement of the United Nations approach this evening.
"He doesn't want a Vietnam, and he doesn't want to communicate to the Muslim world that we are another occupying force," said an official who has talked with him at length recently. "He keeps saying, `I don't want to leave American troops there,' but he knows that the only way to keep this powder keg from going up again is that the United States and its allies will have to make a long-term commitment of money and of people."
Searching for an answer, a senior State Department official, Richard N. Haass, went to Rome last week to visit the 86-year-old exiled king of Afghanistan, Mohammad Zahir Shah, hoping that Mr. Zahir could unify the country but knowing that he probably could not rule it.
Therefore, as the influential deputy secretary of state, Richard Armitage, said today, "we had discussions with some of our coalition partners about the eventual shape of an Afghanistan."
The British, as determined as the Americans to avoid leaving troops in Afghanistan once they have entered, say they are prodding Washington toward thinking about the future government of Kabul.
Robert Orr, a National Security Council official in the Clinton White House, called the situation a "Somalia plus" for President Bush. "They know they don't have the capability they need to get American troops out of there and hand it off to other countries and international organizations that can help stabilize the country and address its profound needs," Mr. Orr said.
If Mr. Bush signaled tonight that he is getting ready to perform an about-face on nation-building, he also hinted that in another arena - missile defense - he was not about to back down.
For weeks, Washington has pondered whether the president's need to build a coalition against terrorism would trump the unilateral tendencies he showed until Sept. 11. The test case, many agreed, might be the 1972 Anti-Ballistic Missile Treaty, which the President wants to abandon over objections from Russia and China.
Tonight, Mr. Bush argued that the terrorist attacks made it all the more vital to scrap the A.B.M. treaty, which would block a missile defense system, and he said that would be his message to President Vladimir V. Putin of Russia when they meet in nine days. The treaty, Mr. Bush insisted, is "outdated, antiquated and useless."
But he would not be pinned down on whether, if he could not persuade Mr. Putin, he would abandon the treaty - a step that could wreck his new collaboration with Russia in fighting terrorism.
Similarly, to bring China into the fold, he may have to modify his tilt toward Taiwan. To assure Pakistan's continued cooperation, he may have to rethink new initiatives with India.
Mr. Bush is hardly the first president forced to readjust the easy rhetoric of campaigning once faced with the complexities of building global coalitions. But few have had to make the shift so fast, or under such harsh conditions. Mr. Bush's defense secretary, Donald H. Rumsfeld, has compared the task to the beginning of the Cold War - when Washington joined forces with several distasteful governments in the service of a larger cause, anti-Communism.
Mr. Bush now has his own war to fight, and he said tonight he will pursue the battle as long as it takes to win.


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Sunday, 7 October, 2001, 15:23 GMT 16:23 UK
Rally for the return of Afghan king
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Political leader Achhezai led anti Taleban rally
By Daniel Lak
BBC News Online's correspondent on the Pakistan-Afghan border

For the first time in this border city, a public meeting has been held denouncing the Taleban regime in Afghanistan and calling for the reinstatement of the exiled former king, Zahir Shah.
This region of south-central Asia has long played a key role in Afghan affairs.


Supporters of Afghanistan's old king waved the royal flag

Zahir Shah's family comes from the Kandahar area, just across the border, and the Taleban came from Muslim religious schools or madrassa's in and around Quetta.
About 10,000 people gathered in a football ground to hear speakers call for moderate Afghans to decide their own future by calling for a traditional Afghan tribal gathering, a Loya Jirga, under the king's supervision.
Royal flag
The crowd, many of them Pashtun tribesmen from the border area with Afghanistan, cheered loudly and waved flags.
One old man carried the old royalist flag from Zahir Shah's days as king, a tricolour with the monarch's coat of arms in the centre.
A picture of the king as a much younger man was nailed to the flagstaff.


Afghan King in exile Mohammed Zahir Shah draws supporters among Afghan refugees

Mahmoud Khan Achhezai was the main speaker. He's the head of the popular local Pashtun National Peoples' Party, an anti-clerical, left of centre group that calls for greater autonomy for the various tribal and ethnic groups of Pakistan.
Mr Achhezai said King Zahir Shah had to go to Kabul to restore calm and dignity to Afghanistan.
Along with other speakers, he denounced the role of the Pakistani military and the powerful Interservice Intelligence spy agency, the ISI, in founding the Taleban and generally meddling in internal Afghan affairs.
Warning
To calls of "victory" and "long live Afghanistan", Mr Achhezai warned the American-lead coalition against terrorism about the grave implications of a military strike on Afghan territory.
"All sane people condemn the attacks in Washington and New York last month", he said, "but more violence, especially against Afghanistan, will only make many things worse.
"A Loya Jirga and the return of the king are the ways forward."
Local journalists said the rally was clearly being held with the approval of the Pakistani government, despite the criticisms of the military and calls for restoration of democracy.
They pointed out that Pakistan may be resigned to air strikes, bombings or ground campaigns lead by the Americans in neighbouring Afghanistan, but there remains hope here that there are other ways of catching Osama Bin Laden, or even toppling the Taleban.
Pakistan has completely changed its policy on Afghanistan since the September 11th attacks in America.
Rise of Taleban
Islamabad used to be vigourously against any role in Afghanistan for King Zahir Shah, despite his lasting appeal to many Pashtun tribesmen who live along both sides of the Afghan-Pakistani border.
Instead, the Pakistanis worked on their own alternatives to the king as a leader of the Pashtuns, the largest tribal-ethnic group in Afghanistan.
Most recently that was the Taleban, founded in 1994 to restore security to the west of the country to protect Pakistani trader convoys from bandits.

The Pakistanis worked on their own alternatives to the king as a leader of the Pashtuns. Most recently that was the Taleban.



Military and intelligence officers oversaw the spread of the Islamic Students' militia until it controlled 90% of Afghan territory.
Along with Saudi Arabia, they funded Taleban offensives and providing military advisors in the field.
Now Pakistan has rejected its former allies, and the Quetta rally is just the latest sign.
Mr Achhezai, drew his loudest cheers when he told the crowd that America too was to blame for the rise of the Taleban.
He said Washington used the Afghan people to fight Soviet occupation during the Cold War, but abandoned them soon after Moscow withdrew its troops from Afghanistan in 1979.
He reminded his audience of a Pashtun tribal proverb. To waving hands and laughter, he said:
"When no one pays attention to the sheep, he belongs to the wolves. Now the wolves, the Taleban, are finished."


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Afghans Excited Ex King May Return
Saturday, October 06, 2001 2:51 PM EDT

QUETTA, Pakistan (AP) -- The days of the king were so different, Afghans say. They remember happy school days, weekend picnics, nights spent watching ``Gone with the Wind'' or listening to Tom Jones records.
And they remember what it was like to live in peace.
Nostalgia's prism is always colored. But these memories, offered by Afghans in the border city of Quetta this week as their nation faces yet another threat of conflict, are a bit different.
There is talk that 28 years after a bloodless coup unseated him, exiled King Mohammad Zaher Shah may be preparing for an encore appearance in the nation he once ruled.
``The king stands as a symbol of unity among most Afghans. At this time, there is no one else in sight who can take his place,'' says Haji Dilbar, a turbaned former nomad only two years younger than the 86-year-old former king.
As the United States prepares to strike at the ruling Taliban for refusing to hand over alleged terrorist mastermind Osama bin Laden, world leaders are warning that the Taliban's days in power are numbered.
That has drawn attention to Zaher Shah as the one man who could unify Afghan factions to form a new system of government -- with or without him back on the throne. Zaher Shah has lived in exile near Rome since 1973.
In Quetta, a dusty city about 25 miles southeast of the Afghan border, many Afghans seem to like the idea, if for no other reason than they remember the king's time as an era of peace.
``We had schools, and no Afghan had to pay for an education. It was all free,'' said Hamid Kerzai, a former deputy foreign minister.
After the Taliban came to power, schools for girls were closed. Boys could obtain only religious education. And most forms of light entertainment like music and cinema were banned.
Not so during Zaher Shah's 40-year reign, Kerzai says. He remembers seeing ``Gone With the Wind'' on the big screen and listening to Tom Jones music with friends.
``We led full lives. There was little difference between the way we lived and what other teen-agers around the world were doing,'' Kerzai said. ``We'd go cycling with friends, go for picnics on weekends.''
Even some Afghans who grew up in poverty remember the past as the good times.
``We were poor, but things were good. Not everyone had electricity or running water, but we had something more important. We had peace,'' said Dilbar, who fled with his family to Pakistan after the Soviets invaded Afghanistan in 1979.
``In the king's days if someone accepted a bribe he would be so afraid of losing his job that he would beg 10 times to keep it secret. There weren't so many arms floating around, either,'' Dilbar recalls.
Nematollah, who like many Afghans uses a single name, remembers the days when Kabul was a city where people were free to roam without armed men at checkpoints and where the state provided scholarships for promising students.
``When I went to Kabul, everything was paid for, my fare to the capital, food, clothing and books,'' Nematollah, 51, said. ``I came from a modest family, and I got what every Afghan was entitled to under the king.''
Nematollah said he quit Kabul University's medical school in his second year because of political unrest. Today, he is a schoolteacher in Quetta.
``We Afghans have knocked on many doors and we have been deceived each time by ambitious usurpers of power,'' said Nematollah. ``Now, we can think of no one but Zaher Shah to take us through this crisis and toward peace. No other name comes to mind.''
Much of the nostalgia is probably due to the fact that when compared to his successors, the king looks pretty good.
After he left Afghanistan, three presidents were assassinated, including Mohammed Daoud, who ousted him. The Soviets left in 1989 and the communist government they left behind fell three years later.
The new rulers fought among themselves, destroying Kabul and killing thousands of civilians. They were ousted by the Taliban in 1996 and have been fighting the militia ever since.
That makes many older Afghans long for a simpler time and a quiet life.
``My father was a preacher who owned a small bookshop that made just enough to support our family of six children,'' Hamidullah Sahaf, 44, said. ``We didn't have much, but everyone had the freedom to do their own things. No one would bother you.''
Sahaf has been back to his hometown Kandahar twice since the Taliban emerged. Everything, he says, has changed.
``The people aren't the same, and even the places have changed,'' he said. ``The Taliban push people around and someone is watching every move you make.''
Even Dilbar admits the king's rule was not perfect.
``He didn't do anything to develop the country,'' he said. ``We didn't have dams, there was little agriculture. While other countries were making cars, we couldn't even make a wheelbarrow. Many things were neglected.''
``Maybe he couldn't do much for Afghanistan, but he is like an old father to every Afghan,'' Dilbar said. ``He is the only person acceptable to nearly all ordinary Afghans.''


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Cops: Investor Killed Afghan Producer
Saturday, October 06, 2001 2:39 PM EDT

LARRY NEUMEISTER, Associated Press Writer
MINEOLA, N.Y. (AP) -- An Afghan filmmaker was fatally stabbed, beaten and then dismembered by one of his investors who briefly kept the head in his refrigerator, police said Saturday.
Jawed Wassel, 42, was killed shortly before Wednesday night's opening of his film ``FireDancer,'' said Lt. Frank Guidice, head of the Nassau County homicide squad.
The suspect, Nathan Powell, attended the premiere. He was arrested Thursday night and was arraigned Saturday on a second-degree murder charge.
Police say Powell was supposed to receive 30 percent of the movie's gross and allegedly killed Wassel in an argument over money.
Wassel was smuggled out of Afghanistan by his mother after the Soviet invasion of 1979, living in Pakistan, Germany and France before coming to New York. He spent six years working on ``FireDancer,'' his autobiographical story of an Afghan youth who eventually leaves his village and settles in New York.
Powell, 38, was one of the movie's primary producers and financiers.
Police said Wassel and Powell argued at the suspect's New York apartment Wednesday over how much Powell should receive from the film. The argument turned violent, with Powell smashing Wassel in the throat with a pool cue.
Powell then stabbed his victim before dismembering Wassel with a hacksaw and putting the body parts into two boxes, Guidice said. Police said he placed Wassel's head in the refrigerator of his home.
A day after the slaying, Powell loaded the boxes into a van and drove to Bethpage State Park on Long Island, Guidice said.
Police Officer Peter McGinn spotted the van driving erratically with its lights off and pulled it over. Inside, he said he saw a shovel, a pickax and one of the bloody boxes.
``I knew I wasn't dealing with somebody going home from work,'' McGinn said Saturday.

Northern Alliance Afghanistan's main opium producer: UN

VIENNA, Oct 5 (AFP) -
The opposition Northern Alliance has become Afghanistan's major opium producer after a Taliban clampdown on poppy-growing slashed world production by around 60 percent, a UN official told AFP Friday.

The Alliance, which has won American support in its battle against the Taliban, produced 150 metric tonnes of opium this year, according to Mohammad Amirkhizi, senior policy adviser at the United Nations Office for Drug Control and Crime Prevention.

"They always produce between 120 and 150 tonnes," he explained. "But in previous years that production was insignificant because production was so high in Taliban areas.

"This year, because the Taliban has implemented the ban and no drugs, or almost none, were produced in the Taliban area, although they produced the same amount it is now significant."

The Northern Alliance is the main opposition force to the Taliban regime in Afghanistan, which the United States has accused of harbouring Osama bin Laden, the prime suspect in the September 11 terrorist attacks in the US.

Afghanistan produced 75 percent of opium worldwide in 1999 and 70 percent in 2000. This year the country only produced 10 percent of the world's opium, slashing global production by around 60 percent, Amirkhizi added.

UN surveyors in Afghanistan measured poppy fields in farms throughout the country to gain the figures.

In 1999 Afghanistan produced a record level of 4,600 metric tonnes of opium. Only four percent of that was produced in the Northern Alliance section.

In 2000 Northern Alliance territory produced just four percent of Afghanistan's 3,300-metric-tonne opium harvest.

"In July 2000 the Taliban informed us that they are going to issue a ban and they told us that they are going to enforce it effectively, and we can only say that now the results are clear, the ban was implemented by them very effectively," said Amirkhizi.

"We welcome that very much, and we have been in contact with the Northern Alliance territory and asking them to also take measures to ban the production, and the response that we have received from them has been very positive."

US government intelligence released data Wednesday that suggested Taliban rulers were directly profiting from the opium trade in spite of their public denunciations of drug trafficking.


Taliban fire at plane and offer to free aid workers
By Zeeshan Haider and Jeff Franks
Saturday October 6, 8:35 PM
ISLAMABAD/WASHINGTON (Reuters) - Anti-aircraft guns fired on an unidentified plane over Kabul on Saturday, as Afghanistan's isolated Taliban rulers braced for a U.S. military strike and offered to free eight foreign Christian aid workers.
Pakistan, the last country with diplomatic ties to Kabul, said it would cut off talks with the Taliban, further isolating the Islamic fundamentalists who have sheltered Osama bin Laden, the suspected mastermind of last month's attacks on America.
But in an apparent softening of their stance, the Taliban said it could free the eight foreign aid workers held since August, while British reporter Yvonne Ridley, detained a week ago for illegally entering the country, would be released.
In Kabul on Saturday, anti-aircraft batteries opened fire on at least one plane flying high above the war-shattered capital.
One eyewitness said the firing was intense for about 15 minutes and was directed at two planes flying high over the city. One of the craft made off at high speed, but the second could be seen circling in the clear skies.
One official, speaking on condition of anonymity, said the plane was an unmanned aircraft used for reconnaissance. Al-Jazeera satellite television pictures showed at least one surface-to-air missile fired at the plane.
Meanwhile diplomatic pressure on Afghanistan gathered pace.
"We cannot allow these people to carry on doing what they have done on the 11th September," British Prime Minister Tony Blair, wrapping up a whirlwind tour aimed at bolstering support for the U.S. war on terrorism, said in New Delhi.
"So we will continue the action until it's effective, until it achieves the objective that we have set out," he added.
TALIBAN DECRY FOOD AID DROPS
The Taliban, meanwhile, decried Washington's plans to parachute food aid to the country's drought-stricken people as a ploy to deluge ordinary Afghans with propaganda and defuse their anger, saying its roads were open for caravans of assistance.
"There is no doubt that the real objective of such propaganda by the United States is to defuse the anger of the Afghan people against it," the Foreign Ministry statement said.
"With such tactics, it wants to tell the Afghan people that it does not have any enmity against the Afghans," it said.
The United States said on Thursday it was considering all options, including parachuting food rations by military aircraft, to double the amount of U.S. food aid reaching displaced Afghan refugees threatened by drought and war.
Washington has already launched a finely focused spy satellite to monitor Afghanistan. It has also sent troops to Uzbekistan, the country's northern neighbour, and won permission from nearby Georgia to use its bases for air strikes.
Pakistan Foreign Ministry spokesman Riaz Mohammad Khan, announcing that Islamabad would send no further delegations or envoys to Afghanistan to try to persuade them to hand over bin Laden, said: "If they decide to respond to what the international community wants ... it is to their advantage to do so."
"TERROR CAMPS"
Speaking in New Delhi, Blair, a staunch ally of the United States in its war on terrorism, said Afghanistan should close down "terror camps" or become the enemy themselves.
He would not comment on the timing of any military action against the central Asian nation. "I don't think it would be sensible to...put a time span on it."
In Kabul, the Taliban said they could free the aid workers if Washington halted its threats against the country, the Afghan Islamic Press (AIP) said, quoting a Foreign Ministry statement.
The aid workers, all with the German-based Shelter Now International (SNI) relief agency, were arrested on charges of spreading Christianity, accusations they have denied.
In another apparent conciliatory gesture, AIP reported that Mullah Mohammad Omar had ordered the release of Ridley, a reporter for the London-based Sunday Express, on Saturday or Sunday. The agency was quoting the Taliban ambassador to Pakistan, Mullah Abdul Salam Zaeef.
NEXT ACT IN CRISIS
The diplomatic and military preparations fuelled speculation that the next act in the crisis was nearing as President George Bush assembled the biggest deployment of U.S. forces since the 1991 Gulf War.
The United States has blamed bin Laden and his Islamic crusade for the attacks that levelled New York's World Trade Center and damaged the Pentagon near Washington. It has warned the Taliban, who have given bin Laden safe haven for five years, to surrender him or face the consequences.
Should allied attacks proceed, they may be guided in part by what the newest U.S. spy satellite sees after its launch from Vandenberg Air Force Base in California.
The Air Force refused to comment on the payload, but it was commissioned by the Defense Department's supersecret National Reconnaissance Office, which specialises in gathering pictures and electronic data, including telephone conversations, on the ground from hundreds of miles up in space.
Aviation Week and Space Technology Magazine said Washington had been readying a KH-11 "Keyhole" satellite with imaging resolution down to a few inches from 200 miles (360 km) out in space and could be used to track small groups of Afghans on foot and even spot their campfires.
While the United States sent 1,000 troops to strategically located Uzbekistan, their military value was limited by a ruling from the former Soviet republic that they could be used only for humanitarian and rescue missions, not attacks.
Asked at a joint press conference with visiting U.S. Defense Secretary Donald Rumsfeld why he would not allow U.S. special forces to operate from the former Soviet republic, President Islam Karimov said: "We are not quite ready for this."
But Georgian President Eduard Shevardnadze, who as Soviet foreign minister urged the withdrawal of Soviet troops from their bloody Afghanistan war, had no such reservations, offering the United States his "full cooperation and full solidarity."
"On my part I will include Georgia's airspace and if need be airfields and other infrastructure as well," he said after meeting with Bush in Washington.
Shevardnadze predicted there would no massive military strikes in the coming war. "If it becomes necessary, I think it will be more local," he told reporters.
TRADE BENEFITS
In a bid to make cooperation with the United States and Britain more attractive, the Bush administration was said to be readying a package of trade benefits for Pakistan and other key allies in the hunt for bin Laden, congressional sources said on Friday.
The measures, most of which would not require congressional approval, would remove hurdles to accessing the U.S. market, particularly for textile and apparel products.
The White House has also ordered $320 million in urgent aid for Afghan civilians, who are facing mass starvation as millions flee ahead of possible war. The aid was part of an effort to convince Muslims around the world that the war on terrorism was not directed at them.
Rumsfeld, after leaving Uzbekistan on his way back to the United States, held brief talks in Ankara with Turkish military and political leaders, including Prime Minister Bulent Ecevit.
Finance ministers of the seven top economic powers were set on Saturday to discuss a strategy to prevent extremist groups channelling funds through the global banking system at a meeting in Washington.
U.S. Treasury Secretary Paul O'Neill said the meeting would also focus on pumping confidence into the global economy.

Ex-Afghan king to send envoys to Pakistan
By Stephanie Holmes

ROME, Oct 5 (Reuters) - Afghanistan's ex-king, taking a step towards a possible role in the future of his country, will send envoys to Pakistan to discuss a solution to the regional crisis, a senior aide said on Friday.
"We are pleased to be able to respond positively," one of the former king's closest aides, Hedayat Amin Arsala, told Reuters, when asked about a personal request from Pakistan President General Pervez Musharraf for a meeting.
"We will be sending someone soon and we hope we can explain the fact that all attempts at peace are aimed at the welfare of the people of Afghanistan and the welfare of the neighbouring countries," said Arsala, who was foreign minister in the king's government.
Musharraf's invitation to King Mohammad Zahir Shah opens the door to a possible role for the king or his entourage with a post-Taliban transitional government.
Afghanistan's ruling Taliban were dealt a potentially fatal blow on Thursday when Pakistan said it had seen enough evidence to justify an indictment over the attacks.
Pakistan was previously the leading backer of the Taliban, but Musharraf said this week that its days appeared numbered.
Musharraf asked for a meeting with envoys of the 86-year-old Zahir Shah, who has lived in exile in Italy since 1973, in a message that was delivered to him by Italian Foreign Ministry official Margherita Boniver on Thursday.
Boniver recently returned from a trip to Pakistan to review the humanitarian situation of Afghan refugees. "She took a personal message from the Pakistani President Musharraf asking for an emissary from the King to be urgently sent to Islamabad to discuss the political future of Afghanistan following the agreement reached in Rome," her office said.
The former king struck a deal on Monday with Afghanistan's main opposition force, the Northern Alliance, to set up a broad-based coalition to replace the ostracised Taliban regime in Kabul and open the way for free elections.
"We (the envoys) will explain the importance of a solution which is in accordance with the wishes of the people of Afghanistan, free of external interference and the significance of that goal basically for the whole region," Arsala said.
The looming power vacuum has pushed Zahir Shah into the limelight, with Western politicians saying that only he had enough authority to unite his disparate people.
The last few weeks have seen a flurry of political manoeuvring focusing on a role for the ailing 86-year-old former Afghan king, dismissed by the Taliban as a "puppet of America." He has ruled out a restoration of the monarchy but has offered to play a role in establishing a new administration.

Zahir Shah for closer ties with Pakistan
Frontier Post 10/5/2001

Rome (PPI): The former Afghan monarch Zahir Shah has laid stress on close relations with Pakistan.His statement came at a time when despite its strong opposition to transfer of power to the Northern Alliance, Islamabad has demanded start of talks with the former king and invited him to send an envoy to Pakistan.
Sardar Abdul Wali, a close aide and son-in-law of Zahir Shah while stressing the need for having close ties with Pakistan strongly dismissed the speculations as if they have reached an agreement on power sharing with the Northern Alliance.
Sardar Wali said that this issue is baseless. He said the issue is not that of power sharing rather all the existing formations should get united to serve Afghanistan.
There is dire need for unity in this regard, he added. About Pakistan Government's invitation to visit Islamabad Sardar Wali said that they have come to know about the issue through the press.
He said, "we have not yet received any formal or official invitation. We would see as to what shape it adopts in future," he added. He said, "our policy is to have good relations with Pakistan. He said that they would thoroughly study the invitation when they received it.
Ex-King of Afghanistan Vows to Return Home
Friday, October 05, 2001 7:23 AM EST
Rome, Oct 5, 2001 (Xinhua via COMTEX) -- Zahir Shah, the 86-year-old former king of Afghanistan, vowed Friday to return to his homeland and help restore peace to the country.
The former Afghan monarch said that he wanted to return "as soon as possible" to Afghanistan, which is now under threat of U.S.military action.
"I have always believed I could be useful to my country... I want to create conditions which will enable the Afghan people to freely decide on their future," he told the daily Il Giornale in an interview.
"The Afghan people are not responsible for these terrible acts, but rather they are victims of terrorism. One of my desires is to give back to my people the possibility of freely choosing their future without foreign interference," Shah told Il Giornale.
"If Afghanistan is given back to its people, then the world can be sure that there will be no further place for terrorists or foreign organizations in the country," Shah said.
Referring to his recent talks with representatives of the Northern Alliance, a loose network of ethnic minorities which has been seeking to oust the Taliban, Shah said, "We are trying to create a body to unite the Afghan population and work for its liberty and national unity. All those who want this are invited to make their contributions."
The ousted former Afghan ruler did not rule out a place for the Taliban in the future government, saying, "The future Afghan government will be chosen by the people and the Taliban are part of the people."
On Monday, Shah and Northern Alliance representatives reached an agreement on plans to form a government-in-exile.
The two sides agreed to convene a Loya Jirga, or grand council of leaders of all the country's ethnic and tribal groups, to discuss the ousting of the Taliban and the setting up of a moderate government in Kabul.
The United States is building up forces for a possible attack on Afghanistan's ruling Taliban, accused of sheltering Islamic militant Osama bin Laden whom America believes masterminded the September 11 terrorist attacks on New York and Washington.
Shah has been living in exile in Rome since he was deposed in 1973.
US wants Afghan king back in Kabul

LONDON: The Americans and a key NATO ally, possibly Britain, are pressing much of Europe to support plans for a "post-Taliban Afghanistan" governed by its 86-year-old exiled king Zahir Shah and a UN-led interim administration.

The revelations, which figure in The Guardian newspaper, quote secret diplomatic documents to say the US "is bent on force to evict the Taliban from power" and will not stop at finding Osama bin Laden and destroying his training camps. The documents quote the US administration as canvassing the views of the allies after "the liberation" of Afghanistan.

In a BBC interview, British Foreign Secretary Jack Straw refused to discuss "secret memos", but confirmed that the coalition of nations engaged in "the war on terrorism" were keen to ensure Afghanistan had a proper government. The king, who was overthrown in 1973, is said to have already told the Italian authorities that he is willing to fill the void if the Taliban is toppled.

Reports say he plans to call on the Afghan tribes to rise up against the Taliban. Three days ago, he pleaded with his countrymen far away to "rescue themselves" by renouncing terrorism. He has said he wants to be a head of state until free elections are held in Afghanistan. The paper says the king is one of the "planks" of American "strategy to depose the Taliban regime (which) is based on more than military thinking".

Analysts say the revelations are typical of superpower foreign policy, which has something of a record in creating well-funded puppet administrations that later bedevil the region.

The pundits add, Washington does seem to be altering the script this time because they want the Europeans to agree to plans to offer a key role to the UN. This may indicate "a major change of US policy," say some European diplomats, indicating the broadness of the coalition being assembled by the Americans and the British.

Reports say that Washington is paying for and organising the visit to Rome of several members of the Northern Alliance, the Taliban opposition forces, for talks with Zahir Shah.

Meanwhile, in the clearest indication yet that the American coalition will be the broadest possible, Britain has emerged as the channel of communication between the US and Iran.

Straw has announced a hasty and unscheduled visit to Teheran early next week, the first such high-level contact between Iran and Britain since the 1979 Islamic Revolution.

On Friday, the British prime minister was shoring up support for the Americans at a special crisis meeting of all 15 European Union leaders in Brussels. (NNI)
- Article added at 12:44 AM (CST) on 9/23/2001.


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Ex-monarch's representative for convening Loya Jirga
Frontier Post
August 10, 2001

ISLAMABAD (Agencies): Hamid Karzai, the representative of the former Afghan monarch, Zahir Shah has said that efforts are being made to convene a Loya Jirga inside Afghanistan so that the people of Afghanistan could exercise their right of self-determination and decide the future system of the country." So far as the issue of international support to our effort for convening traditional Loya Jirga inside Afghanistan is concerned, this question is still not clear.
Some people question about the slow pace of the process and demand that it should be expedited. We do realize it. Afghanistan is a war-ravaged country and despite the existing problems, we succeeded in making the world community realize the Loya Jirga as an historic tradition of Afghanistan besides seeking support for it" Hamid Karzai told BBC in an interview.
" The convening of Loya Jirga inside Afghanistan demands some other requirements like the consent of the Taliban and the United Front. There is also need of ending of the inference of the neighbouring countries in Afghanistan. Such efforts are also underway. It is imperative for the holding of Loya Jirga in Afghanistan that the neighbouring countries, which are interfering in Afghanistan must stop it.
The neighbouring countries should be convinced that Loya Jirga is in their benefit and interests as well" he added. He said their delegation have visited all the neighbouring countries particularly Pakistan and Iran adding that "we have also held talks with the United Nations and other world key countries and pointed out to them that foreign interference is the real cause of the Afghan conflict and it should be stopped".
"The countries interfering in Afghanistan particularly the neighbouring countries should understand that Afghanistan would be a friendly country of all the neighbours.
It would neither oppose anyone nor would be enemy of anybody. Peace in Afghanistan, is no doubt, in the interests of the neighbouring countries. If this interference continues, it would have dire consequences for those neighbours who are interfering in Afghanistan. However, being the Afghans, we make it clear to particularly Iran and Pakistan that peace in Afghanistan is in their interest and war would eventually proves harmful for them" he said.
The representative of former Afghan monarch was of the view that the end of foreign interference in Afghanistan would result in resolution of the Afghan conflict. "We do not want to take control from the Taliban system or the Ulema include in the Taliban movement. The Ulema of Afghanistan are part of the Afghan society and we hold them in high esteem. We want the restoration of peace and stability in Afghanistan.
We are not opposed to the local Taliban.

Zahir Shah seeks US support for Loya Jirga

Frontier Post

Washington (Agencies): A delegation of the former Afghan monarch, Zahir Shah has held talks with the US State Department officials and National Security officials in the White House on the three-point peace plan of ex Afghan King, holding of emergency Loya Jirga and Afghanistan crisis.The member of the delegation and in-charge of Rome-based office of Zahir Shah, Dr. Zalmai Rasool told Voice of America (VOA) that they also met a number of US Congressmen.
He termed the talks useful saying they urged them to support the Loya Jirga.
Asked that only a specific side has been making hectic efforts for holding of Loya Jirga and no chance is given to the Afghan intellectuals, Zalmai Rasool said that emergency Loya Jirga is a national process and is not linked with any group, individual or party.
The national process, he said has been launched so that the people of Afghanistan could decide their fate by themselves.
He admitted that such a process could not prove fruitful without the cooperation of all the countrymen.
Dr. Zalmai Rasool also talked about the role of the women in the process and said the role of the Afghan women in socio-political life of Afghanistan and reconstruction of the country is no doubt of great significance.
He added that Afghan women have taken part in all the meetings of emergency Loya Jirga and would continue to participate.
He said that a number of Afghan women would also take part in the process of implementation of the Loya Jirga plan.
Dr. Zalmai Rasool said that if the number of the Loya Jirga member is seven hundred, more than twenty would be women.


Ex-King of Afghanistan Meets Leaders

By ELLEN KNICKMEYER
.c The Associated Press

 
ROME (AP) - Bowing to kiss his hand, tribal leaders and ex-ministers of a government gone for decades paid allegiance Friday to the long-deposed King of Afghanistan, the focus of an aging Afghan opposition movement in exile.

Loyalists in robes, turbans and fezzes and in European-cut suits clustered around 86-year-old ex-monarch Zahir Shah, who took up life in exile in Italy after his 1973 overthrow.

The purpose of the two-day meeting, participants said, is the eventual promotion of an alternative to the Islamic Taliban that now controls 95 percent of the Central Asian country.

``It's up to the people. We need to go back to the people, work to mobilize the Afghan people in a peaceful way, to have the opportunity to express their'' wants, Zalmai Rassoul, private secretary to the ex-king, told reporters.

Zahir Shah's 40-year reign ended with a coup by his nephew, which opened the mountain country up to three decades of conflict.

The overthrow led to the eventual arrival of a communist government, the 1979 Soviet invasion and fighting among rival Islamic factions.

The Taliban today runs its lion share of the country as a strict religious regime, with prayer compulsory five times a day and education and outside jobs forbidden to women.

The exiles' assembly came on the same day new U.N. sanctions went into effect in Afghanistan, punishing the Taliban for failing to close suspected ``terrorist'' training camps and surrender suspected terrorist mastermind Osama bin Laden for trial.

Italian Foreign Minister Lamberto Dini, whose government sees itself as a promoter of reform in some Islamic nations, said the outside world has an interest in seeing Afghanistan change its status as an exporter of drugs and terrorism and a destabilizing regional influence.

``Afghanistan today is battered, divided and impoverished, hence, the need for the commitment of the international community,'' Dini said.

Dini welcomed the former Afghan Cabinet ministers and religious and tribal leaders - gathered from Afghanistan and points across Europe - for two days of talks in Rome. It was the third forum arranged by the king since 1999.

Zahir, speaking in comments translated into French by a cousin after decades in the country, thanked Dini for Italy's role as host to the assembly and himself.

Participants said their hope was the eventual convening of a traditional Grand Assembly of Afghan leaders in the Afghan capital of Kabul - a move now out of the question under the Taliban.

The exile figures said they were in contact with both the Taliban and with the opposition alliance in control of the tiny remainder of the country. Rassoul and others spoke of opening up a ``humanitarian corridor'' to get aid between the two areas, as one way to open up the country for change.

Friday, 19 January, 2001, 09:45 GMT


U.N. accuses Taliban of executing civilians

 
UNITED NATIONS, Jan 19 (Reuters) - The United Nations accused Afghanistan's Taliban fighters on Friday of killing at least 100 civilians, including humanitarian workers, suspected of supporting their enemies in central Afghanistan.

Secretary-General Kofi Annan, in a statement, deplored the killings and demanded the Taliban "take immediate steps to control their forces."

He called for a "prompt investigation," and urged that those responsible be brought to justice."

Afghan Taleban rejects massacre charge by U.N.

 
KABUL, Jan 21 (Reuters) - The ruling Taleban movement on Sunday rejected a charge by U.N. Secretary-General Kofi Annan that its forces had executed at least 100 civilians after recapturing an area of central Afghanistan early this month.

"It is not true," Taleban Information Minister Qudratullah Jamal told reporters about Annan's allegation on Friday.

"Why should we kill our own nationals?" he asked.

Jamal called Annan's statement "another propaganda campaign" inspired by the north-based opposition alliance, which on Sunday also accused Taleban of receiving fresh military aid from neighbouring Pakistan in violation of new U.N. sanctions.

Reports of the killings came after the Taleban on January 7 recaptured a strategic area taken last month by Hezb-e-Wahdat forces, loyal to Northern Alliance opposition fighters.

Since then, Annan said "there have been numerous credible reports of widespread summary executions of Hazara civilians by the Taleban, who apparently accused the local population of supporting the Hezb-e-Wahdat.

"It appears more than 100 people may have been killed, including Afghan humanitarian workers," he said.

OPPOSITION ALLEGED PAKISTAN INTERVENTION

An opposition alliance statement said a number of new commando and artillery units from the Pakistan army had been deployed in northern Afghanistan since last week for a possible attack on opposition forces.

No comment from the Taleban or Pakistan was immediately available on the charge, which came two days after tougher new U.N. Security Council sanctions, including an arms embargo, went into force against Taleban for the Islamic movement's refusal to hand over Saudi guerrilla chief Osama bin Laden.

Pakistan has denied similar charges by the anti-Taleban alliance and has said it will abide by the U.N. sanctions even though it does not agree with them.

"The current surge in Pakistani military involvement in Afghanistan...scoffs at the U.N. Security Council resolution, which has called for a halt to foreign intervention in Afghanistan," the alliance statement said.

It said the new military aid arrived after a meeting of some 30 Islamic groups in Pakistan early this month voiced support for the Taleban in confronting the U.N. sanctions.

Main opposition commander Ahmad Shah Masood also told Reuters that more than 2,000 Pakistani fighters had arrived in Afghanistan and had been deployed in the northern provinces of Kunduz and Takhar to launch a major attack on his forces.

He said the United Nations must devise a mechanism to monitor shipments of arms and fighters to Taleban from Pakistan. "It has a big responsibility to fulfil by putting pressure on Pakistan, otherwise the sanctions will mean nothing," he said.

Pakistan is one of only three states that recognise the Taleban government, which controls 95 percent of Afghanistan.

Anti-Taleban forces are based mostly in northeastern Afghanistan but have pockets in central and northern areas, from where they launch hit-and-run operations.

One U.N. Afghan staff member was missing.

Reports of the killings came after the Taliban on Jan. 7 recaptured the Yakawlang area of Hazarajat in central Afghanistan. The area had been taken by Hezb-e-Wahdat forces, loyal to Northern Alliance opposition fighters, on Dec. 20.

Since then, Annan said "there have been numerous credible reports of widespread summary executions of Hazara civilians by the Taliban, who apparently accused the local population of supporting the Hezb-e-Wahdat.

"It appears more than 100 people may have been killed, including Afghan humanitarian workers," he said.

The secretary-general called this "only the latest tragedy to befall the Hazaras," a largely Shi'ite ethnic group that has traditionally been the most disadvantaged in Afghanistan.

"These reported killings have led to massive displacement and to the increased suffering of a population who have already been badly affected by the drought and are now at great risk from sub-zero temperatures and hunger," Annan said.

Anti-Taliban forces are based mostly in northeastern Afghanistan but have pockets of resistance in central and northern areas, from where they launch hit and run operations.

The region's mainly Shi'ite population opposes the Taliban, which draws its strength from the majority Sunni sect of Islam.

Fundamentalist Taliban fighters captured Kabul, the capital in Sept. 1996 and now control 90 percent of the country.

The Northern Alliance, Led by Gen. Ahmed Shah Massoud, a former Afghan defense minister, controls a swath of land near Tajikistan. Its government is recognized by the United Nations while only Pakistan, Saudi Arabia and the United Arab Emirates have diplomatic ties with the Taliban.

The option of Zahir Shah
Bitmap Image
Frontier Post-Articles
By Dr. Jassim Taqui
1/8/2001
Having failed to resolve the Afghan issue, the main players in?Afghanistan have given a green signal to the former king of? Afghanistan , Zahir Shah to try his luck.
The King is living in exile in Italy .
He has seen his country in a state of complete collapse and? disintegration due to the rigid policies pursued by the Afghan warring? ?factions and their foreign masters.
? Hence, the king decided to try his luck by returning to his homeland as head of a supreme council of tribal elders to guide the country to peace.
Bu the fact remains that there is a strong lobby behind the king.
He is supported by the European? Union and the United States since there is a perception that he? ?represents the moderate trend in Afghanistan and can bring sanity to? the politics in Afghanistan.
The 84-year-old former monarch fled abroad after a 1973 military coup by? his cousin, who declared a republic.
Zahir Shah now lives in a villa near Rome, but despite his long years in exile, he is still revered by? many of his old subjects.
His reign of almost 40 years was seen as a? period of unprecedented peace and prosperity for Afghanistan, while war in one form or another has now raged there for more than two decades.
The current hard-line Islamist regime of the Taliban, which controls? much of the country, has earned the wrath of the West for harbouring Osama bin Laden, the wealthy Saudi Arabian terrorist suspected of? masterminding several bombings of American targets.
United Nations? imposed sanctions on Afghanistan in 1999 and 2000 in a bid to tame the? Taliban.
Many, however, believe that the sanctions mean that an American green signal to rep[lace the regime of Taliban with another regime.
Under the circumstances, the regime of King Zahir Shah or any? administration recommended by him, might be the perfect answer.
However, despite discontent within Taliban ranks, the movement's fundamentalist leadership would not take kindly to the return of a monarch with a liberal reputation. American and Russian officials agreed recently to impose further sanctions on the Taliban regime.
There is also coordination among the Indians, Russians and Iran to replace Taliban with the Northern Alliance. Signs have emerged from within Afghanistan, meanwhile, that? the people in Afghanistan are fed up with the war.
They want peace. They aspire to rebuild their country to face the challenge of? poverty, drought and instability.
This trend can also be seen among the followers of Talibanwho are increasingly dissatisfied with warlords? including Mullah Mohammad Omar, their reclusive leader.
The war lords? are now increasingly isolated. They are living in a world of dreams and visions.
Hence, the option of King Zahir Shah seems to be an? important step to stop the fragmentation of Taliban and the? subsequent all-out war by convening a meeting of Loya Jirga, or supreme council.
The former monarch was quoted recently as saying that he wanted to die in his country.
He has been quietly gathering support for his return,? convening a large tribal gathering in Rome and sending emissaries to? Afghanistan and neighbouring states.
Royal delegations have also visited? Washington, Brussels and Tokyo, and have received promises of support and aid.
Many of the tribesmen at the four-day meeting had known the? scholarly king personally, and greeted their former ruler with great? affection.
Zahir Shah's plan to establish a government is, however, opposed by Iran? and Pakistan.
In a new version of the Great Game - in which Britain and Russia tussled over Central Asia in the 19th century - the two? neighbours of Afghanistan have been engaged in behind-the-scenes? power-brokering.
After the Rome talks, Iran convened a secret meeting in Cyprus of mainly? expatriate Afghans to discuss a Teheran-backed Loya Jirga.
Soon afterwards, Pakistan sent an emissary into Afghanistan to gather support? for a peace initiative. The Iranians fear that a return of the king may stir monarchism within their own country.
This could be the beginning of the end of the rule of mullahs in Iran. Therefore, the Iranian mullahs prefer the civil war? in Afghanistan over the return of King Zahir Shah to Afghanistan.
Pakistan suspects the credential of King Zahir Shah due to his Indian? connection.
Also King Zahir Shah is very close to the Russians, who? could use him to ensure the end of the primacy of Pakistan in Afghanistan.
In the past two months Zahir Shah's emissaries have visited Russia,? Iran, Pakistan and neighbouring Central Asian republics. A delegation also visited commanders from Afghanistan's opposition, where they? received guarded promises of support.
They also met Taliban leaders in the second city of Kandahar, although Mullah Omar is not thought to have? ?been present.
Zahir Shah's aides hope to counter opposition from the Taliban? leadership by providing key roles within their planned Loya Jirga for? Mullah Omar and the opposition warlords.
They are also hoping for support from disgruntled factions within the Taliban and from ordinary? Afghans weary of war.
Loya Jirgas have been convened throughout Afghan history to decide matters of national importance. Consisting of hundreds of tribal elders and influential figures, their decisions are absolute.
Historians say that, for a Loya Jirga to succeed, it must be convened by someone of authority.
The biggest problem in Afghanistan is that no one trusts anyone. At the? moment, the logic of the gun prevails.
There's no moral leadership.
Zahir Shah's supporters believe that only he commands the necessary? support and moral authority to unify Afghanistan's warring factions and? pave the way for the return of the country's three million refugees.



Afghan Taleban say no need for ex-king's peace plan


KABUL, Nov 20 (Reuters) - Afghanistan's ruling Taleban movement on Monday dismissed the need for a peace plan proposed by former king Zahir Shah to end the country's civil war.

The opposition alliance last week backed the proposal to call Loya Jirga, or a grand council of elders, to broker peace between the Taleban and its foes, led by commander Ahmed Shah Masood.

The Loya Jirga is a collection of Afghan leaders, representing most of society and includes tribal leaders, Islamic clerics, intellectuals and landlords.

"There is no need for the convocation of the Loya Jirga as proposed by the ex-king," said Taleban's information minister, Qudratullah Jamal.

"The time of forming the Jirga has elapsed. Zahir Shah failed to do anything for the Afghans who had pinned hope on him as a leader during the crisis time," Jamal said, referring to the 10-year Soviet occupation of Afghanistan in the 1980s and the factional fighting that followed it.

A delegation of the former king, who lives in Rome in exile since his ouster in 1973, is currently touring the region to drum up support for the plan.

Meanwhile, the Taleban's supreme leader, Mullah Mohammad Omar, has ordered the release of 137 opposition prisoners to mark the Muslim fasting month of Ramadan.

Jamal said the prisoners belonging to a Shi'ite faction were set free from the notorious Pul-i-Charkhi jail in Kabul on Monday.
Tajikistan backs convening Afghan assembly
DUSHANBE, Nov 18 (UPI) -- Tajikistan Saturday threw its support behind the call by deposed King Mohammad Zahir Shah of Afghanistan to convene a loya jirgah (national assembly) to reach a political settlement of the war in Afghanistan, the Russian news agency Itar-Tass reported.
Foreign Minister Talbak Nazarov said his country seeks a political solution to the Afghan crisis and would welcome any peace initiatives, including those coming from Zahir Shah. The last Afghan king, who lives in Italy, has proposed convening a Loya Jirgah made up of representatives from all strata of Afghan society.
As a provisional representative body, it could elect a new president within three years and set the date for parliamentary elections. Nazarov discussed the proposal in a meeting with the monarch's personal envoy, Zulmay Rasul, in Dushanbe late on Friday, diplomatic sources said on Saturday. Rasul said he had met Afghanistan's deposed but internationally recognized president, Burhanuddin Rabbani, and the Northen Alliance military leader, Ahmad Shah Mas'ud, before coming to Dushanbe.
Both already supported Zahir Shah's proposal. Leaders of the Taliban, the Islamic extremists who have conquered most of Afghanistan, believe convening a national assembly now was impossible because of the continuing fighting with the Northern Alliance, Rasul said. Rasul plans to visit Russia, Iran, China, Turkmenistan and Saudi Arabia, which, along with Pakistan and the United Arab Emirates, recognizes the Taliban regime, before year's end.

Afghans' ex-king seeks return from exile to end war
ZAHIR SHAH, Nov 19 (Daily Telegraph) -- The former King of Afghanistan who lives in exile in Italy, wants to return to his homeland as head of a supreme council of tribal elders to guide the country to peace.
The plan, which is supported by the European Union, is being hailed by Western diplomats working in the region as the only likely means of bringing stability to the warring country. The 84-year-old former monarch fled abroad after a 1973 military coup by his cousin, who declared a republic. Zahir Shah now lives in a villa near Rome, but despite his long years in exile, he is still revered by many of his old subjects.
His reign of almost 40 years was seen as a period of unprecedented peace and prosperity for Afghanistan, while war in one form or another has now raged there for more than two decades. The current hard-line Islamist regime of the Taliban, which controls much of the country, has earned the wrath of the West for harbouring Osama bin Laden, the wealthy Saudi Arabian terrorist suspected of masterminding several bombings of American targets.
United Nations sanctions were imposed last year and Washington would like to see the regime replaced. However, despite discontent within Taliban ranks, the movement's fundamentalist leadership would not take kindly to the return of a monarch with a liberal reputation. American and Russian officials met recently to discuss imposing further sanctions on the Taliban regime, which is recognised by only Pakistan, Saudi Arabia and the United Arab Emirates.
Signs have emerged from within Afghanistan, meanwhile, that the mullahs' movement may be fragmenting. Many Taliban followers are said to be increasingly dissatisfied with Mullah Mohammad Omar, their reclusive leader, and quietly favour the ex-king's return.
One Western diplomat said: "I would say that 95 per cent of Afghans support his return, including many Taliban. Mullah Omar is increasingly isolated and now lives in a world of dreams and visions. If the Taliban fragments there will be all-out war." The envoy regarded the ex-king's plan for a Loya Jirga, or supreme council, as "the only real solution".
The former monarch was quoted recently as saying that he wanted to die in his country. He has been quietly gathering support for his return, convening a large tribal gathering in Rome and sending emissaries to Afghanistan and neighbouring states. Royal delegations have also visited Washington, Brussels and Tokyo, and have received promises of support and aid.
The Rome talks were a success. Many of the tribesmen at the four-day meeting had known the scholarly king personally, and greeted their former ruler with great affection. Zalmai Rassoul, the ex-king's private secretary said: "It was very emotional. He was overwhelmed. He said, 'I thought they'd forgotten me'."
Zahir Shah's plan to establish a government is, however, opposed by Iran and Pakistan. In a new version of the Great Game - in which Britain and Russia tussled over Central Asia in the 19th century - the two neighbours of Afghanistan have been engaged in behind-the-scenes power-brokering.
After the Rome talks, Iran convened a secret meeting in Cyprus of mainly expatriate Afghans to discuss a Teheran-backed Loya Jirga. Soon afterwards, Pakistan sent an emissary into Afghanistan to gather support for a peace initiative. A Western envoy in Islamabad said:"The Iranians fear that a return of the king may stir monarchism within their own country. Pakistan also doesn't want to see a moderate regime that conflicts with their objectives."
In the past two months Zahir Shah's emissaries have visited Russia, Iran, Pakistan and neighbouring Central Asian republics. A delegation also visited commanders from Afghanistan's opposition, where they received guarded promises of support. They also met Taliban leaders in the second city of Kandahar, although Mullah Omar is not thought to have been present.
Zahir Shah's aides hope to counter opposition from the Taliban leadership by providing key roles within their planned Loya Jirga for Mullah Omar and the opposition warlords. They are also hoping for support from disgruntled factions within the Taliban and from ordinary Afghans weary of war.
Loya Jirgas have been convened throughout Afghan history to decide matters of national importance. Consisting of hundreds of tribal elders and influential figures, their decisions are absolute. Historians say that, for a Loya Jirga to succeed, it must be convened by someone of authority. Dr Rassoul, Zahir Shah's secretary said: "The biggest problem in Afghanistan is that no one trusts anyone. At the moment, the logic of the gun prevails. There's no moral leadership."
Zahir Shah's supporters believe that only he commands the necessary support and moral authority to unify Afghanistan's warring factions and pave the way for the return of the country's three million refugees.
Dr Rassoul, who is also the former king's physician, says Zahir Shah is in good health for his age. The doctor believes that the peace plan will now unfold quickly. He said: "In Afghanistan, power comes and power goes, but the will of the people always prevails in the end. The Afghan problem isn't easy, but there's a dynamic for peace. We need to put something on the table."

Former Afghan king's envoys visit Uzbekistan, Tajikistan
BBC Monitoring Service - United Kingdom; Nov 15, 2000
A delegation of the former Afghan king, Mohammad Zaher, has arrived in the region. The delegation had visited Uzbekistan and had talks with the country's authorities and on Tuesday [14th November] arrived in Tajikistan for talks with Tajik officials on the Afghan problem.
Our correspondent, Rahmatkarim Davlat, interviewed the head of the delegation, [director of the king's Rome office] Dr Zalmai Rassoul. He said the following on the aims of his visit:
[Raasoul] At the decision of the decision-making council of the Loya Jerga [Grand Assembly] movement, we paid a series of visits to Central Asian and other neighbouring countries to discuss issues relating to convening an extraordinary Loya Jerga in the past and now we have started a new round of visits to these countries.
First, we visited Uzbekistan and now we have arrived in Tajikistan. Our visit to Uzbekistan was a very positive and successful one. We will go to Afghanistan soon to meet senior officials of the United Islamic Front [for the Salvation of Afghanistan]. Then we will come back to Tajikistan and, God willing, after meeting relevant Tajik officials, we will leave for Rome.
[Q] Could you, please, tell about the meetings you had in Tashkent and their results?
[A] We had a meeting with Uzbek Foreign Minister [Abdulaziz Komilov] and told him about the purpose of the Joya Jirga. We said that a durable and just peace will come to Afghanistan only when the idea enjoys support of the majority of the Afghan people. They [Uzbek officials] had a positive view on the subject and the talks were also positive.
[Q] Are you going to meet Taleban officials as well?
[A] In August we visited Kandahar [southern Afghanistan] and had talks with the Taleban. Now we want to meet UIFSA officials to explain them why an extraordinary Loya Jirga should be convened and to ask them for cooperation.
[Q] The UIFSA has accepted your proposal to convene a Loya Jirga, at the same time they say that they cannot agree with certain points of the proposal. What do you think about this?
[A] We have not yet had official meetings with UIFSA officials and now we want to meet them and explain the goal of the Loya Jerga [two words indistinct]. We are proposing to call an extraordinary Loya Jirga because it will give the majority of the Afghan people time to decide their destiny.
Source: Voice of the Islamic Republic of Iran, Mashhad, in Persian 0130 gmt 15 Nov ----


Afghan ex-king envoys meet anti-Taleban leaders

 
KABUL, Nov 14 (Reuters) - Envoys for former Afghan king Zahir Shah met anti-Taleban leaders on Tuesday to try to muster support for their peace proposal to end the country's long civil war.

The envoys met opposition leaders in the remote northeast town of Faizabad and began discussions on calling a Loya Jirga, or a grand council of elders, an opposition official said.

The Loya Jirga is a collection of Afghan leaders, representing most of society such as the tribal leaders, Islamic clerics, intellectuals and landlords.

It is an old way of choosing a leader in Afghanistan and is also used for settling critical disputes.

The team is trying to persuade the Taleban and its rivals led by ousted president Burhanuddin Rabbani to allow the exiled king to play a role to end the unresolved war and summon the Jirga.

Zahir Shah, the 84-year-old king who ruled Afghanistan for 40 years, lives in Rome. He was ousted from power in 1973.

"They spoke about their plan and said that they want to bring together, inside the country, delegates of all Afghan people to decide about the Jirga and for bringing peace," Dr Abdullah, senior opposition spokesman, told Reuters by a satellite phone.

"We told them that we support their effort if that can bring peace to Afghanistan," he said.

The team is also expected to meet the Taleban leaders -- comprising mostly of ethnic Pashtuns -- to discuss the Loya Jirga proposal, a tradition of Afghanistan's Pashtun majority.

There was no immediate comment from the Taleban as to whether it would co-operate with the former monarch on his peace plan.

The Taleban control more than 95 percent of the Afghan territory and the opposition, led by commander Ahmed Shah Masood, the rest of the war-ravaged country.

All efforts by the United Nations and other initiatives have failed to end factional fighting that has continued even after the Soviet troops pullout in 1989.

The United Nations special envoy to Afghanistan, Francesc Vendrell, announced this month that the two warring sides have agreed in writing to hold peace talks.

But the spokesmen of both sides at the time played down the significance of such talks.
Uzbekistan accords warm welcome to Loya Jirga team
TASHKENT (NNI): The Central Asian Republic of Uzbekistan has accorded warm welcome to the visiting delegation of the former Afghan monarch Zahir Shah seeking support for the Loya Jirga.
The delegation headed by former Afghan Deputy Foreign Minister Hamid Karzai met the Uzbek Foreign Minister Kamilov and sought Tashkent support for the proposed Loya Jiga (grand assembly)
The delegation is visiting the region to muster support for the emergency Loya Jirga and intends to visit Iran and Tajikistan besides meeting the Afghan warring factions.
"The Uzbek officials told us that they are ready for talks with all the Afghan groups. They called for a peaceful solution to the Afghan conflict. They also laid stress on independence and territorial integrity of Afghanistan. They also called for good and brotherly relations with Afghanistan." Karzai told the BBC.
Taliban had stated that situation was not conductive for the Loya Jirga. A member of the Northern Alliance, Abdul Rab Rasool Sayyaf has also said that the Loya Jirga would not be acceptable if imposed from abroad.
However, Karzai said that the Uzbek officials were of the view that the people of Afghanistan are to decide their fate. They said that Uzbekistan would respect whatever system is formed through the will and wishes of the people of that country.
He said that the Afghan people consider Uzbekistan as their neighbouring country having decades old cultural relations with them. Uzbekistan is a key neighbour in north of Afghanistan and their support to peace in Afghanistan is very important.
"We held talks with them on this issue. We tried to seek their support because Uzbekistan is an important state in North of Afghanistan. Its positive stand on Afghanistan is of great importance," Karzai said.

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Loya Jirga team to brief Zahir Shah on talks with Taliban
Monday, 14 August, 2000
By Tahir Khan

ISLAMABAD (NNI): Representatives of ex-Afghan monarch Zahir Shah Sunday left for Rome to brief Zahir Shah about their first ever talks in Afghanistan with the ruling Taliban over the proposed Loya Jirga (grand assembly) to try to end the civil war, an organizer of the Jirga said.
"Taliban have told the team that they respect the Loya Jirga as a national institution but convening of the Jirga at present is not practically possible," Hamid Karzai, former Afghan deputy foreign minister said.
Zahir Shahs spokesman, Rasul Amin, who is also head of his office in Rome, headed the team in talks with senior Taliban leaders in southern Kandahar. They met Taliban Foreign Minister Maulvi Wakil Ahmed Mutawakil and Governor Kandahar Maulvi Mohammad Hasan.
The former monarch has been living in exile in Rome since 1973 after he was toppled by his cousin, Mohammad Daud, in a court coup. Zahir Shah has sent his envoys around the world to seek support for a peaceful solution to the Afghan conflict through the convening of a traditional Loya Jirga, or assembly of tribal chiefs and other notables.
Taliban were early strongly opposed to the Jirga process and were of the view that the former King had no role in Afghan affairs. It was the first time that the former Afghan monarch has sent a delegation to Afghanistan in five years.
"We continue our efforts for the peaceful settlement of the Afghan conflict and will shortly send another delegation to the anti-Taliban alliance United Front to discuss the Jirga process," Karzai said.
The northern-based opposition groups headed by the ex-defence minister Ahmad Shah Masood are the last obstacles to the Taliban taking full control of the country. Taliban dislodged Masood from the capital Kabul in 1996.
Zahir Shah constituted a number of teams for talks with various countries to seek support for the proposed Loya Jirga to involve Afghans in determining the future set up in the war-torn country.
The Jirga team visited Kandahar amidst fierce fighting in the northern Takhar province.
Karzai said the team explained the Jirga process as a mean of promoting peace process in the war-shattered Afghanistan to seek Taliban support. "Peace is in the interest not only the people of Afghanistan but Pakistan and the region as well. The international community shares our vision about the Loya Jirga, peace in Afghanistan and tranquilly and progress in the region," he said.
Replying to a question Mr. Karzai said that the proposed Jirga would be convened inside Afghanistan so that it has real representation of the people of Afghanistan.
He dispelled the impression that the former King is vying for any office but said he (Zahir Shah) only wants peace in the war-ravaged country to end the sufferings of Afghans. He said the Jirga organizers have almost completed 70 per cent of their work by visiting various countries. "We are fully satisfied with the response we have received abroad as well as inside Afghanistan," he said. He said delegations will also be sent to Iran and several other regional countries.
Replying to a question about the international community response to the Zahir Shahs peace initiative, Karzai said there is a global realization that Afghan issue must be settled peacefully and the Loya Jirga process is an appropriate way to achieve the goal.



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Loya Jirga team concludes talks with Taliban
Friday, 11 August, 2000

ISLAMABAD (NNI): A team of the former Afghan King Zahir Shah concluded talks with Taliban on the Loya Jirga (Grand Assembly) and Thursday returned to Islamabad, an organizer of the Jirga said.
The three-member delegation held talks with Taliban leaders in Kandahar on the Jirga process to find out a peaceful settlement to the long-running Afghan conflict, Hamid Kkarzai, former Afghan Deputy Foreign Minister said.
Zahir Shah, who has been living in exile in Rome for years, constituted a number of teams for talks with various countries to seek support for the proposed Loya Jirga to involve Afghans in determining the future set up in the war-torn country.
Another delegation will shortly be sent for talks with the United Front for the same purpose. The delegation for talks with Taliban comprised Dr. Zamay Rasool, Abdur Rahman Ashraf and Ahmed Musa.
Taliban were early strongly opposed to the Jirga process and were of the view that the former King had no role in Afghan affairs. However, later Taliban agreed to receive the delegation in their headquarters.
It was the first direct contact between former Afghan king and Afghanistan ruling militia.
The Jirga team visited Kandahar amidst fierce fighting in the northern Takhar province.
A sources close the Jirga team told NNI that the delegation explained the Jirga process as a mean of promoting peace process in the war-shattered Afghanistan to seek Taliban support. "Peace is in the interest not only the people of Afghanistan but Pakistan and the region as well. The international community shares our vision about the Loya Jirga, peace in Afghanistan and tranquilly and progress in the region," he said.
The organizers say the proposed Jirga would be convened inside Afghanistan so that it has real representation of the people of Afghanistan.
The Jirga organizers have almost completed 70 per cent of their work by visiting various countries. Different teams have visited the United States, some European and Pakistan. Delegations will also be sent to Iran and several other regional countries.


Zahirs delegation due in Afghanistan next week
ISLAMABAD (NNI): A delegation of the former Afghan monarch Zahir Shah will visit Afghanistan within next three days to hold talks with the Taliban and opposition northern alliance on the possibilities of holding emergency Loya Jirga, reports Radio Tehran.

Quoting well informed Afghan source, the radio said that former Afghan King will send a delegation to Afghanistan by August 8. The in-charge of Zahir Shahs office in Rome, Zalmay Rasool also confirmed the report.

The Rome peace process had recently sent delegations to the US, United Nations, Pakistan and other countries to exchange views with the leaders of these countries regarding solution of the Afghan problem. The United States has announced its support to the Rome Peace Process.

 

BBC's Interview With Hamid Karzai

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Terror gegen die USA
Wer kommt nach den Taliban?

Ex-König Sahir Schah ist der Favorit des Westens. Noch wartet er im römischen Exil auf den Ruf seiner Landsleute. Doch der Kampf um die Macht verspricht nichts Gutes: die Rückk ehr der alten Warlords
Im ersten Tag fielen die Bomben, am zweiten dachte die Welt darüber nach, wer Afghanistan eigentlich führen soll. Nach diesem Krieg. Denn von gefährlichem Machtvakuum ist die Rede, sind die Taliban erst aus Afghanistan vertrieben. Eine Alternative muss her, sagten die Amerikaner und schrieben ein Memorandum: „Wir wollen nicht bestimmen, wer Afghanistan regiert, aber wir werden denen beistehen, die ein friedliches, sich wirtschaftlich entwickelndes Afghanistan anstreben, in dem es keinen Terrorismus gibt.“ Hinter den Kulissen wurde eifrig verhandelt: auf der Suche nach einem Herrscher für solch ein friedliches Afghanistan.

Aber wer könnte das sein? Mohammed Sahir Schah etwa, Afghanistans Ex-König und 87 Jahre alt? Nostalgiker sind von der Idee schwer begeistert. Immerhin herrschte während seiner fast 40-jährigen Regentschaft Friede, Freude und leidlicher Wohlstand. Als er 1973 gestürzt wurde, zog er sich nach Rom ins Exil zurück und
harrt seitdem der Dinge, die da kommen
mögen. König Sahir sagt heute, was er seit 28 Jahren sagt: „Ich möchte meinem Land helfen.“ Dass er immer dann gerufen wird, wenn niemand mehr weiter weiß, und dass ihn bei echten Verhandlungen niemand mehr braucht, das kennt er.

Wer aber kommt dann in Frage? Die Nordallianz? Jene Ansammlung brutaler Warlords, die das Volk schon unterdrückt haben, als die Taliban noch in ihren pakistanischen Lehrstuben den Koran auswendig lernten? Befehlshaber wie Raschid Dostam, Viersterne-General aus Usbekistan und früher eiserne Faust des kommunistischen Staatschefs Nadschibullah? Der hat unter seinen Landsleuten den Ruf, dass er Menschen töten kann, wie andere Küchenschaben zerquetschen. Das hat er oft genug gezeigt. Zudem ist Dostam ein unsicherer Kantonist: Unzählige Male wechselte er die Fronten, kämpfte mit den Sowjets gegen die Glaubenskrieger, mit den Glaubenskriegern gegen die Sowjets, mit den Glaubenskriegern gegen andere Glaubenskrieger und so fort.
»In meinem Leben werde ich nur noch einmal umziehen, und zwar bald: heim nach Kabul«
MOHAMMED SAHIR SCHAH, Ex-König

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Zivile Opfer und ein prominenter Gefangener

26.10 .2001 Zürich

ISLAMABAD - Die in Afghanistan herrschende Taliban-Miliz hat eigenen Angaben zufolge einen Kommandanten der oppositionellen Nordallianz gefangen genommen.

Derweil wurden zwei Mädchen bei den US-Luftangriffen in einem Dorf nahe der Haupstadt Kabul getötet.

Nach zwei Tagen Belagerung seien Kommandant Abdul Hak und vier seiner Gefolgsleute in der Nacht zum Freitag in der Stadt Asro in der östlichen Provinz Logar gefasst worden, sagte ein Taliban- Sprecher der afghanischen Nachrichtenagentur AIP.

Die US-Armee habe vergeblich Kampfhelikopter eingesetzt, um die Gefangennahme zu verhindern. 50 Anhänger Haks seien von den Truppen der Taliban umzingelt. Unter ihnen seien drei "verdächtige Ausländer".

Hak habe die Amerikaner per Satellitentelefon um Hilfe gerufen, sagte der Taliban-Sprecher weiter. US-Flugzeuge hätten die Region bombardiert; zwei Taliban-Soldaten seien verletzt und ein Geländewagen zerstört worden.

Als Hak auf einem Pferd versuchte zu fliehen, sei er gefangen genommen worden. Die Taliban werten die Gefangennahme des Kommandeurs als "wichtigen Erfolg", meldete AIP.

  Abdul Haq

Hak, ein Paschtune, gilt als einer der Helden im Krieg gegen die sowjetischen Truppen von 1979 bis 1989. Er war damals im Teenager- Alter. In den 90-er Jahren baute er eine Import-Export-Firma in der Golfregion auf und lebte in London. Er hatte sich den USA als Verbündeter im Kampf gegen die Taliban angeboten.

 

USA setzen Angriffe in Afghanistan mit unverminderter Härte fort

28.10 .2001 Netzzeitung

US-Kampfflugzeuge haben in der Nacht zum Sonntag erneut die afghanische Hauptstadt Kabul bombardiert. Auch ein Dorf der Nordallianz soll irrtümlich angegriffen worden sein. Offenbar starben dabei mindestens neun Zivilisten.

Ein Ende der Luftangriffe in Afghanistan ist auch nach drei Wochen noch nicht absehbar. In der Nacht zum Sonntag flogen die USA wieder schwere Angriffe auf die Hauptstadt Kabul. Anwohner berichteten von drei Explosionen, wie die Nachrichtenagentur AFP meldete.
Ein von der oppositionellen Nordallianz kontrollierten Dorf im Norden des Landes wurde offenbar irrtümlich angegriffen. Dabei starben mindestens neun Zivilisten, wie der arabische Sender Al Dschasira unter Berufung auf das Rote Kreuz berichtete. Die meisten von ihnen sollen Kinder sein. Mindestens 20 Menschen seien verletzt worden, weitere würden noch unter den Trümmern vermisst.

Truppen der Taliban und der Nordallianz lieferten sich unterdessen im Norden des Landes erbitterte Gefechte. Das teilten die Behörden im tadschikischen Duschanbe mit. Umkämpft war demnach das Gebiet Kundus nahe der strategisch wichtigen Stadt Masar-i-Scharif.


Ermordeter Milizenführer beerdigt

Der von den Taliban exekutierte oppositionelle Milizenführer Abdul Hak wurde in Afghanistan beerdigt. Das bestätigte die afghanische Nachrichtenagentur AIP. Mit einem weiteren hingerichteten Kommandeur sei Hak in seinem Heimatdorf nahe Dschalalabad im Westen Afghanistans beigesetzt worden.

Am Samstag hatten die Taliban zunächst angekündigt, Hak solle in der pakistanischen Grenzstadt Peshawar zu Grabe getragen werden. Dort sind bereits seine Frau und sein Kind beerdigt, wie vor zwei Jahren ermordet wurden.

Vorwürfe gegen USA

Hak wollte offenbar eine breite Allianz gegen die Taliban ins Leben rufen. Alle Gesprächen mit den Taliban seien bisher ohne Ergebnis geblieben, sagte Hak wenige Tage vor seinem Tod dem US-Magazin «Newsweek». Er habe versucht, Taliban-Kommandeure dazu zu bringen, mit der Opposition zu kooperieren, heißt es weiter in der aktuellen Ausgabe des Magazins.

Hak kritisierte zugleich die Luftangriffe der westlichen Allianz.

Er habe Washington vergeblich zu überzeugen versucht, von der Militäraktion abzurücken. Die USA hätten aber unbedingt die Öffentlichkeit zufrieden stellen wollen.

Friday October 26 9:25 AM ET

Taliban Says They've Executed Haq
By KATHY GANNON, Associated Press Writer


KABUL, Afghanistan (AP) - Afghan opposition figure
Abdul Haq was captured after slipping into Afghanistan
and executed by the Taliban for treason, the Taliban's
Bakhtar news agency reported Friday.

Haq, a guerrilla leader in the war against the
Soviets, had gone to Afghanistan with peace proposals
on behalf of former king Mohammad Zaher Shah, an aide
to the former monarch said in Rome.

``Commander Haq was on a mission for peace, not for
war. He was not going to fight anyone but to talk to
tribal elders to inform them about the peace
initiative of his majesty, the king,'' said the
spokesman, Hamid Sidiq.

The United States and other Western countries have
urged the former king to play a major role in forming
a government to replace the Taliban.

In a dispatch Friday, Bakhtar said Haq was captured
early Friday after villagers in Logar province, some
30 miles east of Kabul, tipped off Taliban
intelligence to his whereabouts.

A firefight ensued between Haq's party and the Taliban
in which four Taliban soldiers and three civilians
were injured, the agency said. Haq was captured but
was later executed by the Taliban, who accused him of
spying for the United States and Britain, the agency
said.

Bakhtar said Haq was ``killed by the Taliban'' under a
religious decree that stipulates death for anyone
spying for Britain and the United States.

It wasn't clear how Haq was executed.

According to Bakhtar, Haq was found with two satellite
telephones, U.S. dollars and documents. The news
agency didn't say what the documents were.

``At the same time Abdul Haq was captured one jet and
two helicopters came to try to help him but they
failed,'' the agency said.

Earlier, Taliban officials told the Afghan Islamic
Press agency that Haq was captured about 20 miles
south of Kabul. Later, Bakhtar reported that Haq was
killed in a shootout. Then came the report of his
execution.

In Peshawar, Pakistan, Haq's nephew, Mohammed Yousuf,
said ``Bakhtar news agency is lying. Know that he is
alive.''

Asked how he knew his uncle was alive, he replied:
``We don't have any source but we know that he's
alive.'' He refused to give details.

The nephew said Haq went to Afghanistan six days ago
along with six or seven people, most of them his
relatives.

If the report about Haq's death is confirmed, he would
be the second key opposition figure killed in two
months. Northern alliance leader Ahmed Shah Massood
was killed in a Sept. 9 suicide bombing.

On Jan. 12, 1999, two masked men scaled a wall at
Haq's home in Peshawar, Pakistan, and killed his wife,
their 11-year-old son and the family bodyguard. Haq
was away at the time.

No one claimed responsibility for those slayings. But
many Afghan exiles and Amnesty International say
prominent Afghan exiles and their families were
targeted by the Taliban. The Taliban said their
fighters did not operate outside Afghan territory.

 

 

Coalition divided on who should rule Kabul
By Anton La Guardia, Diplomatic Editor
(Filed: 24/10/2001)

EVEN before America has succeeded in removing the Taliban, Afghanistan's neighbours are already jostling for power in the future government, straining the coalition and raising questions about the objectives of the military action.

 
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Should their priority be to overwhelm Taliban front-line forces and clear the way for the Northern Alliance to take Kabul? Or would this simply be replacing one oppressive regime with another bent on revenge?

Could they engineer a broad-based coalition, before the advance on Kabul, perhaps led by the exiled king and including "moderate" remnants of the Taliban? This would prevent any one group taking sole charge and implementing victor's justice, but many fear it is a vain hope.

Britain has been among the countries most active in seeking a post-Taliban settlement. But Jack Straw, the Foreign Secretary, was over optimistic on Monday when he declared there was already international consensus "for the first time in three decades" on the need to establish a multi-ethnic government in Afghanistan.

In Britain's view, any settlement needs to be underpinned by its neighbours. After the Soviet withdrawal in 1989, Pakistan, India, Iran, Russia, Turkey, Takjistan and Uzbekistan all fuelled the civil war by supporting their favourite Afghan warlords.

Even before September 11, the Foreign Office had convened a conference of officials from 22 countries to discuss ways of restoring stability in a country that had become a haven for terrorism and the drugs trade.

But after the upheaval of the past month, Afghanistan's neighbours are reverting to their old scheming ways.

The neighbours may pay lip service to the need for a broad-based government, but behind the scenes they are trying to ensure that their favourites dominate.

The central problem for the West is that the anti-Taliban Northern Alliance represents mainly northern minority groups, such as Uzbeks, Tajiks and Hazaras.

The Taliban, ostensibly a religious movement, draw most of their support from ethnic Pathans, who make up about 38 per cent of the country's population and are closely linked with the Pathan across the border in Pakistan.

The trick of creating a new government will be to bring acceptable Pathan into government with the Northern Alliance.

There is a growing disagreement over the future of the Taliban. Pakistan, hitherto the main backer of Mullah Omar's regime, is trying to salvage some influence for its erstwhile allies, saying that "moderate" Taliban may be persuaded to defect and join a government.

Britain and America have given some support to Pakistan's view in the conviction that President Musharraf's support is vital to the success of US military operations.

Visiting Islamabad last week, Colin Powell, the US Secretary of State, said some Taliban could be included in a future government. But the Northern Alliance's foreign minister, Abdullah Abdullah, replied: "There is no such thing as moderate Taliban."

The Northern Alliance received strong backing on Monday from its traditional ally, Russia. "The Taliban has compromised itself by working with terrorists," said President Putin, during a stop-over in Dushanbe for talks with Burhanuddin Rabbani, the leader of the Northern Alliance and president of the officially recognised government of Afghanistan.

Pledging to provide weapons to his allies, Mr Putin said Moscow's objective was "to allow the return of civilian life and to help install a state which is friendly towards its neighbours and Russia".

Iran chimed in yesterday, saying a future government must include ethnic Pathans, but not Taliban.

The West hopes that the exiled king of Afghanistan, Zahir Shah, can become a rallying for Pathans and for the country as a whole. A group of exiled Afghan Pathans in Pakistan will meet in Peshawar today to try to create an alternative Pathan force to the Taliban.

At the same time in Istanbul, Turkey was preparing to host a gathering of opposition representatives to discuss plans to call a tribal assembly to form a future government with the involvement of the Afghan monarch.

Turkey, which enjoys traditional links with Afghanistan and supports the mainly Uzbek faction led by Gen Abdul Rashid Dostum, is playing an important role in shaping Western thinking on the future of the country.

Roger Cooper, the senior Cabinet Office official dealing with the future of Afghanistan, is expected to meet Turkey's chief Afghan strategist, Aydemib Erman.

Britain and Turkey have discussed plans to deploy United Nations humanitarian workers and peace keeping troops, probably led by Turkey, in areas held by the Northern Alliance even before the overthrow of the Taliban.

This would demonstrate visible change and improvement that could encourage defectors and consolidate the rear of the Northern Alliance as it tries to advance against the Taliban.

Under conflicting pressures from coalition members, America is issuing contradictory signals about the fate of the Afghan capital, Kabul.

At first America left intact Taliban positions around Kabul, in a clear sign that it did not want the Northern Alliance to enter the city. The Northern Alliance then said it did not want to enter Kabul until a new government was formed, suggesting it was adhering to Washington's tune.

But as the US now turns its firepower on front-line forces in Kabul, the anti-Taliban forces may not be able to resist the temptation of such a prize.

In the latest initiative, Gen Musharraf yesterday called for the city to be declared a neutral zone, issuing a warning about the danger of ethnic bloodletting should Kabul fall.

He said in an interview on Monday with Lebanon's Future TV broadcast: "I am very keen there should be a political strategy crystallised, which is put in place in Afghanistan. I would go to the extent of saying Kabul should be maintained as a neutral zone and nobody should enter that."

He added: "I feel that maybe atrocities could start if at all a vacuum is filled by the Northern Alliance."

The risks of a bloodbath are real, but President Musharraf's motives are unlikely to be altruistic. Afghanistan's greatest curse through centuries has been the meddling of foreigners - Britain included - in its internecine conflicts.

23 October 2001: Straw unveils his blueprint for a new Afghanistan
19 October 2001: Turkey agrees to lead an international alliance-building ground force
17 October 2001: Triumph for Musharraf

 

Related reports  
 
 

External links
 
UN High Commissioner for Refugees
 
Afghanistan - Human Rights Watch
 
Afghanistan urgent appeal - Islamic Relief Worldwide
 

Afghanistan - neues Spiel mit alten Karten?

Noch ist völlig unklar, welchen Verlauf die militärische Operation der USA in Afghanistan nehmen wird. Jeder Krieg birgt Risiken und Unwägbarkeiten - für diesen gilt dies ganz besonders. Und dennoch wird bereits eifrig über die Gestaltung eines Afghanistan nach den Taliban debattiert, werden Szenarien entworfen, politische Konzepte aus derSchublade geholt, aber auch Interessen formuliert und Einflusssphären abgesteckt. Begriffe wie «nation building», Demokratisierung und Pluralismus machen die Runde,über die Stationierung einer Uno-Blauhelmtruppe wird räsoniert, der Aufbau einer zivilen Übergangsregierung in Aussicht gestellt.

Man reibt sich verwundert die Augen. Was anderswo - ob in Kosovo, in Bosnien, in Osttimor, in Kambodscha oder in Namibia - schon mit grossen Schwierigkeiten verbunden war, soll nun ausgerechnet in Afghanistan eine Wendung zum Besseren bringen. Die von den USA angeführte Anti-Terror- Koalition interveniert - so ein Szenario -, verjagt die Taliban, bildet unter der Vermittlung eines greisen Exil-Monarchen eine «tragfähige», weil ethnisch breit abgestützte Regierung - und schliesst in diese unter Umständen sogar «gemässigte» Taliban ein. Gleichzeitig wird mit der Zurückbindung der Nord-Allianz verhindert, dass diese in Kabul ein Machtvakuum ausfüllen kann. Alles hat rasch zu geschehen, weil das militärische Vorgehen eine unberechenbare Eigendynamik entwickeln kann und am Hindukuschsehr bald der erste Schnee fällt. Den Abertausenden von Flüchtlingen wird grosszügigeHilfe, der zukünftigen Regierung der nationalen Einheit ein Millionenbetrag zum Wiederaufbau des kriegsversehrten Landes in Aussicht gestellt.

Man muss kein prononcierter Skeptiker sein, um solchen Plänen ein gehöriges Mass an Realitätsferne zu unterstellen. Weder sind in Afghanistan Strukturen vorhanden, die den Aufbau eines Staatswesens im modernen Sinn unterstützen würden, noch besitzen breite Bevölkerungsschichten ein durch historische Erfahrung wach gehaltenes nationales Bewusstsein, auf das sich bauen liesse.

Fragmente früherer Verwaltungsstrukturen, Formen der Bürokratie, existieren zwarnoch in Kabul und anderen grösseren Städten. Sie stammen aus der Epoche der schwachen Herrschaftsausübung unter König Zahir Shah und aus der sowjetischen Besetzungszeit. Nie jedoch vermochten sie eine inder breiten Öffentlichkeit akzeptierte Wirkung zu entfalten, eine Form der Modernisierung auch bei der ländlichen Bevölkerung auszulösen. Das gebildete Bürgertum, noch am ehesten Träger eines «afghanischen Nationalbewusstseins», bildet seit je nur eine sehr schmale Schicht in der sonst stark archaisch, von jahrhundertealten Traditionen geprägten afghanischen Gesellschaft. Das Gros dieser Intelligenz ist vor Jahren ins Exil abgewandert, hat sich fern der Heimat eine neue Existenz aufgebaut. Ein Teil ist auch umgekommen, in Kriegen, durch Repression, auf der Flucht. Eine ganze Generationvon Afghanen schliesslich ist in Flüchtlingslagern aufgewachsen. Sie kennt ihre Heimat nur aus Erzählungen, hat nie einen Fuss auf afghanischen Boden gesetzt.

Vor allem fehlt zur Bildung einer politisch tragfähigen Regierung sowohl unter den Konfliktparteien in Afghanistan als auch bei den involvierten Nachbarstaaten ein Konsens darüber, wie diese aussehen soll. Im Dunkeln liegt auch, wer die militärische Macht stellt, die dem neuen Staatsgebilde zumindest in einer Übergangsphase das Gewaltmonopol sichert. Die im Land verbliebenen Kriegsfürsten können es kaum sein: Sie haben in den letzten zehn Jahren sehr viel Eifer an den Tag gelegt, um sich in immer wieder wechselnder Zusammensetzung gegenseitig zu bekämpfen. Ihre Loyalitätensind zweckgebunden, teilweise käuflich, beruhen vor allem aber auf Clan-Strukturen und verwandtschaftlichen Beziehungen. Kriege, Besetzung, Repression, internationale Sanktionen, aber auch Naturkatastrophen wie Dürre und Erdbeben haben dasLand am Hindukusch und dessen Bevölkerung einem kontinuierlich fortschreitenden Zerfallsprozess ausgesetzt. Ob unter den sowjetischen Besatzungstruppen, unter den Mujahedin oder unter den «erwählten» Islamgelehrten der Taliban - stets waren die Afghanen Manövriermasse im Ringen um Macht und Einfluss, um Territorialbesitz und den «richtigen» Glauben. Und fast immer hatten ausländische Mächte ihre Hand im Spiel. Mit dem literarisch überhöhten «Great Game» des 19. Jahrhunderts, bei dem das britische Empire und das zaristische Russland Kartographen und Geheimdienstoffiziere in abenteuerlichen Expeditionen in die zentralasiatische Region entsandten, um Einflusssphären abzustecken, hat diese ausländische Einmischung spätestens seit demEnde der sowjetischen Besetzung Afghanistans nicht mehr viel zu tun.

Nicht grosse strategische «Designs», sondern sich gleich mehrfach überschneidendeethnische, religiöse, lokal- und regionalpolitische Rivalitäten bestimmen seit dem Endedes Kalten Krieges das Schicksal Afghanistans. Sie sind von kurzfristigen, realpolitischen Überlegungen geleitet. Exemplarisch dafür ist der Aufstieg und Fall der Taliban: Das amerikanische Projekt einer Erschliessung der zentralasiatischen Erdgas- und Erdölfelder mit Pipelines quer durch Afghanistan an die Küste Pakistans zielte darauf ab, «unsichere» Regionalmächte wie Iran zu umgehen. Dazu musste Afghanistan befriedet werden, ein Mindestmass an politischer Stabilität entstehen. Als daher Mitte der neunziger Jahre die «Studenten» aus den Koranschulen Belutschistans und Nordpakistans auftauchten, um mit dem Schwert des Islams und der tatkräftigen Unterstützung des pakistanischen Geheimdienstes der Willkür in ihrer Heimat ein Ende zu bereiten, weckten sie auch in Washington zunächst durchaus berechtigte Hoffnungen. Doch die Zöglinge Pakistans, mit deren militärischer Förderung sich Islamabad die langfristige Sicherung des paschtunischen Einflusses in Kabul versprach, wurden rasch erwachsen, verfolgten immer rücksichtsloser ihr Ziel der Errichtung eines «reinen» Gottesstaates und isolierten sich mit ihrer puritanisch-regressiven Auslegung des Korans zusehends vom Rest der Welt.

So wurden innerhalb von nur einer Dekade aus Hoffnungsträgern Parias, aus diskreditierten Kriegsfürsten wieder Hoffnungsträger. Während Saudiarabien undandere Staaten der Golfregion den Koranschülern aus religiöser Verbundenheit jahrelang fleissig die Taschen mit Geld füllten, siemit Waffen, militärischem Wissen und Konsumgütern eindeckten, bewahrten Iran, Russland, wohl auch Indien und indirekt westliche Staaten die Milizen der Nord- Allianz vor dem militärischen Untergang - sei es, weil sie den islamischen Extremismus fürchteten, sei es, wie im Fall Irans, zur Stützung der schiitischen Minderheit der Hazara.Der unter fragwürdigen Umständen legitimierten Exilregierung unter Präsident Burhanuddin Rabbani blieb die völkerrechtliche Anerkennung erhalten. Schillernde Figuren wie der inzwischen ermordete General Ahmad Shah Masud wurden zu Helden imKampf gegen die Taliban hochstilisiert, ungeachtet ihrer Mitverantwortung für den Zerfall des Landes.

Die Ereignisse des 11. Septembers haben Fronten aufgeweicht, das geopolitische Gleichgewicht gerade auch in der zentralasiatischen Region verschoben. Es wäre aber blauäugig anzunehmen, die Staaten beidseits der afghanischen Frontlinie hätten deswegen plötzlich deckungsgleiche Interessen. Der Kampf gegen den Terrorismus eint mit Sicherheit nur vorübergehend.

Längerfristig entscheidend ist, ob sich Afghanistans Nachbarn, allen voran Pakistan und Iran, aber auch Staaten wie Russland, Saudiarabien und die USA wirklich auf eine gemeinsame politische Lösung für das Land einigen können. Nur wenn es gelingt, die bestehenden ethnischen, lokal- und regionalpolitischen Rivalitäten zu überbrücken, kann das Land am Hindukusch stabilisiert werden. Es wäre dies die wirksamste Vorkehrung dagegen, dass Afghanistan nach dem Fall der Taliban wieder in das Chaos und die gewalttätige Willkür früherer Jahre zurückfällt.

msn. Neue Zürcher Zeitung, 20. Oktober 2001

Die Drangsal der Befreiung

Das schwierige Zusammenleben im Vielvölkerstaat Afghanistan

Afghanistans Lage im Schnittpunkt der drei Subkontinente West-, Zentral- und Südasien hat das Land immer schon anfällig gemacht für die Expansionspolitik seiner Nachbarn. Dieser Bedrohung von aussen hat der ethnisch vielfältig zusammengesetzte Staat wenig innere Standfestigkeit entgegenzusetzen. Dies dürfte auch den Aufstieg der Taliban begünstigt haben; die Befreiung aber hat eine schreckliche Kehrseite.

«Wenn der Paschtune in seiner Pelzjacke eine Laus findet, dann wirft er die ganze Jacke ins Feuer.» Dieses Sprichwort stammt von den Paschtunen selbst, denn sie sehen sich gern und unkritisch als «ganze Männer», die sich mit Halbheiten nicht zufriedengeben. Seit einigen Jahren geben nun in Afghanistan solche Männer, als Taliban oder Koranschüler religiös ausgewiesen, ihren extrem aggressiven und virilen Ton an, der nun wahrlich keine Halbtöne erkennen lässt.

Im Vielvölkerstaat Afghanistan repräsentieren die Paschtunen das eigentliche, vor allem im Süden lebende «Staatsvolk», aber sie dominierten meistens weniger, als ihrer ethnischen und kämpferischen Stärke zukommen würde. Ihre Sprache, das als ostiranisch klassifizierte Paschtu, ist nicht die Landes- und Verkehrssprache, denn diese Stellung nimmt das Persische afghanischer Ausprägung, genannt Dari, ein. Es wird von vielenVolksgruppen, darunter besonders den Tadschiken, und in den meisten Städten gesprochen. Kabul ist seit alters eine Dari sprechende Stadt.

Dieses Dari kittet etwas die grossen kulturellen und sprachlichen Unterschiede in einem Land, das im Schnittpunkt der drei Subkontinente West-, Zentral- und Südasien liegt. Neben westasiatischen Paschtunen, Tadschiken, Tschahr-Aimaq und Balutschen finden sich zentralasiatische Hazara, Usbeken und Turkmenen, während kleinere Ethnien im Osten des Landes, darunter vor allem die Paschai, sprachlich zum indischen und damit südasiatischen Bereich gehören.

Ethnische Minoritäten

Im Nordosten des Landes, in den Tälern des Hindukusch, im Wakhan und im Pamir-Zipfel, der im Osten an China grenzt, findet sich eine ganze Palette von Minoritäten, die so verschieden sein können wie etwa die «arischen» Nuristani, die südlich des Hauptkammes siedeln, und die turkstämmigen Kirgisen am Pamir. Mit den Nuristani hat es dabei eine besondere Bewandtnis, dasie bis zur Islamisierung im Jahr 1896 als menschenjagende, animistischen Vorstellungen unterworfene «Kafiren» («Heiden») viel Aufmerksamkeit erregten.

Durch die Bedeutung ihrer Sprache und ihrer Rolle als das verhältnismässig gebildete und arbeitsame «Stadtvolk» nehmen die urbanisierten Tadschiken eine zentrale Position ein. Es gibt aber auch eine wehrhafte tadschikische Bergbevölkerung, wie vor allem im Panjshir-Tal nördlich von Kabul, von wo Ahmad Schah Masud herstammte. Die einst nomadisch und kriegerischausgerichteten Turkvölker der Usbeken und Turkmenen sind «Neuankömmlinge», wobei viele von ihnen tatsächlich erst in den 1920er Jahren auf der Flucht vor dem Kommunismus aus der UdSSR nach Afghanistan gekommen waren. Beide nunmehr friedlichen Volksgruppen brachten eine spezifische Schafzucht (Karakulfelle) und Teppichkunst ins Land, die beide von grosser wirtschaftlicher Bedeutung für Afghanistan geworden sind.

Eine Sonderstellung nehmen die isoliert im Zentrum lebenden, etwa eine Million zählenden, Persisch (eigentlich: Hazaragi ) sprechenden Hazara ein. Ihre mongolische Herkunft ist eindeutig,aber historisch ungeklärt, und ebenfalls rätselhafter Ursache sind der Verlust ihrer originalen Sprache und ihre Bekehrung zum schiitischen Islam. Dadurch im sonst fast durchwegs sunnitischen Afghanistan als Sektierer eingestuft, tragen sie das doppelte Stigma der ethnischen Geringschätzung und religiösen Ablehnung. Nach ihrer Niederwerfung im ausgehenden 19. Jahrhundert wurden sie grossen Repressalien ausgesetzt. In Kabul vor allem als Lastenträger beschäftigt, gelten sie als ausserordentlich zäh und wehrhaft.

Staatsgründung

Diesen Ruf der Wehrhaftigkeit wollen freilich die Paschtunen für sich reklamieren, zählen sie sich doch zu den besten Kriegern der Welt. Mit ihrem (je nach Standpunkt) 45-55-prozentigen Anteil an der afghanischen Gesamtbevölkerung von 13-15 Millionen stellen sie die weitaus stärkste Ethnie des Landes dar, sie sind aber relativ spät in die Geschichte eingetreten, dafür umsodurchschlagender. Im Jahr 1747 gründeten südpaschtunische Stämme den neuen Staat Afghanistan, geführt vom Stammesfürsten Ahmad Schah als König. Mit der Übersiedlung der Hauptstadt von Kandahar nach Kabul bereits im Jahr 1775 begann allerdings die allmähliche «Tadschikisierung» der Königsfamilie und des Verwaltungsapparats. In der Folge wandten sich die paschtunischen Stammesführer wieder mehr ihren Stammesangelegenheiten zu.

Gegen dieses grosse, in Stammesverbänden gegliederte Volk der Paschtunen, auch Pachtunen oder Pathanen oder «Afghanen» genannt, führten dann im 19. Jahrhundert die Briten mehrere Feldzüge. Es ging ihnen damals um den Schutz derNordwestgrenze «ihres» Indien gegen die in Zentralasien bedrohlich näher rückenden Russen, und gerade dort, im Süden Afghanistans und in einem breiten Streifen entlang der fraglichen Grenze, siedeln vor allem Paschtunen. Die Briten mussten bald erkennen, dass ihnen mit militärischen Mitteln nicht beizukommen war. Eine lange Reihevon negativen Epitheta wie leidenschaftlich, aufbrausend, ehr- und machtsüchtig, unkontrollierbar, selbstgefällig, selbstgerecht, arrogant, eigensinnig, heimtückisch, käuflich usw. wurde ihnen in der Folge angehängt. Andererseits bewunderte man ihr Kriegertum und die Erscheinung der gross gewachsenen, schlanken und stolz agierenden Männer.

Die Briten gaben schliesslich ihre Versuche auf, die Paschtunen in irgendeiner Form zu unterwerfen, und gingen zu einer Divide-et-impera -Politik über. 1893 zwangen sie Afghanistan eine Grenzziehung auf, die das paschtunische Volk in zwei Hälften spaltete. Die in Afghanistan verbliebene Volkshälfte konnte sich bald darauf ausdehnen, da die Regierung in Kabul die Öffnung weiter, von anderen Ethnien bewohnter Landstriche für die paschtunische Ansiedlung und Nutzbarmachung erzwang. Dadurch kam es auch zu einer grossen Ausbreitung des ethnisch vor allem paschtunischen Nomadismus, einer Lebensform, die dem Drang dieses Volks nach Selbständigkeit und Freiheit entgegenkommt. Ein Netz von schliesslich bis 1,5 Millionen zählenden Nomaden mit ihren schwarzen Zelten und grossen Schafherden überzog das ganze Land, reichte bis in die fernsten und von ganz anderen Ethnien dominierten Gebiete, was natürlich auch zu grossen Spannungen führte. Erst im jüngsten Krieg bestand regional die Möglichkeit, die Nomaden wieder zu verdrängen, wie dies auch von den Hazara erreicht wurde.

Rigider Ehrenkodex

Weniger mit den Nomaden als mit der sesshaften Volkshälfte der Paschtunen auf beiden Seitender heute afghanisch-pakistanischen Grenze verbindet sich ein ganzes Spektrum von rigiden Verhaltensregeln, die im ungeschriebenen Ehrenkodex des Paschtunwali verankert sind. Darin spielen Begriffe wie nang für Ehre, tura für Heldenmut, melmastia für das Gast- und Schutzrecht und namus für die totale Abschirmung der Frau gegen Gefahren und Verführungen eine dominierende Rolle. Eine Verletzung dieses Stammesrechts bedeutet für einen gheiratman, den «ehrenvollen Mann» der Paschtunen, viel scharm («Schande»). Für die Ehrenrettung opfert man alles. Es ist eine Welt der kleinen oder grossen Stammesführer oder -fürsten, die im Schutz ihrer burgenartigen Behausungen und Scharen von treuen Anhängern ihre persönliche Macht- oder Rachepolitik betreiben.

Die Taliban rekrutieren sich aus eher unbedeutenden Männern dieser Welt. Sie hatten sich während des Krieges gegen die Sowjets und dann gegen das von ihnen im Stich gelassene Regime in Kabul nicht nur mit Waffen versorgt und vertraut gemacht, sondern in pakistanischen madrasas (religiöse Lehranstalten) auch mit religiösem «Kampfstoff» versorgt. Zum Teil in Reaktion auf die kommunistische Propaganda aus Kabul, doch auch schon vorher hatten sich allerdings in Pakistan extreme islamistische Lehrmeinungen durchgesetzt. Sie dominieren nun vielfach in den unzähligen pakistanischen und jetzt auch afghanischen madrasas , die nach dem Zusammenbruch des weltlichen afghanischen Schulsystems an deren Stelle getreten sind. Mit den Jahren entstand eine ganze «Armee» von stellenlosen geistlichen Absolventen, somit von Mullahs, die zuletzt zusehen mussten, wie Afghanistan ein Spielball von Warlords wurde. Man hörte vor allem auch, dass sich lokale Kommandanten oft an Frauen vergriffen, was gerade bei den Paschtunen mit ihrem extremen Begriff von der Frauenehre zu grösster Entrüstung führen musste.

Es könnte auch tatsächlich so sein, dass der erfolgreiche Eroberungszug der Taliban durch die Vergewaltigung einer Frau in einem Dorf im Süden Afghanistans ausgelöst wurde. Angeblich hatten empörte Taliban unter der Führung des Mullahs Mohammad Omar den Täter, einen lokalen Kommandanten, ergriffen und exekutiert. Zahlreiche weitere Taliban schlossen sich daraufhin an, und allmählich kam der Zug ins Rollen, bis er im September 1996 Kabul erreichte.

Der grosse Erfolg der Taliban ist in der Hauptsache in ihrer ethnischen Zusammengehörigkeit aus dem paschtunischen Süden des Landes und der allgemeinen Sehnsucht nach Ruhe und Ordnung in einem von zerstrittenen Warlords oft sehr willkürlich beherrschten Land zu suchen. Für viele erschienen die Taliban als zwar religiös fanatisierte, aber immerhin doch begrüssenswerte Befreier von Unrecht, Willkür und endlosenKämpfen. Bald ergab sich freilich die erschreckende Erkenntnis von einem freudlosen und eigentlich auch zukunftslosen, völlig isolierten Leben im Schatten religiöser Radikalismen.

Max Klimburg

Neue Zürcher Zeitung, 6. Oktober 2001

 

Gute Krieger - schlechte Herrscher

Afghanistan fehlt für einen politischen Neuanfang die Führungsschicht

Bereits wird über die politische Neuordnung Afghanistans nach den Taliban diskutiert. Fähige Führungspersönlichkeiten jedoch sind rar. In den über 20 Jahren Krieg ist die geistige und politische Elite von einst entweder getötet worden oder geflohen. Im Land verblieben sind Kriegsfürsten, deren politischer Leistungsausweis sehr dürftig ist.

msn. Der neue Hoffnungsträger in den Bemühungen um eine Neuordnung der politischen Landschaft Afghanistans nach einer wie auch immer gearteten Intervention gegen die Taliban heisst derzeit Zahir Shah. Der 86-jährige frühere König ist über Nacht in seinem Römer Exil zu einem gefragten Gesprächspartner für Diplomaten und Emissäre geworden; er verfüge, so heisstes, als Einziger über die Autorität und das Ansehen unter den rund 20 Millionen Afghanen,seine Heimat nach einem allfälligen Fall des Taliban-Regimes zu einen und einen Stammesrat, die «loya jirga», einzuberufen. Dieser hätte dann eine Regierung der nationalen Einheit zu bilden. Ob ein solches Vorhaben gelingt, ist aber fraglich.

Nostalgische Erinnerung an bessere Zeiten

Zahir Shah stammt aus der Durrani-Dynastie, dem einflussreichsten Clan unter den Paschtunen, die mit etwas über 40 Prozent die Bevölkerungsmehrheit Afghanistans stellen. Das Machtzentrum der Durrani lag einst im Süden des Landes, also dort, wo heute auch die Taliban ihre Herrschaft konzentrieren. Zahir bestieg 1933 mit 19 Jahren als Letzter der Dynastie in Kabul den Thron; 1972 wurde er von seinem Neffen Mohammed Daud gestürzt und ins Exil vertrieben. Kritische Stimmen beurteilen rückblickend seine Regentschaft als schwächlich und zu stark auf das Paschtunische ausgerichtet. Immerhin vermochte der König schwere innere Zerwürfnisse entlang ethnischer Bruchlinien zu verhindern. In den sechziger Jahren leitete er sogar eine behutsame politische Liberalisierung ein. Sie blieb jedoch in Ansätzen verhaftet und berührte nur die sehr dünne Schicht des gebildeten Bürgertums. Ausserhalb der Städte blieb der Einfluss des Königshauses stets beschränkt; die Macht wurde auf dem Land traditionellerweise von den Stammes- und Clanfürsten sowie der Geistlichkeit ausgeübt. An diesem Zustand hat sich bis heute - auch unter den Taliban - nicht viel geändert.

Für jene Afghanen, die sich noch an die damalige Zeit erinnern, dürfte Zahir Saud über ethnische Grenzen hinweg durchaus einen Hoffnungsschimmer darstellen. Ihre Zahl ist aber inzwischen kaum mehr grösser als die jener Afghanen, die König Zahir nicht mehr bewusst erlebt haben. In den drei Jahrzehnten haben Kriege, Hunger und Verelendung zu einer starken gesellschaftlichen Umwälzung geführt. Praktisch die ganze Intelligenz ist exiliert oder in den Kriegen umgekommen. Die überwiegend ländliche Bevölkerungsmehrheit ist durch Gewalt, Dürrekatastrophen, Hunger und Verelendung vielfach traumatisiert und aus ihrem sozialen Gefüge herausgerissen worden. So kennt eine ganze Generation das eigene Land nur im Zustand der Krise. Die Kinder dieser Eltern haben zum Teil gar noch nie einen Fuss auf afghanisches Territorium gesetzt, da sie in pakistanischen und iranischen Flüchtlingslagern zur Welt gekommen sind und dort aufwachsen. Ob unter solchen Voraussetzungen ein greiser Ex-Monarch Zuversicht auf bessere Zeiten wecken kann, ist schwierig abzuschätzen.

Angst vor paschtunischem Irredentismus

In Islamabad weckt Zahir Shah mit Sicherheit keine positiven Gefühle, auch wenn der pakistanische Junta-Chef Musharraf eine Mitarbeit des Ex- Königs bei einer politischen Neuordnung nun ausdrücklich begrüsst. Hier den Druck der USA zu vermuten, liegt nahe. Das Verhältnis zwischen dem König und Pakistan war stets stark getrübt. Die von Kabul geförderte irredentistische Paschtunen-Bewegung im Norden Pakistans, die in derForderung nach einem paschtunischen Staatsgebilde gipfelte, führte unter Shahs Regentschaft fast zum Krieg mit dem Nachbarn.

Islamabad beäugt seit je jeden Versuch, in Kabul eine eigenständige (national-paschtunische) Herrschaft aufzubauen, mit grösstem Argwohn. Dies wurde letztmals 1992 deutlich, als ein international abgestützter Befriedungsplan für Afghanistan Zahir Shah eine Schlüsselrolle zuwies. Dessen Plan, eine loya jirga einzuberufen, wurde von Islamabad mit Erfolg hintertrieben. Vor drei Jahren schliesslich versandete ein ähnlicher Versuch wegen der Nicht-Kooperation derTaliban, die zweifellos im Sinne Pakistans handelten. Die Koranschüler sind in ihrer Mehrheit zwar auch sunnitische Paschtunen. Sie aber konnten leichter am Gängelband des (ebenfalls paschtunisch dominierten) pakistanischen Geheimdienstes ISI und so unter Kontrolle Islamabads gehalten werden, weil sie in fast allen Bereichen auf die Hilfe Pakistans angewiesen sind.

Gleichzeitig wird Islamabad alles daransetzen, einer nichtpaschtunischen Machtentfaltung Einhalt zu gebieten. Diese hätte zur Folge, so befürchtet Pakistan, dass der russische Einfluss in Afghanistan wieder stärker würde. Eine solche Entwicklung ist schon deshalb nicht im Interesse Islamabads, weil Afghanistan im Konflikt mit Indien eine strategische Bedeutung zugemessen wird. Die USA dürften darauf Rücksicht nehmen, wollen sie einer weiteren Destabilisierung der Region vorbeugen.

Die Nord-Allianz weckt ungute Gefühle

Mit Sicherheit auf wenig Sympathien stossen dürfte bei einer Mehrheit der Afghanen ungeachtet ihrer ethnischen Zugehörigkeit eine Rückkehrvon Vertretern der Nationalen Vereinigten Islamischen Front zur Rettung Afghanistans, kurz Nord-Allianz, an die Schalthebel der Macht. Auch erklärte Gegner der Taliban erinnern sich mit Schaudern an die Willkür, das Chaos und die Gewalt, die über weite Strecken die Periode zwischen dem Sturz des letzten sowjetischen Statthalters Najibullah 1992 und dem Einmarsch der Taliban 1996 geprägt hatten. Namen wie Dostom, Hekmatyar, Masud oder Rabbani besitzen keinen mythischen Klang mehr. Keiner dieser Kriegsfürsten hat in der Vergangenheit bewiesen, dass er das Land zu einen und zu regieren wusste. Im Gegenteil: Die Bevölkerung hat am eigenen Leib bitter erfahren, wie rasch Zweckbündnisse in tödliche Feindschaft zerbrechen können und wieruchlos die einzelnen Milizen ihre Macht zu verteidigen suchen, wenn sie diese einmal in den Händen halten. Diese Erfahrung war mit ein wichtiger Grund für den kometenhaften Aufstieg und die lange Zeit ungefährdete Stellung der Taliban: Die Koranschüler waren zwar ebenso unfähig, einen funktionierenden Staat aufzubauen, und sie haben mit ihrer puritanisch-regressiven Auslegung des Korans vielen Afghanen das Leben zur Hölle gemacht. Immerhin aber ist es ihnen gelungen, ein Mindestmass an Stabilität und Sicherheit in ihrem Herrschaftsgebiet zu bewahren.

Geschwächt durch Verrat und Käuflichkeit

Derzeit ist nicht zu erkennen, wer in der Nord- Allianz die Autorität und die Stärke besässe, ein allfälliges Machtvakuum nach einem Fall der Taliban aufzufüllen. Die grösste Miliz in dem überaus heterogenen Zweckbündnis ist die Jamiat-e Islami von Burhanuddin Rabbani, der 1992 vom afghanischen Widerstand in Peshawar als Präsidentgegen das Regime Najibullah auf den Schild gehoben worden war. Rabbani, der immer noch formell als Staatsoberhaupt amtiert, ist Tadschike, Sunnit und gilt als «gemässigter» Islamist. Der Rechtsgelehrte, der unter anderem auch an der Azhar-Schule in Kairo studierte, hat es in der Vergangenheit verstanden, sich den politischen Konstellationen zur Wahrung der eigenen Interessen jeweils rasch anzupassen. Aber auch ihm ist es nie gelungen, eine stabile Regierung zu bilden.

Seine Miliz geniesst heute die Unterstützung sowohl Russlands als auch Irans, wobei Teheran die Jamiat aus realpolitischen Überlegungen mit Rüstungsgütern versorgt. Religiös würde der Hezb-e Wahdat, eine Miliz der schiitischen, Persisch sprechenden Minderheit der Hazara unter Führung Abdul Karim Khalilis, den Iranern näherstehen. Nach mehreren schweren Niederlagen in Zentralafghanistan ist diese Gruppe aber vorläufig noch zu schwach, um eine ernsthafte politische Rolle spielen zu können. Allerdings könnte sich dies in den kommenden Tagen und Wochen rasch ändern: Seit der Ermordung Ahmad Shah Masuds, des militärischen Führers der Jamiat, ist unklar, ob Rabbani mit seiner nun von Mohammed Fahim kommandierten Miliz weiterhin eine Vorreiterrolle spielen kann.

Masud, eine der am stärksten romantisierten Lichtgestalten des Widerstandes gegen die sowjetische Besatzung und die Taliban, war zweifellos der fähigste Taktiker im Lager der Nord-Allianz. Seine Bergfestung im Panjshir-Tal blieb für die Taliban unbezwingbar. Gleichzeitig vermochte aber auch Masud die inneren Spannungen und Risse in der Allianz nur mit grosser Mühe zu kitten. Viele der militärischen Niederlagen der Nord-Allianz sind nicht auf verlorene Schlachten zurückzuführen, sondern auf Verrat, interne Fehden und auf die Käuflichkeit der jeweiligen Frontkommandanten und lokalen Kriegsfürsten. Ganze Einheiten sind so zu den Taliban übergelaufen.

Als besonders anfällig in diesem Punkt hat sich die Jumbesh-e Milli unter General Dostom erwiesen, die bis zu ihrem Abfall 1992 die wichtigstemilitärische Stütze der kommunistischen Statthalter in Kabul war. Bis vor kurzem war diese vor allem aus Usbeken zusammengesetzte Miliz kaum mehr in Erscheinung getreten, nicht zuletzt, weil sie sich durch ihr geringes Mass an Loyalität selbst schwächte. Inzwischen soll Dostom eine Offensive gegen die Taliban in Richtung Mazar-e Sharif eingeleitet haben: Moskau, aber auch die angrenzenden zentralasiatischen Republiken, dürften wie schon in der Vergangenheit darauf achten, dass die Jumbesh im Norden ihre Interessen wahrt.

Die wohl unberechenbarste Figur der jüngeren afghanischen Geschichte, Gulbuddin Hekmatyar, hat seinerseits aus dem iranischen Exil verlauten lassen, er stehe auf «keiner Seite», ja würde einen amerikanischen Angriff auf seine Heimat bekämpfen. Der Führer des paschtunischen Hezb-e Islami, einst ein auch von den USA unterstütztes Liebkind Pakistans, hat schon gegen fast alle Konfliktparteien Krieg geführt und gleichzeitig mit ebenso vielen Bündnisse geschlossen, meist gegen gutes Geld. Hekmatyar dürfte mit der Vorstellung liebäugeln, als Paschtune nach einem ersten Scheitern einer Regierungsbildung gute Chancen auf eine Machtergreifung zu haben - zumal er für Islamabad ein akzeptabler Statthalter wäre. Für jeden Nicht-Paschtunen jedoch ist er ein rotes Tuch.

Divergierende Interessen der Drittstaaten

Nicht ganz auszuschliessen ist schliesslich, dass die Taliban in veränderter personeller Zusammensetzung an ihrer Spitze und nach einer politischen Öffnung für Pakistan, möglicherweise sogar auch wieder für Washington, salonfähig werden könnten. Schon vor der jetzigen Bedrängnis hat es Indizien dafür gegeben, dass es innerhalb der Bewegung Spannungen über den einzuschlagendenKurs gibt. Während das Machtzentrum um Mullah Omar in Kandahar - möglicherweise unter dem Einfluss von Jihad-Kämpfern aus dem Umfeld Usama bin Ladins - eine kompromissloseKonfrontationspolitik gegenüber den USA einschlägt, gibt es durchaus auch gemässigtere Stimmen. Eine gehört dem in Kabul residierenden «Aussenminister» der Miliz, Ahmad Motawakil.

Ein rascher Herrschaftszerfall der Taliban ohne klare Nachfolgeregelung jedenfalls droht das Land in ein Machtvakuum zu stürzen, wie es nach dem Abzug der Sowjettruppen und dem Fall des Najibullah-Regimes bereits einmal entstanden war. Damals wie heute ist vorläufig keine politische Alternative in Sicht, was das Risiko erhöht,dass einst rasch zugeschüttete Gräben auch zwischen jetzt Verbündeten wieder aufbrechen. Zudem ist nicht klar, was für eine Regierung für die direkt involvierten Drittstaaten USA, Pakistan, Russland, Iran und Saudiarabien eigentlich akzeptabel wäre. Ausser der «Terrorbekämpfung» sind deren Interessen in Afghanistan noch immer alles andere als deckungsgleich.

Neue Zürcher Zeitung, 6. Oktober 2001

 

Looking beyond the Taliban
Insight on the News
Washington
Nov 12, 2001


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Authors:                  Hans S Nichols

Volume:                   17

Issue:                    42

Pagination:               24-25

ISSN:                     10514880

Subject Terms:            Postwar reconstruction
                           Leadership
                           Military engagements
                           Foreign policy

Geographic Names:         United States
                           US
                           Afghanistan


Abstract:

While the bombs still are raining on Afghanistan, there's a lot of talk
in Washington - and at UN. headquarters in New York City as well as the
European Union seat in Brussels, Belgium - about a "Marshall Plan" to
rebuild
Afghanistan and a U.N. role in that effort.
Copyright Washington Times Corporation Nov 12, 2001

Full Text:

NATION: Foreign Policy

President Bush's stance on the war against terrorism has created new
alliances,
but once the Taliban regime is defeated in Afghanistan what will happen
remains unclear.

October is Nobel Peace Prize time. Even when peace is far off in the
horizon,
the Swedish Academy still doles out the prizes, often using the opportunity
to make political commentary. This year, two awards raised eyebrows.

For the literature prize, the committee smiled upon V.S. Naipaul, a
Trinidadian
author of Hindu parentage who has written powerfully about the "calamitous
effect" of Islam. By giving the award to Naipaul, an unapologetic advocate
of Western values, the committee made a statement about what civilization
means and what it means to be civilized.

While conservatives cheered the Naipaul selection, the decision to award
U.N. Secretary-General Kofi Annan of Ghana its centennial peace prize
elicited
groans across the political spectrum.

Even that British barometer of lefty weather, the Manchester Guardian,
thought it was too much: "Kofi Annan, the career bureaucrat, has given
up nothing. He has been rewarded for doing as he is told, while nobly
submitting
to a gigantic salary and bottomless expense account." On this side of the
Atlantic, the Wall Street Journal was no less harsh, noting that "Today,
Iraq looms as a much larger threat politically, economically and militarily
- than it did before Mr. Annan's visit."

While the bombs still are raining on Afghanistan, there's a lot of talk
in Washington - and at UN. headquarters in New York City as well as the
European Union seat in Brussels, Belgium - about a "Marshall Plan" to
rebuild
Afghanistan and a U.N. role in that effort. At the same time that friends
and enemies of the United Nations are drawing their familiar lines in the
sand, a new alliance may be emerging: an alliance set in motion by the
"Bush Doctrine" that countries either are with the United States or with
the terrorists.

"The public and the media haven't awakened yet to what the president has
said. This isn't like saying `no new taxes.' The constituency is entirely
different," says Gen. William Odom, former director of the National Security
Agency and now a scholar at the Hudson Institute.

But, as President George W. Bush erects a new diplomatic architecture,
the question of how to rebuild former terrorist states will not go away.
Even proponents of a strong UN.-led rebuilding effort are aware of the
looming difficulties. "You need to address a number of issues: political
justice, economic stability and cultural problems," says Chantal de Jonge
Oudraat, a scholar at the Brookings Institution. "You can't just do this
in a year, maybe five years, or much longer. We'll probably have to put
down troops in the region for it to work."

Odom agrees that "any sort of Marshall Plan comes with troops," but he's
skeptical of this kind of thinking. In fact, he argues that analogies to
the Marshall Plan are misleading: "They are based on all sorts of fallacious
assumptions" because in Germany "we were rebuilding a country with existing
structures. In Afghanistan there have never been any."

Not wanting to waste any time, the Brookings Institution, a center-left
think tank in Washington, sponsored a forum on "America Strikes Back: What
Comes Next?" during the first week of the bombing. And Bush also has made
it clear that in his view the United States cannot "simply leave after
a military objective has been achieved." Something must be done, the
president
has insisted, "to work for a stable Afghanistan."

Th many U.N. advocates the president's pledge rang hollow; they fret that
not enough "postbombing" planning is being done to put the internationalists
in charge with a huge budget. There is a fear that the U.S.-led coalition
will lose interest once Afghanistan is freed from the Taliban. "We need
to be doing much, much more right now," says Jamie Metzl, a National
Security
Council adviser in the Clinton administration. But the task, according
to Metzl and other advocates of U.N. nationbuilding, is a difficult one.


Indeed, the United Nations' track record on cobbling together governments
is not a glorious one, say both its proponents and skeptics. From Cambodia
to Namibia, U.N. efforts to establish legitimate democracies have not been
great successes, admits Metzl. While East Timor no longer is being
brutalized
by Indonesia, and though it now is essentially a U.N. protectorate,
democratic
institutions have yet to be seeded there.

[IMAGE PHOTOGRAPH] Captioned as: Freedom for all? A woman votes in East
Timor's first democratic election, achieved with UN assistance.

"We should avoid the East Timor trap, where there's virtually no local
control," cautions Metzl. As for Afghanistan, "It's a real challenge, a
real balancing act to develop a civil society in a country where democratic
institutions have never existed," he continues. "If you just let the
Northern
Alliance take over, you'll have another war on your hands in a few years,"
predicts Oudraat.

"Afghanistan needs leaders with some credentials, perhaps even alongside
a Taliban faction," suggests Metzl. "In Croatia, former war criminals took
over, but at least a democratic process was in place"

"All this talk of rebuilding Afghanistan seems a bit premature," says Rep.
Ron Paul (R-Texas), a consistent U.N. critic. While many look to the United
Nations to rebuild Afghanistan, up to this point the coalition has been
led by the United States, not the United Nations. "The U.N.'s role has
been negligible in all of this," says John Holtzman of the Heritage
Foundation.


Even so, there are calls for a firm U.S. commitment to rebuild Afghanistan
through the United Nations. "What's important is that the U.N. gets the
resources to do the job," says Brookings' Oudraat. She argues that the
Bush administration needs to unveil a plan "as a very clear gesture from
the United States. It would give the United States a much better image
in the Muslim world."

But U.N. critics ask how many more gestures the Muslim world needs. In
the military campaign, the U.S. coalition has received a fair amount of
support. That may be because "the world without the Taliban is a better
world for their immediate neighbors," says Holtzman. "One reason why the
U.S. has received permission to use airfields in Pakistan, Uzbekistan and
Tajikistan is because the Taliban is a very bad neighbor." Even Iran, a
country not known for its pro-American views, is offering some support.


In Uzbekistan, a former Soviet republic where radical Islam is seen by
the regime as a menace, the "United States is doing them more of a favor
than they are for us," says a State Department official. It's unlikely
that U.S. planes would be allowed into Uzbekistan if Russia - its former
Soviet master - had not consented. That wasn't a problem because Moscow
is all too eager to gain new allies against the Islamic extremism
threatening
its underbelly in Chechnya, say regional specialists. Facing similar
problems
on its own border, the People's Republic of China has surprised Western
diplomats with support, however mild, of the U.S. effort. Is a new alliance
taking shape?

While support from states such as Uzbekistan and Oman have been cited as
encouraging, U.S. diplomatic missions have made a point of treading gingerly
in negotiation with Pakistan and Saudi Arabia. In fact, some congressmen
say they are disappointed with our "friends the Saudis" because they
reportedly
have refused the United States access to their air bases. "We saved them
from Saddam Hussein and this is the thanks we get," says a disgruntled
Republican lawmaker privately.

But, to some Middle East experts, Saudi Arabia's reluctance formally to
ally itself with the United States in this matter is a reflection of the
country's own internal politics. "We're not going to harp on these things.
We're not going to force the issues," says David Schenker of the Washington
Institute for Near East Policy. With per-capita gross domestic product
down by two-thirds and Islamic extremism on the rise, the political
situation
in Saudi Arabia is very volatile. "We don't want to tilt the balance,"
offers Schenker.

As for Pakistan - one of the Taliban's original patrons and closest ally
- both diplomatic carrots and sticks have been offered. Remember that this
is "a country that is only marginally not listed as a terrorist-sponsoring
state," a Washington diplomat tells Insight. In September the United States
did lift the economic sanctions placed on Pakistan and India as a result
of their nuclearweapons programs. But, according to Schenker, "This would
have happened anyway. The process may have been accelerated by a few
months."


Is the Bush Doctrine forcing the nations of the world to take sides in
the war against terrorism? Or is their apparent support a matter of
convenience
for countries anxious to have the U.S. eliminate a political cancer they
fear may metastasize in their own direction? Regardless, "This coalition
is of the `I'm willing,"' says Holtzman. "We've made almost no concessions."


As Bush put it in his speech to Congress, those upon whom the U.S. calls
for assistance must join the effort to cleanse the world of global
terrorists
"or they will share in their fate."

[IMAGE PHOTOGRAPH] Captioned as: War fallout: The US. is considering how
to rebuild Afghanistan even as the bombs continue to hit their marks.

Hans S. Nichols is a reporter for Insight.

Reproduced with permission of the copyright owner.
Further reproduction or distribution is prohibited without permission.


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What to do about Afghanistan?
Insight on the News
Washington
Nov 12, 2001

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Authors:                  Steve Sailer

Volume:                   17

Issue:                    42

Pagination:               19-21

ISSN:                     10514880

Subject Terms:            Motion pictures
                           Terrorism
                           War
                           Postwar reconstruction
                           History

Geographic Names:         Afghanistan
                           United States
                           US


Abstract:

To film [Rudyard Kipling]'s story was the obsession of the erratic second
half of [John Huston]'s long Hollywood career. Having previously written
and directed such Humphrey Bogart classics as The Maltese Falcon, The
Treasure
of the Sierra Madre and The African Queen, Huston sought to cast Bogey
and Clark Gable as Kipling's antiheroes, Peachey Carnehan and Daniel Dravot.

Copyright Washington Times Corporation Nov 12, 2001

Full Text:

SPECIAL REPORT

As the U.S. ponders the question that plagued the British empire, her
leaders
would do well to reflect on "The Man Who Would Be King,' a tale about the
dangers of imperialism.

No great adventure movie, not even Lawrence of Arabia, offers more insights
into the possibility of an upcoming war in Afghanistan than John Huston's
1975 film The Man Who Would Be King. Starring Sean Connery and Michael
Caine, it is based on an 1888 short story by Rudyard Kipling that is set
in Afghanistan.

In the last two weeks, a couple of contradictory assertions about
Afghanistan
have become commonplace in the press. The first is that outsiders inevitably
face horrifying defeat in any war there. The second is that the United
States not only should kill Osama bin Laden and batter the Taliban regime,
but then should take up the imperial burden in Afghanistan. The United
States, they say, should conquer and pacify the entire Texas-sized country,
build a unified nation out of its warring tribes, reconstruct its economy,
liberate its women, calm its furious holy men and make of it a middle-class
democracy.

The Man Who Would Be King reminds us that neither despair nor utopianism
are realistic attitudes for anyone contemplating a military incursion into
that harsh land.

It may seem strange to look to a Victorian costume drama for perspectives
on a 21st-century war, but few films have benefited more from the energetic
inspiration and insights of a young genius and the skeptical wisdom of
an old artist who'd been everywhere and done everything. Kipling, the
youngest
man to win the Nobel Prize for literature at age 41 in 1907, was only 22
when he wrote "The Man Who Would Be King;" but he'd already been shot at
by a Pathan tribesman in the famous Khyber Pass.

Although out of fashion for decades, the Bombay-born Kipling now is the
literary immortal of the hour as the United States contemplates the same
question that so long plagued the British empire: What to do about
Afghanistan?


Though he is author of "Recessional," that most anti-imperialist of English
poems, the conservative Kipling has for years been a target of the left
for his alleged imperialism. Now, at a time when many - including more
than a few anti-Taliban Afghans - want the United States to take
responsibility
for Afghanistan, Kipling's sharp eye for the dangers of imperialism suddenly
is relevant once again.

After Vietnam it took the 69-year-old Huston richly to flesh out Kipling's
powerful story. While Joseph Conrad's Heart of Darkness (the inspiration
for the powerful motion picture Apocalypse Now) is the allegory of a good
man corrupted by absolute power over natives, Huston's movie based on the
Kipling story is about a rascal ennobled - yet ultimately doomed - by his
growing sense of kingly responsibility for the welfare of the natives that
he had come to plunder.

[IMAGE PHOTOGRAPH] Captioned as: A Classic film: The Man Who Would Be King
may be Huston's finest work

To film Kipling's story was the obsession of the erratic second half of
Huston's long Hollywood career. Having previously written and directed
such Humphrey Bogart classics as The Maltese Falcon, The Treasure of the
Sierra Madre and The African Queen, Huston sought to cast Bogey and Clark
Gable as Kipling's antiheroes, Peachey Carnehan and Daniel Dravot.

These charismatic rogues - former British-army sergeants turned gunrunners
and con men - intend to make themselves kings of Kafiristan. They plan
to become the first Europeans since Alexander the Great to penetrate this
isolated region in northeastern Afghanistan that was the last refuge of
that country's primordial pagan culture. Then they expect to loot it six
ways from Sunday.

But Bogart died in 1957 and Gable in 1960. Through the years, Huston had
three adaptations. Finally, he and his longtime secretary Gladys Hill
collaborated
on a brilliant fourth version. In Huston's proud but accurate words, "We
did a lot of invention, and it turned out to be good invention, supportive
of the tone, feeling and spirit underlying the original short story. I
like this script as well as any I ever wrote."

In the early 1970s, Paul Newman and Robert Redford were on board for the
production. Then Newman, always one of Hollywood's least-selfish stars,
told Huston his script deserved British actors. He exclaimed, "John, get
Connery and Caine!"

As a result, Connery and Caine went on to make what might be a more
delightful
buddy movie than even Newman and Redford's Butch Cassidy and the Sundance
Kid. Connery's performance as Daniel the Scotsman widely is considered
the greatest of his majestic career. And Caine's turn as Peachey the clever
Cockney might be better.

Early in the movie, Connery's character tells an incredulous Kipling (played
by Christopher Plummer), "We have been all over India and we have decided
that India isn't big enough for such as us" Caine's Peachey adds, "We are
not little men, and there is nothing that we are afraid of except Drink,
and we have signed a contract on that. Therefore, we are going away to
be kings."

The two reasons they expected success in their audacious project are
directly
relevant to the question of whether the United States can win in
Afghanistan.


It is widely remarked these days that no external power ever has dominated
Afghanistan for long. What's forgotten is that no internal power has done
so either, suggesting that the life expectancy of the 5-year-old Taliban
regime might be limited. The severity of the Afghan terrain works against
both conquest and unified resistance. As Kipling warns the buccaneers,
"It's one mass of mountains and peaks and glaciers" Connery's Daniel
responds,
"The more tribes, the more they'll fight, and the better for us. The more
broken the ground, the more broken the society, and thus the harder it
is to form a cohesive army to resist an invader."

Kafiristan, located in the Hindu Kush Mountains northeast of Afghanistan's
capital of Kabul, remains a scale model of the country's overall
fractiousness.
Today this region covers only 2 percent of Afghanistan, but contains 15
ethnic groups speaking five different languages, united only by Islam.
Following his 1896 jihad, Amir Abdur Rahman, khan of Kabul, changed the
name Kafiristan (Land of Infidels) to Nuristan (Land of Light). He offered
the conquered Kafir pagans the choice of being put to the sword or to the
knife. Most of the men chose the latter and were circumcised into Islam.


All of this still is real enough. Author Jonny Bealby spent four weeks
retracing the fictional footprints of Daniel and Peachey in 1997, walking
250 miles across Kafiristan-Nuristan, where even today there are no roads.
"On the fourweek journey, I'd heard of 12 murders and enough tales of
thieving
and brigandage to fill a small book," Bealby recounted. "When I asked
Ismael,
our Nuristani translator, why this should be, he simply shrugged. `It is
our culture; he said." Nuristan, by the way, was the first place in
Afghanistan
to rebel against the Soviets.

Bealby concluded, "If [Daniel and Peachey] were to tumble from the skies
once again, more than 100 years later, the task confronting them would
be exactly the same." Today, Afghanistan as a whole remains subdivided
into hostile ethnic groups. The Taliban rulers, who control most but not
all of the country, are drawn overwhelmingly from the Pashtun (known as
the Pathan in Kipling's day), but they are only threeeighths of the
population
and are concentrated south of the Hindu Kush. They may be the most warlike
of the Afghanis.

A 22-year-old Winston Churchill fought them in an 1897 butcher-and-- bolt
punitive expedition (depicted in the 1972 film Young Winston). Churchill
observed, "The Pathan tribes are always engaged in private or public war.
The life of the Pathan is thus full of interest."

Another insight into the difficulties faced by the Taliban at waging modern
war - beyond their small and rusty arsenal - is implicit in Daniel's
explanation
to Kipling of their strategy for becoming kings of Kafiristan. "In any
place where they fight, a man who knows how to drill men can always be
a king," Connery's character expounds. "We shall go to those parts and
say to any king we find - `D'you want to vanquish your foes?' and we will
show him how to drill men; for that we know better than anything else.
Then we will subvert that king and seize his throne and establish a
dynasty."


Daniel's confidence in the might of properly drilled men goes to the heart
of the difference between irregular and regular armies. For tens of
thousands
of years, men have been waging irregular war - shoot-from-- behind-a-rock
style raiding. It's the natural fighting method of mountain clans intent
on self-preservation, but nation-states long ago developed a more formidable
style. The ancient Greeks, pretty formidable mountain fighters themselves,
discovered that trained, disciplined armies could maneuver to win decisive
battles. Alexander the Great used this breakthrough to conquer Afghanistan,
among much else.

[IMAGE PHOTOGRAPH] Captioned as: An unforgIving land: Mountainous terrain
and a harsh climate could push US. forces to the limit.

The famed military historian John Keegan wrote in A History of Warfare,
"It is a general rule that primitives lose to regulars over the long run;
harassment is an effective means of waging a defensive war, but wars are
ultimately won by offensives."

Indeed, when Daniel and Peachey arrive at Er-Heb, their first Kafir village,
headman Ootah, familiar only with irregular war, offers them two goats
for each of his Bashkai neighbors that they will kill for him. Peachey,
the embodiment of regular soldiering, replies suavely, 'A handsome offer,
but rather than knocking them over one at a time, we'll do the whole thing
in one fell swoop: storm Bashkai and give you a proper victory."

The next morning, drill instructor Daniel starts teaching the men of ErHeb
to march in ordered ranks like British soldiers. "When we're done with
you," he roars at the recruits, "you'll be able to stand up and slaughter
your enemies like civilized men!"

Daniel explains to his uncomprehending boot privates, "Good soldiers don't
think. They just obey. Do you think that if a man thought twice, he'd give
his life for queen and country? Not bloody likely!" Noticing an Er-Heb
man with an extremely small head, Daniel remarks, "Him there with the
five-anda-half
hat size has the makings of a bloody hero." Indeed, their drilled army,
stiffened by 20 smuggled rifles, quickly goes from victory to victory.
And their pinheaded rifleman distinguishes himself for loyalty.

Yet, what's a regular army to do in a place like Afghanistan that's
eminently
not worth conquering? In 1842, the British lost all but one of 16,000 trying
to retreat from the Afghan capital of Kabul. This showed once again that
irregulars could destroy a regular army in severe-enough terrain.

By 1878, however, the Afghan ruler again was flirting with the expanding
Russian empire. Fearing the czar's army would soon pour through the Khyber
Pass and into the lightly defended plains of colonial India, the British
set out to take control of Afghanistan's foreign policy.

In his subsequent conquest of Kabul and Kandahar, Sir Frederick Roberts
solved the problem of how to beat Afghans in their own mountains. "Gen.
Bobs," as he was known, simply used mountain men as his shock troops. He
took the passes with his Scottish Highlanders (in which Daniel and Peachey
fictitiously served) and his Nepalese Gurkhas (like Daniel and Peachey's
loyal translator Billy Fish, played by the tremendous Indian actor Saeed
Jaffrey). Counterparts today might be the U.S. Special Forces troops or
the British SAS commandos and Gurkhas.

The British eventually placed Abdur Rahman on the throne in Kabul. Within
Afghanistan's now carefully defined borders, they let him have his way
such as waging jihad against the poor Kafirs - so long as he delegated
the conduct of Afghanistan's external relations to London. In the great
game against the Russians (the subject of Kipling's masterpiece Kim),
Britain's
spies and diplomats used bribes and threats to keep the emir from being
bought off by Moscow.

This policy worked well enough for four decades. Finally, exhausted by
World War I, Britain lost control in 1919 - a date now treated by
Afghanistan
as the year of its independence. After a few decades Afghanistan began
slowly to tip toward the Soviet Union, which ultimately led to the Soviet
invasion of 1979, a full century after Gen. Bobs' invasion.

So, if the allied prosecution of the war in Afghanistan proves winnable,
which it likely will, should the United States then undertake a long-term
benevolent occupation to try to turn that desolate land into a peaceful
and orderly country? Like Kipling's short story, Huston's movie offers
a skeptical perspective.

Initially, the two engaging rascals succeed wildly The pagans believe Daniel
is a god, the son of Alexander. The high priests crown him king of
Kafiristan
and offer him a treasure room full of rubies and gold. All Daniel and
Peachey
need to do to become the two richest men on earth is to fill their packs,
wait four months for the snows in the Hindu Kush to melt and then walk
out.

While awaiting spring, Daniel amuses himself by playing at being king.
lb the applause of his new subjects, he enforces peace, dispenses justice
at traditional durbars, sets up granaries to ensure against famine and
builds bridges to tie the country together. But, when the passes finally
open, Peachey learns to his horror that Daniel now feels too responsible
for his people to grab the loot and run. `iA nation I shall make of it,
with an anthem and a flag," king Daniel thunders.

Worse, Daniel has decided to take a queen. He has picked out a local beauty
called Roxanne -the same name as Alexander's legendary Kafiristani wife.
When the priests demur, Billy Fish tries to explain to the king why his
marriage would be an affront to Kafir beliefs. Daniel, blinded by his
victories
- "Have I not put the shadow of my hand over this country?" - fails to
grasp that what seems a quibble to him is of dread importance to the Kafirs.


Catastrophe ensues. Science-fiction novelist Orson Scott Card (Ender's
Game) summed up The Man Who Would Be King: "This is the classic tragedy
that Aristotle spoke of - so powerful that some of us can only stand to
see the ending once."

Those who advocate that we stay in Afghanistan long after Osama bin Laden
and the Taliban are dealt with may want to ponder this Kipling/Huston
parable.


[IMAGE PHOTOGRAPH] Captioned as: His majesty: Connery in full regalia as
King Daniel the Scotsman.

Steve Sailer is the national correspondent

for United Press International.

Reproduced with permission of the copyright owner.
Further reproduction or distribution is prohibited without permission.


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Betreff : 
Afghanistan After the War


Von :WaisNasser 

Don't give them democracy. Give them capitalism.
By Steven E. Landsburg
Posted Tuesday, November 6, 2001, at 3:03 PM PT

Suppose we win this war. What then?
     
Do we try to nudge Afghanistan in the direction of democracy and civil
liberties? To what end? India is a democracy with civil liberties, and it is
mired in poverty. But Hong Kong, with no history of democratic institutions,
is one of the wealthiest places on earth. If we want to bring Afghans into
the modern world-the world of prosperity and technological advancement and
economic growth, where one learns to appreciate cultural differences as
opportunities for mutually beneficial trade-we should nudge them (insofar as
we are capable of nudging) not toward democracy but toward capitalism. If
you want to lift people out of starvation, political freedom is a luxury.
Economic freedom is a necessity.
India and Hong Kong illustrate a general principle: There is not much
relationship between political freedom and per capita income. That's not
just a guess; it's based on numbers from Freedom House, a nonpartisan think
tank and advocacy group that ranks political freedom in various countries on
a scale from 1 to 7, based on criteria like free elections, significant
opposition parties, and representation for cultural and ethnic minorities.
Countries with the most political freedom (those rated 1) do have higher per
capita incomes on average, but there are many exceptions. And below the top
end, the connection becomes even more tenuous: There's very little
difference in per capita income between countries rated 2 and countries
rated 7.
By contrast, economic freedom-that is, limited government, functioning
markets, well-enforced property rights, and an absence of barriers to
international trade-really matters. Canada's Fraser Institute, in
cooperation with 50 other economic think tanks around the world, ranks
countries in terms of economic freedom, with Hong Kong at the head of the
list, followed by Singapore, New Zealand, the United Kingdom and the United
States. (The United States loses points for its widely varying tariff rates
and restrictions on capital transactions with foreigners.) Algeria and
Myanmar bring up the rear; Afghanistan, Iraq, and Saudi Arabia are unrated
due to the unavailability of data, but presumably would have given Myanmar
stiff competition. These rankings correlate quite strongly with per capita
income; in the following graph, each black dot represents a country, and the
general upward trend is quite obvious to the naked eye.
     
Economic freedom breeds not just prosperity; it breeds also a sense of
belonging to a global community surrounded by trading partners, as opposed
to an insular community surrounded by enemies. Singapore, for example, is
politically repressed but economically free, and it is a good and prosperous
citizen of the world.
Last week, I gave a public lecture where a member of the audience (whom I
wish I could credit by name) summed it all up in a sentence: We need to
think less about nation-building and more about economy-building. Or even
more succinctly: It's the economy, stupid. If Afghanistan is ever to
recover, it will be not through legislatures and political parties, but
through free markets, enforceable property rights, and international trade.
Right now, the freest countries in the Middle East are Jordan and Egypt,
both of which rank ahead of Israel on the Fraser Institute's economic
freedom scale. They're now tied for 52nd place (out of 116), after having
ranked 67th and 88th just 10 years ago. Egypt's spectacular improvement is
due to lower government spending, the repeal of price controls, lower
marginal tax rates, a more stable monetary policy, improvements in the legal
system designed to protect property rights, lower tariffs, and new freedoms
to transact with foreigners and hold foreign currency. We should be thinking
about ways to encourage and replicate these tentative moves toward free
market economies, not only in Afghanistan but in economically repressive
countries like Saudi Arabia, which are proving to be breeding grounds for
terrorism.
           
           
           
So how do we encourage economic freedom? Well, how do you encourage
anything? The first thing that comes to mind is bribery-economic assistance
that's contingent on the maintenance of free institutions. What I'm
proposing is that when we're setting our conditions, we should focus more on
economic institutions than on political ones.
We can also reward foreign economic development by opening our own borders
to trade. This is an experiment we've never really tried in America, where
the book-length NAFTA treaty passes for a "free trade" agreement. A true
free trade policy would fit on the back of an envelope, and it would say
that the United States will levy no tariffs, impose no import quotas, and
take no action (except as justified by national security) to interfere with
the free flow of goods across our borders. Though it would be a tough sell
politically, we know from economic theory that such a policy would enrich
both Americans and non-Americans. Even more important, it would give every
citizen of the Third World a stake in America's survival and America's
prosperity. And of course it would make the world a freer place, which is
exactly what this fight is all about.
Related on the Web
Read more about the freedom rankings at Freedom House's site
<
http://www.freedomhouse.org/> . Here
<
http://assets.cambridge.org/0521801443/sample/0521801443WS.PDF>  is a
chapter of a book on the success of democracy in modern India. Check out the
Fraser Institute's data on progressive economic climates here
<
http://www.fraserinstitute.ca/> . Brush up on the fundamentals of
capitalism at capitalism.org <
http://www.capitalism.org/> . This
<
http://www.afghan-web.com/economy/>  site explains the dire state of the
Afghan economy.


Steven E. Landsburg is the author, most recently, of Fair Play
<
http://www.netacc.net/~fairplay> : What Your Child Can Teach You About
Economics, Values, and the Meaning of Life. You can e-mail him at
armchair@troi.cc.rochester.edu .

 

American Author Says "I Admire Afghans Beyond Words"
By Aamir Latif

PAKISTAN, Oct 3 (IslamOnline) - William T. Vollman, American author of "An
Afghanistan Picture Show," who is currently visiting Pakistan in
connection with the ongoing rift between the U.S. and the ruling Taliban,
spoke to IslamOnline.net about his experience with the Afghans.

"In 1982, sickened by the Soviet invasion of Afghanistan with its
concomitant cruelties, I had set out for the battlefield with a vague
notion of somehow being of use.

"I was young. I was American, which means sheltered and ignorant. I had
very little money, and I quickly became weak with amoebic dysentery. It
was the Afghans who helped me rather than the reverse.

"They carried my backpack through the mountains, fed me, cared for me.
Every time I remember how much I imposed on them, I feel ashamed.

"It was the month of Ramadan, when Muslims abstain from food and drink
from sunrise to sunset. An exception is made for invalids and for warriors
on a jihad [struggle], but my mujahideen [warrior] companions, even the
sick ones, kept the fast.

"I had hiking boots and they had sandals. Their feet bled. And they kept
walking and walking. They said to me that they were fighting only for God.
They said tranquilly, 'We will fight to the last drop of blood, but we
will never surrender.' And they didn't.

"I remember all the men in the refugee camps in Pakistan who kept speaking
of how much they longed to fight; they took turns crossing the mountains,
some of them staying to protect their women and children in the camps
while the others went to the homeland with their respective political
bands, many of whom were at war with each other within Pakistan.

"Sometimes, they didn't come back, and then, on the inner wall of the tent
or the mud wall of the house amidst other mud houses upon the plain of
gravel, the family would put up a photograph. They'd tell me with a fierce
pride that so-and-so had been martyred.

"I have never seen such widespread heroism as I saw then. They loved their
country so much; they loved their religion, which the Soviets would
eradicate if they could, and because blood revenge was one of their
culture's main determinants of honor, the shrieks of the women raped by
Soviet soldiers, the cries of old people deliberately burned alive in
their houses, the screams of the children who had touched butterfly mines
disguised as toys, these sounds all got carried on the mountain winds and
people heard; people set out to take revenge. I admire them for it beyond
words.

"Outsiders have always quarreled over Afghanistan, and sought to control
it. I'll not go back too far, but the Russians and the British played out
their Great Game around Afghanistan for a century or two.

"When I went there it was the Russians and the Americans, with the
Americans, as represented by the CIA, being on the winning side. So the
Soviets finally departed from the country they had devastated without
being able to subdue.

"When I returned to Afghanistan last year, there were one-legged
minefield-beggars all along the road and so many rock-piled graves bearing
the green banners of victim-martyrs; and people were clearing mines from
the arid ground so slowly and wearily. This was almost a decade after the
last Soviet soldier had gone away.

"On my right I saw the low desert hills in which a CIA-financed war hero
named Osama bin Laden had won a particularly dangerous battle.

"Then came Kabul, gnawed away almost completely to ruins, with the women
in their burqas like ghosts amidst the snowy desolation.

"We did a very good thing when we helped the Afghans, and I for one will
always be proud of it. Naturally we didn't do it for them; we only wanted
to make trouble for our arch-adversary. The Soviet Union pulled out, and
then the Soviet Union collapsed, and we forgot Afghanistan. Well, maybe
all of us except the CIA already had.

"I remember coming back to the U.S. in 1982, more desperate than ever to
do something. I recorded a couple of radio broadcasts at a small college
in the Central Valley; I showed my "An Afghanistan Picture Show," which
was a slide show meant to raise money for the refugees and the insurgents,
whose slogan was 'Defend Bureaucratically Deformed Workers' States,'
meaning the Soviet Union, posted notices saying that my show had been
canceled.

"I tried to find a magazine or a newspaper that would let me write about
Afghanistan; I tried, and for many years failed, to publish "An
Afghanistan Picture Show", but the executive decision maker invariably
told me, 'Nobody's interested in Afghanistan.'

"Oh, but now we are very, very interested! It seems that the atrocity
committed in New York earlier this month might have been committed by
Osama bin Laden, who might be in Afghanistan; or possibly other terrorists
who might live in Afghanistan may have something to do with it.

"I don't know how many thousands of Afghans died under Soviet occupation.
In the civil strife between the Soviet and the Taliban periods, around
20,000 perished, and another 40,000 have been killed in the fighting
between the Talibs and their opponents.

"Not that we really care. But about the 6,000 who died in the World Trade
Center affair we care very much; we're up in arms, in fact. And we should
be. I hate their murderers as much as I hate the Soviet murderers of
Afghan civilians. I hope that we find these terrorists and kill them,
preferably after a correct trial.

"All I ask is that you not hate the Afghans, who always called me
'brother' and took care of me, who would defend me or any other guest with
their own lives, and that goes for Osama bin Laden, whom they believe to
be innocent because the United States in its arrogant stupidity has until
now refused to answer repeated calls for proof.

"Last year, after the embassy bombings, my Afghan friends kept saying,
'Just prove to us that he's guilty and we'll cut his throat ourselves! Why
does your government not explain?'

"Try not to hate these people, many of whom are even now so grateful to
you with a personal gratitude you would not believe unless you met them,
because the CIA once helped them to get their country back without your
expressing much interest in the matter.

"And they are similarly grateful to all their Muslim brothers who came
from Saudi Arabia [as did Osama], and to the others who came from Chechnya
and Bosnia and Pakistan and all over the world to fight and sometimes die
in that absolutely justified jihad against the Soviets.

"Now some of those freedom fighters have become terrorists and some of
them remain in Afghanistan. Hate them if you like, don't hate the Afghans.
Don't hate the Taliban, that government of fanatics and semiliterate
dogmatists; so many educated people have died or fled since the Soviets
came in 1979. Taught in the madrassahs, the religious schools, these men
do the best they can, operating by the only law they know, the Qur'an.
Under them, Afghanistan has become safer and more peaceful than it has
been for many years.

"Their policy toward urban educated women is brutal. So is their treatment
of Shias, Tajiks and other minorities. But in their favor it must be said
that rural women, who make up most of the female population, were never
really educated and now they are much, much safer from rape and theft.
Believe it or not, many of them adore the Taliban.

"No Afghan government within sight is any better than the Taliban. In the
words of many people, 'The leaders are all war criminals,' and that goes
for their main opponent, the Northern Alliance, which controls about 10%
of Afghan territory, and who has recently assassinated leader, Ahmadshah
Massoud, the 'Lion of Panjshir,' who was a brave fighter against the
Soviets, and then in the civil war, a butcher of Afghans.

"It is the Northern Alliance that we are now extolling as our friends and
exemplars. Well, why not? Nobody's interested in Afghanistan.

"Who murdered those people in New York? I don't know. I hope that our
government does. But I swear to you that it wasn't 'the Afghans,' who have
suffered a thousand times more than we have and who still want in spite of
everything to call us 'brother'. That, no doubt, will change when the
bombs begin to fall."

 

Bin Laden 'has nuclear weapons'

BBC News
Saturday, 10 November, 2001, 12:25 GMT

Osama Bin Laden has told the mass-circulation Dawn newspaper in Pakistan that his al-Qaeda group possesses chemical and nuclear weapons. But, while the English-language newspaper carries a clear message from Bin Laden that he has access to such weapons, he makes no such claim in an Urdu-language version of the interview.

Pakistani journalist Hamid Mir, the editor of the Urdu-language newspaper Ausaf, conducted the interview with Bin Laden, who is widely held responsible for the suicide attacks on the United States two months ago.

Dawn's English version quotes Bin Laden as saying: "If America used chemical and nuclear weapons against us, then we may retort with chemical and nuclear weapons. We have the weapons as a deterrent."

Mr Mir then asks Bin Laden where he got the weapons, which the al-Qaeda leader declines to answer.

But in the Urdu version of the article, Bin Laden does not threaten to use nuclear or chemical weapons.

"The US is using chemical weapons against us and it has also decided to use nuclear weapons. But our war will continue," he says, according to the BBC's own translation of the Ausaf article.

The two versions are otherwise very similar, says the BBC Monitoring unit.

Mr Mir told the BBC he was wrapped in a blanket and taken by jeep to meet the al-Qaeda leader at a location about five hours drive from the capital, Kabul.

He said Bin Laden was in high spirits and apparently healthy, but was surrounded by tight security.

The Dawn newspaper said this was the first interview given by Bin Laden since the 11 September attacks.

Mr Mir is known to have met Osama bin Laden in the past.

Bin Laden told Mr Mir al-Qaeda's mission was to spread the word of God, not to massacre people.

He said: "I am ready to die. I know that they can bomb this place also. They are not aware that I am present here. But they are dropping bombs blindly everywhere. So I may get killed even with you.

"But my cause will continue after my death. They think they will solve this problem by killing me. It's not easy to solve this problem. This war has been spread all over the world."

Bin Laden refused to say whether or not he was behind the US attacks, describing the targets as the American icons of military and economic power.

He accused the US and its allies of massacring Muslims in Palestine, Chechnya, Kashmir and Iraq and said they had the right to attack America in reprisal.

He said the whole of America was responsible for what he called the atrocities perpetrated against Muslims.

When asked about Pakistan's role, he said his group was disappointed by President Pervez Musharraf and the majority of Pakistan was against him.

Video message

Earlier, a senior member of al-Qaeda said the group remained intact despite over a month of US bombing of Afghanistan.

Speaking in a video message to the al-Jazeera TV station, Ayman al-Zawrahi said what he called the jihad or holy war would not end until all American Jewish troops had been expelled from all Muslim states.

He accused President George W Bush of lying when he said the bombing campaign had destroyed al-Qaeda and hurt the Taleban.

The issue of Palestine, he said, was the crux of the conflict, and al-Qaeda would continue to fight until what he termed "every last US Jewish soldier" had left Palestine, the Arabian peninsula, and all Muslim countries.


 

Iran Says U.S. Must 'Own Up' to Its Mistakes

Saturday, November 10, 2001 11:50 AM EST

UNITED NATIONS (Reuters) - The United States must ``own up'' to policy mistakes in the Middle East if it wants better relations with Iran, Iranian President Mohammad Khatami said in an interview published on Saturday.

The U.S. bombing of Afghanistan could backfire by giving ''terrorists'' an opportunity to take advantage of the suffering and pain of the Afghan people, Khatami added in the interview with the New York Times.

The United States has been seeking official talks with Iran since Khatami won presidential elections in 1997. Former U.S. President Bill Clinton made a succession of gestures but was repeatedly rebuffed by the Iranians.

The Bush administration has made the same offer of government-to-government contacts but has not answered Iranian demands for an end to sanctions.

Khatami said the Clinton administration had taken ``some positive steps. ... Had they continued in some way, it could have been very positive for our relations,'' he added.

He said: ``The expectation was that owning up to the fact that U.S. policy toward Iran and the Middle East was faulty would be the first step. This first step would then be followed up with practical steps, which unfortunately did not happen, and we are still under the same kinds of pressure and seeing the same accusations against Iran.''

The United States calls Iran a ``state sponsor of terrorism'' because of its support for groups fighting Israel. Iran is also subject to a wide range of U.S. economic sanctions, including the threat of retaliation against non-American companies which invest in the Iranian oil and gas industries.

Khatami said there were historic reasons for the disagreements between Iran and the United States, such as the U.S. role in the overthrow of populist Prime Minister Mohammed Mosaddegh in 1953 and the restoration of the Shah.

SUFFERING AND PAIN

Former Secretary of State Madeleine Albright admitted in March 2000 that the United States had made mistakes over the years but Khatami implied that she did not go far enough.

``We have the right to expect to both see changes and practical steps in this regard and also be anxious that these changes do occur. Until then, maybe our nation and our government do not feel ready to risk something else,'' he said.

On Afghanistan, where the United States is trying to overthrow the ruling Taliban and break up the al Qaeda organization, Khatami said: ``We're saying that wide-ranging military attacks on Afghanistan would actually lead to more suffering and pain for the people of Afghanistan.

``(They) will not yield to results we are looking for following the tragic terrorist attacks on Sept. 11.''

The United States blames al Qaeda leader Osama bin Laden for planning the Sept. 11 attacks on New York and Washington, which killed more than 4,500 people.

``There has been a lot of sympathy to fight against terrorism. But if the suffering and pain of the people of Afghanistan continues as a result of war, these sympathies may wane and wither away slowly and the terrorists may even take advantage of this,'' Khatami added.

``We also believe that the military attack against Afghanistan must stop as soon as possible while at the same time we need global consensus to find ways of fighting terrorism, its root causes,'' he said.

Khatami said that Iran continues to see the Israeli government as illegitimate because it was based on oppression of the Palestinians, but that the Palestinians themselves should have the last word on what they are ready to accept.

``It is the people of Palestine that have the last word, and naturally when the Palestinians themselves accept an issue, the rest of the world will accept it too,'' he said.

``While from a moral standpoint we believe that a government founded on oppression is not an acceptable government, we will respect the wishes of the Palestinian nation.''


 

No support to Taliban, says Pakistan

Islamabad, Nov 10, IRNA -- Pakistan said on Saturday that it is not providing any support to Taliban, saying it is strictly adhering to the UN Security Council resolutions on Afghanistan. Pakistan Foreign Office spokesman Aziz Ahmad Khan termed reports of Pakistan's support to Taliban as baseless. The spokesman emphasized that any future dispensation in Afghanistan should be broad-based and it must include different groups, factions, parties and leaders. He said such a set up should be representative of the Afghan society, its demographic character and acceptable to all Afghans. The spokesman said allowing any one faction or group to control Kabul would not solve the problem and civil war and turmoil will continue. He said care should be taken to ensure whosoever takes control of Kabul is acceptable to all Afghans. About pace of the political process, he said the situation in Afghanistan is complex and difficult. He said efforts aimed at achieving durable peace in Afghanistan have alluded the international community for about a decade. He, however, said the international community, especially the UN, is active and hoped that the Special Envoy of the Secretary-General Lakhdar Brahimi will be able to achieve positive results soon.

To another question the spokesman said there is an urgent need for resolution of the longstanding issue of Kashmir so as to reduce tension in the region. He said Pakistan is ready for bilateral talks or third party mediation for solution of the problem in accordance with UN resolutions. Replying a question he said there are indigenous freedom struggles in Kashmir and Palestine and they have nothing to do with terrorism. The spokesman reiterated that Pakistan's nuclear assets were in safe hands. He pointed out that Pakistan has impeccable record of safety of nuclear material and technology throughout the history of its nuclear program. About arrests of some Pakistanis in the United States on charges of illegal stay, the spokesman said the Pakistan Embassy and Consulate are in touch with US authorities. To another question the spokesman said Pakistan has requested Taliban to identify certain areas inside Afghanistan for setting up of camps for refugees. He said UN agencies are also in touch with Taliban and hoped that some arrangement would be worked out for such camps, satisfying apprehensions of the international community about their security. The spokesman told a questioner the recent agreement with the UAE under which Abu Dhabi Fund is to provide funding worth 265 million dollars for several projects is a very good and brotherly gesture. TK/MMZ/AH End ::irna 17:52


 

Thousands of German demonstrators call for end to US war

Berlin, Nov 10, IRNA -- More than 4,000 people took Saturday to the streets of the German capital, demanding an end to the US war in Afghanistan, DPA reported here. The demonstrators, chanting anti-war slogans, carried banners calling for a halt in the US bombing raids. Several speakers, addressing the masses, urged the German government not to join the US-led war in Afghanistan. The demonstration was organized by some 20 peace groups, labor unions and the radical leftist Party of Democratic Socialism. OT/HZ/KS End ::irna 19:04


 

General warns against German military campaign in Afghanistan

Berlin, Nov 10, IRNA -- The former commander-in-chief of the KFOR forces in Kosovo, General Klaus Reinhardt, warned against a possible German combat mission in Afghanistan, saying German soldiers are neither equipped nor trained for the anti-terror war, DPA reported here Saturday. "The German army is no expedition army. That's why a (military) campaign is too big of a task for them," Reinhardt was quoted as saying. He cited the current restructuring process within the German military as one of the reasons why the country is not capable of intervening in another continent. The Berlin government approved plans this week to commit up to 3,900 soldiers for the US-led anti-terror alliance. Although no date has been set, the parliament is expected to approve the mission next week. OT/HZ/KS End ::irna 18:00


 

Bush Argues Terror Case Before UN

Saturday, November 10, 2001 12:05 PM EST

UNITED NATIONS (AP) -- President Bush told the United Nations on Saturday that all countries share an urgent obligation to battle terrorism and will be judged by history by their response. ``For every regime that sponsors terror, there is a price to be paid and it will be paid,'' Bush said.

``The time for action has now arrived,'' Bush said in his inaugural appearance before the General Assembly. Nations that support terror ``are equally guilty of murder and equally accountable to justice.''

``Some governments still turn a blind eye to the terrorists, hoping the threat will pass them by. They are mistaken,'' the president said.

The United States is emerging from its initial grief from the Sept. 11 attacks, Bush said, and now expects more than sympathy from countries that have rallied to the U.S.-led anti-terror cause.

The president's speech opened two days of intense diplomacy to enlist more support for the war against terrorism. Bush was to meet later Saturday with Gen. Pervez Musharraf, Pakistan's military president and a critical ally in the battle against the Taliban regime in Afghanistan.

Musharraf, in a New York Times interview, said he would ask Bush for ``visible gestures'' of gratitude to help blunt public criticism of his decision to join with the United States. He said he would seek the release of American F-16 fighters sold to Pakistan when it was a U.S. ally against the Soviet Union and then withheld because of Islamabad's development of nuclear weapons.

Bush also was to see the leaders of Kenya and Congo.

``In this war of terror, each of us must answer for what we have done or what we have left undone,'' the president said.

``We must unite in opposing all terrorists, not just some of them,'' Bush said. ``Any government that rejects this principle, trying to pick and choose its terrorist friends, will know the consequences.''

Countries that give safe harbor to Osama bin Laden and the al-Qaida terrorist network, suspected in the attacks, ``will find their welcomed guests are parasites that will weaken them, and eventually consume them,'' Bush said.

He said the Taliban were ``virtually indistinguishable'' from al-Qaida.

``The allies of terror are equally guilty of murder and equally accountable to justice. The Taliban are now learning this lesson.''

The president delivered a similar message in his weekly radio address. He said many nations are cooperating by sharing intelligence, seizing terrorist assets and cracking down on terror cells. More is required of them because the threat of terror is real for them too, Bush said.

Nations should resist spreading terrorist propaganda, avoid using the anti-terror effort as a reason to persecute their minorities, and bolster efforts to expand trade and wipe out infectious diseases, Bush said.

``In our struggle against hateful groups that exploit poverty and despair, we must offer an alternative of opportunity and hope,'' Bush said. ``The only alternative to victory is a future of terror, so we will fight for victory.''

Bush was among more than 40 world leaders to address the General Assembly's annual general debate. The session, originally planned for Sept. 24, was delayed for the first time in the organization's 56-year history because of the attacks on the World Trade Center and the Pentagon.

The United States will never forget the twin attacks, and neither should the rest of the world, Bush said. He repeated his earlier assertion that bin Laden's operatives were pursuing nuclear and other destructive weapons, with the intent of using them ``the moment they are capable of doing so.''

``Every other country is a potential target,'' Bush said. ``This threat cannot be ignored. ... Civilization itself, the civilization we share, is threatened. History will record our response and judge or justify every nation in this hall.''

Bush did not single out nations, but aides had said his words were directed at Lebanon, Syria, Iran and other countries whose commitment to the anti-terrorism effort are under scrutiny.

Lebanon refused to name Hezbollah as a terrorist organization and said Thursday it would not freeze the Iran-backed guerrilla group's assets as requested by the Bush administration.

Bush offered solace to the Afghan people, who he said are suffering at the hands of the Taliban, and pledged to join other nations in rebuilding Afghanistan once the Taliban are ousted.

``The Afghan people do not deserve their present rulers,'' Bush said. ``I make this promise to all the victims of that regime: The Taliban's days of harboring terrorists, and dealing in heroin, and brutalizing women are drawing to a close.''

Afterward, he was meeting briefly with U.N. Secretary-General Kofi Annan, then the presidents of Madagascar and Croatia and the prime minister of Mongolia.

Between those sessions, Bush planned to visit staff at the nearby U.S. Mission to the United Nations, attend a heads-of-state lunch and dine with the U.S. ambassador to the United Nations, John Negroponte.

On Sunday, Bush was to meet with leaders of Argentina, Colombia and South Africa among a morning Veteran's Day event, lunch with New York Gov. George Pataki and an afternoon ceremony marking the two-month anniversary of the attacks.

In his speech, Bush rejected any justification for terrorism. ``The terrorists call their cause holy, yet the fund it with drug dealing,'' he said. ``They encourage murder and suicide in the name of a great faith that forbids both. They dare to ask God's blessing as they set out to kill innocent men, women and children. But the God of Isaac and Ishmael would never answer such a prayer.''



 

Taliban Admits Losing Key City

By STEVEN GUTKIN, Associated Press Writer
Saturday November 10 12:37 AM ET

JABAL SARAJ, Afghanistan (AP) - The Taliban acknowledged early Saturday that it lost the city of Mazar-e-Sharif to opposition forces in northern Afghanistan. American officials confirmed opposition forces were in the city and said fighters of the ruling Islamic militia were fleeing.

The Taliban's Bakhtar News Agency said fighters of the Islamic militia had been forced to retreat with their weapons and equipment because of sustained bombing by U.S. warplanes.

``For seven days continuously they have been bombing Taliban positions. They used very large bombs,'' said Bakhtar chief Abdul Henan Hemat.

The capture of Mazar-e-Sharif on Friday was the biggest success since President Bush launched airstrikes Oct. 7 to punish the Taliban for refusing to hand over Osama bin Laden, chief suspect in the Sept. 11 terrorist attacks on the United States.

Hemat said opposition forces may have already taken Hairatan, a city to the north that is the last Afghan outpost on the border with Uzbekistan. Control of Hairatan would clear the way for a valuable land route for military supplies and humanitarian aid to be brought into war-ruined Afghanistan.

Karim Khalili, spokesman for the Shiite Muslim faction of the opposition northern alliance, confirmed that anti-Taliban troops were converging on Hairatan.

``Mazar-e-Sharif is completely controlled by our northern alliance,' Khalili said Saturday. ``This morning the city is quiet. There is no fighting. All the Taliban are gone.''

If the opposition can hold the city - which in the late 1990s changed hands several times and was the site of bloody massacres - it would open a land bridge to neighboring Uzbekistan, allow a flood of weapons and supplies to the opposition alliance and give U.S.-led forces their first major staging ground in Afghanistan for the campaign against the Taliban.

In Washington, Secretary of State Colin Powell said he couldn't confirm the fall of the city. But other U.S. officials, speaking on the condition of anonymity, said it was clear at least some Taliban troops were on the run.

A senior defense official in Washington said reports from the area indicated that the anti-Taliban forces have taken the entire city and that large numbers of Taliban fighters have switched sides. But he stressed that the U.S. military had not been able to confirm those reports.

He added that the city could change hands again if, for example, Taliban forces found reinforcements for a counterattack.

The commander of the USS Theodore Roosevelt said scores planes from the aircraft carrier took off late Friday to attack Taliban troops retreating from Mazar-e-Sharif.

``We thought this would be a very slow advance on the city, (but) it appears the Taliban have fallen back and over the course of the day, we've seen numerous convoys coming out of that area,'' Rear Adm. Mark Fitzgerald said.

Alliance envoy Haron Amin said in Washington that alliance generals had ``confirmed the liberation of Mazar-e-Sharif.''

He said forces under three commanders occupied strategic high points near the city and the Taliban fled to the east and west of the city, many in pickup trucks and sport-utility vehicles.

``They are going to be in our territory,'' he said. ``We will be able to cut them off.''

A spokesman for one of those commanders, Gen. Rashid Dostum, claimed American Green Berets took part in the battle. But a senior defense official in Washington said he couldn't confirm the claim.

Philip Smith, Dostum's Washington representative, said the U.S. special forces along with CIA operatives and Turkish troops were also working with Dostum, a Uzbek commander who once controlled Mazar-e-Sharif.

Smith, who said he was in touch with Dostum via satellite phone, said the battle involved nearly simultaneous assaults on two fronts, which crumbled the Taliban lines.

Dostum claimed 1,500 Taliban soldiers were captured and many of them volunteered to fight for the alliance, Smith said.

Earlier opposition reports said about 3,000 Taliban fighters had been in the city, and claimed 500 of them died and 500 were captured.

In London, British Prime Minister Tony Blair said there had been ``substantial progress'' at Mazar-e-Sharif and there was no doubt ``that the military momentum is now moving against the Taliban.''

Vice President Dick Cheney said the city's loss would be a serious blow to the Taliban because they had worked so hard to protect it since the bombing began.

``It's a significant development,'' Cheney said in a telephone interview with The Sun newspaper of London. ``It would be perceived, I think, as a significant defeat.''

Mazar-e-Sharif has a population of about 200,000 - most are ethnic Uzbeks and Tajiks, the same as the opposition. Most Taliban are Pashtuns, the largest ethnic group in Afghanistan.

In other developments:

- Islamic fundamentalists in Pakistan burned tires, blocked transit routes and clashed with police in a nationwide strike Friday to protest their government's pro-U.S. policies on Afghanistan. Four demonstrators were killed.

- Bush said the worldwide coalition against terrorism has never been stronger and added, ``now is the time for action'' on military, diplomatic and other fronts.

- Britain plans to release a dossier of evidence against bin Laden next week, a senior official said Friday. British officials have expressed concern that public support for the U.S.-led military campaign in Afghanistan has wavered.

Elsewhere, U.S. jets struck Taliban front line positions about 30 miles north of Kabul. The jets and B-52 bombers repeatedly hit Taliban targets overnight and early Friday north of Kabul and around Kandahar.

The opposition has said it intends to launch an offensive to take Kabul, but so far has not tried to move against the heavily entrenched Taliban lines there.

Powell told reporters it would be best if the opposition did not move immediately, since Kabul's population is likely to be hostile to it.


 

Alliance advance greeted with joy in the trenches

Rumours of new offensive

James Meek in Rabat
The Guardian (UK)
Saturday November 10, 2001

Northern Alliance troops on the frontline north of Kabul greeted news of gains in Mazar-i-Sharif with jubilant gunfire and quiet joy last night. The news was broadcast over the network of military radios and walkie-talkies which bind the troops in the trenches to the higher command.

"Our forces have entered the city from three sides, and already a cleansing of the city of the Taliban is being carried out," said the radio report, quickly passed from receiver to receiver and from mouth to mouth in the darkness of this sprawling front of mud outposts, bunkers and rooftop lookouts.

"I am overjoyed," said Commander Mohamed Mustafa, who heads a detachment defending a section of the front in Rabat, 22 miles north of Kabul. "If the war is not altogether finished, it is at least halfway there."

Commander Mustafa has fought in Afghanistan's long war for almost a quarter of a century, losing two brothers, a father and an uncle. His young soldiers, sitting cross-legged around him by the light of a kerosene lamp, seem to be struggling to take in the import of the news from the north.

"When the Soviet Union started its war against us, these boys were only just being born," said Commander Mustafa. "How could they have even seen Mazar-i-Sharif? They have only known this place, and fought here."

As the reports of the fall of Mazar were coming in, the sky was torn by the sound of US fighter jet engines, and the Taliban-held hills to the south blossomed with fire.

The windows of Commander Mustafa's hut shook with the thud of falling bombs. Before the US aircraft swept in, the grey glow of the lights of Kabul, 25 miles away, could be seen on the southern horizon. As the American fireballs shone out, the lights of Kabul were extinguished.

Speculation has been growing that here, too, the alliance is about to launch an offensive. Unusually, the alliance's most senior commanders were at the front yesterday, and the US bombing of the Taliban frontlines has been exceptionally heavy in recent days.

One possibility is that the alliance may launch a bid to make Bagram airport, which it holds, usable by pushing Tal iban troops off the surrounding heights.

If confirmed, the fall of Mazar would be a huge setback for the Taliban and an enormous boost for the alliance and its US backer.

In the short term, it would give the alliance a large airport and a direct supply route from nearby Uzbekistan, where the US has been building up a military presence.

It also makes it likely that Taliban resistance will falter on the road south from Mazar to the Kabul front, meaning alliance forces here, too, can be resupplied.

General Abdul Basir, who controls the now blocked Salang tunnel on the Mazar- Kabul road, has said it would take little more than a week to make it usable for vehicles.

There will be concern over reprisals from advancing alliance troops against Taliban forces and their collaborators in Mazar, real or imagined. Thousands of Taliban were massacred there in 1997 and an even more ferocious revenge massacre was carried out by the Taliban when they returned in 1998.

US military advisers, who have played an active role in the reported alliance success, will be anxious to avoid being associated not just with any reprisal but with any falling out between the three rival alliance generals said to be entering the city.


 

Fall of strategic city would alter course of conflict

War on Terrorism: Mazar-i-Sharif

By Raymond Whitaker
The Independent (UK)
10 November 2001

If the Northern Alliance can take complete control of Mazar-i-Sharif and keep it – and refrain from massacring its opponents – the US-led coalition will have scored its most visible success by far in more than a month of military action.

The fall of the biggest city in northern Afghanistan would deliver a crucial propaganda victory to the coalition. The Muslim world has been inflamed by weeks of bombing that has left Washington and London struggling to counter Taliban claims that this is a war against Islam that is hurting only civilians. The lack of clear military benefits, with a couple of well-publicised mishaps during special forces raids, has led to increasing uneasiness at home as well.

Now, at last, the coalition may show a result. Until now, the Taliban has been able to give a convincing impression of unity and unbroken morale, but the loss of Mazar cannot be presented as anything but a disaster. Once the first crack appears in the regime's facade, things could change very fast.

Capturing Mazar, with its modern air base and extensive military facilities, will transform the situation in northern Afghanistan. It is possible all Taliban forces north of the Hindu Kush range, which divides the country in two, will be rolled up within days, and vast quantities of aid can be rushed in to prevent millions starving to death during the winter, at least in the northern half of Afghanistan.

Aid agencies seeking to avoid a humanitarian disaster have found it virtually impossible to take in supplies through Taliban-held territory while the bombs are falling, and the coalition rejected pleas for a pause. Air-dropping aid has proved hugely expensive and largely ineffective but, with Mazar in friendly hands, it will be possible to open a land route across the Soviet-built Friendship Bridge into Uzbekistan, where the former Soviet air base at Termez can be used.

It is clear any breakthrough at Mazar could not have been achieved without days of carpet bombing of the Taliban's front lines by American B-52s and other aircraft. Among the torrent of explosives poured on the enemy's heads has been the 15,000lb "Daisy Cutter" bomb, – the giant shockwave is deemed to have a demoralising effect on troops.

A great deal can still go wrong, however. The commanders of the three Northern Alliance factions converging on Mazar do not trust one another – the most powerful, Abdul Rashid Dostum, has switched sides many times before. His secular, whisky-drinking habits do not appeal to the other two forces, themselves divided between the Sunni and Shia strains of Islam. In 1992, many of the same elements were involved in the capture of Kabul, where they immediately began in-fighting.

Even if that danger is avoided, there is another risk: that of a slaughter of the city's defenders. Mazar changed hands twice during the Taliban's campaign to take control of the whole country in the late 1990s, and, each time, there were massacres. Ethnic divisions were the main cause –- the Northern Alliance is composed of Tajiks and Uzbeks, traditional rivals of the southern Pashtuns, where the Taliban have their roots.

American special forces working with the Alliance, and others based just across the border in Uzbekistan, are sure to rush forward to help secure Mazar and try to prevent mass killing. Yesterday, there were reports that, while Taliban prisoners were being treated normally, scores of Arabs among the defenders had been driven away in trucks to an uncertain fate.

Any atrocities against the Taliban will simply consolidate its Pashtun support in the south, which is where the principal aims of the coalition lie. More than four weeks of bombing has failed to achieve an early split, either within the Taliban or between the regime and Mr bin Laden's al-Qa'ida organisation, despite the loathing felt by most Afghans towards "the Arabs".

In the view of critics, the spectacle of hospitals and aid warehouses being hit has actually hardened Pashtun attitudes and increased Arab influence over the Taliban. Abdul Haq, a Pashtun leader who crossed into Afghanistan to try to stir up a rebellion in the south, was captured and executed; last week, Hamid Karzai, another Pashtun tribal chief on the same mission, narrowly escaped with his life.

The fall of Mazar will throw up fresh problems as well as opportunities. The goals of the Northern Alliance and the US-led coalition are different, and the local forces will want to know what they will get in return for allowing the Americans to use the city's military facilities. If a deal can be reached, however, it will give American aircraft and special forces a base on Afghan soil for the first time and enable them to step up military pressure.

The Hindu Kush is a formidable barrier, even to high-flying aircraft, but shorter flight times to the combat zone will simplify planning and allow the coalition forces to launch more missions. The most important effect, however, is likely to be psychological.


 

Afghan warlord Dostum returns to personal fiefdom

Andrew Marshall

(Reuters) (Islamabad, November 10)

General Abdul Rashid Dostum, who said his forces took the key Afghan city of Mazar-e-Sharif on Friday, is an ethnic Uzbek warlord with a reputation for ruthlessness who ran the city as his personal fiefdom for years. Dostum, 47, is unlikely ever to emerge as a serious candidate to run Afghanistan, analysts say, but he commands a force who could influence who does.

The former communist general returned to Afghanistan in April after being driven out of the country by the fundamentalist Taliban militia in 1998.

He has seen decades of war in Afghanistan -- he rose through the ranks of the Afghan army after the Soviet Union invaded in 1979, but has changed allegiance almost as many times as the country has changed government.

At the height of his power, the burly moustachioed fighter ran a mini-state centred in Mazar-e-Sharif whose well-equipped army kept the Taliban at bay until 1997.

He printed his own money, set up his own airline, drove an armoured Cadillac and vowed never to bow to a government that banned whisky and music. He also promoted efficient health and education systems, including a university that counted hundreds of women among its students.

LAVISH LIFESTYLE

He made his home in the town of Shiberghan to the west of Mazar-e-Sharif where he kept a large and modern house equipped with numerous satellite phones and a swimming pool and furnished with ornate French-style furniture. He served lavish lunches to guests and handed out carpets to visitors.

His officers dressed in crisp Soviet army surplus and his fighters carried a razor in their packs to distinguish their clean-shaven chins from the bearded Taliban.

But he was forced to flee the country in 1997 when one of his top commanders switched sides and brought the Taliban into Mazar-e-Sharif. He returned later that year when that alliance fell apart.

He fled again when the Taliban re-captured Mazar-e-Sharif, this time for good, in August 1998.

His departure, which took him to Uzbekistan, Turkey and Iran, led to the fall of other opposition bastions in the north.

But on Friday he said he was back in the capital of his former fiefdom.

"We have taken Mazar-e-Sharif," he told CNN Turk television by satellite phone. "The Taliban troops have fled. The only Taliban left behind are the prisoners we have taken. We have full control of the town. The airport is in our hands, too."

Dostum has gained a reputation for treachery and brutality during his career, analysts say.

Pakistani journalist Ahmed Rashid said in his book Taliban that Dostum wielded power ruthlessly while his forces held Mazar-e-Sharif and its 19th century fort.

"The first time I arrived at the fort to meet Dostum there were bloodstains and pieces of flesh in the muddy courtyard. I innocently asked the guards if a goat had been slaughtered," Rashid wrote.

"They told me that an hour earlier Dostum had punished a soldier for stealing. The man had been tied to the tracks of a Russian-made tank, which then drove around the courtyard crushing his body into mincemeat."

After his rise in the Afghan army, Dostum established his own militia in northern Afghanistan in the mid-1980s with 20,000 fighters. He joined the communist government of late President Najibullah, with his soldiers often acting as the shock troops of the government.

But Dostum switched sides to the anti-Soviet mujahideen guerrillas in April 1992, enabling them to take Kabul.

He also staged an unsuccessful revolt, in alliance with former prime minister Gulbuddin Hekmatyar, against then President Burhanuddin Rabbani in 1994.

Distancing himself from Kabul, he established his northern stronghold in Mazar-e-Sharif, until its fall to the Taliban.

Born into a poor peasant family near Shiberghan, Dostum worked on a farm and as a plumber before joining the army in 1978.

via Hindustan Times (India)
November 10, 2001


 

Powell says Opposition should
stay out of Kabul, wants 'open city'

AFP (Washington, November 9)

US Secretary of State Colin Powell said Friday the Northern Alliance should harass the Taliban in Kabul but stay out of the Afghan capital because their presence there could present "real difficulties." Powell, speaking after the anti-Taliban group claimed to have seized the northern key northern city of Mazar-i-Sharif, said Washington believed that if and when the Taliban were driven out of Kabul it should become an "open city" until an interim regime is found to restore order and govern.

"Our thinking is that it might be best that they (the Northern Alliance) not go into Kabul but make Kabul untenable for the Taliban that are in Kabul and help bring about the demise of the Taliban regime," Powell said.

"To be frank, there would probably be a lot of tension within the city if the Northern Alliance were to come in force with a population in Kabul that may not at the moment be friendly to (them)," he said.

The Northern Alliance is made up mainly of ethnic Tajiks and Uzbeks while the population of Kabul is mostly Pashtun.

Powell noted that bitter divisions between Afghan tribes and factions made the occupation of Kabul by the Northern Alliance a less than attractive possibility.

"There could be some real difficulties if the Northen Alliance went in," he said. "It might be a better course of action to let (Kabul) become an open city, if we get to that point, and then bring in others to begin to stand as a new Afghan government or provide some interim arrangement."

Powell said he had no confirmation that the Northern Alliance had captured Mazar-i-Sharif, but said if true, the seizure of the city was evidence of what the group could do when given the appropriate assistance.

via Hindustan Times (India)
November 10, 2001


 

Osama denies marriage to Mullah Omar's daughter

AFP (Islamabad, November 10)

Saudi-born Islamic militant Osama bin Laden denied reports he had married a daughter of Taliban spiritual leader Mullah Mohammad Omar, in an interview with a Pakistani newspaper published Saturday. "All my wives are Arabs," bin Laden told the editor of the Pakistani Urdu daily Ausaf in the interview published by the English-language paper Dawn.

"I have a spiritual relationship with Mullah Omar," bin Laden told Ausaf editor Hamid Mir in the interview conducted at an undisclosed location near Kabul on November 7.

"He is a great and brave Muslim of this age," bin Laden said of the Taliban leader.

"(Mullah Omar) does not fear anyone but Allah. He is not under any personal relationship or obligation to me. He is only discharging his religious duty. I, too, have not chosen this life out of any personal consideration."

Bin Laden, wanted by the United States for the September 11 terrorist attacks on New York and Washington, is known to have several wives and numerous children and there have been persistent reports that he had married a daughter of Mullah Omar.

via Hindustan Times (India)
November 10, 2001


---------------FIRST ARTICLE BELOW----------------------------->

United Front forces enter Herat

Mashhad, Nov 12, IRNA -- Afghan United Front forces hours before entered the western city of Herat, a military source close to the resistance forces told IRNA Monday. Mohammad-Dawood Gilani, the head of the office for the Islamic Movement of Afghanistan in this northeastern Iranian city, said that he was informed of the entry through a wireless contact from inside Afghanistan. Ismail Khan, best known as the "Lion of Herat", and Doctor Ebrahim were commanding the forces in the capture, he said. Taliban forces had been leaving the region for southern areas in the wake of the United Front forces' operations in the past two days, he said. "Thus, the capture of Herat occurred with a little resistance from remaining Taliban forces," Gilani added. Herat is a major Afghan province, neighboring Iran in Khorassan province. Meanwhile, a spokesman for the resistance Afghan forces said Monday that the United Front forces, under the command of a major commander Abdul Rashid Dostam, had captured the northeastern city of Kunduz. Major Shafi, who was talking by phone from Afghanistan, said the forces freed the city from the clutches of the hardline Taliban after six hours of clashes Monday morning. "A large number of Taliban forces, based in the city, have been killed or captured," he said. Normal life has returned to Kunduz and residents are moving around after putting behind a hard night which featured the fleeing of many Taliban forces from the city, Shafi added. He also said the United Front forces had reached the gates of the capital Kabul and were waiting for an order from their higher-ups to enter the city. BH/AR End ::irna 13:23


Afghan United Front forces capture Kunduz

Mashhad, Nov 12, IRNA -- Afghan United Front forces, under the command of a major resistance commander Abdul Rashid Dostam, have captured the northeastern city of Kunduz, a spokesman for the forces, General Shafi, told IRNA Monday. Shafi, who was talking by phone from Afghanistan, said the forces freed the city from the clutches of the hardline Taliban after six hours of clashes Monday morning. "A large number of Taliban forces, based in the city, have been killed or captured," he said. Normal life has returned to Kunduz and residents are moving around after putting behind a hard night which featured the fleeing of many Taliban forces from the city, Shafi added. He also said the United Front forces had reached the gates of the capital Kabul and were waiting for an order from their higher-ups to enter the city. BH/AR End ::irna 12:45


Taleban routed outside Kabul

BBC News
Monday, 12 November, 2001, 13:19 GMT

Opposition forces in Afghanistan have broken through Taleban front lines north of the capital Kabul and entered the key western city of Herat in a rapid advance. The BBC's John Simpson, 16 kilometres (10 miles) north of Kabul, says the Northern Alliance offensive has turned into a complete rout of the Taleban.

The Northern Alliance on Monday captured the second line of defence around Kabul, after a heavy rocket barrage, leaving only the final defences on the city's outskirts.

US F-18 jets are reported to be strafing the Taleban fighters fleeing in trucks and pick-ups. Earlier, Taleban positions were pounded by US B-52 bombers.

Looters are returning from the front line with Taleban goods of all kinds, our correspondent reports.

Herat fighting

Earlier, Northern Alliance forces were reported to have entered Herat in the west, which commands vital highways leading to Iran and Turkmenistan.

It could be the gateway for an advance on the Taleban stronghold of Kandahar in the south.

A Northern Alliance spokesman told the BBC that fighting was still raging for Herat.

Fighting has also been reported near the town of Kunduz, the last Taleban enclave in northern Afghanistan.

Opposition strengthened

An Afghan tribal leader, Hamid Karzai, said the Northern Alliance gains had made his job of forging an anti-Taleban alliance in central and southern Afghanistan much easier.

The BBC's Kate Clark reported seeing hundreds of fresh Northern Alliance troops at the Kabul front line armed with assault rifles and rocket-launchers.

In Kabul, people are fearful but there is no outward sense of panic, the BBC's Rageh Omaar reports.

There is no sign of the extra checkpoints set up by the Taleban previously, and no heightened militarisation in the city, he says.

The Northern Alliance have already taken a large swathe of northern Afghanistan following the capture of the key city of Mazar-e-Sharif.

On Sunday the Alliance drove the Taleban out of the town of Taloqan, an economic centre.

The move could cut off Taleban forces in north-eastern Afghanistan.

US warning

US President George W Bush has warned the Afghan opposition against trying to seize control of Kabul because it could endanger hopes for a future broad-based government.

US Defense Secretary Donald Rumsfeld acknowledged that it might be difficult to stop the Northern Alliance if they tried to seize the capital.

"We don't have enough forces on the ground to stand in their way," Mr Rumsfeld said.

The Northern Alliance has indicated it might try to capture Kabul if there were a "political vacuum" but it would prefer a broad political agreement.

The opposition forces further claim to have seized the strategic town of Pul-e-Khumri, north of Kabul, and the town of Qala-e-Nau in the western province of Badghis.

The capture of Pul-e-Khumri would cut the main north-south road through the centre of Afghanistan, leaving the remaining Taleban forces in the north stranded.


Southern Alliance in the offing: Local daily

Islamabad, Nov 12, IRNA -- As the conflict in Afghanistan progresses, Pukhtoon tribal chieftains on both sides of the Durand Line are growing in importance, reported a Peshawar-based daily Monday. "The Frontier Post" said that the backers of exiled Afghan king Zahir Shah are out on a campaign to muster support form these tribal chieftains. "It seems the powers working to wrest Afghanistan from the puritanical Taliban militia are working to cobble together a Southern Alliance, politically backed by these chieftains and made up of Afghan youths disappointed by Taliban policies", it noted. The newspaper pointed out that the idea is to build an ethnic Pakhtoon fighting force to sweep south to north, storming Kandahar and Jalalabad, converging at Kabul with Northern Alliance offensive. Zahir Shah's activists are also busy in seeking support for loya jirga for establishment of a post-Taliban government in Afghanistan, the paper noted. "A delegation from Rome has already beeen sent to hold talks with tribal chieftains to convince them about the formation of volunteers group against Taliban". The newspaper explained that the delegation is currently busy to seek permission from the chieftains for setting up training camps in tribal areas for the volunteers. The former king, the paper further, disclosed has doled out Rs.20 million for the new plan of raising the alliance. MHA/MMZ/HM End ::irna 11:30


Taliban Flee Posts North of Kabul

By KATHY GANNON,
Associated Press Writer
Monday November 12 10:02 AM ET

KABUL, Afghanistan (AP) - Taliban fighters were fleeing positions north of the capital Monday as truckloads of opposition troops advanced, shouting ``God is great.'' Anti-Taliban fighters also seized western Afghanistan's biggest city, the opposition said.

Northern alliance fighters waved their green-and-white flags and plastered pictures of slain military leader Ahmed Shah Massood on their trucks, as they shored up gains in the first significant advance by the opposition on the front north of Kabul.

A senior opposition spokesman, Bismillah Khan, said anti-Taliban forces pushed as far as Mir Bacha Kot, about 12 miles north of the capital, and were awaiting further orders.

``We are at the gate of Kabul,'' Khan declared in a satellite telephone conversation.

President Bush has urged the opposition to hold off on seizing the capital until a broad-based government can be formed to replace the Taliban, the Islamic militia that rules most of Afghanistan. While some opposition leaders have said they agree, some commanders on the ground were eager to advance.

It was unclear whether the opposition had gained so much momentum that an assault on Kabul was inevitable.

The action north of Kabul came as opposition fighters claimed to have entered Herat, the main city in western Afghanistan, and to be closing in on the last Taliban stronghold in the north.

Opposition spokesman Mohammed Abil said the opposition entered Herat in the morning. Iranian radio, broadcasting from Herat, said Taliban troops were fleeing or surrendering.

An official in the Taliban's Information Ministry said ``possibly Herat has collapsed.'' Herat sits along the main road to Kandahar - more than 300 miles to the southeast - which is the birthplace of the Taliban and home of Taliban supreme leader Mullah Mohammed Omar and Osama bin Laden.

The fall of Herat would build on the opposition advance from the north, where Taliban control has collapsed since the fall of Mazar-e-Sharif to the opposition on Friday.

In Mazar-e-Sharif, men lined up at barber shops to have their Taliban-mandated beards shaved off. Women were discarding the all-encompassing burqas and music - banned by the Taliban - could be heard coming from cassette players in shops, according to the Afghan Islamic Press.

Returning refugees streamed back into villages that they had not seen in months or years in a day of celebration across northern Afghan territory free from the Taliban.

Abil, speaking by satellite telephone, said alliance forces were preparing to move against Kunduz, the last northern city still held by the Taliban. The area is populated mostly by ethnic Pashtuns - the same ethnic group as the Taliban - while the rest of the north is largely Tajik, Uzbek and Shiite Muslim.

Late Monday, Tehran radio reported that the opposition forces had taken control of Kunduz. Opposition spokesmen contacted by satellite telephone said they did not have updated reports on the operation.

In Kabul, meanwhile, Taliban Supreme Court judges indefinitely postponed the trial of eight foreign aid workers, saying they feared their anger over the U.S. airstrikes would prevent them from making a fair ruling. The defendants - two American women, two Australians and four Germans - are accused of spreading Christianity in Muslim Afghanistan.

Developments on the battlefield were so fast-moving that many of the reports could not be immediately verified. Foreign journalists do not have access to many of the front lines and have been speaking to opposition commanders by satellite phone.

On the front north of Kabul, U.S. aircraft, including B-52 bombers, bombed Taliban positions Monday, drawing only sporadic anti-aircraft fire.

Abil said anti-Taliban fighters had pushed the Taliban back six miles along the old road to Kabul. At one point along the front, fighters advanced nine miles in less than an hour, stopping only after meeting heavy Taliban resistance.

Opposition forces captured Qarabagh district, 15 miles north of Kabul, Abil said. Trucks of shouting fighters rumbled through Rabat, a town along the route of advance. Asked where the trucks were going, one opposition soldier, Commander Adel, shouted ``to Kabul, to Kabul.'' The fighters had pictures of Massood, the alliance's military chief, who was killed by a suicide attack just before the Sept. 11 terror attacks in the United States.

Jubilant opposition fighters near Jabal Saraj, about 30 miles north of Kabul, said Taliban soldiers in several key strongholds on the western side of the contested Shomali plain were surrendering.

In Kabul itself, pickup trucks camouflaged with brown mud raced about, ferrying Taliban fighters to and from the front. Residents could hear the steady roar of jets heading toward the north.

The speed of the Taliban collapse, which began Friday with the fall of Mazar-e-Sharif, suggests that many local commanders and Taliban fighters are switching sides rather than offering stiff resistance.

Abil said the northern alliance has sent radio messages to Taliban commanders and village elders urging them to hand over Pakistani, Arab and Chechen volunteers fighting with the Islamic militia.

``We want to take these foreigners alive to show who is fighting against us,'' he said. He claimed the greatest resistance was coming from the foreign fighters.

Within three days, the opposition has expanded its control from about 10 percent of the country to nearly half. It remained unclear whether the opposition could maintain that momentum as they approach Taliban strongholds in the southern Pashtun heartland.

In Islamabad, the Taliban's ambassador in Pakistan, Abdul Salam Zaeef, acknowledged that the Islamic militia had withdrawn from seven northern provinces.

``The Islamic army of the Taliban withdrew from these provinces in an organized way to avoid civilian casualties,'' he said in Pakistan's capital Islamabad.

Washington wants the opposition to hold off on assaulting Kabul to avoid a repeat of factional fighting that destroyed the capital and killed an estimated 50,000 people from 1992 to 1996, when the opposition governed.

Abil said the opposition had no plans to enter Kabul, which it lost to the Taliban in 1996. But some commanders said an offensive was inevitable.

``We will have to enter Kabul,'' said Shahabuddin, sitting on an armored personnel carrier in Bagram, two miles from the front. ``The Taliban will take people inside the city as hostages. It will be our job to defend the people.''

Two French radio journalists and a German magazine reporter were killed Sunday when their convoy was hit in northeastern Takhar province, Radio France Internationale and RTL radio announced in Paris.

EDITOR'S NOTE - AP correspondent Steven Gutkin also contributed to this report from Jabal Saraj, Afghanistan.


Taliban withdraw from key areas in the north

Frontier Post
11/12/01

PESHAWAR: Taliban government on Sunday has withdrawn their forces from some key areas in northern Afghanistan under an order by the Taliban leadership.

According to the report the Taliban forces have withdrawn from Aibak, Sheberghan and Sar-e-Pul,capital cities of Samangan, Jawzjan and Sar-e-Pul provinces.

Report added that Taliban abandoned these areas under an order by the government and now they are regrouping our forces," said the spokesman.

At the moment Taliban spokesman rejected opposition's claim of capturing northern Afghan province of Fariab, saying the province is so far under the control of Taliban forces.

According to report, the Northern launched a series of offensives Sunday morning on the Taliban front lines in Khajaghar, Chal, Tangi Farkhar and Eshkamesh districts of Takhar province after severe US bombardment on these areas, which were repulsed by the Taliban forces.

Meanwhile, agencies added shouting their glee at their capture of a northern city, Afghan opposition fighters rolled a dozen more tanks toward the front line facing the Taliban near Kabul, but gave no hint if an assault was planned.

Five years slugging it out in the trenches have been eclipsed by a five-week-old U.S. bombing campaign against the ruling Taliban that on Friday delivered the opposition Northern Alliance its first reward.

The key northern town of Mazar-e-Sharif fell to forces led Abdul Rashid Dostum late in the evening and opposition leaders say their troops are now rolling back Taliban lines east and west.

North of Kabul, reinforcements of tanks and troops headed for the front line.

Commanders and soldiers were confident that the next victory would soon be theirs.

``We are so happy.

We heard the news from Dostum on the radio,'' said tank commander Muhammad Zaher, leading a convoy of six tanks down a pot-holed road to the front line.

Half a dozen followed as dusk fell. ``Now we are ready to go all the way to Kabul city,'' he said.

But there was little sign of real movement and the alliance has said it will not enter Kabul, but halt at the city limits if it ever does make progress toward the capital.

Soldiers stood on top of their tanks, joking and handing round cigarettes as they waited for the last in line to trundle toward them.

At the strategic Bagram airbase, some 20 miles north of Kabul, hundreds of soldiers trucked were dispersed among the derelict airport buildings.

The military airbase has been out of use for four years with Taliban guns trained on the runway from positions on the south side of the Shamali Plain and in the mountains beyond.

Running the gauntlet of enemy fire, opposition soldiers raced up and down the exposed runway on bicycles delivering water to their comrades.

Report said that US warplanes also struck targets further west on the Kabul frontline near the village of Rabat.


Opposition does not rule out entering Kabul

Frontier Post
11/12/01

JABAL-US-SARAJ (Agencies): Afghanistan 's opposition Northern Alliance said Sunday it would prefer not to enter Kabul until agreement was reached on a post-Taliban government, but might enter the capital if there was a political vacuum.President Bush said Saturday opposition forces were not being encouraged to take Kabul.

But Northern Alliance Foreign Minister Dr. Abdullah said the opposition would not rule out entering the city.

``We would also prefer to achieve a broad political agreement between all groups before moving into Kabul.

But we do not commit ourselves to this if there is a political vacuum in Kabul,'' Northern Alliance Foreign Minister Dr. Abdullah said.

``But we would first consult the international community.'' Many leaders of the opposition are loathed in Kabul because of their internecine battles for power in the early 1990s that subjected the capital to almost daily rocket attacks and killed about 50,000 residents.

The fundamentalist Taliban were welcomed as brings of peace when they swept into Kabul and threw out the Mujahideen in 1996.

Ready for a possible assault, hundreds of opposition troops, backed by tanks and artillery, have been deployed at Bagram airport some 30 km (20 miles) north of Kabul, to try to take nearby Taliban positions that have made the airport unusable.

The United States has been supporting the Northern Alliance with daily air strikes against the Taliban, but does not want opposition forces to move into the capital at this stage.

Dr. Abdullah said the Northern Alliance, also known as the United Front, had strong support in.

``The Americans are not in the complete picture. General Powell's reasoning that the people in Kabul do not like the NA is not true,'' he said.

``Thousands of people in Kabul have been arrested for opposing the Taliban, which is run by Pakistanis and Arabs.

But residents of Kabul are clearly nervous.

Watching the opposition takeover of the key northern city of Mazar-i-Sharif Friday evening, many said they feared it would signal fresh bloodletting and misery.

``Mazar's capture by the opposition and their treatment of people there will be an example of their policy.

Any wrongdoing, looting, killing and destruction will have a long-term negative impact on the future unity of Afghans,'' one shopkeeper said.

``If it leads to stability and ends bloodshed, then it is a good move.

The U.S. and the opposition must guarantee the lives and property of Mazar's people.

They must make sure that there is no harm and revenge against the various tribes living there.'' The United States is bombing the Taliban to punish it for harbouring Osama bin Laden.


Taliban envoy says 333 killed in overnight bombing

Islamabad, Nov 12, IRNA -- At least 333 civilians were killed during the overnight bombing of several Afghan cities by US-led coalition forces, Taliban envoy in Islamabad Mulla Abdul Salam Zaeef said Monday. Zaeef said in a statement that American fighter planes dropped heavy bombs on Kandahar, Kabul, Ghazni and Jalalabad last night. At least 300 people were killed and scores of others injured when Shah Agha village in district Khak Rez, 50 kilometers northwest of Kandahar City was hit. He said that majority of those killed were women and children. "Taliban authorities and locals are still searching for more bodies of the martyrs in Shah Agha village," Zaeef said. "It is massacre of the innocent Afghans. Killings of civilians have exposed the brutal face of the Americans and its coalition partners," the envoy said. He said that 18 innocent passengers were killed on Old Road, linking Kabul with Shomali Plains last evening. The American planes bombed both Old and New Road yesterday. Fifteen people were killed at Qila-e-Nusro area in the outskirts of capital Kabul. Zaeef said that Ghazni and Jalalabad cities also came under heavy bombardment. However, he has not yet received any report about casualties and destruction. He claimed that civilian casualties fast increasing as the Americans and its allies have intensified bombings of civilian areas. He said some of the US bombs have not exploded and are laying in several areas, which are posing threats to the lives of the people, especially the children. Confirm fall of seven provinces: The envoy confirmed the fall of seven northern provinces to the opposition Northern Alliance. "Balkh, Jawzjan, Takhar, Samangan, Bamiyan, Badghees and Faryab provinces have gone out of our hands," the envoy said. "Our forces have withdrawn from these provinces in an organized way," Mulla Zaeef said. He issued the statement after he stopped addressing daily press briefings when Pakistan reminded him of third country rules. The embassy has started issuing statements to update journalists about casualties and destruction because of American-led attacks on Afghanistan. TK/MMZ/AH End ::irna 18:31


Pakistan may send peacekeepers to Afghanistan: Daily

Islamabad, Nov 12, IRNA -- Pakistan may become part of the possible future UN peacekeeping force in Afghanistan, said "The News" here on Monday. Quoting a government official, the newspaper said that this would be part of Pakistan's long-standing policy of joining UN peacekeeping force for which armed forces troops are allocated. The paper, however stated that so far no request has been made bcause of the unclear situation in the neighbouring country. The decision will be taken when such an eventuality will arise. Pakistani troops will be in a better position to help UN peacekeeping force in Afghanistan because of Pakistanis long-lasting affinity, the paper pointed out. Pakistan is already part of UN peacekeeping force in several countries. The government takes the decision to despatch troops when requisitioned by the UN for turbulent countries. MHA/MMZ/HM End ::irna 10:15


Division of Afghanistan impossible: Waqad

Frontier Post
Syed Anwer
11/12/01

PESHAWAR: Qazi Mohammed Amin Waqad, Afghan Jihadi leader and former communication minister has said that all Afghans are a nation and the division of Afghanistan is not possible in any way.

He said that no power of the world in general and the neighbouring countries in particular have the capability to divide Afghanistan.

He further said that any body who wanted to prolong the war in the country couldn't be called a genuine representative of Afghan people.

Qazi Amin Waqad, while commenting on the fall of Mazar-e-Sharif during an interview with The Frontier Post, said that the fall of Mazar-e-Sharif to the Northern Alliance is not the way to solve Afghan conflict.

The absence of a central government, Law, foreign policy, Parliament and national army is the root cause of all prevailing evils in country, he said.

Afghan leader further said that the fall of the city did not benefit the local people, rather it caused loss of men and material.

"All Afghan factions are responsible for the continuation of Afghan civil war and the current crisis," he lamented.

To a question as to how would the present conflict be solved, he said that the convening of a Afghan grand assembly inside Afghanistan composed of ruling Taliban, Northern Alliance, Rome Peace Process headed by ex king Zahir Shah, Cyprus Peace Process and Afghan political organisations in Pakistan and Iran with the cooperation of Organisation of the Islamic Countries (OIC), United Nations (UN) and neighbouring countries can solve the current crisis.

Waqad added that he believed if the warring factions agreed for cease-fire and hold talks for convening a multi-ethnic grand assembly, under the supervision of the United Nations and Organisation of Islamic Countries (OIC) without any foreign interference, they could succeed in resolving the Afghan imbroglio amicably.

He said that those Afghans who remained on the soil of Afghanistan despite all odds for the last three decades should be given due consideration and weight in the formation of the future Afghan government as these were the real asset of the Afghan nation.

At the end Mohammad Amin Waqad, appealed to all Afghan people to shun their differences and come together to rebuild Afghanistan anew as this unfortunate land bore the brunt of foreign as well as domestic conspiracies.


Major boost for Afghan aid effort

BBC News
Monday, 12 November, 2001, 13:30 GMT

Uzbekistan says it will allow a big emergency aid operation to begin into neighbouring Afghanistan on Monday, two days earlier than planned. "We will be sending the cargo today. We have moved it forward because the United Nations was able to reach agreement with the Afghan side," Uzbek Emergency Situations Minister Rovshan Khaidarov told the French news agency AFP.

This will mark the first time Uzbekistan has opened its border with Afghanistan for four years, providing a major boost to the relief effort.

The UN's World Food Programme (WFP) has been stockpiling supplies, including baby food, clothing and medicines in the town of Termez.

Despite the Uzbek comments, WFP spokesman Michael Huggins told the Reuters news agency the shipments would probably not start moving until Tuesday.

He was quoted as saying barges would carry supplies across the Amudarya river into northern Afghanistan.

Tuesday's trip would be trial run and that a full shipment would cross the river on Wednesday, he said.

Satisfactory security

Uzbekistan closed its border to Afghanistan in 1997 after the Taleban captured the northern Afghan city of Mazar-e-Sharif, which is some 60 kilometres (38 miles) from Termez.

But now that the city has been retaken by the opposition Northern Alliance, it appears the UN is satisfied about the security of an aid operation from Termez into Afghanistan.

A convoy of trucks from the UN's children's charity, UNICEF, set off on Monday from the Uzbek capital, Tashkent, heading for Termez. It is carrying 10,000 blankets, thousands of winter coats, warm boots and soap and detergent.

From Termez, aid then has to cross the Amurdarya river.

The UN believes there are some 70,000 displaced Afghans around Mazar-e-Sharif.

Aid workers say millions of Afghans face starvation as winter sets in if aid operations are not successful.

Even before the US military campaign began, Afghans were facing food shortages, largely because of a prolonged drought.

UN Secretary General Kofi Annan warned earlier this month that the UN was only distributing half the aid it had hoped to get to Afghanistan.


Thirty trucks will deliver food to Faizabad

Frontier Post
11/12/01

MOSCOW (Agencies): An Il-76 plane belonging to the Russian Emergency Situations Ministry flew out to the Kirghiz town of Osh.A Ministry spokesman said that the aircraft is carrying five Niva trucks that will accompany humanitarian convoys to Afghanistan.

The cargo also includes spare parts for the trucks and other equipment to be used by the Ministry's groups operating in Kirghizia and Tajikistan.

Another Russian plane delivered cargoes intended for the upcoming relief operation to Osh.

The Emergncy Situations Ministry reports that a convoy of 30 trucks loaded with 150 tons of flour and vegetable oil will leave Osh for Faizabad in northern Afghanistan.

This is going to be the first convoy that will go to Afghanistan as part of an international humanitarian action organized by Russia, Kirghizia, Tajikistan, Britain and the United Nations.

Meanwhile, the Swedish Committee for Afghanistan has doubled its seed multiplication program in Afghanistan.

The (SCA) has during the year 2001 produced 550 metric tonnes of improved wheat seeds through its seed multiplication program in Afghanistan.

This is double the amount procuced last year.

The seeds have been processed and the distribution is ongoing and will be completed in mid-November.

The seed distribution will benefit about 6,000 farming families in 16 provinces, 8 provinces in northern, and 8 provinces in eastern and southeastern Afghanistan.



Warplanes bomb Kabul, frontlines

via The Nation
11/12/01

JABAL SERAJ, Afghanistan (AFP) - US warplanes bombed Kabul and Taliban front lines north of the Afghan capital on Sunday, but there was no sign of an expected opposition offensive on the city. One plane laid a carpet of bombs in at least one pass over the southern part of the front line, raising a long screen of black smoke over the far end of the Shomali plain. Later a US B-52 heavy bomber, clearly visible in the sky, dropped another heavy payload on the same area, an AFP reporter saw. The latest strikes followed overnight bombing of the Taliban front-line positions and a pre-dawn strike on targets in Kabul itself. Kabul residents heard at least 10 loud explosions and a marble factory in the east of the city was completely destroyed, killing two civilian security guards.

The factory was close to a Taliban military compound. Eyewitnesses said it took rescuers several hours to dig out the two bodies. One of the security guards, identified as Habir, had just got married three weeks before, one of his friends told AFP. On the ground, there was no visible movement from the opposition front lines, which have been reinforced in recent days with troops, tanks and munitions. Opposition commanders have said they are preparing for an offensive on Kabul, following sweeping Northern Alliance gains in the north of the country. The United States has voiced disquiet at the prospect of its Afghan allies entering Kabul, preferring that the capital be left alone until an interim administration can be installed. ‘We will encourage our friends to head south ... but not into the city of Kabul itself,’ President George W. Bush said Saturday. ‘We believe we can accomplish our military missions by that strategy.’ CIVILIAN KILLINGS: While the United States and its Afghan allies sought to press home their advantage, there were new reports of civilian deaths in the campaign to avenge the September 11 attacks. The bodies of more than 130 Afghan civilians were found in three villages near the Taliban’s southern stronghold of Kandahar after intense US bombing raids, AIP reported. The final toll from the villages in Khakrez district 70 kilometres northwest of Kandahar could exceed 300 dead, the agency said. Northern Alliance commander Abdul Rashid Dostam and two other prominent opposition warlords were ensconced in Mazar-i-Sharif on Sunday, coordinating military strategy and thrashing out power-sharing arrangements in the north.


'Opposition enters Takhaar, Baghlan'

The News: Jang
By Behroz Khan
11/12/01

PESHAWAR: Amidst continuing advance of Northern Alliance, its Foreign Minister Abdullah Abdullah claimed on Sunday the Taliban had lost the bulk of their forces in opposition offensives across northern Afghanistan. However, the foreign minister did not rule out an offensive on Kabul, saying that while the opposition understood concerns expressed by the United States, it would not be influenced by Pakistan's opposition to the Northern Alliance entering the capital.

Meanwhile Northern Alliance claimed more victories in different parts of Afghanistan in Sunday's fighting, as the Taliban forces retreat from cities and frontlines to escape heavy bombing by Anglo-US war planes and the ground assaults launched by the opposition. "Our forces have evicted Taliban from Talooqan and Pul-I-Khumri, capitals of Takhaar and Baghlan provinces. Fierce fighting is raging in Bamiyan", said Sibghatullah Zaki, the Islamabad-based spokesman for Gen. Abdul Rashid Dostum.

Taliban forces have abandoned these cities after a brief resistance as forces loyal to the Northern Alliance advanced from different directions, said Zaki while quoting Gen Abdul Rashid Dostum as telling him on satellite telephone from Mazar-i-Sharif.

Zaki said that, Gen Rashid Dostum was accorded a warm welcome by the locals after he entered Mazar-I-Sharif city for the first time since his ouster from power by Taliban in 1998. "There were lots of people including women and children to welcome Dostum at the Shrine of Hazrat Ali (RA)", the spokesman said.

Zaki said that Hairatan border, giving opening to Uzbekistan is still closed and efforts were under way to reopen the key supply route. Reports reaching here said that some Taliban supporters are still putting resistance inside Mazar city and exchange of fires from heavy and light weapons could be heard from a school building, named Sultan Razia School.

Zaki had earlier said that Pakistani supporters of Taliban have taken shelter in the school building and the resistance has been overcome. As the down-fall of Taliban administration is imminent, thousands of more Pakistani volunteers from tribal areas have either crossed in or on their way to Afghanistan to join the students' militia.

Taliban officials are not available for comments to verify the claims made by the Northern Alliance. However, a Taliban spokesman from Jalalabad said that Talooqan, capital of Takhaar province was still under the control of Taliban forces. "We have spoken to our people inside city and there is no such development to prove that Taliban lost control of Talooqan", the spokesman said.

Another leader of the Northern Alliance, Hussain Anwari and chief of Hezb-I-Wahdat of his own faction, Ustad Karim Khalili also claimed that Taliban lost control of Bamiyan province and the town was now in the hands of anti-Taliban forces. A spokesman of the Northern Alliance while quoting Hussain Anwari said that the pro-Taliban governor of Bamiyan, Nabi Islam has switched sides and joined the Northern Alliance. He claimed that Kunduz, another strategic part of the country, which shares borders with Tajikistan, has been taken by Northern Alliance as well. No independent confirmation of the claim was immediately available.

In the western Baghdes province, a spokesman of former governor Herat, Commander Ismail Khan said that Taliban forces had already deserted the provincial capital, Qala-i-Nao and it was like a walkover for forces loyal to Isamil Khan to take control of the city. The spokesman, Muhammadullah Zarif claimed that Taliban governor in Baghdes has been arrested along with 20 of his Taliban guards, but the reports could not be confirmed with Taliban.

"Our forces had benefited from the expertise and logistic assistance extended by American military experts during the advance of mazar-I-Sharif. The aerial bombing of Taliban frontlines by US planes was of tremendous help for us to make advance on Mazar-I-Sharif", said Commander Atta Muhammad during an interview on Sunday. He clarified that the American military personnel were not part of the ground offensive against Taliban forces. Reports reaching from Kabul suggest that anti-Taliban forces are amassing near Jabal Siraj, some 70 kilo meter north Kabul to make an advance on the country's capital, which is still in the hands of Taliban.

The students' militia eyewitnesses said, has increased the routine check inside Kabul and are particularly harsh towards those having satellite telephones, which they believed were being used by the anti-Taliban elements to provide information about the position and military movement of Taliban to the opponents. "Our leaders are in contact and taking steps how to secure peace and security in Kabul after the fall of Taliban. We are planning to take control of the key installations and important points around the city and then slowly move into the city", Zaki said while commenting on the statement of the Pakistani and US presidents.

US-led war planes severely bombed Taliban frontlines north of Kabul on Sunday and reports reaching here from Taliban sources suggest that several people, majority of them civilians, have been killed in Khairkhana and near Bagram airbase. No independent confirmation is available. Abdullah said opposition fighters had captured the central city of Bamiyan and Taloqan, capital of northeastern Takhar province, and did not rule out a move on Kabul.

Voicing surprise that Taliban forces had not withrawn earlier from northern Afghanistan, Abdullah said the Islamic militia had paid a heavy price as the opposition seized five northern provinces in the past three days. "The importance of this big defeat is not just that they lost large areas, but they also lost their main fighting force," Abdullah told reporters in this town north of Kabul. He estimated that the Taliban had 15,000 troops, mostly foreigners and fighters from southern Afghanistan, in the north before the resistance forces began their push five days ago.

Abdullah added that opposition troops were now moving "slowly and gradually" towards the northeastern province of Kunduz bordering Tajikistan. Meanwhile. senior advisers to the former king of Afghanistan warned the Northern Alliance of the possible implications of taking Kabul and urged the anti-Taliban force to keep a promise not to seize the capital.


Alliance claims 40pc Afghanistan

The Nation
From Javed Rana
11/12/01

ISLAMABAD – About 40 per cent territory of Afghanistan is now under the control of the Northern Alliance which made more sweeping territorial gains on Sunday including the capture of strategically important Bamyan province. The claim to this effect was made by Zaki, a spokesman for Northern Alliance Commander General Rashid Dostum while talking to The Nation. Zaki said that the anti-Taliban forces had captured several strategically important provinces and districts in their latest advances. Bamyan, Faryab, Badghis, Samangan, Takhar and Ghor provinces, Tulkan, the capital of Takhar province, the area of Sher Khan Bandra bordering Tajekistan, Imam Saied district in Kunduz province, Pul-i-Khumri, capital of Baghlan have fallen to the Northern Alliance. According to Zaki the 40 per cent territory also includes 10 per cent area already under the control of the Northern Alliance before the launching of the US-supported fresh offensive against the Taliban militia. However, Zaki’s claim of capturing 40 per cent territory could not be verified independently. “After capturing Tulkhami we’ve cut the route between Kabul and northern part of Afghanistan,” Zaki added. Now we are just 20 km away from Herat which may soon fall as the Northern Alliance are likely to get the support of the disgruntled people inside the city, Zaki predicted.

He said that a strategy was being evolved to capture the peripheral areas of Kabul only which chiefly include strategic military installations of the Taliban. He said the Northern Alliance commanders are conscious of the track record of Kabul city as in the past there was a stiff resistance inside the city therefore for the time being no strategy was chalked out to attack Kabul. The reluctance of the Northern Alliance to invade Kabul city is being seen in the context of the warning of President Bush to stay away from the Kabul city as the White House would prefer to first establish a broad-based government there before capturing the city. Zaki claimed that the Taliban have become demoralized and their resistance is ebbing away after the fall of Mazar Sharif. Lack of support from local population has also contributed to demoralizing them, he added. However, according to Afghan Islamic Press, there is still resistance from unknown number of Taliban fighters right inside the city. Taliban have conceded the fall of Mazar-e-Sharif, saying it was a strategic withdrawal. However the militia did not clarify its position about the latest claim of the Northern Alliance of gaining sweeping victory in north of Afghanistan.


200 pro-Taliban Pakistanis killed in Mazar

The News: Jang
11/12/01

TEHRAN: Some 200 pro-Taliban Pakistani fighters were killed in Mazar-i-Sharif on Friday and Saturday after the capture of that strategically important Afghan city by Northern Alliance. Haji Muhammad Muhaqiq, who heads the faction representing the Shiite Hazara community, also told the Iranian Entekhab daily that the Northern Alliance had encircled some 1,200 Pakistanis, in the Maktab Soltan Raziyeh area, who were "not able to flee" with the Taliban. "We gave them warnings to surrender," said Muhaqiq who also heads the political committee of the Hizb-i-Wahdat opposition movement. "They asked us to send representatives over several times, but unfortunately they shot them.

So far, six of our men (Mujahideen) have been killed," Muhaqiq said. "Finally, we gave the order to attack them and the clashes are still continuing," Muhaqiq told the paper adding: "Some 200 of them (Pakistanis) have been killed." Meanwhile, the press spokesman of the Pakistani Embassy in Tehran, Mehtab Khan, told AFP that no member of the Pakistan Army is implicated in the combats in Afghanistan. "The border between Pakistan and Afghanistan is long and porous and it is not possible to rule out the possibility that some Pakistanis enter Afghanistan in order to fight (alongside the Taliban) and in violation of the government's policies," he added.


French journalist dies in Taliban ambush

Sunday, November 11, 2001 9:10 PM EST

Paris, Nov 11, 2001 (EFE via COMTEX) -- A French reporter for Radio France International (RFI) died Sunday in Afghanistan when the opposition Northern Alliance contingent she was with was ambushed by Taliban soldiers.

The 35-year-old Johanne Sutton was accompanying the rebel forces in an armored vehicle, along with four other foreign journalists, when the vehicle was fired upon by Taliban troops and she was killed, RFI confirmed.

The ambush took place when the Northern Alliance troops left their headquarters in Takhar province, near the border with Tajikistan.

The fate of the other reporters is unknown.


Opposition asked not to push for Kabul

The News:Jang
11/12/01

WASHINGTON: The US administration on Sunday urged the Afghan opposition forces to surround but not occupy Kabul, after the Northern Alliance took the pivotal northern city of Mazar-i-Sharif where only "pockets of resistance" still remain. Defence Secretary Donald Rumsfeld said opposition fighters should seek to isolate the capital, get the ruling Taliban to surrender and make way for a broad-based government.

"There is concern on the part of some people, including Pakistan and others, that the situation in Kabul ought to reflect what is ultimately going to be needed in Afghanistan, namely a broadly based government," Rumsfeld told Fox News on Sunday. "The Northern Alliance has effective control of Mazar-i-Sharif at this moment, but there are pockets of resistance in the city that continue," Rumsfeld said. "In some cases they are Taliban, in some cases they are al-Qaeda, in some cases they are people from other countries that have come to support the Taliban."

Rumsfeld, however, said that the opposition forces were aware of the risk of a counterattack. "And I also know that they are pursing the Taliban out of the city in several directions. There are convoys streaming out, and they are being attacked, and every effort is being made to get them to surrender or to kill them, the Taliban and al-Qaeda, that are trying to escape," he said.

Rumsfeld also said that the Taliban were under pressure elsewhere. "The Northern Alliance forces that are there are putting pressure on Herat. They're putting pressure on Taloqan. And they're also moving south on the Shomali Plains," he said. While saying that US forces could not prevent the Northern Alliance from pushing into Kabul, he suggested the opposition forces should rather surround the city "and get the Taliban to surrender". He also stressed that whoever takes Kabul "is going to have to feed it. And the humanitarian assistance that is going to be required in there rapidly is going to be enormous."

Rumsfeld said it was unlikely that US forces would be deployed to maintain peace in the capital if the Taliban were ousted, but said that troops from other nations were likely to be. Meanwhile, US Secretary of State Colin Powell hailed progress made in the US-led campaign against Taliban but cautioned against an opposition push for Kabul.

"Right now, I think it's going rather well," Powell said in an exclusive interview with NBC's "Meet the Press" from New York on Sunday. "There's been quite a turnaround in the war." "We think it would be better if they were to "invest" the city, make it untenable for the Taliban to continue to occupy Kabul," Powell said, although the Northern Alliance said that it would not rule out such a move.

US National Security Adviser Condoleezza Rice said that Kabul needed to remain an "international city, a city that represents all of the Afghan people" reiterating the need for a broad-based government representing the country's various ethnic groups. "We believe that the military strategy and the political strategy need to be aligned," she told ABC's "This Week" news program. "The important thing is not to lose sight of the future."

Asked if any hesitance to push into Kabul would delay efforts to find bin Laden, Rice said that the goal was to find the Saudi-born militant and his lieutenants while also loosening the Taliban's grip on the country. Powell said that he did not know if the Taliban could hold out through the harsh Afghan winter, but expressed the need to "move quickly toward political action" and the creation of an interim administration in Kabul should the Taliban fall. He dismissed criticism that diplomatic efforts by the United States to shore up support among its allies for the global war on terrorism were hindering the military campaign.

"It's absolute nonsense, it's meddlesome nonsense," he said. "Without that coalition, the military would not have been able to project their forces in the region." The US secretary of state did not mince words when discussing the fate of bin Laden, Washington's most-wanted man. "From the very beginning, we said we were going after the al-Qaeda network," Powell said. "The chairman and CEO of al-Qaeda is Osama bin Laden. He cannot be left free to run around," the secretary of state said flatly, when asked if bin Laden would be pursued and eventually captured.

"This is not a man of faith but a man of evil. He is the worst form of tyrant on the face of the earth. ... We are trying every way possible to find him and to bring him to justice," he said. Powell dismissed bin Laden's assertion that he had nuclear and chemical weapons, calling it a "wild boast and threat". "I have no way of knowing, but I think it unlikely," he told NBC.


Broad-based options losing relevance

The News:Jang-Commentary
By Umer Farooq
11/12/01

ISLAMABAD: In the fast-changing scenario of Afghanistan, most of the options, including the one aimed at bringing Zahir Shah in power, for a broad-based post-Taliban government are losing relevance. The Zahir Shah option is not been considered actively by any of the parties in the Afghan conflict in the changing situation, though most of them verbally extend support to the Zahir Shah option. As the conflict between Taliban and Northern Alliance has intensified, the chances for cobbling together a muliti-ethnic coalition are vanishing, according to Islamabad based experts.

Most of these experts said that the efforts for putting together a multi-ethnic government in Afghanistan have slowed down in the face of continuously intensifying conflict between the Taliban and Northern Alliance. The former Afghan king, Zahir Shah, and the UN special envoy on Afghanistan -- the two figures making efforts for broad-based government -- have so far not been successful in reaching out to the main parties of the conflict -- Northern Alliance and Taliban.

Before the start of US military strikes against Afghanistan, it was expected that Zahir Shah would announce a "National Resistance Force" in opposition of Taliban that would adopt a two-pronged strategy of militarily fighting the Taliban and make efforts for putting together a broad-based coalition.

The newly appointed UN special envoy on Afghanistan, Lakhdar Brahimi, however, has held meetings with the officials of Pakistan and Iran on the subject. During his visit to the region he also met officials of some of other neighbouring countries of Afghanistan. So far he has not held meeting with any significant leader of Afghanistan, who is wielding any power in the war-torn country. He was reluctant to meet the Taliban diplomats during his stay in Islamabad. He held meetings with some of the Afghan personalities though their names were never announced.

During his visit to the region Brahami's efforts mostly focused on talks with the Pakistani and Iranian officials. Off late the two countries have also opened a channel of communication on the latest situation in Afghanistan and according to sources they agree on the formation of a broad-based and multi-ethnic government in Afghanistan. Experts said that the recent developments in Afghanistan have put Zahir Shah option on the back burner as he himself has been making only limited efforts to make him the frontrunner for the top position in Afghanistan.

Privately, Zahir Shah has been saying that he could only play the role of figurehead in any future political dispensation of Afghanistan as he is in a position to command respect from all the sections of Afghan society. The failure to create defection in Taliban ranks is another factor that is making the Zahir Shah option less relevant as his National Resistance Force was supposed to include the dissenting Taliban in its ranks.

The former Afghan king is mostly banking on the support of Afghan diaspora living in the western countries. It was with the support of this educated class of Afghans living abroad that the Afghan king pursued to convene a Loya Jirga (Grand Assembly). The Rome process (of King Zahir Shah) as it was called, was never successful in mustering enough support for convening Loya Jirga. The proposal of Loya Jirga was outright rejected by Taliban, and even Northern Alliance never expressed much support for it.

Officials said Pakistan is still supportive of the Zahir Shah option as the former Afghan king could play the role of figurehead in the post-Taliban Afghanistan. Pakistani officials are now talking about the inclusion of moderate Taliban in the future political set-up of Afghanistan or as some of them have put it "giving the Pukhtoons representation in the future political set-up according to their proportion in Afghan population."


Afghanistan division to have serious implications

The Nation
By Waseem Abbasi
11/12/01

ISLAMABAD – Pakistan Tehrik-e-Insaf Chairman Imran Khan has warned that division of Afghanistan on ethnic lines would have serious implications for the stability of Pakistan. Addressing a Press conference, here on Sunday after the conclusion of a two-day PTI Steering Committee meeting be expressed his grave concern over the reports about division of Afghanistan on ethnic lines after the fall of Mazar-e-Sharif. “The political fallout of any effort to create a ‘United States of Afghanistan’ could lead to a full-fledged civil war in Afghanistan with serious implications for Pakistan, particularly on the two border provinces of NWFP and Balochistan,” he said adding that Afghanistan’s integrity and sovereignty is vital for regional peace and stability. The resolution adopted at Steering Committee meeting has demanded an immediate end to military action in Afghanistan and commencement of a political and diplomatic initiative to peacefully resolve the crisis.The war torn Afghan nation desperately needs peace and not more war. “The indiscriminate bombing including the use of cluster and daisy cutter bombs, which have resulted in the killing of innocent civilians, cannot be justified under any pretext,” the resolution said. The meeting has termed the attack on innocent Afghans as unethical, unjustified and illegal. “Although not a single Afghan was involved in September 11 attacks but the entire nation is being punished for a crime, they did not commit”, the resolution added.

The resolution asked the international community to take immediate note of the reported massacre of innocent civilians by Northern Alliance troops after capturing Mazar-e-Sharif. By arming the Northern Alliance, the US has encouraged forces, which were responsible for clan warfare and grave human rights violation during their reign. The resolution called on the government to immediately start serious and purposeful dialogue with all political forces of the country to review the implications of continuing conflict in Afghanistan and Pakistan’s policy to deal with the crisis. Responding to a question Imran Khan ruled out the possibility that PPP’s Chairperson, Benazir Bhutto would return back to the country as her corruption case is too strong. He deplored that Benazir was issuing statements to please American lords without caring the national interests. Answering another question, Imran Khan said that there is no need for national government in the country especially when the election schedule has been announced by the military government. He said the next elections would be landmark in the history and the people would choose the correct representative as the September 11 events have politicised the public. Imran khan lauded the speech of President Musharraf in UN and said that the President has presented the case in a good manner.


President sees Taliban ouster soon

The Nation
11/12/01

WASHINGTON— The Taliban are likely to be ousted from power in Afghanistan before the winter, Pakistani President Pervez Musharraf said Sunday, pointing to the ‘visible’ successes of the US bombings in retaliation for the September 11 attacks. Musharraf said he was ‘very confident with the way the operations are going,’ noting that ‘individuals with such primitive methods of force available to them cannot last very long.’ The capture of the pivotal northern city of Mazar-i-Sharif by opposition Northern Alliance forces has ‘big military and political implications,’ Musharraf told NBC’s ‘Meet the Press.’ The war has now ‘turned the corner, ... its successes are visible,’ he said He said he is ‘not at all worried’ that he or his government may be in danger because of his support for the US-led campaign against terrorism, which has triggered sometimes violent protests in his homeland. ‘The vast majority of Pakistanis are behind me. I’m very confident.’ Musharraf, a general who took power in a military coup in October 1999, also said his army is firmly behind him, despite recent shake-ups in command among top generals. ‘Everyone follows the chief. This is a very disciplined army that we have,’ he said. Musharraf said he does not believe a claim by Osama bin Laden that he possesses nuclear weapons, though he said it is ‘a possibility’ that the suspected terrorist mastermind could have chemical weapons. ‘I don’t believe him. I can’t even imagine that he can have nuclear weapons. Chemical is a possibility because it’s easy to fabricate and easy to possess,’ he said. But he said that in the unlikely event that bin Laden did have weapons of mass destruction, and used them, the United States should not respond with its own nuclear arsenal. ‘I think it would be more terrible if we responded in kind,’ he said. Musharraf has expressed concerns about pressing ahead with the military campaign in Afghanistan during the holy month of Ramazan, which begins this week.

He said Sunday that his concerns are not based on religious considerations but centre around how that might be perceived in the Muslim world ‘I just said the sensitivities of the Muslims should be taken into account. It’s not in our religion that no fighting should take place in Ramazan, but I just said that it will give a cause to religious extremists who are protesting all over the world,’ he said. Musharraf’s expression of confidence in his government’s stability was echoed Sunday by Secretary of State Colin Powell. ‘I think he is securely in place. He has the support of his key people. He seems to have a plan as to how to deal with some of the disturbances he has seen in the society. And I think as we see more success on the battlefield, and as the fighting changes and perhaps goes down, it will be easier for him to control that,’ Powell said on Meet The Press. Despite the recent cooperation on the anti-terrorism effort, one major bone of contention between the United States and Pakistan remains — the fate of some F-16s that Pakistan purchased but never received because of sanctions imposed by the United States after Pakistan tested nuclear weapons. Musharraf has raised the issue with both President Bush and Powell in private discussions that the Secretary of State described Sunday as ‘candid.’ ‘There are no plans now to transfer those planes to Pakistan,’ Powell said. Musharraf warned that refusal to hand over the planes will have a detrimental effect on Pakistani public opinion. ‘This is one issue which is held very much against the United States [in Pakistan],’ he said. ‘It will be received negatively. Spokesman for President Pervez Musharraf, Maj. Gen. Rashid Qureshi told a news briefing after the Bush-Musharraf summit that while both sides discussed bilateral defence cooperation in a broader context, the specific issue of F-16s was not raised. He agreed with a questioner that the matter was clinched after Pakistan accepted return of the money it paid for the F-16 planes whose delivery was blocked under the Pressler Amendment.

Pakistan to remain part of war against terrorism Humayun Akhtar adds: Shortly after arriving in New York President Gen. Pervez Musharraf was interviewed by Ted Koppel and The Washington Post. President Musharraf asserted that he has his agitated country under complete control. Musharraf, spoke to Washington Post-Newsweek’s Lally Weymouth. Excerpts of his interview are as follows:

What do you hope to achieve during your visit? To develop a consensus on understanding terrorism, to talk about the operation in Afghanistan and to speak about Pakistan’s national interest.

What are you hoping to get from the US? Economic assistance is the main aim.

You certainly made a big decision in allying with the US, didn’t you? It was a big decision, based on principle. Now that we are part of the coalition, the people of Pakistan expect that our concerns will be addressed. . .

How do you see the war going so far? I would not call it a war. . . . It is an action or an operation against terrorists and their supporters. But the media is projecting it as if it were a war against the poor people of Afghanistan.

Now Mazar-i-Sharif has fallen to the Northern Alliance. What is the significance of this? It has military significance because there are two airfields near this town that can be used for air operations inside Afghanistan. The political implications are that it will weaken Taliban.

How would you feel if the Northern Alliance were to move on to Kabul? I believe that Kabul should be maintained as a demilitarized city. In the past, there were atrocities and infighting among the various ethnic groups. To prevent this, no one should enter Kabul.

Would it start a civil war if the Northern Alliance takes Kabul? Yes, certainly. The problem is there are different ethnic groups — the Uzbeks, the Hazaras, the Tajiks and the Pashtuns. The taking of Kabul by the minority groups — the Northern Alliance is composed of minority groups — will be fiercely opposed by the Pashtuns and will lead to anarchy. So what is the political future of Afghanistan? Some talk about a broad-based coalition. Others speak of a role for the former king of Afghanistan, Zahir Shah. He enjoys some respect in certain areas. Maybe he is the only personality that has acceptability across Afghanistan. Therefore, he does have a role to play in a future political settlement. One can lay down certain barometers: The unity and stability of Afghanistan ought to be ensured. A broad-based multi-ethnic government that takes into consideration the country’s demographic composition should be created. No solution should be imposed on Afghans. A political solution should be homegrown and friendly to Afghanistan’s neighbours. Can you change Taliban by an air campaign, or are ground troops necessary? I don’t think bringing in ground troops would be wise. Special operations is the maximum that one should go to. Are there good Taliban and bad Taliban, or must all Taliban go? The moderate Taliban are willing to bring about change. They should be accepted in a future coalition.

What do you say to the charge that your intelligence service, the ISI, created the Taliban? No. The Taliban are homegrown. After the Soviets left, the ethnic groups were fighting, and gave rise to Taliban. They are not a creation of Pakistan at all.

Wasn’t there sympathy in your military for them? Not at all. We had diplomatic relations with the Taliban for a reason: They represented the Pashtun community and controlled 90 per cent of Afghanistan. There are Pashtuns on our side of the border. There was no alternative but to have diplomatic relations. It was not wrong then or now.

Did you fire the head of your intelligence service [Gen. Mahmud Ahmad] because he was sympathetic to Taliban? His removal was a routine matter of promotions. We had no difference of opinion at all.

Why have you called for a pause in the bombing of Afghanistan during the holy period of Ramazan? Won’t it just give Osama bin Laden time to regroup? There may be some military negatives, but there are political positives. It is important to consider the sensitivities of the Muslims during this period. There has been much discussion about the control of Pakistan’s nuclear weapons, and reports that Pakistan is thinking of putting its nuclear weapons in China. This is ridiculous. I don’t think China would allow this, nor are we interested in taking our strategic assets to another country.

Are you satisfied with the controls you have? I have no doubt that our strategic assets will not fall into the wrong hands. Do you see any solution to Kashmir problem? In fighting terrorism around the globe, one needs to examine the causes that lead to extremism. The main cause lies in disputes and conflicts like Kashmir. Therefore, one hopes that India realises the situation, comes forward and tries to start the process of dialogue on Kashmir problem.

So are you saying that when you look at terrorism, you have to think about what causes people to become terrorists? And that one of the many causes is Kashmir? As far as Kashmir is concerned, there is a freedom struggle going on. There is a United Nations Security Council resolution on Kashmir. When we talk of defining terrorism, is it the people who are asking for implementation of the Security Council resolution that are the terrorists, or is it the state which is refusing to implement it? In my own humble opinion, it is India which is causing state terrorism in Kashmir.

Reportedly, terrorists trained in Afghanistan camps have entered Kashmir by crossing Pakistan. That’s the Indian view, but it’s not the case at all. Have you thought of when, and how, you are going to move back to democracy? We are going to have elections in October 2002 — provincial, local and national. When you said returning to democracy, I beg to differ. There was no democracy in Pakistan. We will introduce democracy.

Won’t you run for President? I will remain the president. We have to see to the legalities of it.

Do you think the US objective is getting rid of Taliban, or is it capturing bin Laden? Both ought to be. . . . Catching bin Laden is a matter of having the correct intelligence. If that is available, it can be done in a day.

Do we have the correct intelligence? At the moment, no. What about the recent arrests of the Pakistanis who worked in your nuclear programme and later were in Afghanistan?

Did they give bin Laden nuclear know-how? These were retired scientists involved in NGO activity with Afghanistan. I can’t imagine how it is possible to fabricate a nuclear device in a war-ravaged and devastated country like Afghanistan or by Osama bin Laden sitting in caves. A nuclear device needs a trigger mechanism, it needs a delivery system. Are you worried about opposition in your country? It’s dying out. Otherwise, I wouldn’t be sitting here.

Interview with Ted Koppel: “Military is behind me”, firmly told President Musharraf, on Friday night, when interviewed by the renowned anchorman, Ted Koppel, on “Night Live’, nationally televised programme. President Musharraf’s coming to US at this period of time amazes Americans, because of the demonstrations taking place back home. But this also shows his confidence and that business is as usual; he has no fear of any trouble, while he is abroad. Introducing President Musharraf Ted Koppel said : Pakistan President Pervez Musharraf has been a crucial ally for the Bush administration in its military campaign against the Taliban, but he’s walking a political tightrope at home as protests continue. The following is a transcript of Ted Koppel’s interview President Musharraf:

Mr. Koppel: Mr. President, thank you very much for agreeing to do this interview. President Musharraf: Thank you.

Koppel: I am very sorry to hear that four demonstrators – at least four – were killed in your country today. How bad were the demonstrations, and how seriously do you take them?

Musharraf: Well, I did speak to Pakistan. The demonstrations were very small all over the country. And this is one of the most remote areas near Darashmahan (ph) that some students from an extremist madrassa, being run by one of the extremist religious parties, they came out. Otherwise, in the rest of the country, there were hardly any sizable demonstrations.

Koppel: How nervous were you about leaving? I mean, sometimes, as they say, when the cat’s away, the mice will play. Are you concerned about some of your opponents taking advantage of your absence?

Musharraf: If I was concerned, I wouldn’t be out. It’s too serious an issue. I wouldn’t have come out at all. I wasn’t concerned. I know everything is all right. The military is behind me, and political situation is absolutely all right.

Koppel: I was told – and I have no way of knowing whether this is true, but you would – that, in anticipation of being out of the country, you took particular precautions with regard to your nuclear installations and your nuclear weapons. Is that true?

Musharraf: No, I didn’t take any particular precautions. The precautions are in place. We have very strong custodial controls, and a command and control system which is very effective. I didn’t issue any special orders as such.

Koppel: Can you say, are the nuclear weapons ready to go as they are, or are they, as I have heard, in different parts, have to be assembled first?

Musharraf: Yes, you are right. They are not mated (inaudible). And there is geographical – they are geographically apart. They cannot be – they are not ready to be fired. So really, it’s not the concept that NATO has been having (inaudible) United States system, where your finger has to be on a button and then finally can be pushed. That’s not the condition there.

Koppel: So, when it comes to giving assurances to the world at large that they are not likely to fall into unfriendly hands, on a confidence rating of one to 100, with 100 being perfect, would you like to pick a number?

Musharraf: I would certainly give it over 90. I am very sure of it, although I know there are apprehensions around the world. But I’m extremely sure of nothing of the sort. They are in very secure hands.

Koppel: We’ve been watching your progress with interest as you’ve made your way to Iran and to Paris and to London. Early on you seemed to be saying, in rather firm terms, that you really did not want this war to continue, the bombing to continue through the holy month of Ramazan. As you have come closer to New York, you seem to have softened that position a little bit. Where does it stand this evening?

Musharraf: Well, I have always been saying that preferably the operation had to be short, and it would have been much desirable that the operation terminated before Ramazan. But then I’ve been saying that strategic objectives have to be achieved. One understands that. But then I’m very conscious that sensitivities of the month of Ramazan must be considered.

Koppel: When you speak about those sensitivities, again, shortly after you left Pakistan, you warned about the consequences throughout the Muslim world if, indeed, the bombing campaign continues throughout Ramazan. What precisely are you worried about? What do you think will happen?

Musharraf: Well, I can’t be very positive about it, but I said that it will have negative effects on the Muslim world. Now, I don’t think it’s going to be such that to take it overseriously, but it will have a negative effect.

Koppel: Where are your concerns most focused? Musharraf: Well, I haven’t really thought of it. I think in the entire Muslim world, probably. Koppel: Is it really that much of an issue? I mean, as the entire Muslim world looks at it – and Pakistan, of course, is a terribly important part of that Muslim world – is there no understanding of the enormous loss that the United States and 80 other countries experienced on September 11? I mean, I surely understand the concern over civilian and unintended casualties in Afghanistan, but to this date, those have not been intentional, and the number has been relatively small. Why is the Islamic world so focused on what is happening in Afghanistan and giving so little attention to what happened here in New York on September 11th?

Musharraf: No, I would differ with this assessment. I don’t think – in Pakistan; I can talk of Pakistan. Every Pakistani condemned the terrorist act of 11 September in absolutely unequivocal terms. That is very sure. And even now, if you ask a Pakistani, he will condemn whatever happened – the terrorist act of 11 September. So nobody wasn’t ever (inaudible). But then, when the bombing started and with all the images of casualties to civilians, it’s not having an effect only in Pakistan or the Muslim world, but the entire world, I would say. Unfortunately, I agree with you that an operation which is focused against terrorists, their supporters, and their abettors, on the television all around, it’s being – it has got a projection as if this is a war against Afghanistan, against the poor and innocent people of Afghanistan. That’s the unfortunate part. So it is having an effect that way of people being against the bombing of Afghanistan is increasing all around the world, I would say. But that doesn’t mean that they are not conscious of the tragedy of 11 September.

Koppel: But in your view, it does mean that the bombing campaign has to have a finite duration, that in your view it would have to end, what, in a matter of weeks, in a matter of months?

Musharraf: A military operation has to achieve its objectives. I mean, you can’t leave an operation halfway. So, therefore, then you are talking of achievement of objectives, one can’t rely, later on, any definite time-frame for that. The effects are more important than time. …

Koppel: Mr. President, you were talking about the objectives, that it is necessary to achieve the objectives of this war. I wonder if you could define those objectives. In your mind, what are they?

Musharraf: Well, in military terms, in any conflict, you start with identifying the central gravity of an opposing force – of your opposite force. And when you have identified that central gravity correctly, you fix your strategic objectives to achieve that central gravity. And that central gravity, obviously, has to be the achievement of which leads to the collapse of the opposite force.

Koppel: In classical military terms ...

Musharraf: Yes.

Koppel: ... that’s very simple. In this particular instance, it’s more complicated. So, please ...

Musharraf: Well, now, here the strategic objectives are really personalities, people, and not any equipment, not any industrial base or anything – not any weapon system. It’s individuals. It’s personalities. And when you are talking of terrorists, you are talking of Osama bin Laden and his associates and their abettors, you are talking of the government, the Taliban government. So one has to feel which one of these really is the central gravity, and that is where – what I see the strategic objectives.

Koppel: In your view, President Musharraf, are you sufficiently satisfied that you can say to your colleagues in the Muslim world, “I have seen adequate proof” – because they keep asking. They keep saying, “Where is the proof that it was Osama bin Laden? Where is the proof that the Taliban is somehow responsible for what happened on September 11?” Are you satisfied? Have you seen the proof?

Musharraf: Yes, we were shown proof, and there were – we saw that there were linkages leading to Osama bin Laden. Koppel: Definitive? Musharraf: Fairly definitive. But we didn’t go in to do analysis of all this, and we didn’t like to sit in judgment on this, on the evidence. Therefore, since a lot of circumstantial evidence was leading to that, and the proof that was shown to us was leading – having linkages with them.

Koppel: But do you agree that this is one of the issues that seems to be upsetting people in the Muslim world, that they say, “Where is the proof? We have not seen the proof.” You are one of the few people who has and who, perhaps, could speak with some authority to the rest of the Muslim world. As I hear you speak, you’re telling me the proof you have seen is not definitive.

Musharraf: Well, it is – it is. I said we haven’t analyzed it judicially, or we haven’t been that analytical about it. We were shown proof, and we thought that it is adequate, the evidence is leading to a linkage with Osama bin Laden.

Koppel: As you look now at the goals, the strategic objectives, you have said in this particular instance they clearly center on personalities rather than, let’s say, territory, for example. In your view, if bin Laden is either captured or killed, if the Taliban government is effectively overthrown and replaced, is the war over?

Musharraf: I certainly presume so.

Koppel: Well, you presume so. You’ve certainly heard President Bush say that it would not be over, in his view, that those who have given safe harbour to terrorists in countries around the world will continue to be targets. So when you say, in your view, it would be over, if those goals were achieved, Pakistan is out of the war?

Musharraf: Well, no. We are not – I think (inaudible) we are mixing two things up. I am talking of the operation in Afghanistan. Maybe what President Bush is saying and what you are inferring is the war against terrorism.

Koppel: Precisely.

Musharraf: The war against terrorism is certainly not over. It’ll continue for years to come, and we are a part of it.

Koppel: And what will Pakistan’s role be?

Musharraf: We will remain a part of the war against terrorism anywhere in the world, because we are a victim of terrorism within Pakistan, and I’m trying to resolve that issue also.

Koppel: What is it that you’re most concerned about as you sit down – and I don’t expect you, obviously, to tell me what your conversations with President Bush will be. But as you sit down with President Bush, what are you most concerned about in terms of the ability to wage this war effectively?

Musharraf: Ability of the coalition, you’re talking of, or are you talking of Pakistan?

Koppel: Well, I’m talking, obviously, as – in speaking to the president of Pakistan, I’d be interested, first of all, in hearing your concerns about your ability.

Musharraf: Well, certainly I would like to talk to him on the issue of terrorism in general, and the operation in Afghanistan in particular, and – in all its perspectives – the military and political and rehabilitation perspective. And then I would like to very surely get involved in our national interests - Pakistan’s national interests, domestic interests. And that is the area of focus that I would like to really keep.

Koppel: Economic, political, military, vis-à-vis India, all of those things?

Musharraf: Economic is the base (ph).

Koppel: Where do things stand at the moment in terms of the restructuring of Pakistan’s debt?

Musharraf: We have got a lot of promises, but the substance has yet to come.

Koppel: And the lifting of the embargo, the lifting of the sanctions?

Musharraf: Embargoes and sanctions have been lifted. But on the lifting of sanctions, also, I would like to talk to the president, that the waiver has been given to the president, and I would suggest to him that this arrangement should be long-term.

Koppel: Is there any particular message that you would like to convey to the American people now that you are here, in what is really – you know, six months ago you would not have been welcomed with the same open arms that you’re greeted with today. Is there anything you would like to convey to the American public?

Musharraf: Well, I would like to convey to them that I come to United States with a resolve and with a conviction to fight terrorism with them all around the world. And I would also like to convey to them my condemnation – my strong condemnation – on the act of terrorism on 11th of September, for which I’m going to visit to ground zero and express it openly. So Pakistan will be together with the United States and the coalition to fight terrorism around the world.

Koppel: President Musharraf, very gracious of you to take the time. Thank you very much, sir.

Musharraf: Thank you very much.


Soviet-made jets still intact, claims Taliban

The News:Jang
By Naveed Ahmad
11/12/01

ISLAMABAD: Despite hi-tech intelligence, precision bombing and an army of ground spies, the coalition forces could neither damage Taliban arms depots nor create any differences among its ranks, said a militia commander while speaking to The News.

The Taliban commander, requesting anonymity, said despite heavy air raids, eight Soviet-made jet fighters are still intact at 'safe locations'. "They cannot be used as no runway is in operational condition." "As part of military strategy, the Taliban started making dummy targets, depots and similar semi-exposed bunkers to divert the enemy's attention," said the Taliban leader.

"For example, the coalition bombing on Kabul's presidential palace could only damage two empty beds and three roadside poles," he said, satirically admiring the precision of the bombing. The intelligence information shared with the Americans by their allies has led to the destruction of Russian weapons dumps, some of which were not even known to Taliban, said the military commander. He also claimed that Taliban suffered minor manpower loss, as "most of the targets bombed by the American were empty". On the contrary, more civilians have died than the Taliban soldiers in this 'targeted war', said the Afghan commander. "Thank God, the continuous bombing failed to claim the life of even a single key Taliban leader," said the military leader.

He said in a couple of days, the pictures of the debris of American helicopters and jets would be made public through various sources. "A good number of American bullet-proof jackets and scrap would be available in market for sale as souvenirs," said the Taliban leader. To a question about Osama bin Laden, he confidently said: "He is safe. American dreams of capturing or killing him would never materialise." The Taliban commander, who has been associated with the militia since its very outset, said Osama changes his locations very frequently.

About manpower support from Pakistan, he said Taliban do not have any dearth of soldiers and volunteers. "They have enough trained people to fight. They are united and desperate for the ground war to start," he explained, adding most of the Pakistanis have been sent back with their weapons. Besides 50,000 Taliban army, "we have Malaysians, Bengalis, Arabs, Chechens, Filipinos, Chinese, Africans and Pakistanis siding with Taliban on voluntary grounds," noted the commander. The Taliban leader said there are some 1,000 to 1,500 Pakistanis as well as Arabs, while about 3,000 Chechens led by Juma Khan.

To another question about UN's allegation of 'forced conscriptions', he said, "We do not to force anybody to fight for us when we are already sending volunteers back to their homes. It is a shame that the UN is airing such white lies." About the fall of Mazar-i-Sharif, he observed: "This victory will prove a deception for them. This is a strategic withdrawal. However, the reports of Taliban defections are untrue."


Dud Afghani rocks currency market

The News: Jang
By Ibrahim Khan
11/12/01

KARACHI: The dud Afghani has rocked the currency market in Karachi, foreign exchange dealers said, adding the new phenomenon is likely to boost the rupee and drag down the dollar in the kerb in the near future. "The counterfeit Afghani currency, which surfaced in the open currency market in Karachi last week has rocked the kerb market," one dealer at the foreign currencies' open market opposite Boulton Market said on Sunday. He could not explain the sudden appearance of the dud Afghani, which hammered down the value of the Afghani to Rs 180 from Rs 250 for 100,000 Afghanis, but said it was a blessing in disguise for the rupee, which had gained tremendously compared to the Afghani and the dollar.

At least three high officials of the State Bank of Pakistan, who were asked to comment on the most encouraging firming up of the rupee that is also lowering the value of the dollar in the open and the inter-bank markets, said the rupee was gaining because of inflows of the greenback from abroad. "The rupee has gained tremendously because of higher inflows of the dollar from abroad," one highly placed official of the central bank told The News without pinpointing the country from where the dollar is pouring into Pakistan.

The recent gains of the rupee were the biggest since January 7, 1982 when the rupee was de-linked from the dollar and floated against a basket of trade-related currencies. The SBP fixed the value of the rupee at 9.90 against the dollar after the de-linking on January 7, 1982. The rupee traded at more than Rs 67 against the dollar in early September.

Without answering in clear words, one high official of the SBP spilled the beans and said: "Some people have curtailed the purchase of the Afghani and they are now buying the rupee against the dollar." The Afghani was gradually gaining since October 7 when the US-led coalition opened one of its most rapacious and ferocious blitz on Afghanistan in the name of "war against terror" that triggered purchasing by Afghan warlords, hiring Jihadis and mercenaries to fight with old guns from the ground the thundering warplanes, raining down powerful bombs from the sky over the land-locked Afghanistan, said one bearded moneychanger trembling with rage, while offering his unsolicited comments. The Afghani rose to Rs 200 per 100,000 Afghani on November 4 from Rs 150 before October 7 and Rs 125 before September 30, the dealer said.

One currency trader said the Afghani got a boost, following the publication of a report in The News about strengthening of the currency and within four days the dud notes in millions surfaced and rocked the market that pulled down its value and now it was being sold at Rs 180 for 100,000 Afghani. "God knows who has printed the 'Jaali' notes," said the trader, adding: "The fear and cumbersome procedure to check the notes has forced the warlords to buy 'the trusted' rupee instead of the suspected Afghani."

"When the dollar could be printed in the Far East, it is also possible to print the Afghani in this hi-tech computer world," the trader replied tauntingly, while deriding the question. With a vociferous voice, the trader boldly said: "Most the dollars are coming from Afghanistan." His claim could not be ascertained on the spot, but Dr Ishrat Hussain, Governor, SBP, told businessmen early this month that some $25 to 30 million is coming into Pakistan from abroad.

The matter did not end here, he said and added: "The rupee is likely to firm up further." In the kerb, the rupee closed at (buying/selling) Rs 60.00/60.20 against the dollar amid overflowing of the dollar in Karachi on Saturday, compared to 61.45/61.55 on last Saturday (November 4), which was a tremendous gain, following the publication of the news about demand for the Afghani. In the inter-bank market, the rupee closed at Rs 61.07/61.12 against the dollar on Saturday as, according to banking sources, the dollars were legally remitted through banks abroad.


Anti-militia faction opens office in Peshawar

The Nation
By Our Monitoring Desk
11/12/01

Anti-Taliban faction, Shoora-e-Mashriqi, has opened its office in Peshawar as part of efforts to unite political, religious and other Afghan leaders against the Taliban after permission by the government, the BBC learnt through reliable sources on Sunday. The Shoora will use this office to try to bring anti-Taliban commanders and political as well as religious leaders at one platform, the sources said. The sources said the former Afghan commander Haji Zaman, who was expelled from Pakistan in September 1997 and had taken refuge in France, has done this. They said the Shoora can take a decisive action against the Taliban by uniting all the leaders by using this office. The Shoora comprises of anti-Taliban leaders from four provinces including Kunar and Nangarhar. The BBC said this move by the government shows that the former Afghan commanders are now being given importance in place of the Taliban. The Shoora has opened its office in University Town area of Peshawar and security there has been beefed up. Before this move, the government had closed down the Taliban consulate in Karachi and barred Taliban Ambassador Mulla Abdus Salam Zaeef from holding Press conferences.


Afghan leaders coming to attend Millat Party moot

The Nation
11/12/01

LAHORE - Millat Party Chief Organiser Muhammad Ali Durrani has said that eminent Afghan leaders from all over the world are reaching Pakistan to participate in the proposed Pak-Afghan Solidarity conference to be organised by Millat Party at Islamabad on November 14. Among them are ex-Prime Minister of Afghanistan Gul Badin Hikmatyar Pakistani embassies have been contacted for visa and other documents. He said Mulla Abdulsalam Zaeef will represent Taliban, while the leaders of Northern Alliance and other groups are also reaching Islamabad to participate in the conference. Durrani who was accompanied by Brig (Retd) Mohammad Yousaf and other party leaders demanded of the government to immediately issue visas and relevant documents to the Afghan leaders based in other countries. He also urged the government to cooperate with Millat Party in holding the conference so that miseries of Afghan people may end and formula for peace could be evolved. Durrani said that prominent Afghan groups and jehadi organisations will be able to discuss the current situation at the conference. The joint delegation comprising prominent Pakistani and Afghan leaders will visit the neighbouring countries, call upon the authorities in the European Union and Secretary General United Nations to present their suggestions to end the Afghan crisis. Durrani said that Millat 'Party chief Farooq Leghari has sent invitations to Afghan leaders in which it was pointed out that Millat Party did not want any political benefit but seeks an end to the present crisis in Afghanistan. The party will resist any effort to divide Afghanistan, Durrani said and added that the people of Pakistan and Afghanistan are bonded in the eternal ties.

 

Nordallianz bereit zum Sturm auf Kabul

11.11 .2001 FAZ

Die Nordallianz hat am Flughafen Bagram im Norden Kabuls angeblich 1.000 Soldaten, Panzer und Artillerie zusammengezogen. Ein Kommandeur sagte am Samstag, seine Kämpfer planten in den nächsten drei Tagen eine Offensive gegen Kabul. Der amerikanische Bush warnte die Nordallianz vor diesem voreiligen Schritt. Zuerst müsse ein breites politisches Bündnis geschaffen werden. Fünf Wochen nach Beginn des Afghanistan-Kriegs haben amerikanische Kampfflugzeuge in der Nacht zu Sonntag erneut die Außenbezirke der Hauptstadt Kabul bombardiert.
Afghanis machen Platz für einen Panzer der Nordallianz

Die in Afghanistan gegen die dort regierenden radikal-islamischen Taliban kämpfende Nordallianz schließt einen Einmarsch in die Hauptstadt Kabul nicht aus. Der Außenminister der Allianz, Abdullah Abdullah, sagte allerdings am Sonntag in Dschabal-us-Saradsch, es wäre aber besser, zunächst ein breites politische Bündnis zu schaffen, ehe Kabul erobert werde. Der amerikanische Präsident George W. Bush hatte am Samstag erklärt, die USA würden die Nordallianz nicht ermutigen, nach Kabul einzumarschieren. Wir werden unsere Freunde ermutigen, nach Süden vorzustoßen, aber nicht in die Stadt Kabul selbst“, sagte Bush.

In Kabul selbst steigt die Nervosität. Ein Ladenbesitzer sagte, man werde sehen, wie sich die Nordallianz in Masar-i-Scharif gegenüber der Bevölkerung verhalte. Die USA und die Opposition müssten das Leben und Eigentum der Bürger in Masar-i-Scharif schützen. Die Truppen der Nordallianz hatten die strategisch wichtige Stadt am Freitag eingenommen.

Kampfflugzeuge bombardieren Kabul

Fünf Wochen nach Beginn des Afghanistan-Kriegs haben amerikanische Kampfflugzeuge in der Nacht zu Sonntag erneut die Außenbezirke der Hauptstadt Kabul bombardiert. Dies berichtete am Sonntag vor Ort eine Reporterin der Nachrichtenagentur AP. Unterdessen zogen sich Einheiten der regierenden Taliban-Miliz nach dem Verlust der nordafghanischen Stadt Masar-i-Scharif in Richtung Kabul zurück. Offenbar wollen sich die Taliban jetzt auf die Verteidigung ihrer paschtunischen Kerngebiete konzentrieren.

Gaddafis Sohn warnt Deutschland

Muammar al Gaddafi, Saif al Islam Gaddafi, hat Deutschland vor einer Beteiligung an den US-Militäraktionen in Afghanistan gewarnt. „Die Attentate in den USA waren gegen Amerika gerichtet. Wenn Deutschland sich jedoch an der Seite der USA militärisch beteiligt, könnte es auch Zielscheibe solcher Attentate werden“, sagte Gaddafi der „Welt am Sonntag“. Weiter wies er darauf hin, die gesamte arabische, islamische Bevölkerung verstehe diesen Feldzug als eine Aktion gegen alle islamischen Länder. Daher habe „der Religionskrieg längst begonnen“.


Taliban-Gegner: Könnten in Hauptstadt Kabul einmarschieren

11.11 .2001 Reuters

Dschabal-us-Saradsch (Reuters) - Nach den jüngsten Geländegewinnen im Kampf gegen die in Afghanistan herrschenden Taliban schließt die oppositionelle Nordallianz einen Einmarsch in die Hauptstadt Kabul nicht aus. Nordallianz-Sprecher Aschraf Nadeem sagte am Sonntag: "Wir haben nun die Tore Kabuls vom Norden her erreicht, und unsere Truppen können jederzeit einen Angriff auf Kabul starten." Der Außenminister der Allianz, Abdullah Abdullah, schloss einen Einmarsch nicht aus, falls es in Kabul ein politisches Vakuum geben sollte. US-Präsident George W. Bush hatte zuvor erklärt, die USA würden die Nordallianz nicht ermutigen, nach Kabul einzumarschieren, sondern Richtung Süden vorzustoßen.

Krieger der Nordallianz beim Beschuss von Taliban-Stellungen

Einen Tag nach dem von US-Luftangriffen unterstützten Einmarsch in die strategisch wichtige Stadt Masar-i-Scharif an der Grenze zu Usbekistan hatte die Nordallianz am Samstag die Eroberung der vier Nordprovinzen Samangan, Sara-i-Pol, Farjab und Dschowsdschan gemeldet. Die Taliban bestätigten der Nachrichtenagentur AIP zufolge lediglich den Verlust dreier Provinzen. Farjab an der Grenze zu Turkmenistan werde aber weiter von den Taliban kontrolliert.

Nordallianz-Sprecher Nadeem sagte Reuters in einem Telefongespräch, nach heftigen Kämpfen sei die Ortschaft Pul-i-Chumri an der wichtigsten Verbindungsstraße nach Kabul eingenommen worden. Der Ort liegt über 100 Kilometer nördlich Kabuls auf halbem Weg zwischen der Hauptstadt und Masar-i-Scharif. Die Truppen der Nordallianz seien auch nach Süden in die Provinz Bamijan vorgestoßen und stünden nur noch rund zwei Kilometer vor der Provinzhauptstadt.

US-Präsident George W. Bush hatte am Samstag erklärt, die USA würden die Nordallianz nicht ermutigen, nach Kabul einzumarschieren. Bush sagte: "Wir werden unsere Freunde ermutigen, nach Süden vorzustoßen ... aber nicht in die Stadt Kabul selbst."

Allianz-Außenminister Abdullah sagte in Dschabal-us-Saradsch, es wäre zwar besser, zunächst ein breites politisches Bündnis zu schaffen, ehe Kabul erobert werde. Falls sich in Kabul jedoch ein politisches Vakuum ergeben sollte, sehe dies anders aus. In jedem Fall würde die Allianz zunächst die internationale Gemeinschaft konsultieren. Abdullah sagte weiter, die USA ließen sich von Pakistan falsch informieren, wenn sie glaubten, die Nordallianz habe in Kabul keine Unterstützung. "Die Amerikaner sind nicht richtig im Bild." In Kabul seien Tausende verhaftet worden, weil sie gegen die Taliban seien.

In weiten Teilen der Bevölkerung Kabuls sind die aus mehreren ethnischen Gruppen bestehenden Verbände der Nordallianz allerdings wegen der Bürgerkriegskämpfe in der ersten Hälfte der 90er Jahren verhasst, bei denen sich die nunmehr verbündeten Gruppen noch untereinander bekriegt hatten. Bei den Kämpfen waren mehr als 50.000 Einwohner der Hauptstadt getötet und Kabul zum Großteil zerstört worden, bevor die Taliban die Stadt im September 1996 eroberten und die Macht an sich rissen.

Die Nordallianz hat auch am Flughafen Bagram nördlich Kabuls mehrere Hundert Soldaten, Panzer und Artillerie zusammengezogen, die die afghanische Hauptstadt angreifen könnten. In Kabul selbst steigt die Nervosität. Ein Ladenbesitzer sagte, man werde sehen, wie sich die Nordallianz in Masar-i-Scharif gegenüber der Bevölkerung verhalte. Die USA und die Opposition müssten das Leben und Eigentum der Bürger in Masar-i-Scharif schützen.

Der Verlust von Masar-i-Scharif bedeutete für die Taliban die erste schwere militärische Niederlage seit Beginn der amerikanischen Luftangriffe am 7. Oktober. Die USA bekämpfen die Taliban wegen deren Unterstützung für den Extremisten Osama bin Laden und seine El-Kaida-Organisation, denen sie Unterschlupf gewähren. Die USA sehen in Bin Laden den Drahtzieher der verheerenden Anschläge in den USA vom 11. September.

Die Nordallianz kontrolliert nach der Einnahme Masar-i-Scharifs auch den Zugang zum Nachbarland Usbekistan. Dort sind 2000 US-Gebirgsjäger stationiert. Masar-i-Scharif könnte somit für die USA die Basis für humanitäre Operationen sowie für den Einsatz von Bodentruppen in Afghanistan werden.


Taliban verlieren drei Provinzen

11.11 .2001 Die Welt

CNN berichtet über 128 getötete Zivilisten bei US-Bombenangriff. Präsident Bush ist gegen Einnahme von Kabul durch die Nordallianz

Islamabad - US-Kampfflugzeuge haben in der Nacht zum Sonntag erneut schwere Angriffe auf Frontstellungen der Taliban und die afghanische Hauptstadt Kabul geflogen. Wie die afghanische Nachrichtenagentur AIP unter Berufung auf die Taliban weiter meldete, wurden Frontlinien in der nordöstlichen Provinz Takhar und die Luftwaffenbasis Bagram bei Kabul unter Feuer genommen.
Die Taliban haben nach der Eroberung der strategisch wichtigen Stadt Masar-i-Scharif durch die oppositionelle Nordallianz den Verlust von drei weiteren afghanischen Provinzen bestätigt. Die Einheiten hätten sich aus den Hauptstädten der nördlichen Provinzen Samangan, Jauzjan sowie Sar-i-Pol aus taktischen Gründen zurückgezogen, zitierte die in Pakistan ansässige afghanische Nachrichtenagentur AIP einen Taliban-Sprecher. Er betonte zugleich, dass sich die Taliban-Kämpfer in anderen Teilen der drei verlorenen Provinzen neu formierten.

Bereits am Freitag wurden bei einem US-Bombenangriff auf eine afghanische Ortschaft nordwestlich von Kandahar mindestens 128 Zivilisten getötet worden. Das berichtet der amerikanische Nachrichtensender CNN. Wie der Sender ohne Angaben von Quellen meldete, sei bei dem Angriff auf die Ortschaft Shahagha ein Heiligtum getroffen worden. Das Dorf liegt in der Nähe eines Staudamms, der offenbar das eigentliche Ziel des Angriffs gewesen sei. Der Korrespondent des arabischen Nachrichtensenders Al-Dschasira berichtete in der Nacht zum Sonntag von bis zu 300 Toten durch schwere Bombenangriffe auf Ortschaften in der Nähe von Kandahar.

US-Präsident George W. Bush hat sich gegen die Einnahme der afghanischen Hauptstadt Kabul durch die Truppen der oppositionellen Nordallianz ausgesprochen. Es sei wichtig, dass Kabul offen bleibe für alle politischen Kräfte, die an einer Stabilisierung der Lage mitwirken wollen, sagte Bush nach Angaben des US-Senders CNN in New York. In dieser Frage stimme er mit dem pakistanischen Präsidenten Pervez Musharraf überein.

Die Nordallianz schließt dagegen einen Einmarsch nach Kabul nicht aus. Der Außenminister der Allianz, Abdullah Abdullah, sagte in Dschabal-us-Saradsch, es wäre aber besser, zunächst ein breites politische Bündnis zu schaffen, ehe Kabul erobert werde. „Falls es in Kabul ein politisches Vakuum gibt“, sehe dies aber anders aus, sagte Abdullah in einem Telefonat mit Reuters. „Aber wir würden zunächst die internationale Gemeinschaft konsultieren.“



USA entdecken afghanische Chemielabore

11.11 .2001 Netzzeitung


Die USA sollen zwei Stellen ausfindig gemacht haben, an denen die Taliban womöglich Chemiewaffen herstellen. Es wird angenommen, dass Al Qaeda dort das tödliche Zyanidgas produziert hat.

Nach der Drohung von Osama bin Laden, mit nuklearen und chemischen Waffen zu kämpfen, haben mehrere Politiker Zweifel daran geäußert, dass der Terroristenführer über Atomwaffen verfügt. Anders könnte das in Bezug auf chemische Waffen sein. Nach einem Bericht der «New York Time» haben die USA zwei Orte in Afghanistan entdeckt, an denen bin Ladens Terrornetzwerk al Qaeda möglicherweise chemische Waffen hergestellt hat.
«Diese Orte wurden von Bombenangriffen verschont, obwohl die amerikanischen Geheimdienste davon ausgehen, dass Al Qaeda an einer dieser Stellen möglicherweise bereits Zyanidgas hergestellt hat», heißt es in dem Bericht. Das Labor läge in Derunta, einem Dorf nahe der Stadt Dschalalabad.

Das zweite mutmaßliche Labor soll sich in der Stadt Masar-i-Scharif befinden, die inzwischen von der oppositionellen Nordallianz eingenommen wurde. Das Pentagon und das Weiße Haus verweigerten jede Erklärung, warum die Orte nicht bombardiert wurden. (nz)



Taliban-Botschafter neue Beschränkungen auferlegt
Pakistan will bei nicht-afghanischen Unterredungen unterrichtet werden

11.11 .2001 Freie Presse

Die pakistanische Regierung hat dem Taliban-Botschafter in Islamabad, Salam Abdul Saif, Presseberichten zufolge weitere Beschränkungen auferlegt. Saif wurde unter anderem untersagt, nicht-afghanische Persönlichkeiten ohne vorherige Genehmigung zu treffen, breichtet die

pakistanische Zeitung "The Nation". Künftig müsse der Botschafter jeweils eine Erlaubnis beim pakistanischen Außenministerium einholen.

 

Zuvor hatte die pakistanische Regierung bereits die Schließung des von den Taliban betriebenen Konsulats in Karachi angeordnet.

Am Mittwochhatte sie Saif aufgefordert, seine "Propaganda" gegen die USA einzustellen.

Der Taliban-Botschafter kritisierte seit dem Beginn des US-Luftkriegs in Afghanistan am 7. Oktober auf beinahe täglichen Pressekonferenzen die Politik der USA, berichtete über Verluste der US-Streitkräfte und machte Angaben über die Zahl der Zivilopfer des Luftkriegs. Bei den Medien stoßen Saifs Auftritte auf sehr großes Interesse. Pakistan ist weltweit das einzige Land, das noch diplomatische Beziehungen zu den Taliban unterhält.



Ein Erfolg zur rechten Zeit

11.11 .2001 Postdamer neuste Nachrichten

Washington wertet den Fall von Masar-i-Scharif als Bestätigung - und hofft, dass die Kritik am Krieg verstummt

Malte Lehming

Washington. Ein Datum haben die Bewohner von Masar-i-Scharif noch genau im Kopf: Es ist der 8. August 1998. An diesem Tag eroberten die Taliban-Milizen die viertgröße afghanische Stadt. In ihr leben etwa 130 000 Menschen, von denen viele zur Gruppe der Iranisch sprechenden Hazaras gehören. Das sind Schiiten, die von den sunnitischen Taliban als Ungläubige verachtet werden. Masar-i-Scharif ist eine multikulturelle Stadt. Am Abend jenes 8. August machte der neue Taliban-Gouverneur der gerade eroberten Stadt, Mullah Manon Niazi, eine Durchsage über den Lautsprecher der größten Moschee. "Hasaras sind keine Muslime, sondern Schiiten. Falls sie unsere Regeln nicht akzeptieren, werden wir sie töten und ihre Häuser in Brand stecken", sagte er nach Angaben der Menschenrechtsorganisation "Human Rights Watch".

Um zu demonstrieren, wie ernst er seine Drohung meinte, schickte der Mullah anschließend seine Soldaten von Tür zu Tür. Wer kein sunnitisches Gebet aufsagen konnte, wurde auf der Stelle umgebracht. Als Abschreckung und Warnung wurden die toten Körper dann fast eine Woche lang auf den Straßen liegen gelassen. Es waren mehr als sechstausend.

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Die meisten Bewohner der Stadt halten daher zu den Rebellen der Nordallianz. Deshalb zogen die Taliban nach der Rückeroberung vollständig ab, anstatt sich unter die Zivilbevölkerung zu mischen und einen Guerillakrieg zu führen. In Masar-i-Scharif haben sie nicht genügend Anhänger. Trotzdem fürchtet Washington, dass es im Verlaufe dieses Krieges sowohl im Norden des Landes als auch im Süden zu spontanen Racheakten kommen kann. Zu viele Menschen haben unter der Brutalität der Taliban gelitten. Eindringlich wurde den Rebellen der Nord-allianz deshalb eingeschärft, keine neuen Gräueltaten zu verüben.

Falls die Emotionen im Zaun gehalten werden und die Taliban keine Gegenoffensive starten, ist die Einnahme von Masar-i-Scharif der erste sichtbare Erfolg des amerikanischen Krieges gegen die Terrororganisation "Al Quaida" und deren Schutzmacht, die radikalislamische Taliban-Miliz. Ein Erfolg zur rechten Zeit: Insbesondere in Europa und in vielen arabischen Ländern war in der vergangenen Woche die Skepsis über die Effizienz des vierwöchigen Bombardements gewachsen.

Die Regierung von Präsident George W. Bush hofft, dass diese Stimmen jetzt etwas leiser werden. Ebenso hofft sie auf ein Nachlassen der inneramerikanischen Forderungen nach einem massiven Einsatz von Bodentruppen. Die Einnahme von Masar-i-Scharif wird als Beleg gewertet, dass die Strategie stimmt: Zunächst die politische und finanzielle Isolierung der Terroristen, dann die Zerstörung der Luftabwehr und Infrastruktur der Taliban, schließlich gezielte Angriffe auf Frontstellungen, um die auf dem Boden kämpfende Opposition zu unterstützen.

Auch strategisch ist Masar-i-Scharif, das an der historischen Seidenstraße liegt, von großem Nutzen. Der militärische und humanitäre Nachschub kann nun bedeutend besser organisiert werden. Etwa 75 Prozent der vom Hunger bedrohten Afghanen leben in der Nordhälfte des Landes. Ihre Versorgung ist sehr viel einfacher geworden. Die beiden Flughäfen wiederum könnten von den USA als Stützpunkte genutzt werden.


 

Russisch-amerikanische Harmonie-Phase

Putins Besuch bei Bush im Zeichen neuer Partnerschaft

Der russische Präsident Putin reist in der kommenden Woche in die USA. Die Gespräche mit Präsident Bush werden zum Teil auf dessen Ranch in Texas stattfinden. Seit den Terroranschlägen in den USA sind sich Moskau und Washington politisch deutlich näher gerückt. Putin hat sich als wichtiger Koalitionspartner empfohlen.

A. R. Moskau, 9. November

Zwischen den USA und Russland, deren Präsidenten sich nächste Woche in Washington und Texas treffen werden, ist in den letzten Monaten Erstaunliches geschehen. Noch im Frühling hatten die beiden Staaten im Stile des Kalten Krieges gegenseitig Dutzende von Diplomaten ausgewiesen, die neue Administration in Washington kritisierte Russland wegen seiner Tschetschenienpolitik, bezichtigte es der Verbreitung von Massenvernichtungswaffen und verurteilte die Verfolgung von regierungskritischen Medien, während Moskau im Streit um die geplante amerikanische Raketenabwehr schrille Töne anschlug und mit Aufrüstung drohte. Im August liess der Kremlchef Putin für Nordkoreas Diktator Kim Jong Il den roten Teppich ausrollen und zeigte damit wie schon mit dem Besuch beim kubanischen Herrscher Castro, den freundschaftlichen Beziehungen mit dem Irak und der Einladung von Libyens Staatschef Ghadhafi, dass er sich seine aussenpolitischen Partner nicht von den USA vorschreiben möchte.

Wende nach dem 11. September

Unterdessen jedoch fällt zwischen Moskau und Washington kein kritisches Wort mehr. Russland ist zu einem bedeutenden Partner der USA in der Anti-Terror-Koalition geworden, und das Gipfeltreffen auf Bushs Ranch wird aller Voraussicht nach in einer Atmosphäre der betonten Herzlichkeit über die Bühne gehen. Beide Seiten sind in den letzten Wochen ein Stück weit über ihren eigenen Schatten gesprungen und haben zur Vertrauensbildung beigetragen. Putins Entscheidung - trotz Widerstand im Militär - zur Schliessung der Abhöranlagen auf Kuba und der Marinebasis in Vietnam verlieh den Beteuerungen vom Ende der amerikanisch-russischen Eiszeit Glaubwürdigkeit. Ähnliches tat auch Washington mit der Verschiebung von Tests im Rahmen des umstrittenen Raketenabwehr-Programms.

Auch wenn die Annäherung zwischen Bush und Putin auf ihr erstes Treffen im Juni zurückgeht, waren es zweifellos die Terrorattacken vom 11. September, die eine eigentliche Wende herbeiführten. Der entscheidende Schritt kam von Putin: Er hat seinem Amtskollegen nicht nur als erster ausländischer Staatschef kondoliert, sondern auch sofort seine Solidarität mit den Amerikanern erklärt: «Wir sind mit euch», erklärte er noch am Abend des 11. Septembers in einer improvisierten Fernsehansprache und gab damit vor allem für das heimische Publikum den künftigen Kurs vor. In der Anti-Terror-Koalition arbeiten Amerikaner und Russen seither so eng miteinander wie noch nie seit dem Zweiten Weltkrieg. Mit seiner neuen Aussenpolitik beweist Putin staatsmännischen Instinkt, er geht jedoch auch Risiken ein. In Teilen der militärischen und der politischen Elite rumort es, weil der Kremlchef angeblich russische Interessen schädigt.

Tatsächlich hat Putin mit einer Reihe von scheinbar unverrückbaren aussenpolitischen Stereotypen gebrochen. Bisher fühlte sich Russland dazu auserkoren, einer amerikanischen Hegemonie die Stirn zu bieten, und sah sich vor allem als Grossmacht bestätigt, wenn es den USA Steine in den Weg legen oder seine Macht zum Verhindern beweisen konnte. Aber was beispielsweise in der Balkan-Politik jahrelang praktiziert wurde, scheint im Feldzug gegen al-Kaida nicht mehr zu gelten. Konstruktiv hilft Moskau mit, auch wenn es damit akzeptieren muss, dass es neben den USA nur die Rolle eines Juniorpartners spielen kann. Gegen die Stationierung amerikanischer Soldaten in Zentralasien, das die Diplomatie Russlands traditionell wie den eigenen Hinterhof behandelte, ist Putin nicht Sturm gelaufen; vermutlich hat er das moskauhörige Regime in Tadschikistan dazu sogar noch ermuntert.

Was Verteidigungsminister Iwanow im September noch rundweg ausschloss und viele Grossmacht-Chauvinisten nicht einmal zu denken wagten, ist Wirklichkeit geworden: Amerikas Streitkräfte führen Krieg von ehemals sowjetischem Territorium aus. Doch Putins innenpolitische Stellung ist derzeit so unangefochten, dass er den aussenpolitischen Kurswechsel auch gegen Widerstände in der Bürokratie durchsetzen konnte.

Entschärfung der Raketenabwehr-Frage?

Ob der amerikanisch-russische Honeymoon von langer Dauer sein wird, ist angesichts unveränderter Interessengegensätze in vielen Fragen schwierig abzuschätzen und hängt nicht zuletzt davon ab, wie lange Russland als Teil der Anti- Terror-Koalition benötigt wird. Denkbar ist jedoch, dass das jetzige freundschaftliche Klima helfen könnte, den Streitpunkt Raketenabwehr zu beseitigen. Russland ist von seiner alten Haltung, wonach der ABM-Vertrag von 1972 über die Begrenzung von Raketenabwehrsystemen ein Eckstein der globalen Stabilität sei, abgerückt und zeigt sich verhandlungsbereit. Laut amerikanischen Presseberichten ist eine Vereinbarung in Griffnähe, die den USA weitere Tests zur Entwicklung einer Raketenabwehr ermöglicht, ohne dass sie Russland als Verletzung des ABM-Vertrags betrachten würde. Gleichzeitig wird vermutet, dass die beiden Präsidenten eine drastische Verringerung der strategischen Atomarsenale verkünden werden. Für Russland wäre eine solche Einigung ein Erfolg, denn aus finanziellen Gründen ist das Land ohnehin gezwungen, viele seiner veralteten Atomraketen in den nächsten Jahren ausser Dienst zu stellen.

NZZ,10. November 2001, 02:01

Bush gegen den Einmarsch in Kabul

Vorrücken der Nord-Allianz - Taliban bestätigt Rückzug aus Provinzen

Der amerikanische Präsident Bush hat sich zusammen mit Pakistans Staatschef Musharraf gegen einen Einmarsch der Nord-Allianz in Kabul ausgesprochen. Die Taliban bestätigten ihren Rückzug aus drei weiteren Provinzen im Norden. in der Nacht zum Sonntag haben US-Kampfflugzeuge Kabul bombardiert.(ap/Reuters/afp) Die afghanischen Oppositionstruppen haben nach der Einnahme von Mazar-e Sharif weitere Erfolge gegen die radikalislamischen Taliban errungen. Die Taliban zogen sich nach eigenen Angaben aus drei weiteren Provinzen im Norden zurück. Dies bestätigte ein Taliban-Sprecher laut der islamischen Nachrichtenagentur AIP am Sonntag. Der Abzug aus Samangan, Sar-e Pul und Dshausdschan sei «aus taktischen Gründen» erfolgt, damit die Truppen sich neu formieren könnten, sagte der Sprecher. Der amerikanische Präsident Bush hat sich gegen einen Einmarsch der afghanischen Nord-Allianz in Kabul ausgesprochen. «Wir werden unsere Freunde ermutigen, nach Süden vorzustossen, aber nicht in die Stadt Kabul selbst», sagte Bush am Samstag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem pakistanischen Staatschef Musharraf am Rande der Uno-Vollversammlung in New York. Einen Tag nach dem Einmarsch der Nord-Allianz in der nordafghanischen Stadt Mazar-e Sharif erklärten Bush und Musharraf ihre Übereinstimmung in der Haltung, dass alle ethnischen Gruppen der afghanischen Bevölkerung an einer politischen Neuordnung des Landes beteiligt sein müssten. Dabei sei es ein wichtiges Signal, wie man mit Kabul umgehe, erklärte Bush.

In der pakistanischen Regierung gibt es massive Vorbehalte gegen eine Machtübernahme durch die Nord-Allianz. Bush lobte erneut den pakistanischen Beitrag zur internationalen Koalition gegen den Terrorismus. Er wolle sich dafür einsetzen, das Pakistan Wirtschaftshilfe im Umfang von einer Milliarde Dollar erhalte und in den Genuss von Schuldenerleichterungen komme, sagte Bush. 

Vormarsch auf weiter Provinzen?

Amerikanische Kampfflugzeuge haben in der Nacht zum Sonntag erneut schwere Angriffe auf Frontstellungen der Taliban und die afghanische Hauptstadt Kabul geflogen. Wie die islamische Nachrichtenagentur AIP unter Berufung auf die Taliban weiter meldete, wurden Frontlinien in der nordöstlichen Provinz Takhar und die Luftwaffenbasis Bagram bei Kabul unter Feuer genommen. Für die Angaben gab es bislang keine unabhängige Bestätigung. Nach Angaben eines Kommandanten des für die Nord-Allianz kämpfenden Usbeken-Generals Abdul Rashid Dostum ist nun geplant, Taliban-Frontstellungen nahe Mazar-e Sharif zu durchbrechen. So will die Nord-Allianz nach Takhar gelangen. Laut AIP könnten die jüngsten US-Bombardements dazu dienen, diesen Vormarsch vorzubereiten. Die Provinz Takhar liegt an der Grenze zu Tadschikistan.

Die «Washington Post» meldete am Sonntag, dass Pakistans Präsident Pervez Musharraf eine Verlagerung der Atomwaffen an mindestens sechs geheime Orte angeordnet habe. Damit sollten die Waffen besser vor möglichen Angriffen oder Diebstahlversuchen radikaler Gruppen geschützt werden können.

 

Keine Beweise für Besitz von Atomwaffen

Der mutmassliche Terroristenführer Usama bin Ladin behauptete einer pakistanischen Zeitung zufolge in einem Interview, im Besitz von atomaren und chemischen Waffen zu sein. Er habe mit deren Einsatz gedroht, falls die USA ähnliche Waffen gegen ihn richteten, berichtete am Samstag die Zeitung «Dawn». Geführt hat das Interview der Taliban-nahe Journalist und Bin-Ladin-Biograf Hamid Mir. Die USA haben nach eigenen Angaben keinerlei Beweise dafür, dass bin Ladin im Besitz von Atomwaffen ist.

NZZ,10. November 2001, 02:01

Amerikanisch-saudiarabische Spannungen verschärft

Offene Kritik Aussenminister Faisals

brü. Washington, 9. November

Die Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Saudiarabien haben sich weiter verschärft. Nachdem Washington den Saudis vorgehalten hatte, dass sie bei der Bekämpfung des internationalen Terrorismus eine mehrdeutige Haltung einnähmen, hat der saudische Aussenminister Saud al-Faisal den Amerikanern nun vorgeworfen, dass sie eine versprochene neue Friedensinitiative im Nahen Osten nicht begonnen hätten. Seine Regierung sei verärgert und frustriert, sagte der Minister. Wie Faisal weiter ausführte, könne Präsident Bush im israelisch- palästinensischen Konflikt so lange nicht als ehrlicher Makler auftreten, wie er sich weigere, den Palästinenserführer Arafat zu empfangen. Wie das Weisse Haus am Donnerstag erklärte, wird Bush Arafat auch nicht während der Uno-Generalversammlung in New York treffen, wie es zunächst vorgesehen war.

Die Bemerkungen des Ministers sind inzwischen von Condoleezza Rice, der Sicherheitsberaterin von Bush, mit deutlichen Worten zurückgewiesen worden. Der Präsident habe Arafat bisher nicht treffen wollen, sagte sie, weil er nicht davon überzeugt sei, dass der Palästinenserführer ernsthaft an der Bekämpfung des Terrorismus interessiert sei. Es gebe Verantwortlichkeiten, die man übernehme, wenn man der Repräsentant des palästinensischen Volkes sei, betonte Frau Rice. Faisal sagte ausserdem, die mangelnde Bereitschaft Bushs, sein politisches Prestige für den Friedensprozess einzusetzen, könne einen verrückt machen. Das sei besonders beklagenswert, weil nur wenig verlangt werde, um einen Frieden zu gewinnen. In ihren Ausführungen betonte Frau Rice, der Administration missfalle es, dass Arafat den Hizbullah und Hamas-Gruppen - die von den USA als Terror-Organisationen bezeichnet werden - nicht verurteilen wolle.

Die amerikanische Absicht besteht darin, den Kampf gegen den Terrorismus und den Friedensprozess im Nahen Osten möglichst auseinanderzuhalten. Dies wird auch von den Saudis so gesehen. Sie heben aber hervor, dass, auch wenn kein direkter Zusammenhang zwischen dem Krieg gegen al-Kaida und dem Frieden im Nahen Osten bestehe, es die Glaubwürdigkeit Bushs in der arabischen Welt erheblich verbessern würde, wenn er in dem Konflikt die Rolle des ehrlichen Maklers entschieden übernähme.

NZZ,10. November 2001, 02:01

 

08.11.2001 insert_ende:datum-->   insertion:mytime-->17:32 insert_ende:mytime-->
 
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insertion:stdtext-->Die Militäroperation in Afghanistan folgt bisher einer politischen Kosten-Nutzen-Analyse. insert_ende:stdtext-->
   
   
(SZ vom 09.11.2001) - Die neueste Nachricht von der Front: In ihrem High-Tech-Krieg gegen den Terror führen die Amerikaner jetzt die Kavallerie ins Feld. Wohlwollend vermeldet der US-Generalstab, dass die Kämpfer der verbündeten Nordallianz die eingegrabenen Panzer der Taliban auf Pferden attackieren. Dies zeige ihren Kampfesmut, heißt es aus Washington.

Auch ansonsten präsentieren sich die Amerikaner bestens gestimmt. US-Präsident George W. Bush zieht gemeinsam mit dem britischen Premier Tony Blair eine positive Bilanz der seit nunmehr einem Monat laufenden Luftangriffe auf Ziele in Afghanistan. „Große Fortschritte“ seien gemacht worden, mit ein wenig Geduld sei der Sieg sicher.

Da passt so manches nicht zusammen: Pferde und Laserbomben, die Waffenbrüderschaft zwischen westlichen Armeen und den wenig vertrauenswürdigen Banden der Nordallianz sowie, vor allem, die Washingtoner Erfolgsrhetorik und der Mangel an sichtbaren Erfolgen. Das sind Gegensatzpaare, die Argwohn wecken. An ihnen entzündet sich die Kritik, die allzu oft schon im Kassandra-Gewand der Gewissheit daherkommt: dass nämlich ein Militäreinsatz ein untaugliches Mittel im Kampf gegen den Terror sei und dass dies mittlerweile in Afghanistan hinlänglich bewiesen worden wäre durch Angriffe mit minimalem Nutzen und maximalem Schaden.

Eine Kosten-Nutzen-Analyse muss tatsächlich immer wieder angestellt werden, damit in diesem komplizierten Krieg gegen den Terror die Mittel und Ziele nicht auseinander klaffen. Allerdings sollte sie nicht geleitet sein vom Faktor Frust über das Ausbleiben schneller und sauberer Erfolge, sondern sich an den Realitäten orientieren. Natürlich kann niemand mit dem Militäreinsatz zufrieden sein, solange das verbrecherische Taliban-Regime noch an der Macht und Osama bin Laden in Freiheit ist.

Doch wer bin Ladens Netzwerk zerstören will, muss auch seine talibanische Schutzmacht besiegen – dies aber geht nicht mit einer Polizeiaktion, sondern nur militärisch. Und zu den Fakten, die bei der Kosten-Nutzen-Abwägung zählen, gehört, dass der Krieg gegen die Taliban bislang keineswegs als blindwütiges Flächenbombardement, sondern durchaus zielgerichtet geführt wurde.

Politisches wie militärisches Ziel ist es, die Taliban zu schwächen und zu isolieren. Politisch ist dies erreicht worden durch die Kappung der Lebenslinien, die von Riad und Islamabad aus nach Kabul und Kandahar führten. Militärisch verfolgen die USA eine abgestufte Strategie: Ausschalten der Luftabwehr, Zerstören von militärischer Hardware und Al-Qaida-Ausbildungslagern und nun Angriffe auf Taliban-Frontstellungen.

Alle Ziele sind rein militärisch, und die Taktik ist darauf ausgerichtet, zivile Opfer zu vermeiden – was im Übrigen auch die Taliban zu nutzen wissen, indem sie Berichten zufolge Waffenlager in Moscheen einrichten und Stellungen in der Nähe von Krankenhäusern. Verglichen mit dem Kosovo- oder dem Golfkrieg wird mit relativ geringer Intensität angegriffen.

Unterschiedlichen Angaben zufolge werden pro Tag 20 bis hundert Angriffe geflogen auf eine Fläche, die ungefähr doppelt so groß ist wie die Bundesrepublik. Bislang sind es in einem Monat insgesamt weniger als 2000 Angriffe gewesen. Dies entspricht dem Tagesdurchschnitt im Golfkrieg vor zehn Jahren.
Auch wenn das Ziel der Angriffe noch nicht erreicht wurde, so ist unbestreitbar, dass enormer Druck auf den Taliban und bin Laden lastet. Dieser Druck ist wichtig, auch wenn er gewiss nicht um jeden Preis aufrecht zu erhalten oder zu steigern ist. Es wäre also falsch, blindlings an der Gewaltschraube zu drehen und sich zum Beispiel auf ein Kriegsabenteuer mit dem Einsatz von Eroberungstruppen am Boden einzulassen.

Der Militäreinsatz darf sich nicht verselbstständigen, sondern muss im Einklang bleiben mit dem politischen Konsens der Anti-Terror-Koalition. Noch lautet dieser Konsens, dass man im Kampf gegen den Terror nicht die Waffen strecken darf.
 

 

dank Bomben und Dollars

12.11 .2001 Luzerner Neuste Nachrichten


Die Bewohner von Mazar-e Scharif feiern ihre Befreiung von den Taliban. Die Nordallianz rückt mit US-Hilfe weiter vor.

Seit dem Wochenende hat sich das Blatt gewendet: Statt vorzurücken sind die Taliban auf der Flucht und verlieren einen strategisch wichtigen Punkt nach dem anderen. Den Anfang machte der Usbekengeneral Dostum, als er am Freitag 250 Kilometer westlich von Dascht-E-Kala Masar-e Scharif einnahm.
Dass die Taliban eine schwere Niederlage eingesteckt haben, steht ausser Frage: Masar-e Scharif ist nach der Hauptstadt Kabul die zweitgrösste und zweitwichtigste Stadt Afghanistans: ein reicher Handels- und Industrieplatz und strategischer Verkehrsknotenpunkt. «Wir haben mit Masar-e Scharif auf einen Schlag zwei Flughäfen zurückgewonnen und einen gut ausgebauten Landweg nach Usbekistan», freut sich Kommandeur Hassan. «Die Amerikaner können uns jetzt schnell Waffen liefern, die Vereinten Nationen und internationale Organisationen unkompliziert Hilfsgüter ins Land bringen.»
In Masar-e Scharif feierten viele Einwohner die Flucht der Taliban und spielten Musik auf der Strasse - ein Vergnügen, das die Taliban den Menschen 1998 nach ihrer Einnahme Masars ebenso verboten hatten wie Fernsehen und Video. Filme fanden deshalb gestern reissenden Absatz. Männer standen in langen Schlangen beim Coiffeur an, um sich die von den Taliban vorgeschriebenen Bärte abnehmen zu lassen. Frauen zeigten sich ohne die Burkha, den den ganzen Kopf und Körper bedeckenden Ganzkörperschleier, meldete die afghanische Agentur AIP.


Kurz vor Kabul

Bereits am Samstag meldete die Nordallianz die Eroberung der Masar-e Scharif umgebenden Provinzen. Ein US-Sprecher erklärte jedoch, in und um Masar-e Scharif gebe es noch Widerstandsnester, die von Taliban oder von Bin-Laden-Getreuen gehalten würden. Die Taliban-nahe Agentur AIP bestätigte den Verlust von drei Provinzen: Nur Farjab an der Grenze zu Turkmenistan werde noch von den Taliban kontrolliert. Auch die Provinz Bamijan, 150 Kilometer westlich von Kabul, sei teilweise bereits unter Kontrolle der Anti-Taliban-Allianz: Ihre Truppen stünden nur noch 2 Kilometer vor der Provinzhauptstadt.
Kabul selbst sei ebenfalls bereits in Reichweite der Taliban-Gegner. «Wir haben nun die Tore Kabuls vom Norden her erreicht, und unsere Truppen können jederzeit einen Angriff starten», sagte Allianzsprecher Aschraf Nadeem. US-Präsident Bush hat die Nordallianz gestern davor gewarnt, in Kabul einzurücken. Die Stadt müsse für alle Oppositionskräfte offen bleiben.
Gestern Nachmittag folgte der nächste Paukenschlag, als die Allianz die Einnahme der wichtigen Provinzhauptstadt Taloqan meldete. Doch der grösste Sieger des Wochenendes hielt sich im Norden auf: General Dostum, Afghane usbekischer Abstammung, und vor einer Serie von Niederlagen gegen die Taliban noch vor wenigen Jahren schon einmal unumschränkter Gebieter über eben jene Provinzen, die er den Taliban in den letzten zwei Tagen wieder abnahm.


US-Spezialtruppen helfen mit

Für den scheinbar überraschend schnellen Erfolg gibt es mehrere Erklärungen: etwa den Einsatz grosser Bündel US-Dollars. Die hatten schon den Taliban bei ihrer Eroberung Afghanistans 1994 bis 1996 geholfen, Kommandanten der Konkurrenz zu sich herüberzuziehen. Dostum macht kein Geheimnis daraus, dass eine Reihe US-Berater seit Wochen in seiner Nähe sind. Auch London bestätigte gestern, dass britische Truppen in Afghanistan aktiv seien.
Vor allem aber machten die Amerikaner den Taliban mit unbarmherzigen Bombardements die Hölle heiss. Nach Beginn der US-Angriffe am 7. Oktober nahmen die Bomber in Masar-e Scharif zunächst nur militärische Objekte der Taliban unter Feuer. Doch in den vergangenen Tagen zielten die US- Bomber auch, wo sie konnten, auf Taliban-Truppen in den von ihnen bevorzugten japanischen Jeeps.
Um die Taliban-Truppen aus ihren Schutzbunkern zu vertreiben, setzen die Amerikaner seit einigen Tagen schwerste Kaliber ein: Zweieinhalb-Tönner, die selbst viergeschossige Betondecken durchdringen können, bevor sie explodieren, und noch Furcht erregendere Bomben von 7,5 Tonnen Gewicht.


Lasergeräte weisen Bomben Weg

Damit die Bomben ihr Ziel finden, setzen die Amerikaner auch an der Front am Kuktscha-Fluss Spezialeinheiten ein, so Kommandant Hassan. «Vor drei Wochen sind zwanzig amerikanische Spe-cial Forces eingetroffen und in unserem Verteidigungsministerium in Chodscha Bahauddin untergebracht», sagt Momur Hassan. «Sie gehen mit unseren Leuten an die vorderste Front und kennzeichnen die Ziele mit Lasergeräten.» In den nächsten Tagen wollen die Taliban-Gegner nach Süden vorstossen und sich mit den Truppen von Dostum vereinigen.



Zu grosser Erfolg ist nicht erwünscht

12.11 .2001 Bieler Tagesblatt

Die USA stehen im Afghanistan-Krieg vor einem Dilemma: Sie wollen einerseits die Taliban aus Kabul vertreiben, doch zu viele und zu schnelle Erfolge der Nordallianz kommen ihnen ungelegen.

Herbert Winkler, dpa

Deshalb hat sich US-Präsident George W. Bush gegen eine Einnahme der afghanischen Hauptstadt durch die Truppen des oppositionellen Bündnisses ausgesprochen. Kabul soll für alle politischen Kräfte offen bleiben, die das seit Jahrzehnten umkämpfte Bergland später regieren könnten.
Bush wäre es lieber, wenn eine Zukunftsregelung für Afghanistan wenigstens in Umrissen vor einer militärischen Entscheidung fest stünde. Aus politischen Gründen hatte daher die amerikanische Luftwaffe zunächst darauf verzichtet, Fronttruppen der Taliban zu bombardieren.
Erst der näher rückende Winter und internationale Appelle, aus Rücksicht auf den islamischen Fastenmonat Ramadan die Angriffe zu unterbrechen, liessen mehr Druck als ratsam erscheinen. Dazu beigetragen haben mag auch eine gewisse Enttäuschung, dass die Nordallianz lange Zeit kaum Fortschritte machte.

Politische Bedenken
Schwerer wiegen allerdings die politischen Bedenken. Im Wunsch, dass die Nordallianz vor den Toren Kabuls verharre, stimme er mit dem pakistanischen Präsidenten Pervez Musharraf überein, unterstrich Bush. Der pakistanischen Führung ist die Nordallianz höchst suspekt. Sie setzt sich vorwiegend aus Minderheiten der 27 Millionen Afghanen zusammen, die zu 50 bis 60 Prozent Angehörige der Paschtunen-Volksgruppe sind.
Menschenrechtler beschuldigen die Nordallianz, Tausende Unschuldiger umgebracht zu haben. Dass ausgerechnet dieses Bündnis mit der Eroberung Kabuls für vollendete Tatsachen sorgen könnte, ist nicht im Interesse Musharrafs.
Die Bush-Regierung hat sich seit Beginn des Afghanistan- Feldzuges intensiv darum bemüht, eine Koalition für die Zeit nach den Taliban zu bilden. Mehrere Treffen von Vertretern der vielen Volksgruppen Afghanistans blieben bisher jedoch ohne greifbaren Erfolg.


Weitere Provinzen erobert

12.11 .2001 Reutlinger General Anzeiger

Nordallianz kontrolliert ein Viertel Afghanistans - Bush gegen Einnahme Kabuls

Islamabad. (dpa) Nach dem Fall der strategisch wichtigen Stadt Masar-i-Scharif hat die oppositionelle Nordallianz nach eigenen Angaben inzwischen sieben Provinzen erobert. Die Oppositionskräfte, die im Norden zuletzt nur noch etwa zehn Prozent des afghanischen Territoriums gehalten hatten, hätten demnach jetzt rund ein Viertel des Landes unter ihrer Kontrolle. US-Präsident George W. Bush sprach sich gegen eine Einnahme Kabuls durch die Nordallianz aus, um die Hauptstadt für alle politischen Kräfte einer künftigen Regierung offen zu halten.


US- Kampfflugzeuge flogen in der Nacht zum Sonntag erneut schwere Angriffe auf Stellungen der Taliban und Kabul geflogen.


Die radikal-islamischen Taliban bestätigten zunächst nur den Verlust von drei Provinzen. Die Einheiten hätten sich aus den Hauptstädten der nördlichen Provinzen aus taktischen Gründen zurückgezogen, zitierte die afghanische Privatagentur AIP einen Taliban-Sprecher. Er betonte zugleich, dass sich die Taliban- Kämpfer in anderen Teilen der drei verlorenen Provinzen neu formierten. Sprecher der Nordallianz teilten später mit, auch die vier im Umkreis von Masar-i-Scharif liegenden Nordprovinzen seien unter ihrer Kontrolle. Der Sprecher des oppositionellen Nordbündnisses, Abdullah Abdullah, sagte, die wichtige Provinzhauptstadt Talokan sei eingenommen worden. Unabhängige Quellen für das Kampfgeschehen gab es nicht. Abdullah erklärte, dass moslemische Kämpfer aus dem benachbarten Usbekistan und der abtrünnigen russischen Republik Tschetschenien an der Seite der Taliban kämpften.


Nach Worten von US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hat die Nordallianz die »effektive Kontrolle« über Masar-i-Scharif erlangt. Es gebe noch Widerstandsnester, auch sei der Flughafen noch nicht vollständig gesichert. Das Einrücken der Nordallianz in die nordafghanische Stadt wird als erster bedeutender Rückschlag für die Taliban nach Beginn der fünfwöchigen von den USA geführten Luftangriffe gesehen. Von Masar-i-Scharif werden die wichtigen Überland- und Versorgungsrouten zu Afghanistans Nachbarn Usbekistan und Tadschikistan kontrolliert. Der britische Verteidigungsminister Geoff Hoon erklärte, sein Land unterstütze den weiteren Vormarsch der Nordallianz auf Kabul, um Druck auf die Taliban auszuüben und bestätigte erstmals die Präsenz 600 britischer Soldaten in Afghanistan. US-Präsident Bush sprach sich indes gegen die direkte Einnahme Kabuls aus. Auch Außenminister Colin Powell forderte, Kabul zu einem neutralen Territorium zu machen. Ohne massive Luftunterstützung der USA dürfte die Eroberung Kabuls für die Nordallianz unmöglich sein.


Aktionen zum Krieg in Afghanistan
Massendemonstrationen in europäischen Städten

12.11 .2001 Berlin Online

Aktionen zum Krieg in Afghanistan

Gegner und Befürworter des Afghanistan-Krieges haben am Wochenende in europäischen Hauptstädten friedlich demonstriert. Begleitet von schärfsten Sicherheitsmaßnahmen demonstrierten am Sonnabend in Rom mehr als 100 000 Globalisierungs-Gegner gegen die US-Angriffe auf das Taliban-Regime in Afghanistan. Einige Zeitungen sprachen sogar von 130 000 Kriegsgegnern. Auf Spruchbändern forderten die zumeist jungen Leute: "Nein zum wirtschaftlichen, sozialen und militärischen Krieg". Zeitgleich fand eine Solidaritätskundgebung mit den USA statt, zu der die Regierungspartei von Premier Berlusconi aufgerufen hatte. In seiner Ansprache forderte Berlusconi vor etwa 40 000 Teilnehmern, Krieg müsse man mit Krieg begegnen. Aus Furcht vor Anschlägen war der Luftraum über Rom gesperrt, auf den Dächern waren Flugabwehrraketen postiert.
In Berlin hatten sich rund 5 000 Menschen zu einer Demonstration unter dem Motto "Stoppt den Krieg. Kampf der Armut nicht den Armen. Keine neue WTO-Runde" versammelt. Am heutigen Montag wird die Konferenz der Welthandelsorganisation in Katar eröffnet.

Clinton-Tochter protestiert

Eine Anti-Kriegs-Veranstaltung in London ist am Sonnabend abgebrochen worden, nachdem die Tochter des früheren US-Präsidenten, Chelsea Clinton, und eine Gruppe von Studenten die Veranstaltung mit Zwischenrufen störten. Ihre Begleiter hatten die US-Flagge vor der Rednertribüne entrollt. Als Sprecher die Opfer der US-Bombenangriffe beklagten, rief Chelsea: "Denkt an die Opfer von New York!" Der "Times" hatte Chelsea Clinton gesagt, dass sie sich an der Elite-Universität Oxford als Studentin wegen der "anti-amerikanischen Stimmung" "isoliert und bedroht" fühle. (Reuters, dpa)


Bush rät von Einmarsch in Kabul ab

12.11 .2001 Süddeutsche Zeitung

Die USA wollen erst ein breites neues Regierungsbündnis schaffen, ehe die afghanische Hauptstadt eingenommen werden soll.

US-Präsident George W. Bush erklärte am Rande der UN-Vollversammlung in New York, die USA würden die Nordallianz nicht ermutigen, nach Kabul einzumarschieren. Bush sagte: „Wir werden unsere Freunde ermutigen, nach Süden vorzustoßen ... aber nicht in die Stadt Kabul selbst."

Auch der Außenminister der Allianz, Abdullah Abdullah, sagte in Dschabal-us-Saradsch, es wäre besser, zunächst ein breites politische Bündnis zu schaffen, ehe Kabul erobert werde. „Falls es in Kabul ein politisches Vakuum gibt“, sehe dies allerdings anders aus. „Aber wir würden zunächst die internationale Gemeinschaft konsultieren.“

Ein Kämpfer der Nordallianz geht nahe der nordafghanischen Stadt Quruq in in Deckung. (AP )

Abdullah sagte, die USA ließen sich von Pakistan falsch informieren, wenn sie glaubten, die Nordallianz habe in Kabul keine Unterstützung. „Die Amerikaner sind nicht richtig im Bild.“ In Kabul seien Tausende verhaftet worden, weil sie gegen die Taliban seien.

Nordallianz zum Angriff bereit

Die Nordallianz kann nach eigener Aussage jederzeit die Hauptstadt Kabul angreifen. Nordallianz-Sprecher Aschraf Nadeem sagte, nach heftigen Kämpfen sei die Ortschaft Pul-i-Chumri an der wichtigsten Verbindungsstraße nach Kabul eingenommen worden.

Die Truppen der Nordallianz seien nach Süden in die Provinz Bamijan vorgestoßen und stünden nur noch rund zwei Kilometer vor der Provinzhauptstadt. Eine Bestätigung von Taliban-Seite über das Vorrücken der Nordallianz lag nicht vor.

Der pakistanische Militärmachthaber Pervez Musharraf stimmt bezüglich eines Einmarsches in Kabul mit Bush überein. Er äußerte die Befürchtung, dass es bei einem verfrühten Einrücken der Nordallianz in Kabul zu ähnlichen Gräueln gegen die Einwohner kommen könne wie seinerzeit nach dem Abzug der sowjetischen Truppen.

Powell: Einwohner Kabuls nicht zwangsläufig wohlgesonnen

Auch US-Außenminister Colin Powell hatte am Freitag vor einem Einmarsch der Nordallianz in Kabul gewarnt. Die Anwesenheit von Kämpfern der Nordallianz in Kabul könne zu „Schwierigkeiten und vielen Spannungen“ führen, weil die Einwohner der Stadt der Allianz „nicht zwangsläufig wohlgesonnen“ seien, sagte er.

Außerdem gebe es innerhalb des Oppositionsbündnisses Rivalitäten. In der Nordallianz sind mehre Volksgruppen vertreten, unter anderem Usbeken und Tadschiken. Die radikalislamischen Taliban bestehen dagegen im Wesentlichen aus Paschtunen.

Die Taliban-Fronten geraten ins Wanken

Weiterer Rückzug nach dem Fall Mazar-e Sharifs

Der Fall der afghanischen Stadt Mazar-e Sharif lässt die Fronten der Taliban wanken. Zwei Provinzen wurden von den Islamschülern am Wochenende kampflos geräumt, während Takhar und ein Teil von Kunduz nach schweren Kämpfen gefallen sein sollen. Die Entwicklung dürfte die Front nördlich von Kabul in Bewegung bringen.

By. Delhi, 11. November

Der Fall der nordafghanischen Stadt Mazar-e Sharif an die Nord-Allianz hat die erstarrten militärischen Fronten in Bewegung gebracht. Die Taliban hatten Mazar am Freitag kampflos den Milizen von General Rashid Dostom und Atta Mohammed überlassen und sich in Richtung Darya Suf im Süden und Shiberghan im Westen zurückgezogen. Zahlreiche Taliban-Anhänger sollen aber zurückgeblieben und zur Nord-Allianz übergelaufen sein. Die kampflose Einnahme der Stadt, die sofortige Ausrufung einer Amnestie und die Aufhebung der Taliban-Edikte haben die vor allem von pakistanischer Seite genährten Befürchtungen von Brandstiftung, Plünderungen und Massakern entkräftet. Mit der Stadt fällt auch der Flughafen von Mazar in die Hände der Taliban-Gegner. Zusammen mit der (vorläufig noch geschlossenen) Grenzbrücke nach Usbekistan verfügen die USA damit über einen wichtigen Brückenkopf im Land selber, der zudem auch von den Hilfswerken für den höchst gefährdeten Nordosten des Landes benutzt werden kann.

Einkesselung im Hindukusch?

Wie erwartet hat der Fall von Mazar zumindest im Norden das ausgelöst, was die vierwöchigen Luftschläge allein nicht erreichen konnten. Sie bringen die Taliban-Fronten - ein komplexes Netz von Koalitionen mit lokalen Kommandeuren um Kernformationen von ausländisch unterstützten Verbänden - ins Wanken. Bereits am Samstag erklärten die Islamschüler laut der pakistanischen Agentur AIP einen «taktischen» Rückzug aus den Provinzen Samangan und Jozjan, so dass ihnen nur noch der Weg über Darya Suf nach Süden offen bleibt. Die Nord-Allianz dirigierte noch am Samstag ihre Verbände nach Osten, wo es darum geht, die Verbindungen in den Norden nach Tadschikistan und südlich ins Panjshirgebiet zu sichern. Am Sonntagabend berichtete AIP, dass die Provinz Takhar mit dem Hauptort Taloqan gefallen sei und dass in der zwischen Takhar und Mazar gelegenen Provinz Kunduz der wichtige Grenzort Imam Sahib ebenfalls in den Händen der Allianz sei.

Von noch grösserer strategischer Wichtigkeit ist die heftig umkämpfte Provinz Baghlan südlich von Kunduz. Die Nord-Süd-Verbindung nach Kabul über den Shibar-Pass - der Salang-Pass ist für schweres Armeegerät nicht passierbar - läuft durch diese Provinz. Der Shibar-Pass berührt auch die Provinz Bamian, wo die Allianz für die nächsten Tage eine Offensive angekündigt hat, um den abziehenden Taliban den Durchgang zu erschweren. Deren Versuch, die Verbände aus dem Norden möglichst rasch und intakt nach Kabul zu lotsen, könnte ihnen - neben dem Einbruch des Winters - auch von den Stellungen der Allianz in Jabal Seraj nördlich der Hauptstadt erschwert werden, falls sie überhaupt so weit kommen.

Bin Ladin droht mit Atomwaffen

Der Fall von Mazar wird nun zweifellos auch diese wichtigste Frontlinie in Bewegung bringen. Dies mag ein Grund sein, warum Pakistan schärfer als zuvor Druck auf seine Koalitionspartner - namentlich die USA - ausübt, den Fall Kabuls nicht zuzulassen, solange keine ethnisch breit abgestützte Regierungskoalition steht. Präsident Musharraf malte beim Medientermin mit Präsident Bush am Samstag in New York erneut das Schreckbild von Plünderungen und Massakern an die Wand, die den ihm verhassten Allianztruppen zuzutrauen seien. Bush seinerseits ermunterte seine «Freunde der Nord-Allianz», über die Shomali-Ebene vorzurücken, «aber nicht in die Stadt einzudringen». Diese Mahnung lässt sich schwer damit in Übereinstimmung bringen, dass amerikanische Flugzeuge am Samstag und Sonntag weiter heftige Angriffe gegen Frontstellungen der Taliban und gegen Kabul selber führten. Auch der britische Verteidigungsminister Hoon meinte am Wochenende, er wäre «erfreut, wenn die Allianz Kabul einnehmen würde».

Es wird interessant sein, zu beobachten, wie Usama bin Ladin auf das Einbrechen der Taliban- Stellungen im Norden reagieren wird. Der pakistanische Journalist Amir Mir, der Mittwochnacht ein aufsehenerregendes Interview mit Bin Ladin geführt hatte, erklärte, dieser sei während des Gesprächs immer wieder per Satellitentelefon über die Ereignisse an den verschiedenen Fronten informiert worden. Im Interview drohte der Saudi mit nuklearen oder chemischen Waffen, falls Amerika solche gegen ihn einsetzen sollte. Er bekannte sich immer noch nicht zu den Attentaten vom 11. September, rechtfertigte diese jedoch, einschliesslich des Tods von unschuldigen Zivilisten - selbst wenn diese Muslime seien. Erstmals liess er sich aber zum Eingeständnis herbei, dass es im Westen auch «unschuldige und gute Menschen» gebe. Mir war am Mittwoch mit verbundenen Augen und unter scharfer Bewachung von Kabul mit einem Jeep an einen «sehr kalten Ort» gebracht worden, wo nach mehreren Stunden Wartens auch bin Ladin und dessen Stellvertreter Aiman az-Zawahri eingetroffen seien.

In New York reagierte Präsident Musharraf skeptisch darauf, dass bin Ladin über Miniatur- Atombomben verfüge; er schloss aber den Zugang zu chemischen Waffen nicht aus. Präsident Bush seinerseits sagte, er wisse nicht, was er glauben solle, er wisse nur, dass bin Ladin ein grundböser Mensch sei. In Indien und Pakistan schlossen die meisten Beobachter die Möglichkeit aus, dass sich nukleares Material in den Händen von al-Kaida befindet. Dies sei ein Teil von Osamas psychologischer Kriegsführung, meinte der pakistanische Kolumnist Irfan Hussain. Der indische Sicherheitsexperte Brahma Chellaney sagte der «Times of India», Osama sei «ein geborener Lügner», der sich zu einem grösseren Monster aufblähen wolle, als er sei. Auch die Taliban müssen nun in Kauf nehmen, dass ihre manichäische Version des Islam rasch entzaubert wird, wenn sie nicht mehr an der Macht sind. In Mazar-e Sharif sollen die Barbiere am Samstag Hochbetrieb gehabt haben. Die Nachrichtenagentur AIP berichtet, dass sich vor ihren Läden Schlangen von Männern bildeten, welche ihre Bärte scheren lassen wollten.
NZZ,12. November 2001, 02:01

Nord-Allianz: Befehl zum Vormarsch auf afghanische Hauptstadt erteilt

Bush gegen Einmarsch in Kabul

Die Nord-Allianz hat ihren Truppen nach eigenen Angaben den Befehl zum Vormarsch auf Kabul erteilt. Der amerikanische Präsident Bush hatte sich am Wochenende gegen einen Einmarsch in die afghanische Hauptstadt ausgesprochen. Laut iranischen Medien sind auch die Städte Herat und Kundus eingenommen worden.

Reuters/dpa/afp) Das «Verteidigungsministerium» der Nord-Allianz hat nach Angaben eines Feldkommandanten am Montagmorgen den Befehl zum Vormarsch auf die von den radikal-islamischen Taliban gehaltene Hauptstadt Kabul erteilt. Der Angriffbefehl sei um 8.00 Uhr (4.30 Uhr MEZ) erteilt worden, sagte Kommandant Torjalai am Montag der Nachrichtenagentur Reuters in der Frontstadt Rabat. Es habe Probleme mit den Vorbereitungen gegeben. «Wir hoffen jetzt, die Offensive am Nachmittag zu beginnen.» Augenzeugen berichteten, dass beständig Nachschub an Truppen an die Front gekommen sei. Hunderte Soldaten und Panzer, Raketenwerfer sowie Artillerie seien in den rückwärtigen Linien zusammengezogen worden.

Irna: Herat und Kundus eingenommen

Die Streitkräfte der Nord-Allianz haben unterdessen laut Meldungen iranischer Medien die Stadt Herat sowie Kundus, die letzte Bastion der regierenden Taliban im Norden des Landes, erobert. Die Taliban-Truppen hätten sich in Herat von ihren Positionen zurückgezogen. «Vor wenigen Augenblicken ist die Stadt vollständig gefallen», zitierte der iranische Rundfunksender am Montagmorgen einen Korrespondenten in Herat. Die Streitkräfte der Nord-Allianz werden in diesem Frontabschnitt von Ismail Khan befehligt. Khan war früher Gouverneur in Herat.

Die iranische Nachrichtenagentur Irna meldete am Montagmorgen, Kundus sei nach sechstündigem Gefecht gefallen. Eine grosse Zahl Taliban-Soldaten sei getötet worden oder in Gefangenschaft geraten, habe General Shafi telefonisch berichtet. Shafi gehört zu den Verbänden von General Abdul Rashid Dostum. Kundus beherrscht die Routen in das zentralasiatische Tadschikistan, wo grosse Mengen russischer Waffen für die Nord-Allianz bereit liegen. Amerikanische Kampfflugzeuge vom Typ F-18 bombardierten unterdessen Stellungen der Taliban.

Die afghanische Nord-Allianz hatte am Sonntag nach eigenen Angaben bereits die Provinzhauptstadt Talokan im Nordosten des Landes eingenommen. Talokan liegt nahe der Grenze zu Tadschikistan in der Provinz Tahar. Seit der Eroberung der strategisch wichtigen Stadt Mazar-e Sharif am Freitag hat die Nordallianz nach eigenen Angaben weite Teile Nordafghanistans eingenommen.

Umgang mit Kabul als wichtiges Signal

Der amerikanische Präsident Bush hatte sich am Wochenende gegen einen Einmarsch der Nord-Allianz in Kabul ausgesprochen. «Wir werden unsere Freunde ermutigen, nach Süden vorzustossen, aber nicht in die Stadt Kabul selbst», sagte Bush am Samstag an einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem pakistanischen Staatschef Musharraf am Rande der Uno-Generalversammlung in New York. Einen Tag nach dem Einmarsch der Nord-Allianz in der nordafghanischen Stadt Mazar-e Sharif erklärten Bush und Musharraf ihre Übereinstimmung in der Haltung, dass alle ethnischen Gruppen der afghanischen Bevölkerung an einer politischen Neuordnung des Landes beteiligt sein müssten. Dabei sei es ein wichtiges Signal, wie man mit Kabul umgehe, erklärte Bush.

Drei Journalisten getötet

Zwei französische und ein deutscher Journalist sind am Sonntag in Afghanistan ums Leben gekommen. Die Journalisten gerieten zusammen mit Kämpfern der Nord-Allianz in einen Hinterhalt der Taliban. Dabei wurde ihr Schützenpanzer von einer Granate getroffen. Bei den Getöteten handelt es sich um eine Korrespondentin von Radio France Internationale, einen Journalisten von RTL sowie einen freien Mitarbeiter des Magazins «Stern».

NZZ, 12. November 2001, 10:42

Kabul - das nächste Ziel der Nord-Allianz?

Plötzlich ist Mazar-e Sharif nun doch gefallen. Die Einnahme der Stadt durch die Nord-Allianz, die im Kampf gegen die Taliban seit Jahren keinen grösseren militärischen Erfolg mehr zu verzeichnen hatte, wäre ohne die amerikanischen Luftangriffe auf die Stellungen der Koranschüler nicht möglich gewesen. Dadurch wurden die Taliban entscheidend geschwächt. Offenbar hat die Nord-Allianz am Wochenende noch weitere Geländegewinne erzielt. Ist das der Beginn vom Ende der Herrschaft der Taliban? Steht nun eine Offensive auf Kabul bevor? Werden Truppen der Nord-Allianz schon bald in die Hauptstadt einziehen?

Der Fall von Mazar-e Sharif bedeutet zweifellos einen Prestigegewinn für die Nord-Allianz. Erstmals seit ihrem Siegeszug durch Afghanistan haben die Taliban eine grössere Stadt verloren. Es stellt sich allerdings die Frage, ob die zersplitterte Nord- Allianz in der Lage ist, ihre Macht in den eroberten Gebieten zu konsolidieren. Mazar-e Sharif, ursprünglich eine mehrheitlich von Usbeken bewohnte Stadt, ist im Laufe des langen Krieges in Afghanistan mit seinen erzwungenen Bevölkerungsverschiebungen zu einem Abbild der ethnischen Vielfalt des Nordens geworden. Der Nord-Allianz, einem heterogenen militärischen Zweckbündnis, das nur durch den Kampf gegen die mehrheitlich paschtunischen Taliban zusammengehalten wird, gehören vor allem Tadschiken, Usbeken und schiitische Hazara an.

Es könnte also durchaus sein, dass die miteinander rivalisierenden Kriegsfürsten und Stammesführer bei der Durchsetzung ihrer Herrschaftsansprüche erneut - wie das nach dem Abzug der sowjetischen Truppen in der ersten Hälfte der neunziger Jahre bereits der Fall gewesen war - übereinander herfallen. Keiner von ihnen war damals in der Lage, das Land zu führen. Es waren die Mujahedin, die Kabul in Schutt und Asche legten. Viele von jenen, die sich damals gegenseitig bis aufs Blut bekämpften, sind heute nach aussen hin Verbündete.

Die jüngsten Geländegewinne können nicht über die militärische Schwäche der Nord-Allianz hinwegtäuschen. Ein Vorstoss auf Kabul hätte nur mit umfangreicher amerikanischer Luftunterstützung gewisse Aussichten auf Erfolg. Washington hat aber signalisiert, dass eine solche Offensive zum jetzigen Zeitpunkt zu früh kommt. Präsident Bush erklärte, die Truppen der Nord-Allianz sollen Kabul umgehen. Auf der politischen Ebene hat sich nämlich, anders als auf der militärischen, seit dem Beginn der amerikanischen Luftangriffe nichts bewegt. Bei den Bemühungen um eine breit abgestützte Übergangsregierung, die dem Land nach dem Ende der Herrschaft der Taliban Friede und Stabilität bringen sollte, hat man empfindliche Rückschläge hinnehmen müssen.

Das politische Hauptproblem besteht nach wie vor darin, die paschtunischen Stämme, die den Süden und Südosten Afghanistans beherrschen, in eine neue politische Ordnung einzubinden. Wie können die Interessen der Kriegsfürsten, Stämme und Clans aus dem Norden und aus dem Süden sowie jene der Nachbarstaaten unter einen Hut gebracht werden, ohne dass die Anti-Terror- Front abbröckelt? Bisher ist es nicht gelungen, eine südliche paschtunische Front gegen die Taliban aufzubauen. Es gibt derzeit kaum Anzeichen dafür, dass sich königstreue Paschtunen für eine Allianz mit den Kriegsherren aus dem Norden gewinnen lassen. Und es ist auch nicht zu erwarten, dass vom Fall der Stadt Mazar-e Sharif eine solche Signalwirkung ausgeht, dass paschtunische Stammesführer in grosser Zahl die Seite wechseln. Noch ist die Herrschaft der Taliban im Süden gefestigt.

Eine Übernahme der Macht durch die in weiten Teilen der paschtunischen Bevölkerung verhasste Nord-Allianz in Kabul ohne eine vorhergehende politische Einigung könnte das Land noch tiefer ins Chaos stürzen. Denkbar ist allerdings auch, dass in einem solchen Fall paschtunische Stammesführer aus dem Süden trotz aller Feindschaft in Scharen zum Sieger überlaufen werden.

Eine Einnahme Kabuls durch die Nord- Allianz dürfte auf den Widerstand Pakistans stossen, des wichtigsten Verbündeten der Vereinigen Staaten in der Region im Kampf gegen den Terrorismus. Islamabad will eine politische Dominanz der Nord-Allianz verhindern und besteht auf der Führungsrolle der Paschtunen. Nur so kann Islamabad, das die Taliban als Instrument zur Durchsetzung der eigenen strategischen Interessen im Nachbarland geschaffen hat, das Geschehen in Kabul weiterhin beeinflussen. Eine Vorherrschaft der Paschtunen wollen jedoch Russland, Iran und Indien, die hinter der Nord-Allianz stehen, nicht zulassen. Die Einnahme Kabuls durch die Nord-Allianz und ein chaotischer Zerfall der Macht der Taliban könnten die Atommacht Pakistan selbst destabilisieren - mit gefährlichen Folgen für ganz Südasien.

C. Sr.

Proteste gegen Musharraf in Pakistan

Kundgebungen für die Taliban mit wenig Resonanz

Der letzte Freitag vor dem Beginn des Fastenmonats Ramadan hätte in Pakistan zu einer Machtdemonstration der Taliban-Anhänger werden sollen. Die Landesabwesenheit von Präsident Musharraf war ein zusätzlicher Antrieb, um dessen Position zu erschüttern. Die Proteste erreichten nicht mehr das Ausmass früherer Demonstrationen.

By. Delhi, 9. November

Bei Demonstrationen in den grossen Städten Pakistans sind am Freitag drei Personen von der Polizei erschossen worden. Sie kamen in der Stadt Dera Ismael Khan in der Nordwestprovinz ums Leben, als die Sicherheitskräfte die Öffnung der von Demonstranten blockierten Eisenbahnstrecke erzwangen. Auch in den Städten Karachi und Peshawar kam es bereits vor dem Freitagsgebet zu Zusammenstössen, unter anderem auch zwischen Demonstranten und Geschäftsinhabern, welche sich dem Aufruf zur Schliessung der Läden nicht anschliessen wollten. Die beschränkte Zahl und die verminderte Intensität der Strassenproteste zeigten, dass die Gegner der pakistanischen Afghanistan-Politik den schwächer werdenden Trend ihrer Proteste nicht umzukehren vermochten.

Neutralisierung des Taliban-Botschafters

Die Demonstrationen sind ein Gradmesser für das Kräftemessen zwischen der Regierung und den Islamisten. Präsident Pervez Musharraf ist seit Mittwoch landesabwesend. Es ist das erste Mal seit dem 11. September, dass er sein Land verlassen hat - ein Signal an Freund und Feind, dass er sich sicher fühlt und keinen Umsturz befürchtet. Die Herausforderung wurde von seinen islamistischen Gegnern mit der Ausrufung eines Generalstreiks angenommen. Der «Pakistan- Afghanistan-Verteidigungsrat» mobilisierte seine zwei Dutzend Mitgliedparteien und bezeichnete die Niederlegung der Arbeit am Freitag als «islamische Pflicht». Die Regierung traf ihrerseits Vorkehrungen. Mit der Ausrufung eines Feiertags - die Ausrede war der Geburtstag des Nationaldichters Iqbal - sollte die Wirkung des Streiks unterlaufen werden. Rund 550 führende Persönlichkeiten wurden in Vorbeugehaft genommen. Der Hausarrest von Jamaat-Führer Qazi Hussain und der von Fazlur Rahman von der Gruppe Jamaat Ulema Islami wurden in Haft umgewandelt, und die beiden wurden aus Peshawar weggebracht. Zwei weitere Unruheherde waren schon zuvor neutralisiert worden. Der Taliban-Botschafter in Islamabad, dessen tägliche Pressekonferenzen immer mehr antipakistanische Züge angenommen hatten, wurde angewiesen, diplomatische Gepflogenheiten zu beachten und Kritik am Gastland und an Drittstaaten - gemeint waren die USA - zu vermeiden. Das afghanische Generalkonsulat in Karachi wurde geschlossen, was dem Geschäftsträger nach eigenem Bekunden Gelegenheit gab, sich zum Kriegsdienst nach Afghanistan aufzumachen.

Indisch-russischer Raketenschirm?

In einer Botschaft aus der Ferne warnte Musharraf seine Gegner davor, mit dem Schicksal des Landes zu spielen. Musharraf nützt seine Reise auch sonst, um seinen Landsleuten die Vorteile der Mitgliedschaft Pakistans in der Anti-Terror-Koalition zu demonstrieren. Bei seinen kurzen Aufenthalten in Teheran, Ankara, Paris und London und den gemeinsamen Auftritten mit Chirac und Blair konnte er die Überwindung der internationalen Isolation seines Landes dokumentieren. Und in den westlichen Kapitalen konnte er zudem zeigen, dass mit den Fototerminen handfeste Gewinne einhergehen. Alle seine Gesprächspartner reagierten zustimmend, als Musharraf Erleichterungen bei der Bedienung seiner enormen Schuldenlast von 38 Milliarden Dollar forderte. Und den Hardlinern in den Generalsrängen konnte er mit seiner ständigen Erwähnung Kaschmirs und des indischen «Staatsterrorismus» beweisen, dass er auch gewillt war, für seine Kooperation politische Dividenden einzufordern.

Der Termin der Uno-Generalversammlung bringt es mit sich, dass sich gleichzeitig mit Musharraf auch sein Gegenspieler, der indische Regierungschef Vajpayee, auf Reisen befindet. Dieser hielt sich am Donnerstag und Freitag in Washington auf, wo er mit Präsident Bush und Kongressmitgliedern Gespräche führte, ehe er am Samstag zur Uno-Generalversammlung nach New York reist; auf seiner Heimreise wird er auch in London Station machen. Musharraf hatte ein indisch-pakistanisches Treffen in New York vorgeschlagen, ohne auf Gegenliebe zu stossen. Delhi nimmt zu Recht an, dass der verbraucht wirkende Vajpayee dem agilen General nicht das Wasser reichen kann und im internationalen Scheinwerferlicht in dessen Schatten geraten würde.

Indiens kalte Schulter ist nicht das einzige Symptom für die erhöhten bilateralen Spannungen. In Moskau, seiner ersten Station, hatte Vajpayee mehrere Verträge zum Kauf von Waffen unterzeichnet. An einer Pressekonferenz frohlockte er sogar, Russland und Indien hätten einen «lebenswichtigen Entscheid» gefällt, über dessen Inhalt er allerdings schweigen müsse. Die Bemerkung verleitete Kommentatoren zu Hause rasch zur Annahme, dass beide Länder die gemeinsame Entwicklung eines Raketenschirms in Angriff nehmen wollen. Doch selbst vom russischen Präsidenten Putin, seinem engsten Verbündeten, musste sich Vajpayee sagen lassen, dass die Wiederaufnahme von Kaschmir-Gesprächen mit dem Erzfeind der einzige Weg vorwärts sei.

NZZ, 10. November 2001, 02:02

 

Warplanes bomb Kabul, frontlines

via The Nation
11/12/01

JABAL SERAJ, Afghanistan (AFP) - US warplanes bombed Kabul and Taliban front lines north of the Afghan capital on Sunday, but there was no sign of an expected opposition offensive on the city. One plane laid a carpet of bombs in at least one pass over the southern part of the front line, raising a long screen of black smoke over the far end of the Shomali plain. Later a US B-52 heavy bomber, clearly visible in the sky, dropped another heavy payload on the same area, an AFP reporter saw. The latest strikes followed overnight bombing of the Taliban front-line positions and a pre-dawn strike on targets in Kabul itself. Kabul residents heard at least 10 loud explosions and a marble factory in the east of the city was completely destroyed, killing two civilian security guards.

The factory was close to a Taliban military compound. Eyewitnesses said it took rescuers several hours to dig out the two bodies. One of the security guards, identified as Habir, had just got married three weeks before, one of his friends told AFP. On the ground, there was no visible movement from the opposition front lines, which have been reinforced in recent days with troops, tanks and munitions. Opposition commanders have said they are preparing for an offensive on Kabul, following sweeping Northern Alliance gains in the north of the country. The United States has voiced disquiet at the prospect of its Afghan allies entering Kabul, preferring that the capital be left alone until an interim administration can be installed. ‘We will encourage our friends to head south ... but not into the city of Kabul itself,’ President George W. Bush said Saturday. ‘We believe we can accomplish our military missions by that strategy.’ CIVILIAN KILLINGS: While the United States and its Afghan allies sought to press home their advantage, there were new reports of civilian deaths in the campaign to avenge the September 11 attacks. The bodies of more than 130 Afghan civilians were found in three villages near the Taliban’s southern stronghold of Kandahar after intense US bombing raids, AIP reported. The final toll from the villages in Khakrez district 70 kilometres northwest of Kandahar could exceed 300 dead, the agency said. Northern Alliance commander Abdul Rashid Dostam and two other prominent opposition warlords were ensconced in Mazar-i-Sharif on Sunday, coordinating military strategy and thrashing out power-sharing arrangements in the north.


'Opposition enters Takhaar, Baghlan'

The News: Jang
By Behroz Khan
11/12/01

PESHAWAR: Amidst continuing advance of Northern Alliance, its Foreign Minister Abdullah Abdullah claimed on Sunday the Taliban had lost the bulk of their forces in opposition offensives across northern Afghanistan. However, the foreign minister did not rule out an offensive on Kabul, saying that while the opposition understood concerns expressed by the United States, it would not be influenced by Pakistan's opposition to the Northern Alliance entering the capital.

Meanwhile Northern Alliance claimed more victories in different parts of Afghanistan in Sunday's fighting, as the Taliban forces retreat from cities and frontlines to escape heavy bombing by Anglo-US war planes and the ground assaults launched by the opposition. "Our forces have evicted Taliban from Talooqan and Pul-I-Khumri, capitals of Takhaar and Baghlan provinces. Fierce fighting is raging in Bamiyan", said Sibghatullah Zaki, the Islamabad-based spokesman for Gen. Abdul Rashid Dostum.

Taliban forces have abandoned these cities after a brief resistance as forces loyal to the Northern Alliance advanced from different directions, said Zaki while quoting Gen Abdul Rashid Dostum as telling him on satellite telephone from Mazar-i-Sharif.

Zaki said that, Gen Rashid Dostum was accorded a warm welcome by the locals after he entered Mazar-I-Sharif city for the first time since his ouster from power by Taliban in 1998. "There were lots of people including women and children to welcome Dostum at the Shrine of Hazrat Ali (RA)", the spokesman said.

Zaki said that Hairatan border, giving opening to Uzbekistan is still closed and efforts were under way to reopen the key supply route. Reports reaching here said that some Taliban supporters are still putting resistance inside Mazar city and exchange of fires from heavy and light weapons could be heard from a school building, named Sultan Razia School.

Zaki had earlier said that Pakistani supporters of Taliban have taken shelter in the school building and the resistance has been overcome. As the down-fall of Taliban administration is imminent, thousands of more Pakistani volunteers from tribal areas have either crossed in or on their way to Afghanistan to join the students' militia.

Taliban officials are not available for comments to verify the claims made by the Northern Alliance. However, a Taliban spokesman from Jalalabad said that Talooqan, capital of Takhaar province was still under the control of Taliban forces. "We have spoken to our people inside city and there is no such development to prove that Taliban lost control of Talooqan", the spokesman said.

Another leader of the Northern Alliance, Hussain Anwari and chief of Hezb-I-Wahdat of his own faction, Ustad Karim Khalili also claimed that Taliban lost control of Bamiyan province and the town was now in the hands of anti-Taliban forces. A spokesman of the Northern Alliance while quoting Hussain Anwari said that the pro-Taliban governor of Bamiyan, Nabi Islam has switched sides and joined the Northern Alliance. He claimed that Kunduz, another strategic part of the country, which shares borders with Tajikistan, has been taken by Northern Alliance as well. No independent confirmation of the claim was immediately available.

In the western Baghdes province, a spokesman of former governor Herat, Commander Ismail Khan said that Taliban forces had already deserted the provincial capital, Qala-i-Nao and it was like a walkover for forces loyal to Isamil Khan to take control of the city. The spokesman, Muhammadullah Zarif claimed that Taliban governor in Baghdes has been arrested along with 20 of his Taliban guards, but the reports could not be confirmed with Taliban.

"Our forces had benefited from the expertise and logistic assistance extended by American military experts during the advance of mazar-I-Sharif. The aerial bombing of Taliban frontlines by US planes was of tremendous help for us to make advance on Mazar-I-Sharif", said Commander Atta Muhammad during an interview on Sunday. He clarified that the American military personnel were not part of the ground offensive against Taliban forces. Reports reaching from Kabul suggest that anti-Taliban forces are amassing near Jabal Siraj, some 70 kilo meter north Kabul to make an advance on the country's capital, which is still in the hands of Taliban.

The students' militia eyewitnesses said, has increased the routine check inside Kabul and are particularly harsh towards those having satellite telephones, which they believed were being used by the anti-Taliban elements to provide information about the position and military movement of Taliban to the opponents. "Our leaders are in contact and taking steps how to secure peace and security in Kabul after the fall of Taliban. We are planning to take control of the key installations and important points around the city and then slowly move into the city", Zaki said while commenting on the statement of the Pakistani and US presidents.

US-led war planes severely bombed Taliban frontlines north of Kabul on Sunday and reports reaching here from Taliban sources suggest that several people, majority of them civilians, have been killed in Khairkhana and near Bagram airbase. No independent confirmation is available. Abdullah said opposition fighters had captured the central city of Bamiyan and Taloqan, capital of northeastern Takhar province, and did not rule out a move on Kabul.

Voicing surprise that Taliban forces had not withrawn earlier from northern Afghanistan, Abdullah said the Islamic militia had paid a heavy price as the opposition seized five northern provinces in the past three days. "The importance of this big defeat is not just that they lost large areas, but they also lost their main fighting force," Abdullah told reporters in this town north of Kabul. He estimated that the Taliban had 15,000 troops, mostly foreigners and fighters from southern Afghanistan, in the north before the resistance forces began their push five days ago.

Abdullah added that opposition troops were now moving "slowly and gradually" towards the northeastern province of Kunduz bordering Tajikistan. Meanwhile. senior advisers to the former king of Afghanistan warned the Northern Alliance of the possible implications of taking Kabul and urged the anti-Taliban force to keep a promise not to seize the capital.


Alliance claims 40pc Afghanistan

The Nation
From Javed Rana
11/12/01

ISLAMABAD – About 40 per cent territory of Afghanistan is now under the control of the Northern Alliance which made more sweeping territorial gains on Sunday including the capture of strategically important Bamyan province. The claim to this effect was made by Zaki, a spokesman for Northern Alliance Commander General Rashid Dostum while talking to The Nation. Zaki said that the anti-Taliban forces had captured several strategically important provinces and districts in their latest advances. Bamyan, Faryab, Badghis, Samangan, Takhar and Ghor provinces, Tulkan, the capital of Takhar province, the area of Sher Khan Bandra bordering Tajekistan, Imam Saied district in Kunduz province, Pul-i-Khumri, capital of Baghlan have fallen to the Northern Alliance. According to Zaki the 40 per cent territory also includes 10 per cent area already under the control of the Northern Alliance before the launching of the US-supported fresh offensive against the Taliban militia. However, Zaki’s claim of capturing 40 per cent territory could not be verified independently. “After capturing Tulkhami we’ve cut the route between Kabul and northern part of Afghanistan,” Zaki added. Now we are just 20 km away from Herat which may soon fall as the Northern Alliance are likely to get the support of the disgruntled people inside the city, Zaki predicted.

He said that a strategy was being evolved to capture the peripheral areas of Kabul only which chiefly include strategic military installations of the Taliban. He said the Northern Alliance commanders are conscious of the track record of Kabul city as in the past there was a stiff resistance inside the city therefore for the time being no strategy was chalked out to attack Kabul. The reluctance of the Northern Alliance to invade Kabul city is being seen in the context of the warning of President Bush to stay away from the Kabul city as the White House would prefer to first establish a broad-based government there before capturing the city. Zaki claimed that the Taliban have become demoralized and their resistance is ebbing away after the fall of Mazar Sharif. Lack of support from local population has also contributed to demoralizing them, he added. However, according to Afghan Islamic Press, there is still resistance from unknown number of Taliban fighters right inside the city. Taliban have conceded the fall of Mazar-e-Sharif, saying it was a strategic withdrawal. However the militia did not clarify its position about the latest claim of the Northern Alliance of gaining sweeping victory in north of Afghanistan.


200 pro-Taliban Pakistanis killed in Mazar

The News: Jang
11/12/01

TEHRAN: Some 200 pro-Taliban Pakistani fighters were killed in Mazar-i-Sharif on Friday and Saturday after the capture of that strategically important Afghan city by Northern Alliance. Haji Muhammad Muhaqiq, who heads the faction representing the Shiite Hazara community, also told the Iranian Entekhab daily that the Northern Alliance had encircled some 1,200 Pakistanis, in the Maktab Soltan Raziyeh area, who were "not able to flee" with the Taliban. "We gave them warnings to surrender," said Muhaqiq who also heads the political committee of the Hizb-i-Wahdat opposition movement. "They asked us to send representatives over several times, but unfortunately they shot them.

So far, six of our men (Mujahideen) have been killed," Muhaqiq said. "Finally, we gave the order to attack them and the clashes are still continuing," Muhaqiq told the paper adding: "Some 200 of them (Pakistanis) have been killed." Meanwhile, the press spokesman of the Pakistani Embassy in Tehran, Mehtab Khan, told AFP that no member of the Pakistan Army is implicated in the combats in Afghanistan. "The border between Pakistan and Afghanistan is long and porous and it is not possible to rule out the possibility that some Pakistanis enter Afghanistan in order to fight (alongside the Taliban) and in violation of the government's policies," he added.


French journalist dies in Taliban ambush

Sunday, November 11, 2001 9:10 PM EST

Paris, Nov 11, 2001 (EFE via COMTEX) -- A French reporter for Radio France International (RFI) died Sunday in Afghanistan when the opposition Northern Alliance contingent she was with was ambushed by Taliban soldiers.

The 35-year-old Johanne Sutton was accompanying the rebel forces in an armored vehicle, along with four other foreign journalists, when the vehicle was fired upon by Taliban troops and she was killed, RFI confirmed.

The ambush took place when the Northern Alliance troops left their headquarters in Takhar province, near the border with Tajikistan.

The fate of the other reporters is unknown.


Opposition asked not to push for Kabul

The News:Jang
11/12/01

WASHINGTON: The US administration on Sunday urged the Afghan opposition forces to surround but not occupy Kabul, after the Northern Alliance took the pivotal northern city of Mazar-i-Sharif where only "pockets of resistance" still remain. Defence Secretary Donald Rumsfeld said opposition fighters should seek to isolate the capital, get the ruling Taliban to surrender and make way for a broad-based government.

"There is concern on the part of some people, including Pakistan and others, that the situation in Kabul ought to reflect what is ultimately going to be needed in Afghanistan, namely a broadly based government," Rumsfeld told Fox News on Sunday. "The Northern Alliance has effective control of Mazar-i-Sharif at this moment, but there are pockets of resistance in the city that continue," Rumsfeld said. "In some cases they are Taliban, in some cases they are al-Qaeda, in some cases they are people from other countries that have come to support the Taliban."

Rumsfeld, however, said that the opposition forces were aware of the risk of a counterattack. "And I also know that they are pursing the Taliban out of the city in several directions. There are convoys streaming out, and they are being attacked, and every effort is being made to get them to surrender or to kill them, the Taliban and al-Qaeda, that are trying to escape," he said.

Rumsfeld also said that the Taliban were under pressure elsewhere. "The Northern Alliance forces that are there are putting pressure on Herat. They're putting pressure on Taloqan. And they're also moving south on the Shomali Plains," he said. While saying that US forces could not prevent the Northern Alliance from pushing into Kabul, he suggested the opposition forces should rather surround the city "and get the Taliban to surrender". He also stressed that whoever takes Kabul "is going to have to feed it. And the humanitarian assistance that is going to be required in there rapidly is going to be enormous."

Rumsfeld said it was unlikely that US forces would be deployed to maintain peace in the capital if the Taliban were ousted, but said that troops from other nations were likely to be. Meanwhile, US Secretary of State Colin Powell hailed progress made in the US-led campaign against Taliban but cautioned against an opposition push for Kabul.

"Right now, I think it's going rather well," Powell said in an exclusive interview with NBC's "Meet the Press" from New York on Sunday. "There's been quite a turnaround in the war." "We think it would be better if they were to "invest" the city, make it untenable for the Taliban to continue to occupy Kabul," Powell said, although the Northern Alliance said that it would not rule out such a move.

US National Security Adviser Condoleezza Rice said that Kabul needed to remain an "international city, a city that represents all of the Afghan people" reiterating the need for a broad-based government representing the country's various ethnic groups. "We believe that the military strategy and the political strategy need to be aligned," she told ABC's "This Week" news program. "The important thing is not to lose sight of the future."

Asked if any hesitance to push into Kabul would delay efforts to find bin Laden, Rice said that the goal was to find the Saudi-born militant and his lieutenants while also loosening the Taliban's grip on the country. Powell said that he did not know if the Taliban could hold out through the harsh Afghan winter, but expressed the need to "move quickly toward political action" and the creation of an interim administration in Kabul should the Taliban fall. He dismissed criticism that diplomatic efforts by the United States to shore up support among its allies for the global war on terrorism were hindering the military campaign.

"It's absolute nonsense, it's meddlesome nonsense," he said. "Without that coalition, the military would not have been able to project their forces in the region." The US secretary of state did not mince words when discussing the fate of bin Laden, Washington's most-wanted man. "From the very beginning, we said we were going after the al-Qaeda network," Powell said. "The chairman and CEO of al-Qaeda is Osama bin Laden. He cannot be left free to run around," the secretary of state said flatly, when asked if bin Laden would be pursued and eventually captured.

"This is not a man of faith but a man of evil. He is the worst form of tyrant on the face of the earth. ... We are trying every way possible to find him and to bring him to justice," he said. Powell dismissed bin Laden's assertion that he had nuclear and chemical weapons, calling it a "wild boast and threat". "I have no way of knowing, but I think it unlikely," he told NBC.


Broad-based options losing relevance

The News:Jang-Commentary
By Umer Farooq
11/12/01

ISLAMABAD: In the fast-changing scenario of Afghanistan, most of the options, including the one aimed at bringing Zahir Shah in power, for a broad-based post-Taliban government are losing relevance. The Zahir Shah option is not been considered actively by any of the parties in the Afghan conflict in the changing situation, though most of them verbally extend support to the Zahir Shah option. As the conflict between Taliban and Northern Alliance has intensified, the chances for cobbling together a muliti-ethnic coalition are vanishing, according to Islamabad based experts.

Most of these experts said that the efforts for putting together a multi-ethnic government in Afghanistan have slowed down in the face of continuously intensifying conflict between the Taliban and Northern Alliance. The former Afghan king, Zahir Shah, and the UN special envoy on Afghanistan -- the two figures making efforts for broad-based government -- have so far not been successful in reaching out to the main parties of the conflict -- Northern Alliance and Taliban.

Before the start of US military strikes against Afghanistan, it was expected that Zahir Shah would announce a "National Resistance Force" in opposition of Taliban that would adopt a two-pronged strategy of militarily fighting the Taliban and make efforts for putting together a broad-based coalition.

The newly appointed UN special envoy on Afghanistan, Lakhdar Brahimi, however, has held meetings with the officials of Pakistan and Iran on the subject. During his visit to the region he also met officials of some of other neighbouring countries of Afghanistan. So far he has not held meeting with any significant leader of Afghanistan, who is wielding any power in the war-torn country. He was reluctant to meet the Taliban diplomats during his stay in Islamabad. He held meetings with some of the Afghan personalities though their names were never announced.

During his visit to the region Brahami's efforts mostly focused on talks with the Pakistani and Iranian officials. Off late the two countries have also opened a channel of communication on the latest situation in Afghanistan and according to sources they agree on the formation of a broad-based and multi-ethnic government in Afghanistan. Experts said that the recent developments in Afghanistan have put Zahir Shah option on the back burner as he himself has been making only limited efforts to make him the frontrunner for the top position in Afghanistan.

Privately, Zahir Shah has been saying that he could only play the role of figurehead in any future political dispensation of Afghanistan as he is in a position to command respect from all the sections of Afghan society. The failure to create defection in Taliban ranks is another factor that is making the Zahir Shah option less relevant as his National Resistance Force was supposed to include the dissenting Taliban in its ranks.

The former Afghan king is mostly banking on the support of Afghan diaspora living in the western countries. It was with the support of this educated class of Afghans living abroad that the Afghan king pursued to convene a Loya Jirga (Grand Assembly). The Rome process (of King Zahir Shah) as it was called, was never successful in mustering enough support for convening Loya Jirga. The proposal of Loya Jirga was outright rejected by Taliban, and even Northern Alliance never expressed much support for it.

Officials said Pakistan is still supportive of the Zahir Shah option as the former Afghan king could play the role of figurehead in the post-Taliban Afghanistan. Pakistani officials are now talking about the inclusion of moderate Taliban in the future political set-up of Afghanistan or as some of them have put it "giving the Pukhtoons representation in the future political set-up according to their proportion in Afghan population."


Afghanistan division to have serious implications

The Nation
By Waseem Abbasi
11/12/01

ISLAMABAD – Pakistan Tehrik-e-Insaf Chairman Imran Khan has warned that division of Afghanistan on ethnic lines would have serious implications for the stability of Pakistan. Addressing a Press conference, here on Sunday after the conclusion of a two-day PTI Steering Committee meeting be expressed his grave concern over the reports about division of Afghanistan on ethnic lines after the fall of Mazar-e-Sharif. “The political fallout of any effort to create a ‘United States of Afghanistan’ could lead to a full-fledged civil war in Afghanistan with serious implications for Pakistan, particularly on the two border provinces of NWFP and Balochistan,” he said adding that Afghanistan’s integrity and sovereignty is vital for regional peace and stability. The resolution adopted at Steering Committee meeting has demanded an immediate end to military action in Afghanistan and commencement of a political and diplomatic initiative to peacefully resolve the crisis.The war torn Afghan nation desperately needs peace and not more war. “The indiscriminate bombing including the use of cluster and daisy cutter bombs, which have resulted in the killing of innocent civilians, cannot be justified under any pretext,” the resolution said. The meeting has termed the attack on innocent Afghans as unethical, unjustified and illegal. “Although not a single Afghan was involved in September 11 attacks but the entire nation is being punished for a crime, they did not commit”, the resolution added.

The resolution asked the international community to take immediate note of the reported massacre of innocent civilians by Northern Alliance troops after capturing Mazar-e-Sharif. By arming the Northern Alliance, the US has encouraged forces, which were responsible for clan warfare and grave human rights violation during their reign. The resolution called on the government to immediately start serious and purposeful dialogue with all political forces of the country to review the implications of continuing conflict in Afghanistan and Pakistan’s policy to deal with the crisis. Responding to a question Imran Khan ruled out the possibility that PPP’s Chairperson, Benazir Bhutto would return back to the country as her corruption case is too strong. He deplored that Benazir was issuing statements to please American lords without caring the national interests. Answering another question, Imran Khan said that there is no need for national government in the country especially when the election schedule has been announced by the military government. He said the next elections would be landmark in the history and the people would choose the correct representative as the September 11 events have politicised the public. Imran khan lauded the speech of President Musharraf in UN and said that the President has presented the case in a good manner.


President sees Taliban ouster soon

The Nation
11/12/01

WASHINGTON— The Taliban are likely to be ousted from power in Afghanistan before the winter, Pakistani President Pervez Musharraf said Sunday, pointing to the ‘visible’ successes of the US bombings in retaliation for the September 11 attacks. Musharraf said he was ‘very confident with the way the operations are going,’ noting that ‘individuals with such primitive methods of force available to them cannot last very long.’ The capture of the pivotal northern city of Mazar-i-Sharif by opposition Northern Alliance forces has ‘big military and political implications,’ Musharraf told NBC’s ‘Meet the Press.’ The war has now ‘turned the corner, ... its successes are visible,’ he said He said he is ‘not at all worried’ that he or his government may be in danger because of his support for the US-led campaign against terrorism, which has triggered sometimes violent protests in his homeland. ‘The vast majority of Pakistanis are behind me. I’m very confident.’ Musharraf, a general who took power in a military coup in October 1999, also said his army is firmly behind him, despite recent shake-ups in command among top generals. ‘Everyone follows the chief. This is a very disciplined army that we have,’ he said. Musharraf said he does not believe a claim by Osama bin Laden that he possesses nuclear weapons, though he said it is ‘a possibility’ that the suspected terrorist mastermind could have chemical weapons. ‘I don’t believe him. I can’t even imagine that he can have nuclear weapons. Chemical is a possibility because it’s easy to fabricate and easy to possess,’ he said. But he said that in the unlikely event that bin Laden did have weapons of mass destruction, and used them, the United States should not respond with its own nuclear arsenal. ‘I think it would be more terrible if we responded in kind,’ he said. Musharraf has expressed concerns about pressing ahead with the military campaign in Afghanistan during the holy month of Ramazan, which begins this week.

He said Sunday that his concerns are not based on religious considerations but centre around how that might be perceived in the Muslim world ‘I just said the sensitivities of the Muslims should be taken into account. It’s not in our religion that no fighting should take place in Ramazan, but I just said that it will give a cause to religious extremists who are protesting all over the world,’ he said. Musharraf’s expression of confidence in his government’s stability was echoed Sunday by Secretary of State Colin Powell. ‘I think he is securely in place. He has the support of his key people. He seems to have a plan as to how to deal with some of the disturbances he has seen in the society. And I think as we see more success on the battlefield, and as the fighting changes and perhaps goes down, it will be easier for him to control that,’ Powell said on Meet The Press. Despite the recent cooperation on the anti-terrorism effort, one major bone of contention between the United States and Pakistan remains — the fate of some F-16s that Pakistan purchased but never received because of sanctions imposed by the United States after Pakistan tested nuclear weapons. Musharraf has raised the issue with both President Bush and Powell in private discussions that the Secretary of State described Sunday as ‘candid.’ ‘There are no plans now to transfer those planes to Pakistan,’ Powell said. Musharraf warned that refusal to hand over the planes will have a detrimental effect on Pakistani public opinion. ‘This is one issue which is held very much against the United States [in Pakistan],’ he said. ‘It will be received negatively. Spokesman for President Pervez Musharraf, Maj. Gen. Rashid Qureshi told a news briefing after the Bush-Musharraf summit that while both sides discussed bilateral defence cooperation in a broader context, the specific issue of F-16s was not raised. He agreed with a questioner that the matter was clinched after Pakistan accepted return of the money it paid for the F-16 planes whose delivery was blocked under the Pressler Amendment.

Pakistan to remain part of war against terrorism Humayun Akhtar adds: Shortly after arriving in New York President Gen. Pervez Musharraf was interviewed by Ted Koppel and The Washington Post. President Musharraf asserted that he has his agitated country under complete control. Musharraf, spoke to Washington Post-Newsweek’s Lally Weymouth. Excerpts of his interview are as follows:

What do you hope to achieve during your visit? To develop a consensus on understanding terrorism, to talk about the operation in Afghanistan and to speak about Pakistan’s national interest.

What are you hoping to get from the US? Economic assistance is the main aim.

You certainly made a big decision in allying with the US, didn’t you? It was a big decision, based on principle. Now that we are part of the coalition, the people of Pakistan expect that our concerns will be addressed. . .

How do you see the war going so far? I would not call it a war. . . . It is an action or an operation against terrorists and their supporters. But the media is projecting it as if it were a war against the poor people of Afghanistan.

Now Mazar-i-Sharif has fallen to the Northern Alliance. What is the significance of this? It has military significance because there are two airfields near this town that can be used for air operations inside Afghanistan. The political implications are that it will weaken Taliban.

How would you feel if the Northern Alliance were to move on to Kabul? I believe that Kabul should be maintained as a demilitarized city. In the past, there were atrocities and infighting among the various ethnic groups. To prevent this, no one should enter Kabul.

Would it start a civil war if the Northern Alliance takes Kabul? Yes, certainly. The problem is there are different ethnic groups — the Uzbeks, the Hazaras, the Tajiks and the Pashtuns. The taking of Kabul by the minority groups — the Northern Alliance is composed of minority groups — will be fiercely opposed by the Pashtuns and will lead to anarchy. So what is the political future of Afghanistan? Some talk about a broad-based coalition. Others speak of a role for the former king of Afghanistan, Zahir Shah. He enjoys some respect in certain areas. Maybe he is the only personality that has acceptability across Afghanistan. Therefore, he does have a role to play in a future political settlement. One can lay down certain barometers: The unity and stability of Afghanistan ought to be ensured. A broad-based multi-ethnic government that takes into consideration the country’s demographic composition should be created. No solution should be imposed on Afghans. A political solution should be homegrown and friendly to Afghanistan’s neighbours. Can you change Taliban by an air campaign, or are ground troops necessary? I don’t think bringing in ground troops would be wise. Special operations is the maximum that one should go to. Are there good Taliban and bad Taliban, or must all Taliban go? The moderate Taliban are willing to bring about change. They should be accepted in a future coalition.

What do you say to the charge that your intelligence service, the ISI, created the Taliban? No. The Taliban are homegrown. After the Soviets left, the ethnic groups were fighting, and gave rise to Taliban. They are not a creation of Pakistan at all.

Wasn’t there sympathy in your military for them? Not at all. We had diplomatic relations with the Taliban for a reason: They represented the Pashtun community and controlled 90 per cent of Afghanistan. There are Pashtuns on our side of the border. There was no alternative but to have diplomatic relations. It was not wrong then or now.

Did you fire the head of your intelligence service [Gen. Mahmud Ahmad] because he was sympathetic to Taliban? His removal was a routine matter of promotions. We had no difference of opinion at all.

Why have you called for a pause in the bombing of Afghanistan during the holy period of Ramazan? Won’t it just give Osama bin Laden time to regroup? There may be some military negatives, but there are political positives. It is important to consider the sensitivities of the Muslims during this period. There has been much discussion about the control of Pakistan’s nuclear weapons, and reports that Pakistan is thinking of putting its nuclear weapons in China. This is ridiculous. I don’t think China would allow this, nor are we interested in taking our strategic assets to another country.

Are you satisfied with the controls you have? I have no doubt that our strategic assets will not fall into the wrong hands. Do you see any solution to Kashmir problem? In fighting terrorism around the globe, one needs to examine the causes that lead to extremism. The main cause lies in disputes and conflicts like Kashmir. Therefore, one hopes that India realises the situation, comes forward and tries to start the process of dialogue on Kashmir problem.

So are you saying that when you look at terrorism, you have to think about what causes people to become terrorists? And that one of the many causes is Kashmir? As far as Kashmir is concerned, there is a freedom struggle going on. There is a United Nations Security Council resolution on Kashmir. When we talk of defining terrorism, is it the people who are asking for implementation of the Security Council resolution that are the terrorists, or is it the state which is refusing to implement it? In my own humble opinion, it is India which is causing state terrorism in Kashmir.

Reportedly, terrorists trained in Afghanistan camps have entered Kashmir by crossing Pakistan. That’s the Indian view, but it’s not the case at all. Have you thought of when, and how, you are going to move back to democracy? We are going to have elections in October 2002 — provincial, local and national. When you said returning to democracy, I beg to differ. There was no democracy in Pakistan. We will introduce democracy.

Won’t you run for President? I will remain the president. We have to see to the legalities of it.

Do you think the US objective is getting rid of Taliban, or is it capturing bin Laden? Both ought to be. . . . Catching bin Laden is a matter of having the correct intelligence. If that is available, it can be done in a day.

Do we have the correct intelligence? At the moment, no. What about the recent arrests of the Pakistanis who worked in your nuclear programme and later were in Afghanistan?

Did they give bin Laden nuclear know-how? These were retired scientists involved in NGO activity with Afghanistan. I can’t imagine how it is possible to fabricate a nuclear device in a war-ravaged and devastated country like Afghanistan or by Osama bin Laden sitting in caves. A nuclear device needs a trigger mechanism, it needs a delivery system. Are you worried about opposition in your country? It’s dying out. Otherwise, I wouldn’t be sitting here.

Interview with Ted Koppel: “Military is behind me”, firmly told President Musharraf, on Friday night, when interviewed by the renowned anchorman, Ted Koppel, on “Night Live’, nationally televised programme. President Musharraf’s coming to US at this period of time amazes Americans, because of the demonstrations taking place back home. But this also shows his confidence and that business is as usual; he has no fear of any trouble, while he is abroad. Introducing President Musharraf Ted Koppel said : Pakistan President Pervez Musharraf has been a crucial ally for the Bush administration in its military campaign against the Taliban, but he’s walking a political tightrope at home as protests continue. The following is a transcript of Ted Koppel’s interview President Musharraf:

Mr. Koppel: Mr. President, thank you very much for agreeing to do this interview. President Musharraf: Thank you.

Koppel: I am very sorry to hear that four demonstrators – at least four – were killed in your country today. How bad were the demonstrations, and how seriously do you take them?

Musharraf: Well, I did speak to Pakistan. The demonstrations were very small all over the country. And this is one of the most remote areas near Darashmahan (ph) that some students from an extremist madrassa, being run by one of the extremist religious parties, they came out. Otherwise, in the rest of the country, there were hardly any sizable demonstrations.

Koppel: How nervous were you about leaving? I mean, sometimes, as they say, when the cat’s away, the mice will play. Are you concerned about some of your opponents taking advantage of your absence?

Musharraf: If I was concerned, I wouldn’t be out. It’s too serious an issue. I wouldn’t have come out at all. I wasn’t concerned. I know everything is all right. The military is behind me, and political situation is absolutely all right.

Koppel: I was told – and I have no way of knowing whether this is true, but you would – that, in anticipation of being out of the country, you took particular precautions with regard to your nuclear installations and your nuclear weapons. Is that true?

Musharraf: No, I didn’t take any particular precautions. The precautions are in place. We have very strong custodial controls, and a command and control system which is very effective. I didn’t issue any special orders as such.

Koppel: Can you say, are the nuclear weapons ready to go as they are, or are they, as I have heard, in different parts, have to be assembled first?

Musharraf: Yes, you are right. They are not mated (inaudible). And there is geographical – they are geographically apart. They cannot be – they are not ready to be fired. So really, it’s not the concept that NATO has been having (inaudible) United States system, where your finger has to be on a button and then finally can be pushed. That’s not the condition there.

Koppel: So, when it comes to giving assurances to the world at large that they are not likely to fall into unfriendly hands, on a confidence rating of one to 100, with 100 being perfect, would you like to pick a number?

Musharraf: I would certainly give it over 90. I am very sure of it, although I know there are apprehensions around the world. But I’m extremely sure of nothing of the sort. They are in very secure hands.

Koppel: We’ve been watching your progress with interest as you’ve made your way to Iran and to Paris and to London. Early on you seemed to be saying, in rather firm terms, that you really did not want this war to continue, the bombing to continue through the holy month of Ramazan. As you have come closer to New York, you seem to have softened that position a little bit. Where does it stand this evening?

Musharraf: Well, I have always been saying that preferably the operation had to be short, and it would have been much desirable that the operation terminated before Ramazan. But then I’ve been saying that strategic objectives have to be achieved. One understands that. But then I’m very conscious that sensitivities of the month of Ramazan must be considered.

Koppel: When you speak about those sensitivities, again, shortly after you left Pakistan, you warned about the consequences throughout the Muslim world if, indeed, the bombing campaign continues throughout Ramazan. What precisely are you worried about? What do you think will happen?

Musharraf: Well, I can’t be very positive about it, but I said that it will have negative effects on the Muslim world. Now, I don’t think it’s going to be such that to take it overseriously, but it will have a negative effect.

Koppel: Where are your concerns most focused? Musharraf: Well, I haven’t really thought of it. I think in the entire Muslim world, probably. Koppel: Is it really that much of an issue? I mean, as the entire Muslim world looks at it – and Pakistan, of course, is a terribly important part of that Muslim world – is there no understanding of the enormous loss that the United States and 80 other countries experienced on September 11? I mean, I surely understand the concern over civilian and unintended casualties in Afghanistan, but to this date, those have not been intentional, and the number has been relatively small. Why is the Islamic world so focused on what is happening in Afghanistan and giving so little attention to what happened here in New York on September 11th?

Musharraf: No, I would differ with this assessment. I don’t think – in Pakistan; I can talk of Pakistan. Every Pakistani condemned the terrorist act of 11 September in absolutely unequivocal terms. That is very sure. And even now, if you ask a Pakistani, he will condemn whatever happened – the terrorist act of 11 September. So nobody wasn’t ever (inaudible). But then, when the bombing started and with all the images of casualties to civilians, it’s not having an effect only in Pakistan or the Muslim world, but the entire world, I would say. Unfortunately, I agree with you that an operation which is focused against terrorists, their supporters, and their abettors, on the television all around, it’s being – it has got a projection as if this is a war against Afghanistan, against the poor and innocent people of Afghanistan. That’s the unfortunate part. So it is having an effect that way of people being against the bombing of Afghanistan is increasing all around the world, I would say. But that doesn’t mean that they are not conscious of the tragedy of 11 September.

Koppel: But in your view, it does mean that the bombing campaign has to have a finite duration, that in your view it would have to end, what, in a matter of weeks, in a matter of months?

Musharraf: A military operation has to achieve its objectives. I mean, you can’t leave an operation halfway. So, therefore, then you are talking of achievement of objectives, one can’t rely, later on, any definite time-frame for that. The effects are more important than time. …

Koppel: Mr. President, you were talking about the objectives, that it is necessary to achieve the objectives of this war. I wonder if you could define those objectives. In your mind, what are they?

Musharraf: Well, in military terms, in any conflict, you start with identifying the central gravity of an opposing force – of your opposite force. And when you have identified that central gravity correctly, you fix your strategic objectives to achieve that central gravity. And that central gravity, obviously, has to be the achievement of which leads to the collapse of the opposite force.

Koppel: In classical military terms ...

Musharraf: Yes.

Koppel: ... that’s very simple. In this particular instance, it’s more complicated. So, please ...

Musharraf: Well, now, here the strategic objectives are really personalities, people, and not any equipment, not any industrial base or anything – not any weapon system. It’s individuals. It’s personalities. And when you are talking of terrorists, you are talking of Osama bin Laden and his associates and their abettors, you are talking of the government, the Taliban government. So one has to feel which one of these really is the central gravity, and that is where – what I see the strategic objectives.

Koppel: In your view, President Musharraf, are you sufficiently satisfied that you can say to your colleagues in the Muslim world, “I have seen adequate proof” – because they keep asking. They keep saying, “Where is the proof that it was Osama bin Laden? Where is the proof that the Taliban is somehow responsible for what happened on September 11?” Are you satisfied? Have you seen the proof?

Musharraf: Yes, we were shown proof, and there were – we saw that there were linkages leading to Osama bin Laden. Koppel: Definitive? Musharraf: Fairly definitive. But we didn’t go in to do analysis of all this, and we didn’t like to sit in judgment on this, on the evidence. Therefore, since a lot of circumstantial evidence was leading to that, and the proof that was shown to us was leading – having linkages with them.

Koppel: But do you agree that this is one of the issues that seems to be upsetting people in the Muslim world, that they say, “Where is the proof? We have not seen the proof.” You are one of the few people who has and who, perhaps, could speak with some authority to the rest of the Muslim world. As I hear you speak, you’re telling me the proof you have seen is not definitive.

Musharraf: Well, it is – it is. I said we haven’t analyzed it judicially, or we haven’t been that analytical about it. We were shown proof, and we thought that it is adequate, the evidence is leading to a linkage with Osama bin Laden.

Koppel: As you look now at the goals, the strategic objectives, you have said in this particular instance they clearly center on personalities rather than, let’s say, territory, for example. In your view, if bin Laden is either captured or killed, if the Taliban government is effectively overthrown and replaced, is the war over?

Musharraf: I certainly presume so.

Koppel: Well, you presume so. You’ve certainly heard President Bush say that it would not be over, in his view, that those who have given safe harbour to terrorists in countries around the world will continue to be targets. So when you say, in your view, it would be over, if those goals were achieved, Pakistan is out of the war?

Musharraf: Well, no. We are not – I think (inaudible) we are mixing two things up. I am talking of the operation in Afghanistan. Maybe what President Bush is saying and what you are inferring is the war against terrorism.

Koppel: Precisely.

Musharraf: The war against terrorism is certainly not over. It’ll continue for years to come, and we are a part of it.

Koppel: And what will Pakistan’s role be?

Musharraf: We will remain a part of the war against terrorism anywhere in the world, because we are a victim of terrorism within Pakistan, and I’m trying to resolve that issue also.

Koppel: What is it that you’re most concerned about as you sit down – and I don’t expect you, obviously, to tell me what your conversations with President Bush will be. But as you sit down with President Bush, what are you most concerned about in terms of the ability to wage this war effectively?

Musharraf: Ability of the coalition, you’re talking of, or are you talking of Pakistan?

Koppel: Well, I’m talking, obviously, as – in speaking to the president of Pakistan, I’d be interested, first of all, in hearing your concerns about your ability.

Musharraf: Well, certainly I would like to talk to him on the issue of terrorism in general, and the operation in Afghanistan in particular, and – in all its perspectives – the military and political and rehabilitation perspective. And then I would like to very surely get involved in our national interests - Pakistan’s national interests, domestic interests. And that is the area of focus that I would like to really keep.

Koppel: Economic, political, military, vis-à-vis India, all of those things?

Musharraf: Economic is the base (ph).

Koppel: Where do things stand at the moment in terms of the restructuring of Pakistan’s debt?

Musharraf: We have got a lot of promises, but the substance has yet to come.

Koppel: And the lifting of the embargo, the lifting of the sanctions?

Musharraf: Embargoes and sanctions have been lifted. But on the lifting of sanctions, also, I would like to talk to the president, that the waiver has been given to the president, and I would suggest to him that this arrangement should be long-term.

Koppel: Is there any particular message that you would like to convey to the American people now that you are here, in what is really – you know, six months ago you would not have been welcomed with the same open arms that you’re greeted with today. Is there anything you would like to convey to the American public?

Musharraf: Well, I would like to convey to them that I come to United States with a resolve and with a conviction to fight terrorism with them all around the world. And I would also like to convey to them my condemnation – my strong condemnation – on the act of terrorism on 11th of September, for which I’m going to visit to ground zero and express it openly. So Pakistan will be together with the United States and the coalition to fight terrorism around the world.

Koppel: President Musharraf, very gracious of you to take the time. Thank you very much, sir.

Musharraf: Thank you very much.


Soviet-made jets still intact, claims Taliban

The News:Jang
By Naveed Ahmad
11/12/01

ISLAMABAD: Despite hi-tech intelligence, precision bombing and an army of ground spies, the coalition forces could neither damage Taliban arms depots nor create any differences among its ranks, said a militia commander while speaking to The News.

The Taliban commander, requesting anonymity, said despite heavy air raids, eight Soviet-made jet fighters are still intact at 'safe locations'. "They cannot be used as no runway is in operational condition." "As part of military strategy, the Taliban started making dummy targets, depots and similar semi-exposed bunkers to divert the enemy's attention," said the Taliban leader.

"For example, the coalition bombing on Kabul's presidential palace could only damage two empty beds and three roadside poles," he said, satirically admiring the precision of the bombing. The intelligence information shared with the Americans by their allies has led to the destruction of Russian weapons dumps, some of which were not even known to Taliban, said the military commander. He also claimed that Taliban suffered minor manpower loss, as "most of the targets bombed by the American were empty". On the contrary, more civilians have died than the Taliban soldiers in this 'targeted war', said the Afghan commander. "Thank God, the continuous bombing failed to claim the life of even a single key Taliban leader," said the military leader.

He said in a couple of days, the pictures of the debris of American helicopters and jets would be made public through various sources. "A good number of American bullet-proof jackets and scrap would be available in market for sale as souvenirs," said the Taliban leader. To a question about Osama bin Laden, he confidently said: "He is safe. American dreams of capturing or killing him would never materialise." The Taliban commander, who has been associated with the militia since its very outset, said Osama changes his locations very frequently.

About manpower support from Pakistan, he said Taliban do not have any dearth of soldiers and volunteers. "They have enough trained people to fight. They are united and desperate for the ground war to start," he explained, adding most of the Pakistanis have been sent back with their weapons. Besides 50,000 Taliban army, "we have Malaysians, Bengalis, Arabs, Chechens, Filipinos, Chinese, Africans and Pakistanis siding with Taliban on voluntary grounds," noted the commander. The Taliban leader said there are some 1,000 to 1,500 Pakistanis as well as Arabs, while about 3,000 Chechens led by Juma Khan.

To another question about UN's allegation of 'forced conscriptions', he said, "We do not to force anybody to fight for us when we are already sending volunteers back to their homes. It is a shame that the UN is airing such white lies." About the fall of Mazar-i-Sharif, he observed: "This victory will prove a deception for them. This is a strategic withdrawal. However, the reports of Taliban defections are untrue."


Dud Afghani rocks currency market

The News: Jang
By Ibrahim Khan
11/12/01

KARACHI: The dud Afghani has rocked the currency market in Karachi, foreign exchange dealers said, adding the new phenomenon is likely to boost the rupee and drag down the dollar in the kerb in the near future. "The counterfeit Afghani currency, which surfaced in the open currency market in Karachi last week has rocked the kerb market," one dealer at the foreign currencies' open market opposite Boulton Market said on Sunday. He could not explain the sudden appearance of the dud Afghani, which hammered down the value of the Afghani to Rs 180 from Rs 250 for 100,000 Afghanis, but said it was a blessing in disguise for the rupee, which had gained tremendously compared to the Afghani and the dollar.

At least three high officials of the State Bank of Pakistan, who were asked to comment on the most encouraging firming up of the rupee that is also lowering the value of the dollar in the open and the inter-bank markets, said the rupee was gaining because of inflows of the greenback from abroad. "The rupee has gained tremendously because of higher inflows of the dollar from abroad," one highly placed official of the central bank told The News without pinpointing the country from where the dollar is pouring into Pakistan.

The recent gains of the rupee were the biggest since January 7, 1982 when the rupee was de-linked from the dollar and floated against a basket of trade-related currencies. The SBP fixed the value of the rupee at 9.90 against the dollar after the de-linking on January 7, 1982. The rupee traded at more than Rs 67 against the dollar in early September.

Without answering in clear words, one high official of the SBP spilled the beans and said: "Some people have curtailed the purchase of the Afghani and they are now buying the rupee against the dollar." The Afghani was gradually gaining since October 7 when the US-led coalition opened one of its most rapacious and ferocious blitz on Afghanistan in the name of "war against terror" that triggered purchasing by Afghan warlords, hiring Jihadis and mercenaries to fight with old guns from the ground the thundering warplanes, raining down powerful bombs from the sky over the land-locked Afghanistan, said one bearded moneychanger trembling with rage, while offering his unsolicited comments. The Afghani rose to Rs 200 per 100,000 Afghani on November 4 from Rs 150 before October 7 and Rs 125 before September 30, the dealer said.

One currency trader said the Afghani got a boost, following the publication of a report in The News about strengthening of the currency and within four days the dud notes in millions surfaced and rocked the market that pulled down its value and now it was being sold at Rs 180 for 100,000 Afghani. "God knows who has printed the 'Jaali' notes," said the trader, adding: "The fear and cumbersome procedure to check the notes has forced the warlords to buy 'the trusted' rupee instead of the suspected Afghani."

"When the dollar could be printed in the Far East, it is also possible to print the Afghani in this hi-tech computer world," the trader replied tauntingly, while deriding the question. With a vociferous voice, the trader boldly said: "Most the dollars are coming from Afghanistan." His claim could not be ascertained on the spot, but Dr Ishrat Hussain, Governor, SBP, told businessmen early this month that some $25 to 30 million is coming into Pakistan from abroad.

The matter did not end here, he said and added: "The rupee is likely to firm up further." In the kerb, the rupee closed at (buying/selling) Rs 60.00/60.20 against the dollar amid overflowing of the dollar in Karachi on Saturday, compared to 61.45/61.55 on last Saturday (November 4), which was a tremendous gain, following the publication of the news about demand for the Afghani. In the inter-bank market, the rupee closed at Rs 61.07/61.12 against the dollar on Saturday as, according to banking sources, the dollars were legally remitted through banks abroad.


Anti-militia faction opens office in Peshawar

The Nation
By Our Monitoring Desk
11/12/01

Anti-Taliban faction, Shoora-e-Mashriqi, has opened its office in Peshawar as part of efforts to unite political, religious and other Afghan leaders against the Taliban after permission by the government, the BBC learnt through reliable sources on Sunday. The Shoora will use this office to try to bring anti-Taliban commanders and political as well as religious leaders at one platform, the sources said. The sources said the former Afghan commander Haji Zaman, who was expelled from Pakistan in September 1997 and had taken refuge in France, has done this. They said the Shoora can take a decisive action against the Taliban by uniting all the leaders by using this office. The Shoora comprises of anti-Taliban leaders from four provinces including Kunar and Nangarhar. The BBC said this move by the government shows that the former Afghan commanders are now being given importance in place of the Taliban. The Shoora has opened its office in University Town area of Peshawar and security there has been beefed up. Before this move, the government had closed down the Taliban consulate in Karachi and barred Taliban Ambassador Mulla Abdus Salam Zaeef from holding Press conferences.

 

Taliban geben Kabul auf

13.11 .2001 Spiegel

Die afghanische Nordallianz kann weitere Erfolge vermelden. Einzelne Kämpfer der Allianz sollen in der Nacht bereits in Kabul eingerückt sein. Die Taliban-Milizen befinden sich auf dem Rückzug.

Nordallianz-Kämpfer/ Flagge CENTER/KLEIN

Islamabad/Washington - In der Nacht hatten die Taliban Augenzeugenberichten zufolge die afghanische Hauptstadt geräumt. Nach Einbruch der Dunkelheit waren am Montagabend Panzer, Truppentransporter und andere Fahrzeuge der Taliban beim Verlassen Kabuls gesehen worden. Sie seien in Richtung der Taliban-Hochburg Kandahar gefahren, berichteten Beobachter. Ein Reuters-Korrespondent sagte, die Büros der Taliban seien verlassen und zum Teil geplündert worden. Anwohner berichteten, aus den Gefängnissen der Stadt seien Häftlinge ausgebrochen.

"Nieder mit den Taliban

. "Wir haben Kabul eingenommen", rief ein Kämpfer der Nordallianz Medienberichten zufolge triumphierend auf einer Straße im Stadtzentrum. Die Nordallianz soll nach eigenen Angaben die wichtigsten Regierungsgebäude besetzt haben. Dies konnte zunächst nicht bestätigt werden.

Die Fahrzeuge der Nordallianz waren mit Fotos ihres vor zwei Monaten bei einem Selbstmordanschlag getöteten Anführers, Ahmad Schah Masud, geschmückt. Die Taliban würden in Richtung Westen getrieben, sagte ein anderer Kämpfer. "Nieder mit den Taliban" und "Willkommen Nordallianz", riefen einige Einwohner. Vereinzelt waren Schüsse zu hören.

Bereits am Montag hatte die Nordallianz die Frontlinien der Taliban vor Kabul durchbrochen. Unterstützt wurde sie durch Artilleriefeuer und Luftangriffe der USA.

"Alles im Fluss

Von der Regierung in Washington gab es zunächst keine Reaktion. Ein hoher Beamter des Weißen Hauses wurde im Fernsehen lediglich mit den Worten zitiert: "Alles ist im Fluss." Die USA hatten die Allianz aufgefordert, nicht in Kabul einzurücken, bevor eine Übergangsregierung eingesetzt ist, die alle Volksgruppen repräsentiert.

In der Nordallianz ist das Mehrheitsvolk der Paschtunen kaum vertreten. Als die heute in der Allianz vereinigten Gruppen Anfang der neunziger Jahre im Land regierten, gingen sie brutal gegen die Paschtunen vor. Die überwiegend von Tadschiken und Usbeken gebildete Nordallianz stößt daher bei einem Großteil der Bevölkerung der Paschtunen in Kabul auf Ablehnung.


Fischer fordert "offene Stadt"

Bundesaußenminister Joschka Fischer hatte am Montagabend am Rande der Uno-Generaldebatte in New York mit Generalsekretär Kofi Annan über die Lage in der afghanischen Hauptstadt. Annan wolle versuchen, mit den verschiedenen Bevölkerungsgruppen einen Konsens über Kabul herzustellen, verlautete aus Delegationskreisen. Annan und Fischer hätten betont, dass Kabul eine "offene Stadt" bleiben müsse, hieß es. Die Sicherheit und die Versorgung der Bewohner müssten gewährleistet sein.


Nordallianz vertreibt Taliban aus Kabul
Trotz der Warnungen der USA sind Einheiten der Nordallianz in Kabul einmarschiert. Die Taliban gaben die Hauptstadt kampflos auf


13.11 .2001 Welt
Oppositionelle Truppen auf dem Vormarsch nach Kabul
Kabul – Eine rund 60 Mann starke Einheit der Nordallianz drang am Morgen widerstandslos mit Geländefahrzeugen nach Kabul ein. Sie waren mit Kalaschnikow-Gewehren und Raketenwerfern bewaffnet, eine Gruppe von Kämpfern führte vier Kämpfer der regierenden Taliban ab. Die Kämpfer der Nordallianz wurden von den Menschen in Kabul mit Rufen wie „Allah ist groß“ empfangen.
„Die Taliban sind endlich weg“, rief ein Bewohner aus dem Norden der Stadt. Die Männer in den Straßen nahmen zum Zeichen ihrer Ehrerbietung ihre Turbane ab. Es ist der größte militärische Erfolg der oppositionellen Truppen seit Beginn des US-Militäreinsatzes in Afghanistan.

Offenbar erste Plünderungen

Nach dem Einmarsch der Nordallianz hielt sich der Großteil der Oppositionstruppen weiterhin außerhalb der afghanischen Hauptstadt auf. Der erste Vormarsch in die Stadt habe dazu gedient, den letzten Widerstand der Taliban zu brechen und Plünderungen zu verhindern, sagte Nordallianz-Kommandeur Gul Haider. Bislang hätten seine Kämpfer nicht die Erlaubnis, in die Hauptstadt einzurücken. Ein Reporter der britischen BBC berichtete jedoch, es sei zu ersten Plünderungen gekommen.

USA haben keine Kontrolle über die Nordallianz

Die USA hatten sich entschieden gegen eine Besetzung Kabuls durch die Nordallianz ausgesprochen, um die politische Zukunft Afghanistans nicht zu gefährden. Die US-Regierung wollte noch keine eindeutige Stellung zu dem militärischen Erfolg der Nordallianz nehmen.

Ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums sagte, US-Armee und Nordallianz koordinierten ihre Aktionen nicht so eng wie es scheine. Zuvor hatte ein Pentagon-Sprecher eingeräumt, die USA hätten „keinerlei Kontrolle“ über die Nordallianz. Die bewaffnete Opposition hatte in den vergangenen Tagen unter dem Schutz von US-Luftangriffen weit reichende Geländegewinne im Norden des Landes erzielt.

UN-Generalsekretär Kofi forderte rasche politische Gespräche zur Einrichtung einer Taliban-Nachfolgeregierung, um mit den raschen militärischen Entwicklungen Schritt zu halten. Die pakistanische Regierung rief dazu auf, „ein Blutbad“ in Kabul zu verhindern. Pakistan lehnt die alleinige Kontrolle Kabuls durch die Nordallianz strikt ab.


Fischer fordert in Afghanistan zentrale Rolle von UN und Europa

13.11 .2001 Netzeitung

Den Vereinten Nationen steht die größte Aufgabe in ihrer Geschichte bevor, mein Außenminister Fischer. UN und EU sollen nach dem Sturz der Taliban beim Wiederaufbau helfen.

Bundesaußenminister Joschka Fischer (Grüne) hat gefordert, dass die Vereinten Nationen nach dem Sturz der Taliban in Afghanistan eine führende Rolle beim Wiederaufbau übernehmen Die Europäische Union und die UN sollten sich gemeinsam, um eine politische Lösung bemühen, sagte Fischer am Samstagabend (Ortszeit) in New York.
Auch bei anderen Regionalkonflikten – wie im Nahen Osten – sollten die UN langfristig mit Regionalstaaten und Hilfsorganisationen kooperieren, um eine Eskalation der Lage zu verhindern. Frühzeitige Lösungen müssten gefunden werden, bevor Staaten zusammenbrächen.

Deutschlad wolle sich dafür einsetzen, dass auch die EU eine maßgebliche Rolle spiele. Das Engagement beim Wiederaufbau in Afghanistan sei allerdings eine Aufgabe, die größer sei als alles, was die UN bisher bewältigen mussten.

Koalition gibt mehr Geld für Afghanistan frei

Mit zusätzlichen 160 Millionen Mark will die Bundesregierung den Wiederaufbau in Afghanistan finanzieren. Eine militärische Perspektive reiche nicht aus.

Aus dem Anti-Terror-Paket will die Bundesregierung weitere 160 Millionen Mark bereitstellen, um den Wiederaufbau in Afghanistan nach dem Ende des Krieges zu fördern. Das berichtet die «Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung». Das Paket umfasst insgesamt drei Milliarden Mark. Mehrere hundert Millionen Mark seien außerdem «in Reserve», so der Sprecher der Grünen-Fraktion, Oswald Metzger, gegenüber der Zeitung.


«Wir müsse neben der militärischen auch eine zivile Perspektive aufzeigen und eine politische Lösung setzen», erklärte Metzer.



Spielball der Eroberer
Herat gilt als Zentrum der persischen Kultur in Afghanistan / Von Wolfgang Günter Lerch

13.11 .2001 FAZ

FRANKFURT, Mit der aus Teheran gemeldeten Einnahme Herats ist es der Nordallianz gelungen, die zweite wichtige Großstadt nach Mazar-i-Scharif in der nördlichen, beziehungsweise nordwestlichen Region in ihre Hände zu bekommen. Die Taliban kontrollieren von den vier großen Zentren des Landes jetzt nur noch die Hauptstadt Kabul und Kandahar im Süden, das als ihre eigentliche Hochburg gilt. Dort begannen sie 1994 ihren Siegeszug nach Norden und Westen. Dort residiert auch ihr Führer, der "Kalif" und "Beherrscher der Gläubigen" des Islamischen Emirats Afghanistan, Mullah Omar, der sich neuerdings freilich mit dem bescheideneren Titel "Loi Mullah", großer Mullah, zu begnügen scheint.

Am 5. September 1995 hatten die Taliban die Stadt Herat, die etwa 150 000 Einwohner hat, dem Kriegsfürsten Ismail Khan entrissen, der nach Iran floh. Die Taliban hausten wie alle Eroberer zuvor in der langen Leidensgeschichte Herats, doch hatte die Stadt schon Mitte der achtziger Jahren großen Schaden genommen, als afghanische Regierungstruppen aus Kabul unter der russischen Besatzung im Kampf gegen die Mudschahedin Teile Herats, besonders der historischen Altstadt, in Schutt und Asche legten. Sie sprengten damals zahlreiche Häuser und suchten nach prominenten Kämpfern der Mudschahedin. Nicht alle Kulturzerstörungen sind also auf die Taliban zurückzuführen. In ihrer 2500 Jahre zurückreichenden Geschichte hat Herat viele Verheerungen erfahren müssen. Obschon die Taliban nach der Einnahme versuchten, sich als "Brüder" der stolzen Herater darzustellen, blieben sie doch immer verhaßt.

Herat liegt so nahe an der iranischen Grenze wie Mazar-i-Scharif an der usbekischen. Herat ist das vielleicht wichtigste Zentrum der Dari, also Persisch sprechenden Afghanen, die weit mehr als ein Drittel der Gesamtbevölkerung stellen. Mit dem Besitz Herats verfügt die Nordallianz jetzt wieder über eine direkte Anbindung an die Islamische Republik Iran, die die Nordallianz unterstützt. Die Taliban hängen einem archaisch interpretierten sunnitischen Islam wahhabitischer Prägung an und nennen die Schiiten in Afghanistan offen Häretiker oder gar "kafir", Ungläubige. Iran hingegen begreift sich als eine Art Schutzherr der Persisch Sprechenden und der Schiiten in Afghanistan, zu denen vor allem die mongolischen Hazara in Zentralafghanistan gehören. Aus Iran kam deshalb auch nicht von ungefähr die erste Meldung über den Fall der Stadt. Die mit zahlreichen historischen Bauwerken geschmückte Stadt ist in gewisser Weise der weltliche Zwilling von Maschhad, das jenseits der Grenze in der ostiranischen Provinz Chorassan liegt. Maschhad ist die Ruhestätte des achten Imams der Schiiten, Ali Reza, zu dessen Grabmoschee man pilgert, Herat hingegen gilt seit jeher als bedeutendes Zentrum islamisch-zentralasiatsischer Kunst und Kultur. Vor allem der persische Einfluß ist dort besonders wichtig. Als vor sechs Jahren die Taliban in Herat einrückten, erregten sich die Herater darüber, daß sie nicht einmal richtig Persisch sprechen konnten. Die Taliban sind hauptsächlich Paschtunen, ihre Sprache, das Paschtu, gehört zwar auch zum iranischen Zweig der indoeuropäischen Sprachfamilie, unterscheidet sich aber beträchtlich vom Persischen, das in der Region als Sprache der Dichtung und Bildung gilt. Die Herater halten sich auf ihr höfisches Persisch etwas zugute.

Herat war schon in der Antike bewohnt. Alexander der Große eroberte die Stadt. In zarathustrischen Quellen heißt es Haoyu. In islamischer Zeit stieg es zu einem Zentrum auf, das sich mit Buchara und Samarkand messen konnte. Die Seldschuken vertrieben die Ghaznawiden, es folgte die Dynastie von Ghor. Die Timuriden von Samarkand, eine Dynastie, die sich auf den Eroberer Timur (Tamerlan) bezog, machten Herat im 15. Jahrhundert gar zu ihrer Hauptstadt, bevor sie den Usbeken weichen mußten, die die Stadt 1506 für etliche Jahre eroberten. Die meisten Prachtbauten aus timuridischer Zeit sind allerdings zerstört. Bedeutende Dichter wie Maulana Abdalrahman Dschami, der letzte "Klassiker" der persischen Poesie, Mir Ali Schir Navai (oder Navoi) und andere sind mit dem Namen Herats verknüpft. Zu seiner Glanzzeit wurde Herat auch ein bedeutendes Zentrum persischer Buch- und Miniaturmalerei unter der Leitung des berühmten Meisters Behzad. Die Schule von Herat führte in safawidischer Zeit die persische Miniaturmalerei zu einem letzten Höhepunkt, bevor sie unter der nachfolgenden Qadscharen-Dynastie unter westlichen Einfluß geriet.

Der Aufstieg der Safawiden in Persien führte dazu, daß die Stadt lange zu deren Reich gehörte. Nach dem Verfall der Safawiden-Herrschaft eroberten die Afghanen Herat zurück, der Stamm der Ghilzai drang bis nach Isfahan vor. Unter Nadir Schah geriet Herat wieder unter persische Souveränität, bis Ahmad Schah Durrani sie abermals für die Paschtunen einnahm. Nach 1800 begann, parallel zum Verfall der regionalen islamischen Kultur, auch der Verfall Herats, doch blieb die Erinnerung an die große Zeit lebendig. Um 1800 hatte Herat noch etwa 100 000 Einwohner, doch der Glanz war dahin. Die Taliban werden sich jetzt auf ihre Hochburg Kandahar und den paschtunischen Süden des Landes zurückziehen, um dort - wie auch in Kabul - auszuharren. Unter den Bewohnern Herats hatten sie sich wegen ihres rigorosen Verhaltenskodexes schon früh unbeliebt gemacht. Da Pakistan die Nordallianz ablehnt, Iran sie aber unterstützt, verschärft sich nun der Gegensatz zwischen Teheran und Islamabad in dieser Frage weiter.


Afghan leaders coming to attend Millat Party moot

The Nation
11/12/01

LAHORE - Millat Party Chief Organiser Muhammad Ali Durrani has said that eminent Afghan leaders from all over the world are reaching Pakistan to participate in the proposed Pak-Afghan Solidarity conference to be organised by Millat Party at Islamabad on November 14. Among them are ex-Prime Minister of Afghanistan Gul Badin Hikmatyar Pakistani embassies have been contacted for visa and other documents. He said Mulla Abdulsalam Zaeef will represent Taliban, while the leaders of Northern Alliance and other groups are also reaching Islamabad to participate in the conference. Durrani who was accompanied by Brig (Retd) Mohammad Yousaf and other party leaders demanded of the government to immediately issue visas and relevant documents to the Afghan leaders based in other countries. He also urged the government to cooperate with Millat Party in holding the conference so that miseries of Afghan people may end and formula for peace could be evolved. Durrani said that prominent Afghan groups and jehadi organisations will be able to discuss the current situation at the conference. The joint delegation comprising prominent Pakistani and Afghan leaders will visit the neighbouring countries, call upon the authorities in the European Union and Secretary General United Nations to present their suggestions to end the Afghan crisis. Durrani said that Millat 'Party chief Farooq Leghari has sent invitations to Afghan leaders in which it was pointed out that Millat Party did not want any political benefit but seeks an end to the present crisis in Afghanistan. The party will resist any effort to divide Afghanistan, Durrani said and added that the people of Pakistan and Afghanistan are bonded in the eternal ties.

 

-----Original Message-----
From: Abrar [mailto:abrar@home.com]
Sent: Tuesday, November 06, 2001 10:45 AM
To: afghaniyat@yahoogroups.com
Subject: Durand Line

Brother Aryan,
I have read your letter adressed to "Hello All" and felt obliged to send a reply.
Why do you think land across Durand Line belong to you? Was the lease written by Pakistan and Afghanistan in 1893? If not, what Pakistan got to do with it? Why don't you take up the case with British Government and leave Pakistan alone?
 The Pakhtoons  of NWFP voted to stay with Pakistan in 1946 Refrendum and that decided the fate of your 1893 gimmack.
The parts of Afghanistan under Mughals were the parts of India and now the parts of Pakistan. Those parts should be handed over to Pakistan.
Afghans are refugees on the soil of Pakistan because they are Foreigners, though our Muslim brothers and sisters. Durand Line is the international border between Pakistan and Afghanistan and no one can undo it.
British, who signed the lease with you in 1893, accepted Durand Line as the international border between Pakistan and Afghanistan in 1947.
Just little we Pakhtoons of PAKISTAN wants Afghanistan to do:
1. Leave our country alone,
2. Give us back what parts were included in the Mughal Empire or we will take them by force,
3. We are Pakhtoons. We do not care for Afghans,
4. Don't lie and betray under the name of Islam,
5. Be happy with your own people and your own culture and do not steal from others,
6. Don't let money be your God. Stop taking money from India for propaganda gainst Pakistan from Radio Kabul for half a century.
I will not respects an Afghani until they stop meddling in my country.
Sincerely,
Abrar
Von : 
"Roshan Popal"
 
Antwort an : 
afghaniyat@yahoogroups.com
 
An : 
 
Betreff : 
RE: Durand Line
 
Datum : 
Tue, 6 Nov 2001 11:23:17 -0500
Von : 
"Roshan Popal"
 
Antwort an : 
afghaniyat@yahoogroups.com
 
An : 
 
Betreff : 
RE: Durand Line
 
Datum : 
Tue, 6 Nov 2001 11:23:17 -0500
 
 
That tells you a bit about your ignorance of history and culture.
 
1.  Leave our country alone ( Who is not leaving who alone?)
 
2.  Give us back parts (I think it's on the contrary, we should split up pakistan, take back what is ours and give punjab and the rest back to india)
 
3.  We are pakhtoons we don't care for afghans (This is the most ridiculous one I have ever heard, what does afghan mean? where did the name come from?  What is Pakhtoon?  You think pakistanis will accept you? Look how your cities are and look how the southern cities are..wake up my friend
 
4.  Don't lie and betray under the name of Islam (Again on the contrary, who took 80% of our aid that was going to mujhideen for themselves? it was the border pakistanis, they became millionaires.  Who invented Taleban?  Who will not leave us alone?  Pakistan knows very well, if they have a strong afghanistan, it's buy buy to their northern part of the country, because the NWFP belongs to afghanistan.
 
5.  Be happy with your people and culture and do not steal from others?  What is pakistani culture? tell me?  again, the southern part is indian culture, the northern part is pashtoon culture which is afghan culture...I really do not know where you are getting your ideas from.  Pakistan has only been in existence 50 yrs?  Afghanistan  has been in existance every since people could write, from bukhara, aryana, afghanistan, khorasan..shall I go on?
 
6.  Do not let money be your god!  Good god, who became filthy rich from the afghan war? not afghans, not my family..but most of the pakistanis, the other day Bay-sharaf (I mean Musharraf) said we will let afghans come to our country, but we want $100 per head gauranteed for soo many years.  You are a shame to all pakhtoons..really, they all do not think like you.  Pashtoons by history and nature are not money minded people, but hindus are, just like the jews, so you know what, even when the hindus became muslims, they were still the same culture.
 
You will not respect afghani?/ what? you mean Afghans?   Don't worry, we do not need your respect, we have enough respect.
 
Oh yeah and Islam?  It is "your" country that is supporting the strikes against muslims....It is your country that keeps pushing the supplying the Taleban.
 
Lastly, there's no such thing as "Pakhtoon", there's no such thing as pakhto, it's just lazy people who can't speak Pashto right, and call themselves Pashtoons, because they can not bother their lips.  So get off ur 2 legged donkey and get urself some education.
 
W'salamu alaiakum wa rahmatullah
 
 
Von : 
Orzala Sharif
 
Antwort an : 
afghaniyat@yahoogroups.com
 
An : 
afghaniyat@yahoogroups.com
 
Betreff : 
Re: Mr. Abrar
 
Datum : 
Wed, 7 Nov 2001 12:47:16 -0800 (PST)
 
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Mr. Abrar,
i suggest that before you make such pompous
accusations regarding Afghans, go and read some
history and you'll find your email, especially your
last six comments, in vain.  i will only respond to a
few points of yours to avoid a lengthy email.

it was Pakistan's government and ISI who installed
Gulbuddin Hekmatyar and recently the Taliban...both
major contributors to Afghanistan's atrocities.  these
are just phenomenon that is apparent at the surface to
everyone.  the tremendous amount of corruption that
exists in Pakistan's government and ISI is not
available to the naked eye.

you claim that we should leave your country alone.  in
fact it is Pakistan's government and ISI who's
unquenchable thirst thrives on the instability and
chaos in Afghanistan...EVEN NOW!  this shows lack of
humanity in the Pakistani government and ISI.  so we
urge your government to "leave our country alone".  i
feel sad for your apathetic view of Afghans because i
as an Afghan don't hold negative sentiment towards the
Pakistani people but rather their government and it's
policies. 

and just one final point.  we Afghans are a proud,
humble, generous, hospitable people who don't let
"money" stand as the pivotal point around which we
revolve.  the factions and filth that has and still
exists in Afghanistan for the past 23 years does not
represent the Afghan majority.  it's our neighboring
countries who injected this filth.  most of the
leaders who caused the civil war were imposed on
Afghanistan's people by the ISI and CIA.  none of
those leaders were chosen by the Afghan people.
rather, they were handpicked by the ISI and funded by
the CIA .  the Afghan patriots were not granted visas
to Pakistan to serve their country and those who
attempted to serve Afghanistan were assasinated.  for
example, Afghan patriots such as Mr.Pajhwak and
Dr.Yousef were not allowed to operate in Pakistan to
join the Afghan struggle for freedom.  other Afghan
patriots, such as Mr.Majroh, Commander Katawazi and
recently Commander Abdul Haq, were assasinated by ISI.


Please refrain from attempting to conjure up
aggression on our Afghan listserver with your personal
sentiments.

Orzala
 
Von : 
Khalil Nouri
 
Antwort an : 
afghaniyat@yahoogroups.com
 
An : 
afghaniyat@yahoogroups.com
 
CC : 
Abrar
 
Betreff : 
Re: Durand Line
 
Datum : 
Tue, 6 Nov 2001 09:11:04 -0800 (PST)
 
 Antworten  Allen antworten  Weiterleiten  Druckversion
 
Abrar,

I see your point and you are totally entitled to it.
However, you cannot speak for all Pahshtuns on either
side of the non existent Durand Line.
You have a "Zaeem-i-Milee" and his name is Khan Abdul
Wali Khan, the son of late "Zaeem" Khan Abdul Ghafar
Khan.
Before you face all the Afghans about this issue, I
would suggest that you should take some advise from
him and then make it public. This way you will have
more evidence and power to back up your claim.

Thank you


Khalil Nouri
 
        
--- Abrar wrote:
> Brother Aryan,
> I have read your letter adressed to "Hello All" and
> felt obliged to send a reply.
> Why do you think land across Durand Line belong to
> you? Was the lease written by Pakistan and
> Afghanistan in 1893? If not, what Pakistan got to do
> with it? Why don't you take up the case with British
> Government and leave Pakistan alone?
>  The Pakhtoons  of NWFP voted to stay with Pakistan
> in 1946 Refrendum and that decided the fate of your
> 1893 gimmack.
> The parts of Afghanistan under Mughals were the
> parts of India and now the parts of Pakistan. Those
> parts should be handed over to Pakistan.
> Afghans are refugees on the soil of Pakistan because
> they are Foreigners, though our Muslim brothers and
> sisters. Durand Line is the international border
> between Pakistan and Afghanistan and no one can undo
> it.
> British, who signed the lease with you in 1893,
> accepted Durand Line as the international border
> between Pakistan and Afghanistan in 1947.
> Just little we Pakhtoons of PAKISTAN wants
> Afghanistan to do:
> 1. Leave our country alone,
> 2. Give us back what parts were included in the
> Mughal Empire or we will take them by force,
> 3. We are Pakhtoons. We do not care for Afghans,
> 4. Don't lie and betray under the name of Islam,
> 5. Be happy with your own people and your own
> culture and do not steal from others,
> 6. Don't let money be your God. Stop taking money
> from India for propaganda gainst Pakistan from Radio
> Kabul for half a century.
> I will not respects an Afghani until they stop
> meddling in my country.
> Sincerely,
> Abrar
>


=====
Khal Nouri

Asian American alliance 
in The Boeing Company
(425)338-4741

 

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über den Krieg als terroristischen Akt
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über die Vernunft in Zeiten terroristischer Bedrohung
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USA

"Europa gibt es nicht in diesem Krieg"

Ex-Sicherheitsberater Zbigniew Brzezinski über Amerikas Kampf gegen die Taliban, mangelndes Durchsetzungsvermögen in Nahost und die unsichere Allianz gegen den Terror

SPIEGEL: Nach dem sowjetischen Fiasko in Afghanistan waren Sie stolz darauf, mit Hilfe radikaler Islamisten

Moskau in die Falle gelockt zu haben. Sind Sie immer noch stolz darauf?

Brzezinski: Erstens wurde die Sowjetunion nicht gelockt. Sie kam aus eigenem Entschluss und

kam gern. Zweitens galt unsere Unterstützung den moderaten Mudschahidin, beispielsweise Schah Ahmed Massud ...

SPIEGEL: ... der, etwa bei der Eroberung von Kabul, auch nicht gerade moderat war.

Brzezinski: Unglücklicherweise war es die Sowjetunion, die zehn Jahre lang die afghanische Gesellschaft

zerstört und eine Polarisierung gefördert hat. 1996 sind deshalb die extremsten Kräfte,

die Taliban, an die Macht gekommen.

SPIEGEL: Nun sind es die USA, die in der afghanischen Falle stecken. Werden sie mehr Erfolg haben als

die inzwischen entschwundene Sowjetunion?

Brzezinski: Es gibt keinen Zweifel daran, dass die Vereinigten Staaten gewinnen werden.

Der Unterschied zwischen den militärischen Kapazitäten der USA und der Sowjetunion ist einfach zu groß.

Allerdings stellt sich die Frage, ob der Sieg mit zu hohen Kosten und in einer Zeitspanne

errungen wird, die einfach zu lang ist.

SPIEGEL: Wo liegt die Grenze für das Engagement in Afghanistan?

Brzezinski: Wir müssen unterscheiden können zwischen der Notwendigkeit, so weit wie möglich die Führungsebene

von al-Qaida sowie deren Netzwerk auszuschalten, und unserem Kampf gegen die Taliban.

Der droht inzwischen zu einem Konflikt mit den Afghanen, speziell mit den Paschtunen, zu eskalieren.

Diese Unterscheidung ist ausschlaggebend dafür, ob wir uns zu intensiv und zu lang engagieren,

oder ob wir den Krieg sehr gezielt und damit auch kostengünstiger führen.

SPIEGEL: Also kein Einsatz von Bodentruppen?

Brzezinski: Nur sehr selektiv und auch nur für ganz spezifische Aufgaben.

SPIEGEL: Wie lang wäre denn zu lang? Bei wie vielen Toten erlischt die Begeisterung für den Krieg?

Brzezinski: In diesem Krieg, das bestätigen alle Umfragen, sind die Amerikaner bereit, auch Verluste hinzunehmen.

Es war eher die politische Führung, die sich in der Vergangenheit als ängstlich erwiesen hat; zum Beispiel Clinton i

n Somalia 1993 oder 1999 im Kosovo.

SPIEGEL: Als sich die Sowjetunion aus Afghanistan zurückzog, verloren die USA jedes Interesse an dem Land.

Ist das nicht ein Grundproblem amerikanischer Außenpolitik: Sie gehen rein, gehen wieder raus und kümmern

sich nicht weiter darum?

Brzezinski: Das kann man nicht verallgemeinern, es gibt genügend Gegenbeispiele. In diesem Fall war das wirklich

ein Fehler, mehr noch, eine Ungerechtigkeit. Wir hatten die moralische Verpflichtung, den Afghanen zu helfen,

die wir beim Widerstand gegen die Sowjetunion unterstützt hatten.

SPIEGEL: Je länger der Krieg dauert, desto schwieriger wird es, die weltweite Allianz zusammenzuhalten.

Wie lange können die USA auf Pakistan bauen?

Brzezinski: Länger, als die meisten vermuten. Wenn Amerika zielstrebig vorgeht, werden die pakistanischen Eliten,

vor allem die Armee, in der Lage sein, die Kontrolle zu behalten. Pakistan ist auf Amerika angewiesen,

es hat doch sonst keine Freunde. Falls aber das amerikanische Engagement sich weiterhin nur im Bombenkrieg

erschöpft, falls die Zahl der zivilen Opfer weiter steigt, falls es ein Crescendo internationaler Kritik gibt,

dann allerdings wird die Lage in Pakistan brenzlig.

SPIEGEL: Auch Verbündete wie Saudi-Arabien und Ägypten könnten ins Straucheln geraten.

Brzezinski: Richtig. Und deshalb müssen wir uns vor allem um den Nahen Osten kümmern.

Was dort geschieht, hat mehr Einfluss auf die Stabilität in Saudi-Arabien und Ägypten als alles,

was sich in Afghanistan abspielt.

SPIEGEL: Weil Bush auf die Unterstützung islamischer Staaten angewiesen ist, arbeitet er jetzt an einem neuen

Friedensplan für den Nahen Osten. Könnte ausgerechnet der weltweite Krieg gegen den Terrorismus zum

Geburtshelfer eines palästinensischen Staats werden?

Brzezinski: Es gibt doch einen weltweiten Konsens - auch in den USA, auch in Israel - darüber, dass

ein palästinensischer Staat das Ergebnis des Friedensprozesses sein muss. Unklar ist nur noch,

wie überlebensfähig dieser angelegt sein wird. Der Staat darf eben nicht aus vielen kleinen Bantustans bestehen.

SPIEGEL: Haben die USA genügend Einfluss, um einen solchen Staat herbeizuzwingen?

Brzezinski: Einfluss schon, aber der politische Wille scheint zu fehlen. Notwendig ist entschlossene politische

Führungsstärke ...

SPIEGEL: ... die Bush zunächst in diesem Bereich nicht gezeigt hat?

Brzezinski: Es wäre schon besser gewesen, wenn er diese Frage von Anfang an energischer angepackt hätte.

SPIEGEL: Allerdings gibt es auch noch das Problem Scharon, der zu Beginn des Afghanistan-Kriegs erklärt hat,

Israel werde nicht den Preis für die Erhaltung der Allianz gegen den Terror zahlen.

Brzezinski: Aber ihn dahin zu kriegen, dass er tut, was er tun soll, hängt doch davon ab, ob hier genügend

 politischer Wille vorhanden ist. Es geht darum, ob die USA und die Internationale Gemeinschaft bereit sind,

einen solchen Staat zu unterstützen, zu fördern, und, wenn nötig, auch zu garantieren.

SPIEGEL: Können die USA die islamischen Staaten auch ohne eine Lösung in Nahost in der Allianz halten?

Brzezinski: Zum Anti-Terror-Programm gehört eine Stabilisierung des Verhältnisses von Israelis und

Palästinensern. Amerika wird eben nicht zielgerichtet handeln können, solange die Masse der Araber glaubt,

beim Anti-Terror-Krieg handele es sich um ein abgekartetes Spiel von Israelis und Amerikanern.

Und genau das werden sie bei einem Schlag gegen Terrorhelfer in einem arabischen Land auch glauben,

wenn Israel sich weiterhin so aufführt, wie es das unter Scharon getan hat.

SPIEGEL: Auch den Propaganda-Krieg scheinen die USA zu verlieren. Das Pentagon begnügt sich mit den

Luftbildern der Bombardierungen, die Taliban zeigen tote oder verwundete Kinder.

Wie lange werden die USA den immer lauteren Rufen nach einem Bombenstopp widerstehen können?

Brzezinski: So weit sind wir noch nicht. Alle Umfragen zeigen noch große Mehrheiten für diesen Krieg.

SPIEGEL: In Ländern wie Deutschland sieht das anders aus. Wie wichtig ist Europa für den Kampf gegen den Terror?

Brzezinski: Man kann doch gar nicht von "den Europäern" sprechen. Europa gibt es nicht in diesem Krieg,

 es gibt nur europäische Staaten. Großbritannien etwa nimmt an der Operation teil und gewinnt dabei bedeutsamen

 Einfluss auf unser Vorgehen. Andere, die früher etwas großspurig von einem "Europa mit einer autonomen,

weltweiten Rolle in der Sicherheitspolitik" gesprochen haben, klingen zurückhaltender.

SPIEGEL: Jetzt haben auch die Deutschen versprochen, 3900 Soldaten zu schicken.

Brzezinski: Das ist doch wunderbar. Andererseits sind bereits volle zwei Monate seit dem 11. September vergangen,

aber immerhin: 3900 Soldaten. Im Übrigen habe ich keine Zweifel daran, dass sich unsere wichtigsten Freunde im

Lauf der Zeit stärker beteiligen werden, aber dann könnte es zu praktischen Problemen kommen, Schwierigkeiten

bei der Zusammenarbeit mit den amerikanischen Streitkräften etwa.

SPIEGEL: Ist es im Endeffekt den Amerikanern nicht am liebsten, wenn sie alles allein machen können?

Brzezinski: Natürlich ist es einfacher, eigene Truppen zu kommandieren. Die wirklich wichtigen Aufgaben werden

wohl von den USA allein gelöst werden müssen. Das ist einerseits realistisch, aber andererseits fühlt man sich

 auch ein bisschen einsam.

SPIEGEL: Nichts hat die Europäer zu Beginn der Regierung Bush so empört wie dessen einseitiges Vorgehen.

Nun auf einmal gibt es diese weltweite Allianz. Ist der plötzlich entdeckte Multilateralismus wirklich mehr als eine Schau?

Brzezinski: Das ist kein Multilateralismus. Was wir jetzt erleben, ist der Ausdruck des amerikanischen

Übergewichts in der Weltpolitik. Schauen Sie sich doch an, wer alles nach Washington kommt: gestern der

algerische Präsident, heute der französische. Dann der britische Premier und nun Putin. Kommt nicht der

 deutsche Kanzler auch bald wieder? Die Liste ist endlos. Die meisten Regierungen sind sich angesichts

der neuen Lage darüber im Klaren, dass die Welt in die Anarchie stürzen würde, sollten die USA wirklich

destabilisiert werden können. Und davor fürchten sich alle. Das spricht für eine Welt mit nur einem Machtpol, den USA.

SPIEGEL: Sie haben stets betont, dass der politische Wille die Voraussetzung für die Lösung der Probleme sowohl

in Afghanistan wie auch im Nahen Osten ist. Glauben Sie, dass sich Präsident Bush schon darüber im Klaren ist,

wie konsequent er vorgehen soll?

Brzezinski: An seiner persönlichen Entschlossenheit habe ich nicht den geringsten Zweifel. Aber es scheint den

USA derzeit noch schwer zu fallen, eine umfassende Strategie zu entwickeln, die im Kampf gegen den Terrorismus

sowohl militärisch wie auch politisch operiert. Das ist sicher schwierig, aber notwendig.

SPIEGEL: Das Außenministerium und das Pentagon müssen sich also auf eine Strategie einigen?

Brzezinski: Genau. Und dafür brauchen sie Führung von oben. Das muss sehr sorgfältig ausbalanciert werden.

SPIEGEL: Wer wird denn der nächste Feind im Kampf gegen den Terrorismus sein - Saddam Hussein?

Brzezinski: Wir haben schon aus Gründen der nationalen Sicherheit die Verpflichtung, uns zu fragen,

ob es noch eine weitere Bedrohung gibt von jemandem, der in der Lage ist, den weltweiten Terrorismus

für eine noch schrecklichere Bedrohung zu nutzen, als wir sie am 11. September erlebt haben.

SPIEGEL: Sie sprechen von Massenvernichtungswaffen?

Brzezinski: Richtig. Und wenn wir diese Frage beantwortet haben, dann müssen wir mit unseren engsten

Alliierten beraten und entscheiden, was zu tun ist.

INTERVIEW: HANS HOYNG, GERHARD SPÖRL

Spiegel-Online,12. November 2001

Terror und die Folgen
Deutscher Journalist getötet / Nordallianz meldet Eroberung Herats / Kampfjets bombardieren Kandahar

 
 
12. Nov. 2001 
In Afghanistan ist ein deutscher Journalist getötet worden. Das Magazin „Stern“ bestätigte am Vormittag
 den Tod des Reporters. Er war zusammen mit Kollegen in einen Hinterhalt der Taliban geraten. Insgesamt wurden
drei Journalisten getötet. Das Verteidigungsministerium der Nordallianz hat nach Angaben eines Feldkommandeurs
am Montag den Befehl zum Vormarsch auf die von den radikal-islamischen Taliban gehaltene Hauptstadt Kabul erteilt.
Die Nordallianz meldete auch die Einnahme der westlichen Stadt Herat. Die Taliban dementierten das aber.

Bei dem toten deutschen Reporter handelt es sich um Volker Handloik. Der 40-jährige freie Journalist war auf dem
Gebiet der Nordallianz zusammen mit fünf weiteren ausländischen Reportern auf einem Panzerwagen unterwegs und
geriet offenbar in einen Hinterhalt der Taliban. Sein Leichnam sei von einem Fotografen in Afghanistan identifiziert
worden, teilte das Verlagshaus Gruner + Jahr am Montag mit. Handloik berichtete seit Anfang Oktober für den „Stern“
aus der Region. Er stammt aus Rostock und war seit mehr als zehn Jahren für verschiedene Zeitschriften tätig.
Neben Handloik kamen mindestens zwei weitere seiner Kollegen bei dem Granat- und Gewehrfeuer-Angriff ums
Leben. Bei den beiden anderen Journalisten handelt es sich um zwei  französische Kriegsberichterstatter.
Ihre Arbeitgeber RTL und Radio France International gaben ihre Namen mit Pierre Billaud und Johanne Sutton an.
Der Vorfall ereignete sich in der Nähe der Stadt Dasht e-Qaleh in der Nähe der Grenze zu Tadschikistan.

Nordallianz erobert neun Provinzen

Einheiten der oppositionellen Nordallianz haben nach Angaben der afghanischen Nachrichtenagentur AIP bis zum
Montag fast den gesamten Norden Afghanistans unter ihre Kontrolle gebracht. Die Taliban bestätigten nach Angaben
der in Pakistan ansässigen afghanischen Agentur die Eroberung der Provinz Faryab durch die Allianz am späten
Sonntagabend. Indes dementierten die Taliban, dass auch die westliche Stadt Herat gefallen sei. Nachdem am
Freitag die strategisch wichtige Stadt Masar-i-Scharif an die Nordallianz gefallen ist, haben die oppositionellen
Milizen nach eigenen Angaben im Norden inzwischen neun Provinzen erobert. Dabei handelt es sich um Samangan,
Jauzjan, Sar-i-Pul, Tachar, Bamian, Badghis, Bamiyan, Balch und zuletzt Faryab. Nur noch die Provinz Kundouz werde
von den Taliban kontrolliert, hieß es.

Wie AIP weiter meldete, flogen US-Kampfjets in der Nacht zum Montag erneut Angriffe auf Ziele in Afghanistan.
So sei unter anderem die Taliban-Hochburg-Kandahar im Süden bombardiert worden. Dabei seien mindesten

drei Zivilisten getötet worden. Eine unabhängige Bestätigung dieser Angaben gibt es nicht.

Befehl zum Sturm auf Kabul erteilt

Das Verteidigungsministerium der Nordallianz hat nach Angaben eines Feldkommandeurs den Befehl zum Vormarsch
auf die von den radikal-islamischen Taliban gehaltene Hauptstadt Kabul erteilt. Der Angriffbefehl sei um 8 Uhr
(4.30 Uhr MEZ) erteilt worden, sagte Kommandeur Torjalai am Montag der Nachrichtenagentur Reuters in
der Frontstadt Rabat. Es habe Probleme mit den Vorbereitungen gegeben. „Wir hoffen jetzt, die Offensive
am Nachmittag zu beginnen.“ Der amerikanische Präsident George W. Bush hatte erklärt, die USA würden die
Nordallianz nicht ermutigen, nach Kabul einzumarschieren. "Wir werden unsere Freunde ermutigen, nach Süden
vorzustoßen, aber nicht in die Stadt Kabul selbst“, sagte Bush.

Augenzeugen berichteten, dass beständig Nachschub an Truppen an die Front gekommen sei. Hunderte Soldaten
und Panzer, Raketenwerfer und Artillerie seien in den rückwärtigen Linien zusammengezogen worden.
US-Kampfflugzeuge vom Typ F-18 bombardierten unterdessen Stellungen der Taliban.

Britische Soldaten in Afghanistan

Der britische Verteidigungsminister Geoff Hoon bestätigte, dass sich Soldaen in Afghanistan befinden.
In einem BBC-Interview sagte er am Sonntag: „Ich kann mit Sicherheit bestätigen, dass Vertreter der britischen
Streitkräfte im Norden Afghanistans zur Verbindung und Unterstützung der Nordallianz eingesetzt
sind.“ Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte, es handele sich um eine kleine Anzahl von Soldaten,
die als Verbindungsleute und Berater stationiert worden seien. Medienberichten zufolge sollen Mitglieder der britischen
Eliteeinheit SAS bereits seit einigen Wochen in Afghanistan sein.

Putin: Atomwaffeneinsatz wenig wahrscheinlich

Zugleich sagte Hoon, der mutmaßliche Terroristenführer Usama bin Ladin sei im Besitz von einigen Materialien zum
Bau von Atomwaffen. Derzeit sei Bin Ladin aber wahrscheinlich nicht im Stande, eine Atombombe zu bauen.
Der von Bin Ladin angedeutete Einsatz von nuklearen Waffen ist auch vom russischen Präsidenten Wladimir Putin
als „wenig wahrscheinlich“ eingestuft worden. In einem Interview mit der pakistanischen Zeitung Ausaf hatte Bin Ladin
erklärt: „Wenn Amerika chemische oder nukleare Waffen gegen uns einsetzt, könnten wir mit chemischen und
nuklearen Waffen zurückschlagen. Wir haben diese Waffen zur Abschreckung.“

Lange Schlangen vor Friseur-Geschäften

Im von der Nordallianz eroberten  Masar-i-Scharif legten die Einwohner einem Agenturbericht zufolge die
strengen Regeln der radikal-islamischen Taliban schnell ab. Männer, denen es bisher verboten war, ihre
Bärte zu rasieren, warteten in langen Schlangen vor Barbier-Geschäften, meldete die in Pakistan ansässige
afghanische Nachrichtenagentur AIP. In den Straßen zeigten sich Frauen ohne die den ganzen Körper bedeckende
Burka. Aus Geschäften klinge wieder Musik.

 

 

Der Flugzeugträger Kitty Hawk
FAZ.NET-Spezial
Der Krieg in Afghanistan
Von Stephan Hütig
8. Nov. 2001 Stimmt der deutsche Bundestag zu, werden in Kürze deutschen Soldaten die amerikanischen Truppen im Kampf gegen das Taliiban-Regime unterstützen. Das FAZ.NET-Spezial "Krieg in Afghanistan" fasst die militärischen Entwicklungen am Hindukusch zusammen.

Zwar sind nach amerikanischen Angaben alle Ausbildungslager der Al Qaida zerstört, doch die Gotteskrieger der Taliban halten sich unverändert an der Macht. Auch der Ergeifung von Usama Bin Ladin sind die Amerikaner noch nicht spürbar näher gekommen. Das Versteck des Terroristenführers scheint noch nicht ausgemacht.

Täglich Bomben und Opfer

Die Angriffe der Amerikaner verlaufen dabei nicht ohne Schwierigkeiten. Der Glaube an die chirurgische Präzision der US-Waffen wird täglich erschüttert.

Opfer in der afghanischen Bevölkerung wurden vorausgesehen und von der amerikanischen Regierung in Kauf genommen - doch wieviele Menschen den täglichen Bombenangriffen tatsächlich zum Opfer fallen, weiß niemand.

Angriffe während des Ramadans

Die Vereinigten Staaten stehen außerdem unter Zeitdruck: Der bevorstehende Winter und der Fastenmonat Ramadan drohen den Einsatz in Afghanistan zu erschweren. Sollten die Angriffe auch während des Heiligen Monats der Moslems andauern, könnten muslimische Staaten aus der Anti-Terror-Allianz herausbrechen.

Dessen ungeachtet kündigte der amerikanische Generalstab an, die Taliban sollten sich auch in den kommenden Monaten auf weitere Angriffe aus der Luft und mit Bodentruppen vorbereiten.

Was erwartet die 3.900 deutschen Soldaten, die sich möglicherweise in Bälde in Richtung Afghanistan aufmachen? Drohen sich die Spezialeinheiten in den Klüften Afghanistans zu verlieren? Oder können sie ihre Mission rasch erfüllen, Bin Ladin aufzuspüren und zu ergreifen?


 

Text: @hüti
Bildmaterial: dpa

 

 
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